Guter Kaffee - selbstgemacht...
Bodum Kenya

Name des Mitglieds: zzwergli
Produkt:
Bodum Kenya
Datum: 20.08.03, geändert am 24.05.04 (401 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Einfache Handhabung, Gute Funktionalität, sehr aromatischer Kaffee
Nachteile: zu Herstellung von Tee weniger geignet
Nachdem ich jahrelang abhängig von Filterherstellern wie Melitta u.ä. war, habe ich mich überzeugen lassen, daß ich mein Geld statt in teure Filtertüten doch lieber in eine bessere Kaffeesorte investiere.... und ich habe es nicht bereut!
Notwendig war lediglich eine einzige Investition:
Eine Bodumkanne mit eingebautem Kaffeesieb!
Zunächst mal Grundlegendes zu diesem System:
In einem Glaszylinder von 9cm Durchmesser und 21 cm Höhe und mit einem Fassungsvermögen von etwa einem Liter befindet sich ein Kolben, der mittels eines Schiebers duch den Deckel der Kanne betätigt wird. (Das Prinzip ist den älteren unter uns sicherlich bekannt, so was ähnliches gab es früher mal zum Sahneschlagen) der Kolben selbst besteht aus drei Lagen:
1. eine gelochte Metallscheibe mit einer um den Rand gelegten Spiralfeder um guten Kontakt zur Kannenwand herzustellen.
2. ein flexibles Edelstahlgewebe, daß als Feinfilter fungiert und von der Drahtspirale aus 1.) gegen die Kannenwand gepresst wird
3. Eine gestanzte Metallscheibe, die mittels eines Gewindes die Scheiben aus 1.) und 2.) am Schieber fixiert
Der Deckel, der das ganze nach oben abschließt, ist aus braunem Kunststoff, am oberen Ende des Schiebers befindet sich ein Handgriff von ca 2cm Höhe und 5cm Durchmesser zur Betätigung des Kolbens.
Um den Glaszylinder herum führt ein Spannband aus Edelstahl, daß den braunen, wärmeisolierenden Kunststoffhandgriff stabil in seiner Position hält.
Zubereitung des Kaffees:
1. Zunächst entferne man den Kolben aus dem Glaszylinder und gebe Kaffeepulver nach Geschmack hinein. ( ich bevorzuge die stärkere Variente dieses Getränkes und nehme drei Kaffelöffel, wer es lieber etwas milder mag, nehme entsprechend weniger, bei Bedarf läßt sich abhängig vom Kaffeepulver sogar koffeinfreier Kaffee herstellen :-) !)
2. Man gebe heisses (am Besten kochendes) Wasser hinzu, etwa bis zur Höhe des Spannba
ndes.
3. Nun führe man den Kolben wieder in die Kanne ein, drücke Ihn aber NOCH NICHT herunter!
4. Nach einer Wartezeit von ca 3-5 Minuten ist das Kaffeepulver aufgequollen und hat sich unter dem Kolben gesammelt, das heisse Wasser hat das Aroma und die Farbe des Kaffeepulvers angenommen und aus dem Gerät dringt ein köstlicher Geruch.
5. Man ziehe den Kolben noch einmal leicht nach oben. Idealerweise löst sich nun das aufgequollene Kaffeepulver vom Kolben und sinkt auf den Boden des Glaszylinders. (der Ganze Vorgang ist durch die Wandung des Gefäßes hervoragend zu beobachten)
6. Nun führe man den Kolben unter leichtem Druck nach unten, noch im Wasser befindliche Reste des Kaffeepulvers werden bei diesem Vorgamg abgefiltert und dem Bodensatz hinzugefügt.
7. Jetzt steht dem Genuss nichts mehr im Wege. Nun kann das fertige Getränk in Tassen (für meinen Geschmack am besten Kaffeebecher) umgefüllt und nach Bedarf mit Milch und Zucker verfeinert werden.
Fertig!
Bleibt noch zu erwähnen, daß zur Reinigung des Gerätes nur die Punkte 6.) und 1.) in umgekehrter Reihenfolge zur Zubereitung des Getränkes vorzunehmen sind, alles läßt sich leicht demontieren und unter fließendem Wasser ausspülen.
Fazit:
Eine wirklich sinnvolle Erfindung, kinderleicht zu bedienen und groß im Genussfaktor!
Eine einmalige Investition in dieses Gerät erspart eine ganze Menge an teuren Anschaffungen (Kaffeemaschine) und Folgekosten (Filtertüten und Strom)
Preis des Gerätes: je nach Ausführung: zwischen 10.- und 25.- Euro
Preis des Testexemplares: 9,99 Euro im Sonderangebot bei Rossmann
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Kaffeemaschine




