Foulksrath Castle

Neuester Testbericht: ... Komisch, einer von ihnen hat schon wieder seine Jacke vergessen. Adresse: Foulksrath Castle, Jenkinstown, Cvo. Kilkenny Tel: 056... mehr
Vampir im Schloß ?
Foulksrath Castle

Name des Mitglieds: SJfriends
Produkt:
Foulksrath Castle
Datum: 14.07.00, geändert am 26.07.00 (168 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Urgemütlich
Nachteile: weiß keine
Irland- voller Mythen und Geheimnisse. Auch heute noch !
Folgendes Erlebnis einer meiner Irlandreisen möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Der Herbst 1995 war einfach traumhaft. Warm, trocken; in drei Wochen gerade mal zwei Tage Regen. Überhaupt ist der Herbst die Irland-Reisezeit. Kaum Touris im Land und daher Irland pur. Da kommt es schon mal vor, daß man alleine in der Juhe ist. Fast......
Also: Nach Kilkenny des Bieres wegen. Soll heißen: Drei Mann ein Auto und kein bestimmtes Ziel vor Augen, einfach drauflos. Auf dem Weg nach Westen wurde es langsam Abend und der Blick in die Karte zeigte ein Youth Hostel near Kilkenny an.
Das Foulksrath Castle Youth Hostel !
Hört sich gut an: Kilkenny = Irish Beer (Heißt in Irland übrigens Smithwicks, aber das kann im Rest der Welt keiner aussprechen) und das Hostel ein Castle.
Also: hin. Und: begeistert: Ein alter Turm und da drin das Hostel ! Drumherum großer Garten und alte Bäume, ansonsten Kühe und irgendwo in der Ferne ein Dorf.
Das Tor ist offen, die Haustüre auch. Weit und breit niemand. Dafür ein Zettel an der Rezeption, daß der Leiter erst gegen später kommt. Bis dahin: Female im zweiten und male im dritten Geschoß. Also: Sachen rauf und das Hostel erkundet: Total urig: Drei Stockwerke: Unten Küche und Speisesaal, erster Stock Kaminzimmer, zweiter Stock Wasch- und Schlafräume female, dritter Stock das Gleiche für male, dazwischen uralte Wendeltreppe. Und zu guter Letzt noch eine Geheimtür hinter dem Bett, und ein schmaler Gang nach oben auf das Dach und den Wehrgang der Festung.
Traumhaft, urig, genial.
Fehlt nur der Keller, aber der scheint abgeschlossen zu sein.
So langsam wird es dunkel und unten geht eine Türe: Also check in, duschen und kochen.
Draußen regnet´s, also bleiben wir im Hostel: Im Kaminzimmer hat der Chef das Feuer angemacht.
Gemütlich. Außer uns nur noch zwei Neuseeländer. (Die sind im Herbst häufig i
n Irland anzutreffen.) Man kommt ins Gespräch. Und irgendwann fängt der Chef an, Gespenstergeschichten zu erzählen.
Was gibt es schöneres: Draußen regnet´s, der Wind pfeift ums Gemäuer. Die alten Holzbalken ächzen, Das Licht ist aus, wir sitzen in einem Castle am Kaminfeuer und hören Gruselgeschichten von einem Iren, der selber irgend etwas Unheimliches an sich hat: Groß, Rollkragenpulli, Glatze, blasses Gesicht,.
Plötzlich, so kurz vor Mitternacht fangen vor dem Schloß die Kühe an zu muhen und in der Ferne bellen Hunde. Die Tiere wollen sich gar nicht mehr beruhigen.
Kurz nach zwölf verabschiedet sich der Chef und wünscht eine gute Nacht. Die Tiere draußen sind immer noch ziemlich unruhig.
Ich weiß nicht mehr, wann das Geschrei aufgehört hat, irgendwann bin ich eingeschlafen.
Am nächsten Morgen: Toller Blick aus dem Fenster auf die Landschaft und.... mehrere Hundert Raben und Krähen, die sich rund um das Castle auf den Bäumen niedergelassen haben. Sowas hab ich noch nie gesehen.
Irgendwas hat sie dann erschreckt. Die Tiere fliegen mit ohrenbetäubendem Krächzen auf. Für einen kurzen Moment ist der Himmel schwarz von Raben.
Von den Kühen und Hunden ist nichts mehr zu hören.
Vom Chef dagegen keine Spur. Türe offen, man kann gehen und kommen wann man will. Der obligatorische Zettel an der Rezeption, daß vor heute Abend niemand da ist. Die Neuseeländer müssen schon früh gegangen sein. Von denen auch keine Spur. Aber einer hat seine Jacke vergessen.
Wir schauen uns heute Kilkenny und das Umland an, beschließen noch eine Nacht zu bleiben und kehren gegen Abend zurück zum Castle. Es ist noch hell, der Chef ist noch nicht da. Dafür zwei neue Gäste.
Irgendwann geht unten eine Tür. Es ist bereits dunkel. Der Chef ist da. Im Kaminzimmer brennt das Feuer. Der Abend ist wieder gemütlich. Die Kühe und Hunde verhalten sich etwas ruhiger. Kurz nach zwölf verabschiedet sich der Chef und geht ins Bett.
> Ein neuer Morgen, Irland und die Raben grüßen durchs Fenster.
Frühstück und Abreise gen Westen.
Vom Chef können wir uns nicht verabschieden, wir finden nur die obligatorische Nachricht, daß vor heute Abend niemand da ist. Die zwei anderen Gäste müssen auch schon wieder früh los sein.
Komisch, einer von ihnen hat schon wieder seine Jacke vergessen.
Adresse: Foulksrath Castle, Jenkinstown, Cvo. Kilkenny
Tel: 056-67674
85 Betten
Geöffnet vom 1.3 bis 31.10 (Stand 1995)
Folgendes Erlebnis einer meiner Irlandreisen möchte ich Euch nicht vorenthalten:
Der Herbst 1995 war einfach traumhaft. Warm, trocken; in drei Wochen gerade mal zwei Tage Regen. Überhaupt ist der Herbst die Irland-Reisezeit. Kaum Touris im Land und daher Irland pur. Da kommt es schon mal vor, daß man alleine in der Juhe ist. Fast......
Also: Nach Kilkenny des Bieres wegen. Soll heißen: Drei Mann ein Auto und kein bestimmtes Ziel vor Augen, einfach drauflos. Auf dem Weg nach Westen wurde es langsam Abend und der Blick in die Karte zeigte ein Youth Hostel near Kilkenny an.
Das Foulksrath Castle Youth Hostel !
Hört sich gut an: Kilkenny = Irish Beer (Heißt in Irland übrigens Smithwicks, aber das kann im Rest der Welt keiner aussprechen) und das Hostel ein Castle.
Also: hin. Und: begeistert: Ein alter Turm und da drin das Hostel ! Drumherum großer Garten und alte Bäume, ansonsten Kühe und irgendwo in der Ferne ein Dorf.
Das Tor ist offen, die Haustüre auch. Weit und breit niemand. Dafür ein Zettel an der Rezeption, daß der Leiter erst gegen später kommt. Bis dahin: Female im zweiten und male im dritten Geschoß. Also: Sachen rauf und das Hostel erkundet: Total urig: Drei Stockwerke: Unten Küche und Speisesaal, erster Stock Kaminzimmer, zweiter Stock Wasch- und Schlafräume female, dritter Stock das Gleiche für male, dazwischen uralte Wendeltreppe. Und zu guter Letzt noch eine Geheimtür hinter dem Bett, und ein schmaler Gang nach oben auf das Dach und den Wehrgang der Festung.
Traumhaft, urig, genial.
Fehlt nur der Keller, aber der scheint abgeschlossen zu sein.
So langsam wird es dunkel und unten geht eine Türe: Also check in, duschen und kochen.
Draußen regnet´s, also bleiben wir im Hostel: Im Kaminzimmer hat der Chef das Feuer angemacht.
Gemütlich. Außer uns nur noch zwei Neuseeländer. (Die sind im Herbst häufig i
n Irland anzutreffen.) Man kommt ins Gespräch. Und irgendwann fängt der Chef an, Gespenstergeschichten zu erzählen.
Was gibt es schöneres: Draußen regnet´s, der Wind pfeift ums Gemäuer. Die alten Holzbalken ächzen, Das Licht ist aus, wir sitzen in einem Castle am Kaminfeuer und hören Gruselgeschichten von einem Iren, der selber irgend etwas Unheimliches an sich hat: Groß, Rollkragenpulli, Glatze, blasses Gesicht,.
Plötzlich, so kurz vor Mitternacht fangen vor dem Schloß die Kühe an zu muhen und in der Ferne bellen Hunde. Die Tiere wollen sich gar nicht mehr beruhigen.
Kurz nach zwölf verabschiedet sich der Chef und wünscht eine gute Nacht. Die Tiere draußen sind immer noch ziemlich unruhig.
Ich weiß nicht mehr, wann das Geschrei aufgehört hat, irgendwann bin ich eingeschlafen.
Am nächsten Morgen: Toller Blick aus dem Fenster auf die Landschaft und.... mehrere Hundert Raben und Krähen, die sich rund um das Castle auf den Bäumen niedergelassen haben. Sowas hab ich noch nie gesehen.
Irgendwas hat sie dann erschreckt. Die Tiere fliegen mit ohrenbetäubendem Krächzen auf. Für einen kurzen Moment ist der Himmel schwarz von Raben.
Von den Kühen und Hunden ist nichts mehr zu hören.
Vom Chef dagegen keine Spur. Türe offen, man kann gehen und kommen wann man will. Der obligatorische Zettel an der Rezeption, daß vor heute Abend niemand da ist. Die Neuseeländer müssen schon früh gegangen sein. Von denen auch keine Spur. Aber einer hat seine Jacke vergessen.
Wir schauen uns heute Kilkenny und das Umland an, beschließen noch eine Nacht zu bleiben und kehren gegen Abend zurück zum Castle. Es ist noch hell, der Chef ist noch nicht da. Dafür zwei neue Gäste.
Irgendwann geht unten eine Tür. Es ist bereits dunkel. Der Chef ist da. Im Kaminzimmer brennt das Feuer. Der Abend ist wieder gemütlich. Die Kühe und Hunde verhalten sich etwas ruhiger. Kurz nach zwölf verabschiedet sich der Chef und geht ins Bett.
> Ein neuer Morgen, Irland und die Raben grüßen durchs Fenster.
Frühstück und Abreise gen Westen.
Vom Chef können wir uns nicht verabschieden, wir finden nur die obligatorische Nachricht, daß vor heute Abend niemand da ist. Die zwei anderen Gäste müssen auch schon wieder früh los sein.
Komisch, einer von ihnen hat schon wieder seine Jacke vergessen.
Adresse: Foulksrath Castle, Jenkinstown, Cvo. Kilkenny
Tel: 056-67674
85 Betten
Geöffnet vom 1.3 bis 31.10 (Stand 1995)
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