
Produkttyp: Nikon Kameras
Neuester Testbericht: ... Auswirkungen auf die Fotos! Im Vergleich zu einer Spiegelreflex-Kamera ist die Nikon natürlich superleicht und paßt in jeden Rucksack ... mehr
Kleinbildkamera für den Alltag
Nikon Zoom 600

Name des Mitglieds: willibald-1
Produkt:
Nikon Zoom 600
Datum: 15.02.01, geändert am 27.02.01 (184 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: klein, handlich, gute Bedienbarkeit, gute Fotos
Nachteile: Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung gehen wohl nicht
Da ich nicht immer meine Spiegelreflex-Kamera transportieren wollte, kaufte ich mir vor ein paar Jahren meine erste Kompaktkamera. Die erste war eine Yashika, die zweite eine Olympus, und die dritte die Nikon zoom 600.
Anforderungen, die ich im Laufe der Zeit entwickelte, ließen meine Wahl auf die Nikon zoom 600 fallen.
So hat sie für einen akzeptablen Preis (leider ist der Kauf schon wieder etwa 2 Jahre her, so daß ich den Preis heute nicht mehr nennen kann) hat sie einen relativ großen Zoom-Bereich: 38-110 mm.
Außerdem ist sie recht leicht zu bedienen:
Eingeschaltet wird sie über einen Knopf links an der Oberseite.
Der Zoom-Schalter befindet sich rechts hinter dem Auslöser und ist etwas erhaben. So hat man diese wichtigen Knöpfe alle beeinander ohne die Position seiner Finger groß verändern zu müssen. Das ist besonders schön, wenn man Schnappschüsse machen möchte.
Über ein Display, das über zwei kleine Knöpfe angesteuert wird, kann man verschiedene Blitzfunktionen (abschalten, zuschalten, automatisch, Vorblitz) sowie den Selbstauslöser einstellen. Das sind die Grundfunktionen, die diese Kompaktkameras alle haben. Nur bei etlichen, die ich im Laden angeschaut habe, finde ich die Bedienung zu umständlich.
Der Sucher befindet sich relativ weit rechts, was vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist. Vor allem wenn ich zwischen den Kameras wechsle, muß ich mich jedesmal neu darauf einstellen. Allerdings habe ich bisher das Gefühl, daß ich durchaus den Ausschnitt sehe, der hinterher auch auf dem Bild ist, was keineswegs bei allen Kompaktkameras der Fall zu sein scheint.
Am Sucher befindet sich noch ein kleiner Schieber, mit dem man ihn an die Sehschärfe des Benutzers anpassen kann, so daß Menschen mit einer geringfügigen Sehschwäche nicht unbedingt ihre Brille aufbehalten müssen. (Sorry, wie diese Funktion heißt, ist mir im Augenblick entfallen...)
Lediglich mit der Position des Blitzes komme ich nicht ganz klar. All zu oft
ertappe ich mich dabei, daß die Finger meiner linken Hand davor liegen. (Bei der Olympus wird der Blitz herausgeklappt; da passiert mir das nicht.) Zum Glück hatte das bisher noch keine Auswirkungen auf die Fotos!
Im Vergleich zu einer Spiegelreflex-Kamera ist die Nikon natürlich superleicht und paßt in jeden Rucksack und in (fast) jede Handtasche. Aber sie gehört nicht gerade zu den Leichtgewichten ihrer Klasse. Das macht mir aber nichts aus, da ich ganz gerne "was in der Hand habe" beim fotografieren.
Da ich sie oft und bei vielen Gelegenheiten dabei habe, muß sie einiges aushalten. Und so kann ich wohl behaupten, daß sie auch sehr robust ist.
Über die Qualität der Bilder kann ich mich nur lobend äußern. Soweit sie nicht vom Fotographen und vom Filmmaterial abhängt, ist sie absolut gut. Der Autofocus und die automatische Belichtung funktionieren einwandfrei. Lediglich im Makrobereich würde ich mir wünschen, auf eine geringere Entfernung an mein Objekt herangehen zu können. Das ist bei meiner Olympus, die jedoch leider nur bis 70 mm zu zoomen ist, besser.
Die Batterien (CR 123 A) sind leider ein echter Kostenfaktor, halten aber doch recht lange.
Alles in allem bin ich mit der Kamera sehr zufrieden und würde sie jederzeit wieder kaufen.
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Nachtrag am 27.02.01:
Jetzt habe ich doch einen Nachteil entdeckt. Gestern abend gab es ein wunderschönes Mond-Stern-erleuchtetes Fenster-Baum Motiv. Aber natürlich braucht man dafür eine Dauerbelichtung. In der Nikon hatte ich einen Dia-Film, 100 ASA. Den Blitz habe ich abgeschaltet. Dafür gibt es zwei Stufen: einmal, um eine Landschaft zu fotografieren, und einmal ohne dieses Symbol. Aber bei keiner dieser beiden Stufen kam es zu einer wirklichen Langzeitbelichtung. Damit ich dieses wunderschöne Motiv sicher "im Kasten" habe, habe ich noch meine Olympus zur Hand genommen. Die war mit einem Kleinbild-Film ausgestattet, 200 ASA. Ebenfalls den
Blitz abgeschaltet, ausgelöst - und die Langzeitbelichtung kam zustande. Natürlich kann ich erst nach der Entwicklung urteilen. Aber so wie es sich anhörte, habe ich in die Aufnahme mit der Olympus mehr Vertrauen!
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Fazit:
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27.02.01
Wenn meine alte Pentax das zeitliche segnet, wäre das eine würdige Nachfolgerin.