Nikon F 80
Eine für nahezu alles. Lang lebe analoge Fotografie - Nikon F 80 Kamera

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Produkttyp: Nikon Kameras

Neuester Testbericht: ... den angeblich optimalen Wert für Blende und Zeit errechnet. Leider ist diese Methode eher einer Raterunde gleichzu setzen. Woher soll ... mehr

Eine für nahezu alles. Lang lebe analoge Fotografie
Nikon F 80

TurboFM

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Produkt:

Nikon F 80

Datum: 14.01.05, geändert am 26.01.05 (3202 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Einblendbare Gittermattscheibe, Besitzt einige Features der höheren Nikon-Modelle, Preis-/Leistung

Nachteile: Nur mit aktuelleren Objektiven nutzbar (mit CPU), Etwas langsamer Autofokus und keine Spiegelvorauslösung, Spult leider den Film immer inklusive Anfangslasche in die Filmpatrone zurück

Seit Dezember 2003 darf ich mich an der F80 aus dem Hause Nikon erfreuen. Vorher tat es eine wirklich gute Minolta X-300, die jedoch ein wenig Flexibilität und technische Ausstattung vermissen ließ. Also sollte eine weitere Kamera her. Diverse Abende verbachte ich mit Prospekten unterschiedlicher Kamerahersteller, testete Kameras in einigen Märkten und letztlich fiel die Wahl auf die F80. Bereut habe ich die Wahl nie.

Was macht die F80 aber nun zu einem Topprodukt?

Ein kleiner Alleskönner ist die F80. Echte Profifotografen werden sicher das Eine oder Andere vermisssen, für fortgeschrittene Einsteiger und Hobbyfotografen bietet die Nikon jede Menge Möglichkeiten. Blutige Anfänger werden sicher mit einer F80 zu Beginn ihrer Fotolaufbahn etwas überfordert sein. Die bei Einsteigern so beliebte Vollautomatik ist ebenso wenig zu finden wie Motivprogramme. Mit anderen Worten: F80-Nutzer sollten schon ein paar Grundbegriffe der Fotografie sowie die technischen Möglichkeiten einer Spiegelreflex verinnerlicht haben.

Handling
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Sie fasst sich recht gut an, die F80. Sie könnte zwar etwas schwerer sein (hilft gegen Verwackeln), mit einem angebauten Batteriefach geht es aber schon recht gut. Die Hand umschließt den rechten Griff sehr schön, sodass die F80 jederzeit gut beherrschbar bleibt. Das vordere und hintere Rad lassen sich sauber bedienen und auch die AF-Feld Wippe hat man nach kurzer Zeit gut unter Kontrolle. Insgesamt lassen Schallter, Knöpfe und Anzeigen kaum Wünsche offen. Der Auslöser hat einen für mich angenehmen Druckpunkt. Lediglich der Drehschalter für die Messmethodenwahl fällt zu fummelig aus. Da muss man schon mal kräftig anfassen, bevor etwas passiert. Abgesehen davon, können sich einige andere Hersteller eine Scheibe von der Nikon abschneiden, was die Bedienung und das gesamte Feeling angeht.


Objektive
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An Objektiven kann man jedes aktuelle D- oder G-Objektiv mit Nikon F-Bajonet anschrauben. Selbst Technologien wie beispielsweise AF-S (Ultraschallantrieb für den AF) oder VR ("Antiverwackelfunktion") sind mit der F80 kompatibel. Andere Systeme unterstüzt die F80 nur bedingt. So lassen sich AF-Linsen ohne D/G-Kennung nur ohne 3D-Matrixmessung nutzen. Leider unterstützt die Kamera keine älteren Systeme wie etwa Ai-S, hier spielt das Belichtungsmesssystem der Spiegelrefex einfach nicht mit. Ein externer Belichtungsmesser sorgt zwar für Abhilfe, die optimale Lösung ist das sicher nicht.


Belichtungszeiten
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Ist die Optik angesetzt, geht ans Fotografieren. In Bezug auf Verschlusszeiten fehlt es nahezu an nichts. Belichtungen können von "B" (beliebig lange Öffnungszeit für den Verschluss, eigentlich nur Begrenzt durch die Batteriekapazität) bis zu einer 1/4000 Sekunde eingestellt werden. Mit dieser Bandbreite lassen sich eigentlich alle Situationen meistern.


Die Blende
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Die Bandbreite der Blenden wird vom Objektiv vorgegeben, die F80 kann diese in halben Stufen ansteuern. Zusätzlich verfügt die Kamera über eine Abblendtaste. Damit ist es möglich, vorab die Blendenwirkung in Bezug auf die Schärfentiefe zu kontrollieren. Wie weit reicht die Schärfe mit der eingestellten Blende vom Hauptmotiv nach vorne in Richtung Kamera? Ein Druck auf die elektronische Abblendtaste zeigt es. Jedoch muss mit Helligkeitsverlust im Sucherbild gerechnet werden, da ja die Blendenöffnung beim Abblenden geschlossen wird. Somit fällt weniger Licht durchs Objektiv und das Sucherbild verdunkelt sich.


Beichtungsfunktionen
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An Belichtungsfunktionen offeriert die F80 alles, was der ambintionierte Hobbyfotograf benötigt. Neben der vollmanuellen Funktion (M) führt die F80 noch eine Blenden- (S) und Zeitautomatik (A) mit. Wer es etwas einfacher mag, nutzt die Multi-Programmautomatik (P). Können mit "M" Blende und Zeit völlig unabhängig und nach Wunsch des Fotografen eingestellt werden, ünterstützen die Funktionen "A" und "S" den Fotografen in sehr hilfreicher Form. Mit Programm "A" wählt der Nutzer eine Blende vor und die Kamera fügt die dazu passende Verschlusszeit zu. Diese geschieht stets unter Berücksichtigung der derzeitigen Lichtsituation und der eingestellten Messcharakteristik. Somit hat man die Möglichkeit die gewünschte Schärfentiefe mit Blendenwahl exakt zu bestimmen, um die dazu passende Zeit kümmert sich die Kamera. Genau umgekehrt fünktioniert das "S"-Programm. Hier wählt der Fotograf die gewünschte Verschlusszeit und die Kamera sucht die dazu passende Blende aus. Diese Funktion ist beispielsweise in der Sportfotografie recht sinnvoll, wenn Bewegungen der Sportler durch kurze Verschlusszeiten "eingefroren" werden sollen.

Für Puristen bietet die F80 im "M"-Modus eine Lichtwaage, die es auch ohne Belichtungsmesser ermöglicht abzuschätzen, wann die Belichtung gelingt. Besonders interessant wird dies in Kombination mit der Spotmessung, die nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Bildauschnittes ausmisst. Komplexe oder besondere Lichtsituationen lassen sich so hervorragend meistern.

Etwas anders arbeitet das "P"-Programm. Hier hat man es es mit einer erweiterten Vollautomatik zu tun. Gleichzeitig kombiniert sie die Programme "A" und "S". Zunächst misst der Kamera die Lichtsituation und gibt dem Fotografen eine passende Kombination aus Blende und Zeit vor. Damit würde das Bild anständig belichtet werden. Möchte man aber eine Kombination, genügt ein Dreh am hinteren Daumenrad und schon erscheint eine weitere mögliche Blenden/Zeit-Paarung. Diese Funktion nervt aber auf Dauer. Mit "S" oder "A" ist das Ziel viel einfacher zu erlangen. Echte Anfänger mögen diese Funktion schätzen, aber nach wenigen Filmen wird man den anderen Programmen den Vorzug geben.


Belichtungsmessung
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Wie jede moderne Kamera, hat auch die F80 mehrere Messmethoden auf Lager. Zunächst arbeitet die Kamera mit der Offenblendenmessung. Demnach ist die Blendenöffnung des Objektives bis zum Moment des Auslösens immer maximal geöffent. Dies garantiert, dass das Sucherbild immer maximal hell ist.

Mit den unterschiedlichen Messmethoden ist der Fotograf in der Lage, die derzeitige Lichtsituation individuell zu nutzen. Mit der 3D-Matrixmessung bekommen Anfänger wie Profis eine recht unkomplizierte Methode vorgelegt. In Kombination mit einem D- oder G-Objektiv fließen neben dem Faktor Licht auch die Entfernung zum Motiv in die Messung mit ein. Dieses wird speziell für Blitzlichtaufanhmen interessant (siehe unten). Bei der Matrixmessung nutz die F80 mehrere Felder, die sich für den Nutzer unsichtbar über den Sucherauschnitt verteilen. Jedes Feld nimmt das in ihrem Bereich eintreffende Licht auf und gibt die Daten an einen Computer weiter. Dieser kombiniert alle Feldermessungen und vergleicht die gegebene Situation mit tausenden gespeicherten Lichtsituationen. In Bruchteilen einer Sekunde hat die Kamera den angeblich optimalen Wert für Blende und Zeit errechnet. Leider ist diese Methode eher einer Raterunde gleichzu setzen. Woher soll die Kamera auch wissen, wie ich das Bild letztenendes wirklich belichten möchte.? Daher ist die Matrixmessung eher für Anfänger und wirklich eindeutige, einfache Belichtungssituationen geeignet. Schnappschüsse gelingen damit aber auch ganz gut.

Weiterhin hat Nikon die F80 mit einer mittenbentonten Integralmessung ausgestattet. Beim Blick durch den Sucher fällt ein Kreis auf. Dieser stellt den Kreis dar, den die Kamera in der mittenbetonten Messmethode zu 75% gegenüber dem Restbild bevorzugt. Damit lassen sich schon schwierigere Motive ausmessen. Diese Messmethode war bis vor ein paar Jahren fast schon Standard in nahezu allen Spiegelreflexkameras.

Als drittes bietet die Nikon eine Spotmessung. Diese Messmethode stellt für viele Fotografen wohl das Optimum dar. Die Kamera nutzt nur einen 1% großen Punkt des Suchers für die Messung. Sinn der Sache: Starke Helligkeitsunterschiede lassen sich so wesentlich besser ausmessen. Beispielsweise ein kleines Dachfenster in einem ansonsten eher dunklen Dachbodenraum. Arbeitet man der Matrixmessung, überwiegt der dunkle Teil und die Kamera will sehr lange Belichten, um den dunklen Raum angemessen abzubilden. Das Ergebnis wird eher minderwertig, da das Dachfenster aufgrund der langen Zeit zu hell dargestellt wird. Mit der Spotmessung kann ich direkt das Fenster anmessen und schon habe ich ein wesentlich schöneres Bild, da das Fenster nun richtig belichtet worden ist. Diese Spotmessmethode spielt in Kombination mit der "M"-Methode alle Trümpfe aus. Da die F80 im Sucher mehrere AF-Felder zur Auswahl anbietet, hat Nikon diese mit der Spotmessung verknüpft. Die Spotmessung erfolgt stets in dem Bereich des angewählten AF-Feldes. Dieses wirklich praktische Feature erleichtert das Arbeiten mit der Kamera in vielerlei Situationen.


Der Sucher
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Weiteres Highlight ist der Sucher. In die Mattscheibe ist ein feines Geflecht eingearbeitet, dass mit Hilfe von LCD-Technik eine Gittermattscheibe simulieren kann. So werden genaue Bildkomponierungen zum Kinderspiel. Einfach die Motivkanten (z.B. Gebäudefenster) nach den eingeblendeten Gittermustern ausrichten und alles ist auf dem Bild gerade, wenn es denn gerade sein soll ;-). Per Individualfunktion lässt sich dieses Feature abschalten.

Im unteren Bereich erfährt der Nutzer einiges über Belichtungszeit unf Blende. Auch die bei "M" nutzbare Lichtwaage wird dort eingeblendet. Ist das Hauptmotiv scharf (AF), erscheint ein kleiner Punkt in der Ecke und man getrost auslösen. Selbst bei manueller Schärfeneinstellung funktioniert diese Technik. Auch über den gewählten Blitzmodus informiert die kleine Leiste unter dem Sucher.


Autofokus
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Eine schöne Erfingung auf dem Gebiet der Fotografie ist der Autofokus. Anstatt immer selbstständig am Objektiv zu drehen bis die Schärfe stimmt, übernimmt dies nun die Kamera. Zusätzlich kommt die F80 mit wählbaren AF-Feldern daher. Welches der fünf Felder für den Autofokus genutzt werden soll, entscheidet der Nutzer mit einer Wippe auf der Rückseite der Kamera. Besonders interessant ist diese Funktion dann, wenn das Hauptmotiv außerhalb der Bildmitte liegt. Anstatt nun die Kamera mit dem mittleren AF-Feld auf das Motiv zu richten, per Knopdruck scharfzustellen und dann die Kamera wieder zurückzuschwenken, genügt jetzt ein Knopfdruck.

Wer auf diese Funktion verzichten will, kann die Schaltwippe auch fixieren. Zudem hat Nikon der F80 eine AF-Dynamik spendiert. Damit sind quasi alle AF-Felder ausgewählt. Per leichten Druck auf den Auslöser fokusiert die F80 automatisch auf das der Kamera am nächsten gelegene Objekt. Dieses Feature sehe ich wieder am besten in der Sportfotografie eingesetzt. Genutzt habe ich persönlich die AF-Dynamik nur sehr selten.

Der AF ist weiterhin mit einer weiteren Einstellmöglichkeit an der F80 gekoppelt. An der Vorderseite des Gehäuses befindet sich ein Wahlschalter mit M, C und S beschriftet. Auf M eingestellt, übernimmt der Fotograf das Scharfstellen, der AF ist abgestellt. Mit C (Continuous) führt Nikons F80 die Schärfe bei halb gedrücktem Auslöser ständig nach. Wieder ist wohl die Sportfotografie das Haupteinsatzgebiet der C-Funktion.

Mit S (Single) hingegen legt die F80 die Schärfe auf das anvisierte Motiv und behält diese Fokusebene bei, solange der Auslöser halb gedrückt wird.


In Sachen Film
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Hiermit ist die gesamte Mechanik gemeint, die den Film aufnimmt und weitertransportiert. Nach Öffnen der Rückwand ist der Film recht unkompliziert einzulegen. Für den automatischen Transport muss lediglich der Film ein Stück aus der Patrone herausgezogen und bis zu einer roten Markierung geführt werden. Liegt alles richtig, wird der Film beim Schließen der Rückwand selbstständig eingefädelt und bis zum ersten Bild weiter transportiert. Nach dem letzten Bild spult die Kamera auf Wunsch langsam oder schnell zurück. Natürlich ist die F80 mit einer DX-Erkennung ausgestattet, die es erlaubt, die Filmempfindlichkeit vollautomatisch einzustellen. Diese lässt sich aber auch wieder auf Wunsch umgehen. Leider spult die F80 den Film immer komplett in die Patrone zurück. Für Menschen, die ihre Filme daheim entwickeln, müssen mit einem Fimrückholer stets den Anfang wieder aus der Patrone herausfischen.

Die bei vielen experimentierfreudigen Fotografen genutzen Infrarotfilme kann die F80 leider nicht verarbeiten. Nikon hat für die Filmtransporterkennung eine Infraroteinheit in die Filmkammer eingebaut. Würde man nun IR-Filme verwenden, ergäbe dies auf den Bildern stets ungewollt belichtete Flecken durch diese Erkennungstechnik.


Das Display
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Mit einem Blick auf das Display an der Oberseite der Spiegelreflexkamera erfährt man vieles, leider nicht alles. Da kann die F100 aus dem Hause Nikon ein wenig mehr. Natürlich erfährt man sofort, wieviele Bilder schon gemacht wurden, welches AF-Feld aktiv ist sowie die aktuelle Blende- undZeit. Jedoch sind manchmal öfter Blicke durch den Sucher notwendig, um an alle wichtigen Daten zu bekommen. Diese Situation mag recht selten vorkommen, wenn man aber an die Möglichkeiten einer F100 gewöhnt ist, sorgt dieser Umstand schon für ein paar nervige Momente.

Natürlich zeigt das Display auch die Einstellungen für die Individualfunktionen an.
Per Zahlencode weiß man, welche Einstellungen in welcher Art und Weise gemacht wurden.


Die Individualfunktionen
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Eine weitere Erleichterung stellen die 19 Individualfunktionen dar. Mit Ihnen kann man recht einfach die F80 an seine Bedürfnisse anpassen. Soll beispielsweise der AF per Druck auf den Auslöser oder auf einen Rückseitigen Knopf gelegt werden oder die Wartezeit des Selbstauslösers verkürzt werden? Kein Problem, einfach das Wählrad auf CSM (für Custom) gedreht und die Zahlencodes mit der Anleitung verglichen. So lassen sich auch die AF-Hilfslampe deaktivieren oder die Filmrückspulzeit anpassen. Wichtige Funktionen habe ich mir ganz klein am PC ausgedruck und auf die Innenseite eines Objektivdeckels geklebt.


Blitzlicht
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Die F80 wird mit einem integrierten Blitz geliefert. Dieser klappt (nur) per Knopfdruck aus und leistet mit Leitzahl 12 natürlich keine Wunder. Dafür hat die F80 einen Blitzschuh, der leistungsstärkere Blitze aufnimmt. Natürlich dürfen auch Blitzmodie wie Langzeitsynchronisation und eine Anti-Rote-Augen Funktion nicht fehlen. Besonders interessant: Nikon verbaut in der F80 eine Synchronisation des Blitzes auf den zweiten Verschlussvorhang. Mit dieser Hilfe gelingen Nachtaufnahmen von beispielsweise Autos mit eingeschatetem Fahrlicht um einiges realistischer. Der Lichtschein folgt nun dem Auto, anstatt ihm vorauszueilen.

Beim Blitzen kommt auch endlich die 3D-Matrixmessung zum Einsatz. Durch hinzunahme der Entfernung zum Haptmotiv weiß die F80, wie stark der Blitz abgefeuert werden muss, damit das anvisierte Motiv auch ausgeleutet wird. Weiterhin feuert die F80 (interner Blitz und neuere externe Blitze) "unsichtbare" Messblitze ab. Die Kamera misst umgehend alles aus und errechnet so die optimale Blitzlichtmenge. Ausgewogenere Blitzlichtbilder sind die Folge. Diese Messblitze erfolgen unmittelbar vor dem Hauptblitz und verzögern somit nicht den Fotografiervorgang.


Weitere Belichtungsfeatures
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Neben einer eher selten genutzen Doppelbelichtungsfunktion wartet die F80 mit einer Serienbildfunktion auf. Diese ermöglicht schnelle Aufnahmen in Folge, ohne den Auslöser loszulassen. Wer hier auf viele Bilder pro Sekunde angewiesen ist, wird vielleicht ein wenig von der recht geringen "Schussrate" der F80 enttäuscht sein. Weiterhin besitzt die Spieglereflexkamera sogenanntes "Braketing". Diese Funktion unterstütz bei der eher profesionellen Bilderauswahl. Dabei macht die Kamera selbstständig weitere Aufnahmen vom Motiv mit jeweils leicht geänderten Belichtungseinstellungen. Die Bandbreite der Veränderungen kann der Kameranutzer in einem gewissen Rahmen wählen. Jedoch ist diese Funktion nur mit Diafilmen ratsam, da ansonsten diese eher geringen Belichtungsunterschiede bei Papierbildern vom Labor gnadenlos weggefiltert werden.


Drahtauslöser
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Für mich eines der besten Ausstattungsmerkmale ist der Drahtauslöseranschluss.
Mit diesem System ist es möglich, kostengünstig eine Fernauslöung zu installieren. Einfach den Drahtauslöser in die Öffnung im Auslöseknopf schrauben und man braucht sich vor Erschütterungen durch zu harten Druck auf den Auslöser nicht mehr zu fürchten. Langzeitaufnahmen gelingen somit um einiges besser.

Ein elektronischer Fernauslöser, wie etwa bei der F100 möglich, ist nicht anschließbar.


Fazit
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Ich könnte noch viel mehr über diese Kamera schreiben. Sie fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Hat man sich mit ihr angefreundet und die Funktionen verinnerlicht, geschieht das Fotografieren fast wie von selbst. Viele Funktionen, die man nutzen kann (aber nicht muss) ergeben ein wirklich ausgewogenes Gesamtpakt. Würde die F80 im Serienbildmodus und im der AF-Geschwindigkeit einen zacken zulegen, wäre Sie eine noch bessere Alternative zur wesentlich teureren Nikon F100. Doch braucht sich die F80 nicht hinter den größeren Modellen von Nikon und auch von anderen Herstellern zu verstecken.

Spotmessung, Abblendtaste, einblendbares Gittermuster in der Mattscheibe und ein Drahtauslöseranschluss sprechen eine deutliche Sprache. Wer sich noch das Batteriepack MB-16 dazu gönnt, hält eine wirklich gute Kamera zu einem noch besseren Preis in Händen. Zudem spart das MB-16 jede Menge Batterien. Da die F80 eigentlich die teuren Fotobatterien benötigt, ist der Umstieg auf günstigere AA-Akkus mit Hilfe des Batterieteils eine echte Erleichterung. Zudem fast sich die F80 mit angesetztem MB-16 um einiges besser an.

Weiterer Kauftipp: Das Nikkor 1,8/50mm Festbrennweitenobjektiv. Scharf, günstig und saugut.

Geheimtipp: die F80S. Diese teure Variante der F80 vereint die F80D (mit Datumseinblendung in den Film, naja) mit der Möglichkeit zur Einbelichtung der Blende und Verschlusszeit in den Filmsteg. Ambitionierte Fotoleute können so nachträglich einfach die eingestellten Parameter am entwickelten Film ablesen.

Analoge Fotografie ist nicht tot und dass sie noch lange Leben wird, dafür sorgen unter anderem Kameras wie die Nikon F80.





Fazit: