
Produkttyp: Minolta Kameras
Neuester Testbericht: ... digitalen Spiegelreflexkamera endete dann auch die Weiterentwicklung des für APS neu entwickelten Minolta V Objektiv-Bajonetts.... mehr
Minolta Vectis S-1: vielleicht die beste Kamera für das APS System ohne Zukunft
Minolta Vectis S-1

Name des Mitglieds: xdrei
Produkt:
Minolta Vectis S-1
Datum: 12.03.11, geändert am 03.05.12 (195 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: tolles Design, gutes Bedienkonzept, kompakt, viele Einstellmöglichkeiten
Nachteile: nur wenige Wechsel-Objektive verfügbar, APS Film und Abzüge teuer
Als überzeugter Kleinbildfilm Nutzer (Typ 135, 24x36mm) hatte ich längst meine zweite digitale Spiegelreflexkamera in Nutzung, als ich mir dachte: da gab es doch einmal ein paar schicke Versuche, die Amateurfotografie neu zu erfinden. Habe mir dann für wenig Geld die Nikon Pronea S gekauft...
und später die Minolta Vectis S1 mit 22-60mm Zoom Objektiv.
Die Nikon steht im Schrank, obwohl nutzbar mit vielen meiner Nikon Objektive
während die Minolta Vectis S1 immer mal wieder mit an die frische Luft darf.
Sie ist klein und liegt einfach gut in der Hand, aber vor allem ist der Sucher unerwartet gut, nicht das "Mäusekino", was ich von frühen digitalen Spiegelreflexkameras der Amateurliga gewohnt war.
Der Autofokus ist natürlich im Vergleich zu heute nicht besonders schnell und besitzt nur einen zentralen Sensor.
Wegen des breiten Bildformats sind so spontane Schnappschüsse mit außermittigem Hauptmotiv kaum sinnvoll möglich. Entfernung vorwählen (nicht ganz so schnell ohne Entfernungsmarkierungen am Objektiv) und etwa bei Blende 8 die Tiefenschärfe nutzen funktioniert aber natürlich auch hier.
Erfrischend empfand ich die Möglichkeit der Vorwahl dreier Bildformate mit Anzeige im Sucher
-das High-Definition-Format (H) mit dem Seitenverhältnis von 16:9,
-das Classic-Format (C) mit einem Seitenverhältnis von 3:2 (entsprechend Kleinbild 135)
-das Panorama-Format (P) mit 3:1.
Besonders das H-Format mit 16:9 (bekannt von Kino & DVD) lässt mich neue Bildkompositionen probieren,
die im klassischen Bildformat mit 3:2 (entsprechend DIN A4 bzw. Postkarte) so nicht funktionieren würden.
Das APS Panorama Format habe ich wegen der geringen Bildqualität (der flächenmäßig kleinste Bildausschnitt wird später am stärksten vergrößert) beim Fotografieren nie genutzt.
APS Bildqualität:
leider meist nur für postkartengroße Abzüge zu gebrauchen und damit relativieren sich einige Vorzüge der tollen, kleinen Spiegelreflexkamera. Für Abzüge in Postkartengröße reicht in der Regel jede bessere Kompaktkamera, die dann auch in die Jackentasche passt. Der Vorteil des Spiegelreflexsystems, nämlich die Verfügbarkeit von Wechselobjektiven für Spezialanwendungen, beschränkt sich hier auf ein 50mm Makro-, ein 17mm Weitwinkel- und ein 400mm Spiegelteleobjektiv.
APS war eine Sackgasse und mit einer nicht ganz ausgereiften digitalen Spiegelreflexkamera endete dann auch die Weiterentwicklung des für APS neu entwickelten Minolta V Objektiv-Bajonetts.
Fazit: ein Schmuckstück für's Regal
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