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Produkttyp: Nikon Kameras
Neuester Testbericht: ... für 40 Mark kann man gleich mitbestellen. An dieser Stelle ein kleiner Preisvergleich: der Nikon Akku MN-30 kostet 330 Mark, das Ladeger... mehr
Energie !!
Nikon F 5

Name des Mitglieds: uwelorum
Produkt:
Nikon F 5
Datum: 02.10.00, geändert am 02.10.00 (728 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Hohe Kapazität und günstiger Preis der Bleiakkus
Nachteile: Bleiakkus unhandlich und sehr schwer
Diesen Beitrag habe ich für all die F5-Besitzer geschrieben, die sich über den hohen Stromverbrauch dieser Kamera beklagen. Zu Recht übrigens. Als erstes weise ich auf eine alternative Stromquelle hin. Anschließend liefere ich ein paar Daten zum Stromverbrauch der F5.
Originalzubehör von Nikon ist bekanntlich teuer, vielzu teuer. Oder seid Ihr der Meinung, wer sich einen Ferrari leisten kann, dem sind die hohen Spritkosten (Super plus) sowieso schnuppe? ICH bin der Meinung, wenn sich die Karre entsprechend umbauen läßt und die Leistung nicht nachläßt, dann tanke ich lieber billiges Rapsöl. :-)
Ich fotografiere oft nachts, wobei Belichtungszeiten von bis zu 6 Stunden nicht selten sind. Leider ist das Belichtungsmesser der F5 während der ganzen Belichtung aktiv (blöd!). Da werden normale Batterien ziemlich leergesaugt. Wenn die Batterien womöglich nicht ganz voll gewesen sind, ist es sehr ärgerlich, wenn sie während der Belichtung ihren Geist aufgeben. Also habe ich mir überlegt, wie man diesen Vielfraß anders füttern könnte (fast ohne Hilfe von Nikon).
Dabei bin ich auf handelsübliche Bleiakkus gestoßen. Solche Akkus stecken auch unter Motorhauben von Autos, fälschlicherweise besser bekannt als "die Batterie". Keine Angst, es gibt auch viel kleinere Bleiakkus. Unter anderem bietet Conrad Electronic geeignete Akkus an. Einen Schnäppchen konnte ich da für 25 Mark ergattern, einen 12V-Bleiakku mit 7 Ah (Amperestunden). Auch andere Kapazitäten sind erhältlich, von 1,3 Ah (590 Gramm) bis zu 28 Ah (9 Kilo). Das passende Ladegerät für 40 Mark kann man gleich mitbestellen. An dieser Stelle ein kleiner Preisvergleich: der Nikon Akku MN-30 kostet 330 Mark, das Ladegerät MH-30 stolze 650 Mark! Außerdem ist die Kapazität des Nikon-Akkus bei weitem geringer.
Wie schließe ich nun die neue Stromquelle an die Kamera? Es gibt zwei Lösungen: eine bequeme und eine günstige.
Die bequeme Lösung: Nikon bietet einen Anschlußkabel
mit der Bezeichnung MC-32 an, das für 330 Mark zu haben ist. An einem Ende befinden sich zwei normale Bananenstecker (rot und schwarz), das andere Ende schiebt man wie gewohnt in die Kamera ein (wie das MN-30). Der Bleiakku muß ebenfalls mit Bananenbuchsen (rot und schwarz) versehen werden, wo die Bananenstecker angeschlossen werden können. Und schon wird die Kamera aus dem Schlaf gerissen. Ich brauche wohl nicht darauf hinzuweisen, dass auf die richtige Polarität geachtet werden muss. Verkehrt angeschlossen habe ich das Akku zwar noch nicht, möchte aber nicht wissen, was passieren würde.
Die günstige Lösung empfehle ich nur denen, die vor Bohren und Löten nicht zurückschrecken. Außerdem ist ein wenig technische Kenntnis und Fingerspitzengefühl mitzubringen. Es hört sich schlimmer an, als es ist. Das Kameragehäuse muss NICHT zerlegt werden, um Gottes Willen! Lediglich ein Batteriemagazin MS-30 muss "geopfert" werden (80 Mark). Wir basteln nämlich selber so einen Anschlußkabel zusammen, wie von Nikon teuer angeboten. Und so geht's: Die Abschlußkappe des Magazins wird an zwei Stellen durchbohrt, damit zwei Kabel (rot und schwarz) durchgesteckt werden können. Die Kabelenden werden an die RICHTIGEN Batteriefedern des Magazins gelötet. Schaut Euch doch mal so ein Batteriemagazin näher an. Die Kontakte sind leicht zu finden. Die gebohrten Löcher müssen mit Silikonpaste oder mit Heißkleber abgedichtet werden, damit keine Feuchtigkeit ins Gehäuse gelangen kann. Die anderen Kabelenden werden mit zwei Bananensteckern bestückt (natürlich wieder rot und schwarz). Die verbinden wir mit den Buchsen des Bleiakkus (wieder auf die Polarität achten). Das war's.
Nun stellt sich die Frage, wer möchte schon einen 2,8 Kilo schweren Bleiklumpen mitschleppen. Bei Aufnahmen aus einem Standort, also z.B. bei Studioaufnahmen oder Langzeitbelichtungen, stört die externe Stromquelle praktisch gar nicht. Wenn Mobilität gefragt ist, kann man den Akku einfach am
Hosengürtel befestigen (wie einen Handy). Dabei unbedingt nur Akkus verwenden, die auslaufsicher und wartungsfrei sind.
Wenn Ihr mit dem Auto unterwegs seid, könnt Ihr die Autobatterie als Energiespender benutzen. Mit zwei Krokodilklemmen werden die Polstifte direkt angezapft. Eleganter ist der Kontakt über die Zigarettenanschlußbuchse. Der Motor des PKW muß natürlich aus sein, außerdem dürfen keine starke Verbraucher, wie Scheinwerfer, Scheibenwischer, Gebläse oder Heckscheibenheizung, eingeschaltet sein, die die empfindliche Elektronik der Kamera stören würden.
Jetzt liefere ich Euch noch ein paar Verbrauchswerte der Nikon F5. So könnt Ihr nachvollziehen, welche Funktionen besondere Stromfresser sind. Dies sind lediglich Richtwerte, die vom verwendeten Akku/Batterie und vom angesetzten Objektiv stark abhängig sind. Benutzt wurde ein voller Bleiakku (12,5 V) und ein 2,8/28-70mm AF-Objektiv.
OFF.................................0,041 mA
ON (Standby)...................0,055 mA
Belichtungsmesser........163 mA !!!
Angetippter Auslöser.....168 mA
Abblenden....................170 mA
LCD-Beleuchtung..........200 mA
Belichtungsvorgang.......280 mA
Autofokus....................300 - 360 mA
Filmtransport:
1 B./sek. (C-S).............350 - 380 mA
3 B./sek. (C-L)..............500 - 600 mA
8 B./sek (C-H).............900 - 1100 mA
Rückspulen...................410 mA
Hinweise:
Unter "Belichtungsvorgang" verstehe ich eine Langzeitbelichtung, wobei folgende Elemente berücksichtigt wurden: Belichtungsmesser aktiv, Verschluß offen, Schwingspiegel in hochgeklappter Position (nicht manuell), Springblende aktiv. Einen kurzen, kompletten Belichtungsablauf konnte ich nicht messen, weil das Messgerät dafür zu träge ist und es nur verfälschte Meßwerte geliefert hätte.
Spartips:
- Auslöser nicht unnötig antippen, denn das Belichtungsmesser der Kamera entpuppt si
ch (verhältnismäßig) als Stromfresser, daher auch dessen Einschaltzeit kurz einstellen
- Wenn möglich, immer manuell scharfstellen
- Wenn keine Eile, immer manuell zurückspulen
Und wenn die Kamera mal zwei Wochen lang eingeschaltet bleibt, ist nicht weiter schlimm, die zwei LCDs könnte sogar ein Glühwürmchen mit Energie versorgen. :-)
Eventuelle Fragen beantworte ich gerne per E-Mail oder als Kommentar. Und bleibt schön sparsam.
Fazit:
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- Etwas Besonderes
- Klein, praktisch, gut
- blitz über alles
- super teil
- Ein Kostbares Geschenk, von Beate Uhse
- Paradies UNTERWASSERKAMERA - nur für klares, blaues Meer
- Nikon F301, die erste Nikon SLR mit eingebautem Filmtransport
- vielleicht die beste Kamera für das APS ohne Zukunft
- klein, schick?, Plastik, nutzlos


19.04.02
@Jarco: mach das und enttarne die stromfressenden Funktionen Deiner Pentax. Ciao, uWe...