Imbiss Schlemme
Darf's ein bisschen mehr sein? - Imbiss Schlemme Imbiss / Fastfood national

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Darf's ein bisschen mehr sein?
Imbiss Schlemme

dik1609

Name des Mitglieds: dik1609

Produkt:

Imbiss Schlemme

Datum: 12.02.12

Bewertung:

Vorteile: Leckeres Imbiss-Essen in großen Mengen

Nachteile: An zwei Tagen in der Woche geschlossen

Vorgestern war es wieder so weit - ich hatte fleischliche Gelüste. Nein, besser: Lust auf Fleisch. Die beste Ehefrau von allen dagegen zeigte sich mehr oder weniger appetit- und lustlos, sprich: Sie war nicht wirklich begeistert davon, noch etwas kochen und/oder braten zu müssen. Dagegen wiederum hatte ich nichts einzuwenden, denn vor meinem geistigen Auge hatte sich schon ein Schnitzel mit Pommes Frites breit gemacht - und das nun wiederum im wahrsten Sinn des Wortes. Also setzte ich mich in mein Auto und steuerte die lokale Imbiss-Stube an, die vor allen Dingen ihrer Schnitel wegen bekannt ist. Genau davon soll hier also nun die Rede sein.

Der Ort des Geschehens
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Manfred und Hannelore Schlemme betreiben ihren Imbiss im Ortsteil Mennighüffen der ostwestfälischen Kleinstadt Löhne, die vor allen Dingen durch den Roman "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ("Löhne Umsteigen!") eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Die Anschrift des Gourmet-Tempels: Imbiss Schlemme, Lübbecker Straße 155, 32584 Löhne, Telefon (0 57 32) 7 35 32. Kraftfahrer erreichen die Lokalität, in dem sie von der Löhner Innenstadt (die gibt es zwar nicht, die Gegend um den Bahnhof wird aber so genannt) Richtung Hüllhorst/Lübbecke fahren - sie befinden sich dann schon automatisch auf der Lübbecker Straße. Nach einer Weile ist links die örtliche evangelische Kirche zu sehen, nach weiteren rund 300 Metern ist ebenfalls auf der linken Seite der Imbiss auszumachen. Geparkt werden kann direkt davor oder auf dem Parkstreifen der Lübbecker Straße. Über einen Internet-Auftritt verfügt dieses Etablissement übrigens nicht.

Die Optik
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Gebaut wurde die Imbiss-Bude aus Holz, das irgendwann auffällige blaue und gelbe Farbe erhielt, die aber keinen politischen Hintergrund haben soll. Natürlich gibt es das beleuchtete Schild mit dem Namen der Lokalität, zudem ist viel Glas in das Holz integriert. Im Inneren stößt der Kunde nach dem Betreten des Imbisses auf der rechten Seite sofort auf eine lang gezogene Edelstahl-Theke, hinter der sich solche Dinge wie Friteuse und Grill befinden. Zwei große helle Holztische mit jeweils bis zu sechs Sitzplätzen und weitere Stehtische mit davor drapierten Barhockern erlauben es dem Hungrigen, Speis' und Trank vor Ort einzunehmen. Auch Toiletten sind an der Stirnseite des Gebäudes zu finden.

Die Öffnungszeiten
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Das ist ungewöhnlich: Dieser Imbiss hat gleich zwei Ruhetage, nämlich am Montag und Dienstag. Das aber scheint inzwischen in seinem recht großen Einzugsgebiet akzeptiert und verinnerlicht zu sein. Von Mittwochs bis Samstags kann der Hunger hier zwischen 11.30 und 14 Uhr sowie zwischen 17 und 21 Uhr gestellt werden, am Sonntag nur des Abends von 17 bis 21 Uhr.

Das Angebot
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Ja, was wird eine Imbiss-Bude denn wohl so anbieten? Ich habe mir bei meinem jüngsten Besuch ein paar Notizen gemacht. Zu finden sind da natürlich Bratwurst (1,80 Euro), Pommes Frites (1,20 Euro), dann Kotelett (3,00 Eurp), halbe Hähnchen (3,20 Euro), Frikadellen (1,30 Euro) oder Hamburger (1,50 Euro). Im Angebot sind aber zum Beispiel auch drei Reibekuchen mit Apfelmus (2,60 Euro) oder ein Hacksteak mit Zigeunersauce und Pommes Frites (3,90 Euro). Der "Knüller" aber sind die Schnitzel. Ohne jede Sauce kostet das panierte Stück Schweinefleisch 4,00 Euro, in der Variante als Jäger-, Zigeuner- oder Hawaii-Schnitzel liegt es bei 5,40 Euro - der gleiche Preis übrigens wird für ein Schweinesteak mit Zwiebeln verlangt.

Der Service
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Man kennt sich im Normalfall. Die beiden Herrschaften hinter der Theke werden von den Kunden in den meisten aller Fälle als Manfred und Hannelore angesprochen, die wiederum auch die meisten Gäste beim Namen kennen. Und so geht es hier sehr persönlich und zumeist locker zu, wobei neben der Speise-Bestellung auch das Austauschen von Urlaubs-Erlebnissen nahezu dazu gehört. Nun muss aber niemand Angst haben, dass er als Fremder hier auffällt. Zwar wird er kaum mit Namen angeredet, dafür aber genau so freundlich und schnell bedient werden wie alle anderen - das ist versprochen! Selbst, wenn der Imbiss sehr gut frequentiert ist, hält sich die Wartezeit in Grenzen. Natürlich wurde schon etwas vorgearbeitet, natürlich kommt ein solcher Ansturm nicht überraschend.

Die Mehrheit aller Kunden ordert ihre Speisen zum Mitnehmen und bekommt sie gut verpackt mit auf den Weg, wobei es sich bei größeren Bestellungen empfiehlt, diese vorab telefonisch vorzunehmen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Bratwurst & Co. vor Ort zu verzehren - die Sitzplätze sich sogar recht gemütlich. Und wer seine Speisen eben nicht zum Mitnehmen haben möchte, bekommt die auch auf stabilen Tellern serviert und nicht etwa nur in Pappe oder Plastik. Entsprechende Bestecke stehen bereit und sollten nach Möglichkeit ebenso wie Servietten vom Gast selbst mit an den Platz genommen werden. Abgeräumt wird das Geschirr abschließend allerdings von Manfred oder Hannelore selbst - natürlich unmittelbar, nachdem der Gast sein Mahl beendet hat.

Meine Meinung
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Natürlich ist der Hauptgrund meiner gelegentlichen Besuche bei Schlemme (außer dem Hunger natürlich) die räumliche Nähe dieses Imbiss-Betriebes zu meinem Wohnort. Aber das allein kann es nicht sein, weswegen es hier stets enormen Publikums-Andrang gibt, denn andere Kunden nehmen gern auch einige Kilometer Anfahrt in Kauf, um ihr Schnellgericht hier zu erhalten. Ich denke, auch die ausgewiesene Freundlichkeit des Inhaber-Ehepaars, das übrigens den Betrieb seit mehr als 30 Jahren führt, ist nicht ausschlaggebend, auch wenn das ein angenehmer Seiten-Aspekt ist.

Entscheidend für die Beliebtheit dieses Imbisses sind Qualität und auch Quantität der angebotenen Speisen. So eine normale Protion Pommes Frites für nur 1,20 Euro zum Beispiel sättigt einen Schüler der sehr nahe gelegenen Lehranstalt schon mal. Und Manfred Schlemme verriet mir dereinst, dass er gerade bei Pommes nicht zurückhaltend sei, weil die im Einkauf auch nicht sonderlich teuer sind. Außerdem: "Wer als Schüler bei uns ordentliche Portionen bekommt, wird auch als Erwachsener wieder kommen", ist er sich sicher.

Den größten Umsatz aber macht der Betrieb eindeutig mit seinen Schnitzeln, die zwar in der Friteuse und nicht etwa in der Pfanne gegart werden, aber dennoch einfach nur gut schmecken, zudem eine beachtliche Größe aufweisen "Wie ein Klodeckel", urteilte ein Bekannter dereinst. In unserem konkreten Fall bedeutete das vorgestern zum Beispiel, dass ein Zigeunerschnitzel mit einer großen Portion Pommes weiß geordert wurde - das kostete alles zusammen 7,30 Euro. Und daheim teilten sich die beste Ehefrau von allen und ihr Angetrauter diese eigentlich nur für eine Person gedachte Portion - beide wurden satt und waren nach dem Verzehr mehr als nur zufrieden. Neben dem Schnitzel schmeckten mir auch die Pommes ganz besonders gut - sie hatten offenbar die genau richtige Garzeit und die passende Menge Salz erhalten. Nun weiß ich also in der Summe beim besten Willen nicht, inwiefern ich Kritik an diesem Imbiss üben sollte. Störend ist für mich lediglich, dass ich aufpassen muss, nicht an einem Mon- oder Dienstag vor der Holzhütte zu stehen, um dann unverrichteter Dinge wieder heimfahren zu dürfen. Aber irgendwie gönne ich ja auch den Schlemmes ihre Fünf-Tage-Woche - genau so wie ihre Urlaubsreisen, während derer ebenfalls Bratwurst und Schnitzel nicht erhältlich sind.

Fazit: Nicht wie bei Muttern - aber fast genau so gut!