TP-Link TL-SG1008D
1000 MBit auf 8 Netzwerkanschlüssen... - TP-Link TL-SG1008D Switch

Erhältlich in: 5 Shops

Produkttyp: TP-Link Hubs und Switches

Neuester Testbericht: ... Anschlüße der sog. "Uplink" zum Rest des Netzwerkes stattfindet. An der , von vorne gesehen, linken Seite des Switches ist die... mehr

1000 MBit auf 8 Netzwerkanschlüssen...
TP-Link TL-SG1008D

Hollgo

Name des Mitglieds: Hollgo

Produkt:

TP-Link TL-SG1008D

Datum: 18.02.14

Bewertung:

Vorteile: + sehr zuverlässig + einfache Installation + gute Verarbeitung

Nachteile: - soweit keine

Manchmal ist schnell einfach nicht schnell genug, das Bessere ist der Feind des Guten - welche Floskeln man auch zitieren mag: als Anschaffungsgrund meines recht neuen 1000 MBit Netzwerkswitches von TP-Link treffen diese Beweggründe durchaus zu. Doch der Reihe nach...


=== So kam ich zu diesem Gerät ===

Nachdem ich in meinem heimischen Netzwerk einen Mediaserver installiert hatte, merkte ich gleich, dass der Datendurchsatz des Netzwerks besonders beim Betanken des Servers mit Daten schnell an seine Grenzen stieß. Maximal 9-10 MB/s kamen zusammen - und dies nur im Idealfall. Viel zu wenig eigentlich, wenn ich bedenke, dass moderne Festplatten schon einmal die 9-10-fache Menge an Daten pro Sekunde speichern können. Es war ganz klar: der vorhandene, 100 MBit-Netzwerkswitch bremste einfach jegliche Kommunikation oberhalb von 10 MB/s absolut aus - die Uploadzeiten gerade großer Dateien schoben sich so recht lange hinaus. Also beschloss ich, für Abhilfe zu sorgen, eben durch den kauf eines 1000 MBIT-fähigen Switches. Diesen fand ich bei Amazon in Gestalt des TP-Link TL-SG 1008D - Switches, Kostenpunkt: 21,95 Euro


== Der TP-Link TL-SG1008D ==

=== Lieferumfang ===

Im Lieferumfang des Geräts war neben einem u.a. auch deutschsprachigem Anleitungsheftchen (welches ich eigentlich nicht gebraucht habe, um das Gerät in Gang zu setzen) das Gerät an sich sowie das zugehörige 9V-Netzteil enthalten. Mehr gibt es nicht und mehr brauche ich auch nicht ;-))

=== Erster Eindruck ===

'''Vorderseite'''

Wie es sich für ein Gerät wie einen Netzwerk-Switch gehört, wirkt es optisch schon eher ein wenig unscheinbar unscheinbar. Das dunkelgraue Gehäuse (14,6 x 18.6 cm x 4,4 cm) finde ich dennoch irgendwie optisch ansprechend.. In die Frontplatte des Gerätes sind 9 grüne LEDs als Funktionsanzeige aufgebaut, wovon eine als Stromanzeige dient. Jedes der acht weiteren Lämpchen blinkt entsprechend der vom jeweiligen Gerät im Netzwerk abgeforderten Netzwerkgeschwindigkeit schneller oder langsamer auf - die Unterscheidung, ob das an den Switch angeschlossene Gerät nun jeweils mit 10 MBit, 100 MBit oder 1000 MBit anfordert, kann ich so schon ganz gut ablesen, sobald über den entsprechenden Netzwerkanschluß am Switch eine Netzwerkaktivität stattfindet.

Ist an dem entsprechenden RJ-45 Port auf der Rückseite kein Netzwerkgerät angesclossen, ist die entsprechende Anzeige ganz einfach aus.
Die entsprechende Anzeige leuchtet aber permanent, wenn zwar ein Gerät angeschlossen ist, aber keine Netzwerkaktivität vorliegt.

'''Rückseite'''

Die Rückseite des Switches wird von insgesamt 8 RJ 45-Buchsen dominiert, die nebeneinander in Reihe liegend angeordnet sind. Es spielt keine Rolle, an welchen der von 1 bis 8 numerierten Anschlüße der sog. "Uplink" zum Rest des Netzwerkes stattfindet. An der , von vorne gesehen, linken Seite des Switches ist die runde Strombuchse eingebaut, an die man den zum Betrieb des Switches notwendigen Netzadapter anschließt.
Insgesamt macht das Gerät doch einen ordentlichen Eindruck auf mich. Alles ist sauber verarbeitet und es gibt keine scharfen Ecken und Kanten.

=== Installation ===

Hier gibt es nicht viel zu tun. Zunächst ist die sog. "Uplink"-Verbindung des Switches zum Rest des Netzwerkes herzustellen. Dafür muss ein Netzwerkkabel (RJ 45, am besten Cat5 oder Cat5e, wer will, nimmt auch Cat 6) von einem Switch oder Router, der bereits ins Netzwerk integriert wurde, zum TP-Link-Switch geführt und angeschlossen werden.
Es spielt also im Gegensatz zu früheren Modellen keine Rolle, an welchen Port ich den "Uplink"-Stecker zum hinter dem Switch angeschlossenen Netzwerkrouter anschließe - so liegt die Uplink-Verbindung zu meinem WLAN Router auf Anschluß 6, des weiteren ist mein Mediaserver, mein PC, meine PS3 sowie ein Laptop und ein Netzwerk-Mediaplayer an den Switch angeschlossen. Es ergibt sich also - folglich - ein ganz schönes Kabelgedränge. Dort, wo ich den Switch hingestellt habe (unter einen Schrank) fällt dieser "Wust" aber nicht so auf - und ich habe, wenn nötig, gar noch einen Blick auf die Geräteanzeigen - einfach einmal unter den Schrank schauen - et voila !
Nach der Verkabelung habe ich nur noch das zugehörige Netzteil an das Gerät angeschlossen - womit die Installation dann auch schon komplett durchgeführt war.

== Theorie und Praxis ==

=== Der Sinn eines Switches allgemein ===

Ein Netzwerk besteht definitionsgemäß aus mehr als nur einem netzwerkfähigem Gerät. Der Switch stellt dabei die Verbindung der neu angeschlossenen Netzwerkgeräte über eine sog Uplink-Verbindung zum Rest des Netzwerkes (das kann im Einzelfall ggf. auch ein DSL-Router sein) her, ist quasi also somit eine Verteilerstelle im Netzwerk.
Bei mehr als 2 Geräten, die an dem Netzwerk teilnehmen sollen, ist dabei ein Netzwerkswitch in diesem Standard Pflicht. Auch in Netzwerken, in denen schon ein oder mehrere Switche arbeiten, kann es ggf. notwendig werden, das Netzwerk um einen weiteren Switch zu erweitern, um weitere Geräte dem Netzwerk hinzu fügen zu können.

=== Theorie: Store And Forward: die Arbeitsweise des TL-SG 1008D ===

Das Gerät arbeitet nach dem Store-and-Forward - Prinzip, eine Methode, die jeder Netzwerkswitch grundlegend beherrscht. Dies ist dabei die vergleichsweise langsamste Methode mit der größten Latenzzeit (Verzögerung) . Durch Prüfsummenchecks (in Ethernet/Fast Ethernet Netzwerken ist diese Prüfsumme 512 Bit je Frame (Datenpaket) lang) stellt das Gerät die Verbindung zwischen den vorher vom Gerät automatisch nach dem ersten Anschließen ans Netzwerk gelernten MAC-Adressen (die jedes Netzwerkgerät weltweit fest eingestellt aufweisst) der angeschlossenen Geräte her und verhindert so, dass sich Fehler bei der Datenübertragung einschleichen können. Treiber müssen daher also keine installiert werden, die Erkennung der MAC-Adressen der angeschlossenen Geräte macht das Gerät vollautomatisch nach Anschluß ans Netzwerk.
Für lange Zeit war die Store-and-Forward-Methode allerdings auch die einzige technische Möglichkeit, Geräte verschiedener LAN-Geschwindigkeiten in einem Netzwerk zu verbinden. Wer also z.B. ein Gerät mit nur 10 MBit/s Übertragungsgeschwindigkeit in ein 100 MBit/s-Netzwerk integrieren wollte, kam lange Zeit nicht ohne einen Switch aus, der mit der "Store And Forward"-Methode arbeitete.
Da das TL-SG 1008 den Betrieb mit bis zu 1000 Mbit/s erlaubt, kann es eventuell einen kleinen Unterschied in der Reaktionsgeschwindigkeit der angeschlossenen Geräte über diesen Switch im Vergleich zu einem Modell feststellen, welches im sog. "Cut and Through" - Modus arbeitet. Diese Geräte werden wohl im Heimgebrauch eher weniger verbreitet sein, da diese Switches natürlich auch ein wenig teurer sind als eben der TL-SG 1008 zum Beispiel.

=== Praxis: Netzwerkzugriffe und Datentransfer: wie gut ist der TL-SG 1008 überhaupt ? ===

Um es vorweg zu nehmen: ich denke, dass das Gerät für den Hausgebrauch absolut ausreicht, denn soviel kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ein "normaler" Store-And-Forward-Switch wie dieser reicht für meine Zwecke jedenfalls vollkommen aus.
Besonders die Netzwerkzugriffe auf meinen Mediaserver sind durch den Wechsel von einem zuvor langsameren , vorgeschalteten 100 MBit/s Switch auf eben diesen 1000 MBit/s-Switch messbar schneller geworden.
Hatte ich etwa unter Nutzung meines alten TP-Link TL-SF 1008D (ein 100 MBit-Switch) vorher z.B. eine maximale Datenübertragungsrate (im Idealfall, wohlgemerkt) von 10 MB/s, haben sich diese Raten durch den Wechsel auf den SG 1008D (ebenso unter Idealbedingungen) mehr als versechsfacht. Werte um die 63 MB/s zeigt mir mein Datenloggertool "ZPilot" im Maximalfall an, statt eben zuvor genannter Werte um die 10 MB/s. Die 1000 MBit-Fähigkeiten des SG 1008 wurden mir so schon einmal klar messbar vor Augen geführt. Und in der Praxis ist der Faktor Netzwerkgeschwindigkeit nicht zu unterschätzen. Die Datenpakete, die ich besonders in der Anfangszeit auf meinen Mediaserver von verschiedenen im Netzwerk angeschlossenen Geräten übersandt habe, die waren stets mehrere Gigabyte groß - und da ist es schon ein klarer Unterschied, ob mein 20 GB umfassendes Datenpaket nun statt in einer halben Stunde (wenn es ideal läuft im 100 MBit-Netzwerk) in gerade einmal 5-10 Minuten komplett durch das Netzwerk überspielt wurde.

Dabei wird der Switch bei Nichtgebrauch von mir radikal abgeschaltet, da ich aus Stromspargründen das Gerät an eine abschaltbare Steckdose angeschlossen habe, schließlich ist das Gerät ansonsten ständig eingestellt, welches im Betrieb ansonsten immerhin 7,2W / h benötigt. Während des Betriebes wird das Gerät maximal handwarm, man kann es also durchaus auch in eine nicht allzu gut belüftete Ecke stellen, ohne die Gefahr einer übergroßen Erwärmung einzugehen Wegen der kleinen Abmessungen findet der Switch fast überall Platz und kann ggf. auch gut vor dem Anblick versteckt werden.Die Kabel sitzen in den Anschlußbuchsen wirklich so fest, dass nichts während des Betriebes wackelt. Dank der RJ-45 Buchse klinken die Kabel zuverlässig hierfür in die vorgesehenen Buchsen hörbar ein - die Garantie für einen anständigen Sitz ist damit eigentlich gegeben.

=== Auf einen Blick ===

* Modell: TL-SG1008D
* Hersteller: TP-Link
* Gerätetyp: Switch - 8 Anschlüsse
* Abmaße: (TxBxH): 14,6 x 18.6 cm x 4,4 cm
* Leistungsmerkmale: Auto-Negotiation, Auto-Uplink (Auto MDI/MDI-X), Store-and-Forward
* Produktzertifizierungen: IEEE 802.3, IEEE 802.3u, IEEE 802.3ab, IEEE 802.3x
* Ports: RJ45, 8 x 10/100/1000 / Statusanzeiger: Link Activity, Stromversorgung
* Stromversorgungsgerät: externes Netzteil
* Betriebstemperatur (min./max) : 0 °C / 40°C / Zulässige Luftfeuchtigkeit im Betrieb: 10 - 90%

=== Fazit ===

Die Installtion des SG 1008D war nicht nur recht einfach, das Gerät hat sich als verlässlicher Vermittler meiner durch mein LAN-Netzwerk von einem Gerät zum anderen wandernden Daten erwiesen. Die Verarbeitung des eher kleinen Gerätes finde ich auch sehr gut und die versprochene "1000 MBit"-Unterstützung liefert das Gerät sehr zuverlässig durchweg ab. Wer Geräte wie Mediaserver in seinem Haushalt hat, kommt eigentlich kaum um ein derartiges Gerät herum. Sofern meine Empfehlung und alle Sternchen.

Fazit: Ein sehr zuverlässiger Gigabit-Switch, der tut, was er soll...