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Produkttyp: Digitus Kabel
Neuester Testbericht: ... Im Falle des in diesem Bericht im Focus stehenden DVI-D Kabels sind alle 24 Signalpins beschaltet plus dem angesprochenen Taktsignalpin. ... mehr
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Digitus DVI-D Kabel

Name des Mitglieds: Hollgo
Produkt:
Digitus DVI-D Kabel
Datum: 02.08.11
Bewertung:
Vorteile: + gute Verarbeitung + zuverlässig im Betrieb
Nachteile: - evtl. der Preis
... läuft im PC-Bereich trotz toller Erfindungen wie iRDA, Bluetooth oder WLAN auch aktuell immer noch über das "gute alte" Kabel.
Damit der Datentransfer von einem Teil des Rechners hin zu einem anderen oder gar einem externen Gerät möglichst störungsfrei über die Bühne gehen kann, sollte ein entsprechendes Kabel nicht nur über mechanisch genau passende Steckverbindungen verfügen, sondern im Idealfall die durch die einzelnen Kabeladern laufenden Signale möglichst effektiv vor elektromagnetischen Einstrahlungen abschirmen können. Wie sieht dies aber im Fall des Digitus 24+1 DVI-D Kabels aus ?
=== So kam ich zum Digitus DVI-Kabel ===
Vor mehreren Jahren stieg ich erstmals in die Welt der Monitore ein, die mit digitalen Videoeingängen ausgestattet waren - ein 22 Zoll Modell von AG Neovo war diesbezüglich sozusagen meine "Premiere". Leider wurde der Monitor ohne das passende DVI-Kabel geliefert. So musste ich eben ein entsprechendes bei Atelco separat nachkaufen. Das Digitus DVI-D Kabel war leider auch nicht ganz billig. Die 2 m lange Version kostete so 19,95 Euro.
=== Erster Eindruck ===
Das Digitus DVI-D Kabel ist mit 2 DVI-Steckern bestückt, die jeweils mit 24 voll beschalteten Pins für die Datenübertragung inclusive DDC 2.0 plus dem länglichen Pin für die Taktgabe des von der Grafikkarte anzusteuernden Monitors ausgestattet sind. Das Kabel ist - dank der 24 + 1 voll beschalteten Kabelleitungen im inneren des des Kabelmantels - dabei recht ordentlich dick und misst einen Durchmesser von insgesamt 8 mm. Im Abstand von 10 cm von beiden Steckenden des Kabels entfernt befinden sich jeweils 2 Ferritfilter, vergossen in zylindrische Gehäuse, die aussen am Kabel verschweißt sind.
Die Kontakte der Stecker sind dabei jeweils nicht vergoldet. Die Metallstiftkontakte bestehen aus Messing, während die Außenkontakte des Steckers aus einem Weißmetall bestehen. Beide Steckerenden sind dabei in ein recht massives, schwarzes Kunststoffgehäuse gegossen. Um ein versehentliches Abziehen des DVI-Steckers zu verhindern, sind die Stecker an beiden Kabelenden des Kabels mit gerändelten Schrauben am Monitor / der Grafikkarte festzuschrauben. Das Kabel wurde "RoHS compliant" hergestellt, was darauf hinweist, das bei der Produktion des Kabels keinerlei gesundheitsschädliche Materialien zum Einsatz kommen.
== Praxis ==
=== Wozu ein DVI-D Kabel ? ===
DVI-D , das war/ist neben der auch analogfähigen Signalvariante DVI-I der Quasi-Standard im Bereich digitaler Bildsignalübertragung zwischen der Grafikkarte eines Rechners und dem Monitor. Der Unterschied zwischen DVI-D und DVI-I ist dabei die Eigenschaft, dass DVI-I prinzipiell auch analoge Signale übertragen kann. Dafür sind in einem DVI-I Kabel im Vergleich zu DVI-D vier weitere Kontaktstifte - je 2 ober- und unterhalb des horizontal liegenden Taktsignalpins - zusätzlich angebracht. DVI-D ist also '''rein für die digitale Signalübertragung angebracht''' und kann so z.B. auch nicht mit im Handel erhältlichen Adaptern von VGA auf DVI genutzt werden, da eben die Signalpins, die das analoge VGA-Signal aus dem Adapter leiten, vom Kabel nicht auf den vielleicht auch DVI-i kompatiblen Monitor geleitet werden kann. Im Falle des in diesem Bericht im Focus stehenden DVI-D Kabels sind alle 24 Signalpins beschaltet plus dem angesprochenen Taktsignalpin.
=== Das Digitus DVI-D Kabel im Einsatz ===
2m Länge sind für ein DVI-Kabel schon eine ordentliche Länge. Das DVI-Kabel, welches sich z.B. im Umfang meines neuen Samsung-Monitors befand, ist "nur" knapp 1,5 m lang.
Der Anschluß zwischen Grafikkarte und Monitor ist ein wenig mit "Fummelei" verbunden, was aber angesichts der 24+1 Kontakte, die es sauber in die jeweiligen Anschlußbuchsen auf Monitor-wie Grafikkartenseite zu stecken gibt, auch nicht weiter verwundert. Das dickliche Kabel ist auch ein wenig störrisch, aber nach ein wenig drücken passte schließlich alles ganz gut ineindander. Klarerweise habe ich nach dem Anschluß die Sache "bombenfest" gemacht, indem ich die Stecker mit den beiden Rändelschrauben an beiden Seiten handfest angezogen habe.
'''Der Nutzwert des Kabels'''
Der Anschlußzweck eines DVI-D-Kabels ist freilich eng definiert: es soll den Kontakt des digitalen Bildsignalweges zwischen der Grafikkarte und einem entsprechend DVI-D fähigen Monitores herstellen. Da nun alle 24 Kontakte des Kabels beschaltet sind, bedeutet dies, im Gegensatz zu manchen DVI-Kabeln, bei denen weniger Kontakte beschaltet sind, dass auch das von dem technisch gesehen DVI eigentlich identischem HDMI benutzte digitale Kopierschutzsignal HDCP mit übertragen werden kann. So kann ich über das DVI-D Kabel von Digitus z.B. auch meine Bluray-Filme von meinem eingebauten Bluray-Laufwerk auf dem Monitor anschauen. Dank DDC 2.0 "verstand" mein damals noch im Einsatz befindliches Windows Vista sofort, welcher Monitor mit welchen Einstellungsparametern da am Kabel hängt. Manche DVI-D Kabel mit 12+1 Anschlußbelegung können diese wirklich nützlichen Signale nicht übertragen. Auch ein Grund, sich für ein voll beschaltetes DVI-D Kabel zu entscheiden.
'''Ferrit-Filter'''
Dank der beiden eingebauten Ferrit-Filter wird dafür Sorge getragen, dass die Signale nicht durch elektromagnetische Störeinflüsse wie z.B. elektrischen Motoren in Zahnbürsten / Spielzeugeisenbahnen etc. pp.oder andere hier negativ einstreuen können. Ferrit ist eine kristallische Abwandlung des Eisens, welches dank seiner speziellen ferromagnetischen Eigenschaften auch dem Durchtritt von Magnetfeldern geringer Frequenz oder konstanten Feldern entgegen wirkt. Da Ferrit auch ein guter elektrischer Leiter ist, wirkt es gleichzeitig auch elektrisch abschirmend. In der Praxis jedenfalls verlief der Betrieb meiner Grafikkarte am Monitor jedenfalls immer ohne jegliche Signalstörung ab.
'''Festigkeit und Fertigung'''
An der Verarbeitung habe ich nichts zu meckern. Die Stecker sind allesamt vergossen und somit bombenfest. Auch die Ferritfilter sitzen an den Stellen, wo sie am Kabel angebracht sind, nach wie vor wie eine Eins. Die Isolierung erweckt ebenso einen guten Eindruck und die Pin-Kontakte sitzen zwar nicht locker, aber auch nicht zu stramm in ihren Anschlußbuchsen.
=== Auf einen Blick ===
* Typ: Digitus DVI-D Kabel
* Kabellänge: 2 m
* Anschlußart: DVI+D , 24 + 1 zur rein digitalen Bildsignalübertragung
* mit Ferrit-Filtern zur elektromagnetischen Abschirmung
* HDCP und DDC-fähig
=== FAZIT ===
Mit dem Kabel bin ich mehr als zufrieden. Es leistet mir nun schon mehr als 4 Jahre gute Dienste. Die mit dem Kabel übertragenen Signale kamen bislang ohne jegliche Störung auf meinem Monitor an. Die Fertigung entspricht einem guten Standard. Technikbedingt kann es "leider" ausschließlich digitale Signale übertragen, der Einsatz an einer mit einem VGA nach DVI bestückter Grafikkarte wird so also in Verbindung mit dem Kabel mangels analoger Signalpins nicht zum Erfolg führen.
Davon abgesehen bin ich sehr zufrieden mit dem Kabel, seiner Leistung und der Verarbeitung und gebe die volle Punktzahl und eine Empfehlung ab. "Hübsch teuer" war es allerdings...
Fazit: Ein durchweg solides DVI-D Kabel, allerdings nur für Bildsignale rein digitaler Natur geeignet

