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Gnadenlos + Kontakt und Reklamation unerwünscht - Freenet Internet Service Provider

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Gnadenlos + Kontakt und Reklamation unerwünscht
Freenet

tachles

Name des Mitglieds: tachles

Produkt:

Freenet

Datum: 23.08.10

Bewertung:

Vorteile: Fallen mir keine ein

Nachteile: Skrupellos - mangelnde kaufmännische Grundkenntnisse

Nun, ich finde es schon erstaunlich, dass jemand überhaupt E-Mails an freenet schreiben konnte. Mir war das leider nicht möglich, obwohl ich nicht auf den Kopf gefallen bin und viel Zeit damit verbracht habe, eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail zu finden.
"Sie können auf diese Nachricht nicht antworten" habe ich von allen möglichen E-Mail-Adressen von freenet zur Antwort bekommen. Die Frage, warum ich per E-Mail reagieren wollte liegt auf der Hand: wahnsinnig hohe Telefonkosten, wenn man freenet in Kiel telefonisch erreichen möchte. Für mich immerhin 42 Cent pro Minute und die Mahnabteilung erreicht man nur über die noch teurere 0900, die bei mir gesperrt ist. Soviel auch zum Inhalt der Kontaktseite und E-Mails von freenet. Dabei meldet sich freenet selbst immer nur per E-Mail.

Ich habe gelernt, dass ein Geschäftspartner immer auf gleichem Weg (hier E-Mails) wie der andere antworten können sollte. Aber es wundert mich nicht mehr, dass diese Firma solche kaufmännischen Grundsätze anscheinend nicht kennt. Schlimm, dass auch der Anwalt von freenet sich an solcher Skrupellosigkeit bereichert. Dazu gleich mehr.

Bei mir ging es lediglich um einen Teilbetrag von Euro 2,90, den ich dennoch nicht zu zahlen bereit war. Einige Zeit hatte ich freenet als Provider genutzt und die monatlichen Beträge wurden abgebucht. Die letzten 2 Jahre habe ich den Dienst schon gar nicht mehr genutzt, aber das ist mein Problem. Am 28. Dezember 2009 habe ich endlich morgens meine schriftliche Kündigung per Einschreiben bei der Post abgegeben und war überzeugt, dass diese noch rechtzeitig zum Jahresende bei freenet eintreffen würde und meine Kündigung wie geschrieben fristgerecht zum 31. Januar passt. Die Postbeamtin bestätigte mir noch, dass es zeitlich kein Problem sei, wenn der Empfänger NUR EIN POSTFACH hätte. Zu meinem Ärger wurde der Empfang aber erst 12 Tage !!! später bestätigt. So langsam habe ich die Post nie erlebt.

Die Kündigungsbestätigung mit einer weiteren Rechnung für Februar - so wie alle wichtigen Nachrichten von freenet - habe ich per E-Mail erhalten. Habe in den sauren Apfel gebissen und den Februar noch bezahlt. Ende Januar kam dann noch eine E-Mail auf die ich nicht antworten konnte: Da ich den Bankeinzug mit meinem Kündigungsschreiben gestoppt hätte müsse ich nun noch 2,90 für die Zahlung per Überweisung - nicht per Bankeinzug - bezahlen. Dafür hatte ich kein Verständnis, denn wer nur ein wenig denken kann, der hätte den Stopp des Bankeinzugs auf das Ende des Vertrages bezogen. Mir persönlich wäre es doch auch bequemer gewesen, man hätte die letzte Zahlung eingezogen.

Vor einigen Tagen habe ich wieder Post von freenet's Anwalt bekommen: wegen den unbezahlten Euro 2,90 muss ich nun trotz Widerspruch Euro 54,58 überweisen, sonst steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür und ein schlechter Schufa-Eintrag wäre mir garantiert. Der Anwalt hat übrigens eine separate E-Mail-Adresse für freenet eingerichtet. Auf die Antwort per Brief habe ich dann sehr lange warten müssen.

Ich bezweifele jetzt noch mehr, dass freenet mir die Telefonkosten für die Reklamation erstattet hätte.
Und ich würde hier nicht schreiben, wenn freenet mal selbst darauf gekommen wäre mich zu fragen - mit der Möglichkeit direkt zu antworten - warum ich die Euro 2,90 nicht bezahle!

Fazit: Reklamationen oder Missverständnisse wird es immer mal geben....also keine Geschäfte mit Freenet!

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