Bignet internetcafe
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miserabler Service !
Bignet internetcafe

victorfilm

Name des Mitglieds: victorfilm

Produkt:

Bignet internetcafe

Datum: 14.06.03, geändert am 14.06.03 (243 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: moderne Gestaltung, viele Plätze, moderate Preise

Nachteile: unfähiges Personal, starke Einschränkungen beim surfen, nur zum "fun-surfen" zu empfehlen

Hallo,

vor ein paar Tagen war ich mit meinem Vater (Kunsthistoriker- und Händler) auf Kulturreise in Wien.

Wie jeden Tag galt es für ihn eine ellenlange Liste mit Kunstauktionen im Internet abzuarbeiten, um historisch wichtige Antiquitäten zu erwerben und in die eigene Sammlung einzufügen, bzw. an die entsprechenden Museen weiterzuleiten.

Ca. eine halbe Stunde vor einem online-Termin an diesem Tag betraten wir das Bignet Cafe in 1060 Wien, in direkter Nachbarschaft zur Mariahilfer Straße.

Da der Termin von äußerster Wichtigkeit war, gingen wir davon aus, in diesem großen und auf dem ersten Blick umfangreich ausgestattetem Internetcafe gut aufgehoben zu sein.

Kurz nach dem Einloggen jedoch kam sogleich der Schreck: Der hauseigene Bignet-Browser akzeptierte nicht die Cookies des Auktionshauses (in diesem Fall www.ebay.de), so dass wir kein Gebot abgeben konnten.

Die herbeigerufene "IT-Administratorin" war in den folgenden 20 Minuten nicht in der Lage, den Browser derart zu konfigurieren, dass Cookies akzeptiert werden. Auch ein uns zur Verfügung gestellter zweiter Arbeitsplatz half nicht weiter.

Ein weiterer "IT-Administrator" versuchte mit geradezu lächerlichen Bemühungen (u. A. Durchsehen der ebay-online-Hilfedateien) das Problem, selbstverständlich ohne Erfolg, zu lösen. Es drängte sich mir der Verdacht auf, dass das Personal über keinerlei Ausbildung im IT-Bereich verfüge, sondern eher nur angelernt und aushilfsweise angestellt ist.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir die Auktion nicht wahrnehmen konnten und somit, wie sich im nachhinein rausstellte, mehrere hundert Euro Schaden entstanden sind, konnte das Angebot der Rückerstattung der online-Minuten im Wert von ein paar Cent nur als schlechter Scherz angesehen werden. Anscheinend war sich die latzhosentragende Bedienstete nicht dessen bewusst, dass das Internet auch anderen Zwecken als der reinen Unterhaltung dient. >
In jedem kleineren Internetcafe mit regulären Microsoft IE- oder Netscape-Browsern wäre uns das nicht passiert. Hier wird wieder einmal deutlich, dass Quantität rein gar nichts mit Qualität zu tun hat.

Zum Chatten und private eMails schreiben mag das Bignet in Wien ganz nett sein (auch optisch), aber Geschäftsleuten, die sich zu 100% auf die Geräte verlassen müssen und denen ein nicht ordentlich funktionierender Rechner richtig Geld kostet (!), rate ich dringenst von diesem Cafe ab.

Wir haben daraus unsere Konsequenzen gezogen. Die nächste Anschaffung ist ein Subnotebook mit Mobile Internet. Trotz der hohen Volumenpreise und der langsameren Verbindung über das Funknetz steht man in puncto Zuverlässigkeit dann auf der sicheren Seite.

Bis dahin werden wir von großen Interneteinrichtungen wie Bignet Abstand nehmen. Von kleinen Cafes/Bars mit wenigen Rechnern wurden wir noch nie dermaßen enttäuscht.



Fazit:

Weitere Testberichte: im Bereich Internetcafe international