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Neuester Testbericht: ... das zu dem Zeitpunkt noch ein Fohlen ist muss gefüttert, gestreichelt, getränkt und gestriegelt werden, damit alle drei Balken: Gesundheit... mehr

Ich hab ein Howrse, ein kunterbuntes Howrse...
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TheBabz

Name des Mitglieds: TheBabz

Produkt:

howrse.de

Datum: 19.07.08

Bewertung:

Vorteile: Umfangreiches Spielsystem, hübsche Gestaltung, unstressiger Spielverlauf, gute Community und Hilfe

Nachteile: Ladezeiten, kleinere technische Fehler, könnte etwas anspruchsvoller sein

Hallo, liebe Menschen, Pferdeliebhaber und Freundes des Browsergames!

Heute möchte ich euch mal einer ein Spiel vorstellen. Um genau zu sein: Ein Browsergame rund um Pferdezucht, welches ich nun seit etwas über 2 Monaten spiele und insofern wohl einiges an Erfahrungen damit gesammelt habe. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Ausführungen - und vielleicht beim Anmelden bei Howrse, falls ich euch überzeugen kann ;)


In Kürze: Was genau ist Howrse?

Bei Howrse handelt es sich um eine ausschließlich im Browser zu spielende Pferdezucht-Simulation. Man kann virtuelle Pferde kaufen, verkaufen, züchten, sie zu Wettbewerben anmelden und und und. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein eigenes Reitzentrum zu erstellen, was in Richtung Wirtschafts-Simulation geht. Nebenbei wird das eigene Wissen über Pferde auf die Probe gestellt, und eine Community mit Foren für Fragen und Hilfestellungen gibt es natürlich auch.

Howrse ist die deutsche Umsetzung eines französischen Konzepts der Firma Owlient, welche auch noch andere Online-Games betreut. Howrse existiert zusätzlich zur deutschen und zur französischen Version auch in einer englischen. Dieser Bericht bezieht sich jedoch hauptsächlich auf die deutsche Version. Wie vieles im Leben ist Howrse eigentlich kostenlos, man kann aber gegen Bargeld sogenannte "Pässe" erwerben, die man für bestimmte Bonus-Features eintauschen kann.


Aufbau und Gestaltung der Website

Die Seite, welche ab einer Auflösung von 1024x768 perfekt betrachtbar ist, zeichnet sich durch einen (mir) sehr angenehmen Grünton und eine übersichtliche Menüführung aus. Auf der Startseite wird man von einer sehr schönen Pferdegrafik begrüßt, außerdem gibt es einige allgemeine Informationen zum Spiel sowie die Möglichkeit, sich einzuloggen oder sich neu anzumelden (dazu aber im nächsten Abschnitt).

Im eingeloggten Zustand erscheinen im oberen Bereich der Seite verschiedene Balken mit den entsprechenden Menüpunkten. In einer kleinen Leiste ganz oben findet man die "allgemeinen" Links (Home, Foren, Ranglisten, Regeln, Verzeichnisse, Abmeldung), im größten Menübalken sind die für das Spiel wichtigsten Punkte (Zucht, Reitzentrum, Handel, Nachrichten, Pässe, Profil), die bei MouseOver ein entsprechendes Untermenü öffnen. Zudem wird oben das aktuelle Wetter, die aktuelle Jahreszeit (im Spiel!) sowie die Uhrzeit angezeigt, außerdem die Information, über wie viele EQ (die virtuelle Währung des Spiels) man gerade verfügt.

Das Spiel läuft quasi ausschließlich auf Textebene ab, die Seite enthält jedoch natürlich auch grafische Darstellungen, z.B. der Pferde, der Gegenstände und der verschiedenen Berufe. Diese sind insgesamt sehr hübsch gestaltet und fügen sich in das Gesamtbild der Seite sehr gut ein. Ansonsten ist alles sehr übersichtlich und gefällt mir persönlich auch sehr gut. Im eingeloggten Zustand erhält man zwar einen Werbebanner, dieser wurde aber so eingebunden, dass er eigentlich nicht stört. Das Einzige, was man an der Seitengestaltung kritisieren kann, sind die teilweise etwas längeren Ladezeiten (inklusive einiger Seitenausfälle, die sich allerdings im Minutenbereich bewegen) und der ein oder andere Übersetzungsfehler. An einigen wenigen Stellen stehen auch noch französische Begriffe, aber hey.


Anmeldung und Auswahl des ersten Pferdes

Befindet man sich auf der Startseite, sieht man gleich zu seiner Rechten ein Fenster, das einen zur Anmeldung einlädt. Zunächst muss man auswählen, ob man mit einem Pferd oder einem Pony beginnen will. Man wählt einen Namen und ein Geschlecht und klickt dann zunächst mal auf "Registrierung fortsetzen".

Im nächsten Schritt kann man die Rasse sowie die Fellfarbe wählen. Jede Rasse verfügt über verschiedene Fähigkeiten und mögliche Fellfarben, deshalb lohnt sich ein etwas genauerer Blick. Allerdings ist es auch nicht sonderlich fatal, wenn man am Anfang eine "Fehlentscheidung" trifft - denn später kann man viele weitere und andere Pferde kaufen oder züchten. Einen richtigen Vor- oder Nachteil hat man meines Eindrucks nach mit keiner Rasse. Etwas mehr zu den verschiedenen Rassen im nächsten Abschnitt.

Nun kommen wir zum letzten Schritt der Anmeldung, in dem Owlient noch ein Login, ein Passwort und ein paar persönliche Daten von uns haben will: E-Mail-Adressem Geburtsdatum, Land und optional Geschlecht. Wenn man von jemandem angeworben wurde, kann man nun dessen Namen als "Sponsor" eingeben. Ansonsten muss man nur noch die (harmlosen) AGBs akzeptieren und sich für oder gegen den Newsletter entscheiden. Und dann geht's auch schon los! Insgesamt ein sehr schneller und einfacher Anmeldevorgang, der sogar ohne Bestätigungsmail auskommt.


Die Pferde (und Ponies)

Bei Howrse hat man (in der deutschen Version) die Auswahl zwischen 10 verschiedenen Pferde- und zusätzlich noch 5 Pony-Rassen. Es wurden hierbei meines Eindrucks nach recht bekannte Rassen gewählt.

Bei den Ponies hat man die Auswahl zwischen Haflinger, Norweger, Neufundland Pony, Deutsches Reitpony und Welsh Cob. Hierbei teilen sich die ersten zwei und die letzten drei jeweils eine grafische Darstellung - natürlich in verschiedenen, möglichen Farben. Das Deutsche Reitpony ist eine der beliebtesten Rassen auf Howrse, was wohl einerseits an der hohen Auswahl der Farben, andererseits aber wohl auch an seinem Sprungtalent liegt. Bei häufiger vorkommenden Rassen hat man eben auch den Vorteil, dass man leichter geeignete Tiere zur Paarung oder auch einfach passende Wettbewerbe findet. Andererseits ist natürlich auch die Konkurrenz größer und der Marktpreis wegen großen Angebots verhältnismäßig gering.

Bei den Pferden gibt es dank mehr Rassen natürlich auch mehr verschiedene grafische Darstellungen, mehr Fellfarben und insgesamt mehr Unterschiede. Trakehner, Hannoveraner, Deutsche Reitpferde, Oldenburger und Holsteiner teilen sich ein Bild, gleiches gilt für Andalusier und Lipizzaner. Araber, Friesen und Paint Horses haben jeweils eine eigene Darstellung und sind wohl nicht nur deshalb relativ beliebte Rassen. Der Friese ist nur in schwarz erhältlich und ein wirklich imposantes Pferd, welches durch besonders hohe Dressur-Fähigkeiten überzeugt. Der Vorteil des Paint Horse ist wohl die wirklich abwechslungsreiche Auswahl an Fellfarben - denn das Paint Horse ist von Natur aus ein Schecke!

Bei einem Klick auf den Rassennamen erhält man neben allgemeinen (für das Spiel allerdings irrelevante) Informationen zur Rasse zwei etwas interessantere Übersichten: Eine Liste der möglichen Fellfarben inklusive prozentualer Verteilung (nützlich, falls man gleich mit einer etwas selteneren Farbe starten will) und eine detailliertere Liste der Fähigkeiten (Ausdauer, Tempo, Dressur, Galopp, Trab, Springen). Natürlich kann auch ein Pferd mit lediglich 20% in "Trab" an entsprechenden Rennen teilnehmen, wird aber die an den "großen" Rennen teilnehmen können, welche natürlich auch entsprechend höhere Preise bringen. Für quasi alle Wettbewerbe wichtig sind übrigens die Werte in "Dressur", auch auf "Tempo" sollte man ein wenig Augenmerk legen. Die Fähigkeiten lassen sich im Übrigen durch ordentliches Training, bestimmte Gegenstände oder später durch gezielte Zucht weiter steigern.

Alles in Allem kann man mit der Auswahl der Rassen durchaus zufrieden sein, da für jeden Pferdefreund etwas dabei ist und keine Rasse einen wirklichen Nachteil gegenüber den anderen hat. Schade ist es, dass einige Pferde sich eine Grafik teilen, aber auch hier kann man später Abhilfe schaffen: Durch Pässe kann man nämlich spezielle, von den Usern gestaltete Felle, für sein Pferd erwerben.


EQ, Pässe und Karma-Punkte: Währungen bei Howrse

Zunächst würde ich gerne ein paar Worte zu den im Spiel verwendeten "Währungen" verlieren, da diese im Bericht wohl noch öfter erwähnt werden und insofern Relevanz haben.

EQ ist das virtuelle "Geld" in Howrse, welches man quasi für alles braucht: Den Kauf von Futter und Zubehör, das Einstellen der Pferde in einem Reitzentrum, Kauf von weiteren Pferden und so weiter und so fort. Natürlich kann man durch verschiedene Aktionen auch EQ verdienen: Man kann einen Job annehmen (je länger man bei Howrse ist, desto bessere Berufe - inklusive besserer Bezahlung - kann man annehmen), mit Pferden an Reitstunden oder Wettbewerben teilnehmen, die täglich anfallenden Pferdeäpfel im Laden verkaufen und natürlich mit den eigenen Züchtungen handeln. Die Zucht läuft hierbei unabhängig vom Reitzentrum (wenn man eines hat), man kann also auch keine EQ von seinem Zucht-Konto auf sein Reitzentrum-Konto "überweisen". Das Startkapital für jeden Spieler beträgt 2.000 EQ, bei der Einrichtung eines Reitzentrums erhält man 25.000 EQ.

Neben EQ kann man diverse (meistens spezielle) Sachen auch oder ausschließlich mit Pässen erwerben. Pässe erhält man in geringer Anzahl hin und wieder im Spielverlauf und kann sie ab einem gewissen Punkt (selten) auch gegen einen gewissen EQ-Betrag kaufen, die Hauptquelle dafür ist jedoch der direkte Kauf. Howrse bietet hierbei mehrere Möglichkeiten an, welche sich preislich unterscheiden. Bei Bezahlung per SMS, Anruf oder GoPay fallen rund 2Euro pro Pass an, mit Kreditkarte bekommt man 10 Pässe für 12Euro und bei Überweisung bekommt man 30 Pässe für 36Euro. Die Bezahlung per SMS sowie Kreditkarte funktionieren erfahrungsgemäß absolut reibungslos. Bei der Überweisung gefällt mir die Tatsache nicht so sehr, dass man gleich 36Euro hinblättern soll und keine kleinere Einheit wählen kann. Mit den Pässen jedenfalls kann man für seine Zucht oder sein Reitzentrum verschiedene Gegenstände kaufen. Bei der Zucht klickt man einfach den "Schwarzmarkt" an und erhält dort eine Auswahl von Artikeln, wie z.B. verbesserte Sättel und Zaumzeuge, aber auch die Möglichkeit, sein Pferd zu einem Pegasus zu machen oder ihm ein von einem User erstelltes, spezielles Fell anzulegen. Diese Artikel kann man in der Tat nur auf dem Schwarzmarkt erwerben, sie kosten zwischen 1 und 4 Pässen (demnächst soll es neue und mutmaßlich teurere Artikel geben). Für Reitzentrum-Zubehör geht man ebendort auf den "Geheimen Markt" und kann dort größere Boxen und Wiesen sowie diverses andere erwerben. Der Unterschied liegt darin, dass man diese Gegenstände auch im normalen Laden gegen EQ kaufen kann - sie sind zwar teuer und relativ oft vergriffen, aber es ist definitiv möglich.

Die Karma-Punkte sammeln sich einfach so im Laufe des Spiels an. Man erhält jeweils nach 30 Tagen Mitgliedschaft einen, außerdem bei regelmäßigem Passkauf und beim erfolgreichen Anwerben neuer Spieler. Die Karma-Punkte schalten verschiedene Zusatzfunktionen frei, z.B. kann man erst ab dreien Pferde auch über Privatverkäufe handeln.


Die Zucht

Der Menüpunkt "Zucht" ist der, unter dem sich der Großteil des Spiels abspielt. Der erste Orientierungspunkt ist hierbei das Büro, welches hauptsächlich Informationsfunktion hat. Man hat von hier aus direkten Zugriff auf das Handbuch für Züchter, also quasi die Hilfe, welche für den Einstieg etwas reizüberflutend, aber generell recht sinnvoll gegliedert ist. Zusätzlich kann man seine finanzielle Entwicklung (in Tabellenform) ansehen, seine bereits verstorbenen Pferde nochmals betrachten und seine Affixe verwalten. Ein Affix kann man pro 2 Karma-Punkte erstellen und fakultativ den selbstgezüchteten Pferden anhängen. Heißt ein Pferd beispielsweise "Horst" und erhält als Affix "vom Dorf", so ergibt sich der Name "Horst vom Dorf". Affixe können nur vom Züchter geändert werden, beim Verkauf bleibt das Affix erhalten. So kann man sich dadurch einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeiten, sollte man das wollen.

Der zweite Punkt ist der wichtigste, hier besucht man nämlich seine "Pferde" und hegt und pflegt sie. Darauf werde ich jedoch im nächsten Abschnitt ausführlicher eingehen.

Bei "Sattelkammer" erhält man einen Überblick über alle zur Zeit verfügbaren Sättel und Zaumzeuge, verfügt man über ein Staubtuch, kann man diese auch täglich pflegen und mindert somit die Abnutzung. Da ein Staubtuch lediglich 10EQ kostet, lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall.

Unter den Punkten "Rennen" (unterteilt in Trab und Galopp), "Cross-Country" und "Springtourniere" kann man die letzten Ergebnisse seiner Pferde in ebendiesen Disziplinen einsehen. Es werden die erreichten Plätze sowie die gewonnenen Geldpreise der letzten 5 Rennen bzw. der letzten 10 Cross-Country-Wettbewerbe und Springtournieren angezeigt. Hier hätte man alles etwas übersichtlicher gestalten können, aber insgesamt ist es wohl ganz okay.

Zuletzt finden wir noch den "Laden" und den "Schwarzmarkt". Im Laden kann man Leckerlis (Rüben und Äpfel) für sein Pferd kaufen, außerdem die für Rennen und Turniere benötigten Ausrüstungsgegenstände (Sattel, Zaumzeug und Hufeisen - hierbei gibt es jeweils eine billige und eine teurere/bessere Ausführung) und Gegengift-Kapseln, sollte ein Pferd einmal durch das Fressen giftiger Pflanzen erkranken. Der Schwarzmarkt beinhaltet unter anderem verbesserte Ausrüstungsgegenstände (zu jeweils 1 Pass), Hilfsmittel für die Zucht (z.B. schnelleres Trainieren) und die berüchtigte "Schwarze Perle" (zum stolzen Preis von 4 Pässen), mit der man ein selbstentworfenes Fell einreichen kann. Insgesamt kommt man im Großen und Ganzen ohne Gegenstände vom Schwarzmarkt aus, aber einige erweisen sich als durchaus hilfreich. Durch den (für 4 Pässe ebenfalls recht teuren) "Stein der Weisen" hat man beispielsweise die Möglichkeit, sein Pferd unsterblich zu machen. Ein Pferd in einen Pegasus zu verwandeln ist für den Preis von 1 Pass da geradezu ein Schnäppchen.


Pferde pflegen, züchten und trainieren

Klickt man unter "Zucht" auf "Pferde" kommt man zur vielleicht wichtigsten Seite des ganzen Spiels: Die Liste der eigenen Pferde. Wählt man nun einen der Vierbeiner an, kommt man zur Übersicht mit den aktuellen Statuswerten des Pferdes sowie den ausführbaren Aktionen. Beides ändert sich mit steigendem Alter des Tieres (pro Tag altert das Pferd im Normalfall um 2 Monate, kann man aber durch verschiedene Aktionen sowohl verlangsamen als auch beschleunigen).

Immer angezeigt werden die nächsten wichtigen Stichtage (wenn welche anstehen, z.B. weitere Entwicklung oder später Geburtstermine von Fohlen), die Zustände des Pferdes (Energie, Gesundheit und Moral) sowie die Fähigkeiten (Ausdauer, Tempo etc.). Ab einem gewissen Punkt im Spiel kann man die Genetik einsehen - je höher das Genetische Potential ist, desto besser. Zudem bekommt man eine Übersicht über bisherige Erfolge in Wettbewerben sowie Informationen über die Herkunft (ist das Pferd reinrassig oder eine Mischung, wer sind die Eltern...).

Als neugeborenes Fohlen (bis 6 Monate) kann man noch nicht viel mit dem Pferd anstellen. Man sollte es täglich von seiner Mutter säugen lassen, außerdem streicheln und striegeln. Das Geben von Leckerlis ist auch möglich, solange man welche im Lager hat. Ab dem achten Monat muss das Pferd in einem Reitzentrum eingestellt werden (Kosten: ab 10EQ pro Tag), kann dadurch aber nun auch die Wiesen und Boxen selbigens nutzen. Beides dient der Wiederbeschaffung von Energie. Ab ebendiesem Alter muss das Fohlen auch täglich gefüttert und getränkt werden - aber nicht zuviel (oder zu wenig), sonst wird es zu dick (oder zu dünn), und darunter leidet es auf lange Sicht. Bis zum Alter von einem Jahr und acht Monaten hat man nun die Möglichkeit, mit seinem Fohlen zu spielen. Dies ist nicht nur ein lustiger Spaß, sondern die einzige Möglichkeit, das genetische Potential des Pferdes zu verbessern.

Mit einem Jahr und acht Monaten kann man erste Ausritte bestreiten, ab 2 Jahren beginnt das Training. Beides steigert die entsprechenden Fertigkeiten des Pferdes. Nun ist wohl auch der richtige Zeitpunkt, zu entscheiden, ob das Pferd eher galoppieren, traben, springen oder sonstiges soll. Tempo und Dressur zu trainieren ist aber meines Eindrucks nach auf jeden Fall eine Entscheidung, mit der man quasi nichts falsch macht. Handelt es sich beim Pferd um ein Hengstfohlen, kann man nun auch zur Kastration schreiten. Dadurch gewinnt das Pferd zusätzlich an Ausdauer, Tempo und Dressur - kann sich aber logischerweise nicht mehr fortpflanzen. Im zarten Alter von 2 Jahren kann man sein Pferd auch bis zu zweimal täglich für Reitstunden anbieten und dadurch Geld verdienen (meistens für um die 20EQ pro Stunde, kommt aber aufs Reitzentrum an).

Mit 2,5 Jahren erreicht das Pferd seine Geschlechtsreife und kann sich fortpflanzen. Dies sollte man jedoch auf einen späteren Termin verlegen, da das Pferd zur Fortpflanzung möglichst austrainiert sein sollte. Viel interessanter ist, was mit 3 Jahren passiert: Das Pferd ist nun ausgewachsen und kann an den verschiedenen Wettbewerben teilnehmen. Dafür benötigt es einen Sattel (ab 600EQ), Zaumzeug (ab 200EQ) und Hufeisen (ab 10EQ, nutzen sich aber schneller ab als die anderen Ausrüstungsgegenstände). Die Wettbewerbe verbessern bei ersten Plätzen die Genetik des Pferdes (und damit seiner möglichen Nachkommen), außerdem kann man dort natürlich EQ-Preise gewinnen. Zusätzlich verbessern sich noch die Fähigkeiten des Pferdes in den entsprechenden Disziplinen.

Hat man einen Hengst, kann man ab der Geschlechtsreife Decksprünge (zu einem Preis ab 200EQ) anbieten. Als Besitzer einer Stute kann man die Deckakte nach geeigneten Kandidaten durchsuchen. Das Decken sowie die Geburt kosten einen bestimmten EQ-Betrag (abhängig von verschiedenen Faktoren). Die Suchfunktion bei der Deckhengst-Übersicht ist hierbei recht nützlich, lässt aber die Funktion vermissen, nach dem gesamten Genetischen Potential suchen zu können. Man kann Pferde rassenintern paaren, aber auch selber Mischlinge anzetteln, welche dann was die Fähigkeiten angeht ebenfalls eine Mischung beider Rassen ergeben. Paart man Pferde mit sehr guter Genetik, erhält man auch sehr gute Fohlen - und umgekehrt. Will man Geld sparen, kann man auf dem Schwarzmarkt einen Fruchtbarkeitszauberstab erwerben, durch den die Stute statt eines Fohlens Zwillinge gebärt.


Das Reitzentrum

Ab einer gewissen Zeit bei Howrse hat man die Möglichkeit, mit einem Startkapital von 25.000 EQ sein eigenes Reitzentrum zu erstellen, in welches die anderen Spieler ihre Pferde einstellen können. Das Reitzentrum finde ich persönlich vom spielerischen her etwas interessanter als die Zucht, da es hier schon in Richtung Wirtschaftssimulation geht. Verschiedene Dinge beeinflussen das Ansehen des Reitzentrums, welches das wichtigste Entscheidungskriterium für Einsteller ist (ich liege zur Zeit bei 63%, die in der Rangliste höchstgelegenen bewegen sich um die 80%... nur, um mal Zahlen zu nennen).

Zunächst nimmt man ein paar Grundeinstellungen vor: Man denkt sich einen Namen für das Zentrum aus, schreibt eine kurze (oder längere) Beschreibung, legt das Mindestlevel der Fähigkeiten für eingestellte Pferde fest und entscheidet, wieviel man pro Tag verlangt. Der Mindestsatz liegt hierbei bei 10EQ, und ganz ehrlich: Ich würde auch nicht höher gehen. Die Konkurrenz ist riesig und seine Unkosten bekommt man vorallem am Anfang durch die Hand voll Einsteller eh nicht gedeckt. Richtiges Geld macht man im Reitzentrum durch Landwirtschaft, dazu aber später.

Das Reitzentrum verfügt wie auch die Zucht über einen Laden, in dem man alles kaufen kann, was man für die erfolgreiche Führung braucht. Zunächst einmal sollte man sich um Boxen und Wiesen kümmern. Boxen gibt es in drei Größen, wovon die größten (und damit besten) sehr teuer sind - aber auch gegen Pässe erwerbbar sind. Wiesen gibt es ebenfalls in drei Größen (mit der gleichen Einschränkung), zusätzlich kann man sich hier jedoch zwischen fruchtbaren und eher mittelmäßigen Wiesen entscheiden. Für die Boxen wird zusätzlich noch Einstreu benötigt, welche es ebenfalls in verschiedenen Qualitätsstufen gibt. Da am Anfang das Geld noch etwas knapp ist, muss man natürlich an irgendetwas sparen: Ich empfehle ausdrücklich, anfangs zu den billigsten Boxen zu greifen, da diese das Ansehen sowie die Einnahmen des Reitzentrums deutlich am wenigsten mindern. Bei späteren Einnahmen kann man sie immer noch sehr leicht vergrößern und macht dabei nur einen sehr geringen, finanziellen Verlust.

Die Wiesen im Reitzentrum haben zwei Funktionen: Man benötigt eine gewisse Anzahl davon, damit die eingestellten Pferde grasen können, aber außerdem kann man darauf verschiedene Dinge anbauen (die wichtigsten hierbei sind Karotten, Rüben und Leinsamen). Die entsprechenden Samen sowie den passenden Dünger gibt es im Laden zu kaufen. Karotten sind ein wichtiger Indikator für das Prestige des Zentrums, deshalb sollte man diese so schnell wie möglich anbauen. Aus Leinsamen lässt sich Flachs-Einstreu herstellen, welche man für sein Zentrum braucht, welche man aber - ebenso wie Rüben - zu einem recht guten Preis verkaufen kann. Da der Anbau bestimmter Produkte nur zu bestimmten Jahreszeiten möglich ist, empfiehlt sich die Anschaffung eines Gewächshauses (auch hier gilt: entweder teuer oder gegen einen Pass), da man dadurch Jahreszeitenunabhängig ist.

Neben Reitstunden kann jedes Reitzentrum auch Wettbewerbe anbieten. Während man bei normalen Rennen sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten hat, bieten Cross-Country-Wettbewerbe und Springturniere ein nettes Gimmick: Hier kann man nämlich aus verschiedenen Teilen die Strecke selber zusammenbasteln. Eine große, grafische Herausforderung ist dies natürlich nicht, ist aber witzig und macht Spaß. Durch das Anbieten von Wettbewerben verdient man zwar kein Geld, aber dafür Ansehen - wenn die Wettbewerbe von hoher Qualität sind. Zusätzlich zu den Wettbewerben bietet jedes Reitzentrum standardmäßig Reitstunden an, wenn ein Reitlehrer eingestellt ist - womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären.

Damit ein Reitzentrum gut läuft, benötigt man natürlich Angestellte. Am wichtigsten sind (meiner Meinung nach) hierbei ein Tierarzt und ein Reitlehrer. Einen Stallburschen braucht man erst ab einer gewissen Anzahl eingestellter Pferde, Schmied und Sattler sind zwar empfehlenswert, aber eher fakultativ. Sattler als der höchstbezahlte Job bei Howrse sind auch eher schwer zu bekommen, da die Nachfrage hoch und das Angebot eher gering ist. Bei Stallburschen ist es hingegen genau umgekehrt: Egal, wie schlecht das Stellenangebot ist - in der Regel wird es innerhalb von Minuten oder Sekunden von einem Mitglied angenommen. Generell empfiehlt es sich jedoch, sobald man sich dies leisten kann, immer das Höchstgehalt zu zahlen - dadurch steigt das Ansehen. Natürlich kann man auch reservierte Stellenangebote aufgeben und die Verträge der aktuellen Angestellten verlängern oder ihr Gehalt erhöhen.


Der Handel

Der Handel ist vom Verlauf her nicht so spannend, weshalb ich mich hier einfach mal kurz fasse: Es gibt die Möglichkeit, Pferde zu versteigern und per Privatverkäufen zu Festpreisen (hier auch möglich: EQ und Pässe) zu verkaufen. Die Suchfunktion hier ist sehr ergiebig und sinnvoll. Es wird den Mitgliedern zusätzlich ein Forum für Angebote zur Verfügung gestellt, falls man vorher verhandeln oder sich über aktuelle Marktpreise erst mal informieren will.


Zielgruppe und Community

Die Zielgruppe bei Howrse ist gar nicht so klar definiert, wie man vielleicht auf den ersten Blick denken könnte. Es sind wirklich alle möglichen Arten von Leuten vertreten: Langjährige Reiter, Anfänger dieses Hobbies und auch Leute, die eigentlich gar nichts mit Pferden zu tun haben (und da zähle ich mich dazu). Vom Alter her sind die meisten Spieler zwar etwas jünger, aber es treiben sich durchaus auch Mitglieder um die 40 und darüber rum.

Howrse verfügt über grundlegende Funktionen einer Community. Man kann ein Profil erstellen und mit anderen Mitgliedern über diverse Foren und per Privater Nachricht kommunizieren. Als Inhaber eines Reitzentrums kann man auch für ebendieses ein eigenes Forum erstellen oder eine Nachricht an alle schicken, die ebendort eingestellt sind. Insgesamt kann man mit den vorhandenen Funktionen wohl knapp zufrieden sein - wer mehr will, kann sich in einem der inoffiziellen Fan- und Hilfeforen anmelden, welche durchaus regen Andrang verzeichnen und zusätzlich recht sinnvoll sind.

Durch verschiedene Aktionen (wie z.B. aktuell einen Videowettbewerb oder die wöchentlichen Interviews mit besonders erfolgreichen Spielern) wird auch durchaus eine persönliche Bindung des Spielern mit der Spielleitung geschaffen.


Die Reitlevel

Desweiteren erwähnenswert sind wohl noch die Prüfungen, die man nach bestimmten Zeitabschnitten bei Howrse ablegen kann/muss/soll, um die sogenannten Reitlevel zu erlangen. Je höher das Reitlevel eines Spielers ist, desto mehr Möglichkeiten hat er (z.B. hat man erst auf Reitlevel 4 Einsicht in die Genetik). Je höher der Reitlevel ist, desto besser bezahlte Jobs kann man auch annehmen.

Die Prüfungen setzen sich aus einer Reihe von Multiple-Choice-Fragen über Pferde und Reiten im Allgemeinen zusammen. Während die Fragen auf den ersten Leveln noch recht leicht sind, geht es später schon ziemlich ans Eingemachte. Das Gute daran ist natürlich, dass man durchaus noch was lernen kann. Man kann die Prüfungen beliebig oft wiederholen, sollte man mal scheitern. Und kommt man einmal komplett nicht weiter, gibt es auch die ein oder andere Seite mit den Lösungen. Ob man nun cheatet, recherchiert, rät oder weiß kann man ja selber entscheiden.


Meine Meinung zu Howrse

Dass ich bei Howrse gelandet bin, war eigentlich absoluter Zufall. Ich habe ja von Natur aus eine recht hohe Affinität zu Browsergames, und gegen Pferde habe ich zumindest nichts (auch wenn ich selber nicht reite und auch nie geritten bin). Da das Spiel kostenlos ist, erschien es mir einen Blick wert. Und dass ich nach über zwei Monaten immer noch aktiv dabei bin, hat durchaus seinen Grund. Obgleich Howrse natürlich auch so seine Schattenseiten hat.

Der Einstieg in das Spiel ist etwas zäh, weil man am Anfang eigentlich nicht wirklich viel machen kann. Man hat ein Fohlen, und das war es eigentlich auch schon. Positiv daran ist natürlich, dass man langsam ins Spielgeschehen eingeführt wird und mangels Alternativen die ersten paar Tage damit zubringen kann (und vielleicht sogar sollte), die verschiedenen Hilfe-Seiten zu lesen oder im Forum zu blättern. Wenn man später mehrere Pferde und sogar ein Reitzentrum hat, wird das Spiel natürlich zeitintensiver, bewegt sich aber immer noch in einem unstressigen Rahmen. Das positive ist, dass man ohne größere Auswirkungen auch mal ein paar Tage aussetzen kann: Ist man nicht online, wird der Tag schlicht nicht gezählt, es entstehen einem dadurch (außer der Spieltageanzahl) keinerlei Nachteile. Das Reitzentrum kann bei genügend Angestellten auch durchaus einige Tage/Wochen vor sich hin laufen, ohne dass man reinschauen muss.

Howrse vereint prinzipiell zwei Spiele, welche beide in Richtung Wirtschaftssimulation gehen: Die Zucht und das Reitzentrum. Beides hat auch durchaus seinen Reiz, und bei der Planung von Training und Fortpflanzung ist etwas taktisches Denken durchaus angebracht. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass Howrse natürlich bei Weitem nicht mit einem "richtigen" Aufbaustrategiespiel mithalten kann, was die Möglichkeiten angeht, welche man hat. Irgendwann gewinnt man halt Routine, zu Überraschungen kommt es nach einer bestimmten Zeit eher nicht mehr. Allerdings muss man den Entwicklern auch zu Gute halten, dass Howrse ständig upgedated und erweitert wird. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwelche Sonderaktionen gestartet werden, irgendetwas verändert/verbessert wird oder zumindest etwas für die nahe Zukunft angekündigt wird.

Worüber man natürlich streiten kann, ist der Passkauf, da man hier schließlich echtes Geld investieren soll. Man sollte allerdings auch festhalten, dass es durchaus auch einige Möglichkeiten gibt, lediglich durch Aktionen im Spiel an Pässe zu kommen. Ob man überhaupt Geld für Pässe ausgibt und wenn ja, wieviel, sollte halt jeder für sich selber entscheiden. Ein gewisses Suchtpotential ist natürlich vorhanden, aber man muss auch sagen, dass die meisten Pass-Gegenstände nicht unabdingbar sind, um im Spiel voran zu kommen. Man hat quasi die Auswahl, entweder etwas Geld oder etwas mehr Zeit zu investieren.

Die Gestaltung der Seite ist sehr übersichtlich und gelungen, allerdings kommt es teilweise zu recht langen Ladezeiten. An manchen Stellen findet man auch durchaus mal Ausdrucksfehler, eventuell übersetzungsbedingt - beispielsweise werden Stutfohlen hin und wieder als "er" bezeichnet oder der Spieler wird im Wechsel geduzt und gesiezt.


Alles in Allem...

...vergebe ich 4 Sterne an Howrse. Es handelt sich um ein schönes und mehrschichtiges Browsergame, welches ordentlich betreut und regelmäßig erweitert wird. Einen Stern Abzug gibt es für diverse kleinere technische Mängel sowie die Tatsache, dass ein wenig mehr Komplexität einiger Punkte durchaus wünschenswert ist. Hier merkt man dem Spiel halt leider an, dass es doch eher an den Pferdefreund als an den versierten Gamer anspricht.


Danke im Voraus für alle Lesungen, Bewertungen & Kommentare!
Und wer weitere Fragen zu Howrse hat, kann sich natürlich gerne an mich wenden!

Fazit: Hübsches Browsergame für Pferdefreunde.