Hotel Ibis Ostbahnhof (Berlin)
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Hotel Ibis Ostbahnhof (Berlin)

squarerigger

Name des Mitglieds: squarerigger

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Hotel Ibis Ostbahnhof (Berlin)

Datum: 15.10.03, geändert am 05.09.04 (748 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Günstig und gut gelegen

Nachteile: Nicht optimaler Service

Wenn man ein Zimmer in einem Ibis-Hotel bucht, dann weiß man eigentlich, was man hat, denn die Zimmer dieser Hotelkette sind hierzulande eigentlich alle identisch eingerichtet. Überraschungen gibt es also zumindest in Bezug auf die Ausstattung des Zimmers üblicherweise keine - wohl aber kann es solche Unterschiede beim Service geben. Ich vermute zwar, das der französische Accor-Hotelkonzern, zu dem neben Ibis hierzulande u.a. auch die Hotels von Formule 1, Etap, Novotel und Mercure gehören, auch hierfür präzise Vorschriften erlassen hat, aber die Umsetzung ist halt, da hier ja Menschen tätig sind, nicht immer und überall identisch.

Diese Erfahrung konnte ich gerade wieder machen, als ich in Berlin im Ibis Ostbahnhof abstieg. Gebucht hatte ich das Hotel über HRS (www.hrs.de - siehe meinen gesonderten Bericht hierzu) zum Preis von 40 Euro je Nacht (excl. Frühstück). 40 Euro je Nacht ist für Berlin ein durchaus erschwinglicher Preis für ein Hotelzimmer, auch wenn ich aufgrund der Aushänge im Hotel merkte, daß ich diesen Preis auch direkt bei Ibis hätte erhalten können - meistens ist ja eine Buchung bei HRS etwas günstiger als die offiziellen Zimmerpreise. Aber gut, darüber möchte ich mich nicht beklagen, denn immerhin zahlte ich nicht mehr als den offiziellen Zimmerpreis. ;-)

Das Hotel Ibis Ostbahnhof in Berlin befindet sich, wie der Name schon sagt, in der Nähe des Ostbahnhofs, etwa 2 Fußminuten entfernt, im Stadtteil Friedrichshain. Die Adresse lautet An der Schillingsbrücke 2, 10243 Berlin, Tel. 030/257600. Die Anbindung an den öffentlichen Personenfernverkehr ist über den Ostbahnhof sehr gut, die Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr recht gut, könnte aber besser sein. Vom Ostbahnhof aus fahren S-Bahnen in Ost-West-Richtung, eine U-Bahn-Anbindung fehlt allerdings. Das Hotel weist auch eine Tiefgarage auf, über deren Preis ich allerdings keine Aussage treffen kann, da ich per Bahn anreiste.

Das Zimmer war tatsächlich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte - wie gesagt, in dieser Hinsicht kann man sich auf Ibis verlassen: französisches Bett, Schreibtisch, TV, Kleiderschrank, Dusche/WC, Telefon und Internetanschluß und - wie bei Ibis üblich - keine Minibar; nun nutze ich den Inhalt der Minibar im Hotel eigentlich nie, weil die Getränke gnadenlos überteuert sind, aber man kann darin wunderbar seine eigenen, mitgebrachten Getränke kühlen. *g* Aber es geht auch ohne, und ich wußte ja schon vorher, daß ich mit einer Minibar nicht rechnen durfte.

Über das Frühstück konnte ich mir kein Urteil bilden, da ich mein Zimmer ohne gebucht hatte; der Grund hierfür war, daß ich in Berlin wie meistens recht ausgiebig das Nachtleben auskosten wollte. Wenn man dann aber irgendwann zwischen 06.00 und 09.00 ins Hotel zurückkommt, dann will man eigentlich nur noch schlafen, so daß man auf das Frühstück gut verzichten kann. *g* Was also für die 9 Euro, die das Frühstücksbuffet kostet, geboten wird, kann ich nicht beurteilen.

Soweit konnte ich also über mein Hotelzimmer nicht klagen. Aber wie gesagt, da wäre ja noch der Service. Und da konnte das Ibis Ostbahnhof nicht wirklich punkten. Das ging schon los, als ich eingecheckt hatte. Ich kam kurz nach 14 Uhr im Hotel an und erhielt auch direkt die Magnetkarte, die in den Ibis-Hotels als Zimmerschlüssel dient. Doch was war das? Als ich im Zimmer ankam, war der Zimmerservice gerade noch dabei, das Zimmer herzurichten, so daß ich es nicht direkt beziehen konnte. So etwas sollte nicht passieren. 14 Uhr ist üblicherweise eine Anreisezeit, wo man damit rechnen kann, daß das Zimmer fertig ist. Und wenn nicht, dann sollte der Empfangsmitarbeiter einen gleich darauf hinweisen, damit solche Überraschungen ausbleiben.

Die nächste Überraschung kam dann am nächsten Morgen. Ich war gegen 07.00 aus meinem Lieblingsclub, dem Kitkatclub (www.kitkatclub.de - siehe meinen gesonderten Bericht hierzu) zurückgekommen und wollte nach einer Dusche einfach nur noch schlafen, also hängte ich das "Bitte nicht stören"-Schild außen an meine Zimmertür. Das klappte auch wundervoll; bis ich gegen 13.00 aufwachte und das Hotel verlies, störte mich kein Roomservice. Aber er kam auch später nicht, denn als ich gegen 18.00 das nächste Mal zurück ins Hotel kam, war mein Zimmer immer noch in dem Zustand, in dem ich es verlassen hatte, d.h. das Bett war nicht gemacht, der Abfalleimer nicht geleert, die Handtücher nicht gewechselt, etc. Und der Zimmerservice war nicht mehr im Haus. Zwar brachte mir der Rezeptionsmitarbeiter kurzfristig neue Handtücher und nahm auch den Inhalt des Abfalleimers mit, aber so etwas darf einfach nicht vorkommen. Wenn man ein Zimmer im ersten Durchgang nicht aufklaren kann, weil der Gast nicht gestört werden will, dann muß man als Zimmermädchen halt später nochmal kommen.

Ehe ich allerdings feststellen konnte, daß der Zimmerservice mein Zimmer vergessen hatte, mußte ich nochmal zur Rezeption zurück, denn meine Magnetkarte funktionierte nicht mehr; und das schien kein Einzelfall zu sein, denn gleichzeitig versuchte auch ein Gast auf der anderen Seite des Flurs, in sein Zimmer zu kommen - klappte dort auch nicht. Hier scheint es sich also um ein häufiger auftretendes, lästiges Problem zu handeln.

So sorry, aber dies alles sind Kleinigkeiten, die sich summieren und die nicht gerade für das Ibis Ostbahnhof in Berlin sprechen. Das reicht maximal für 3 dooyoo-Sterne. Auch wenn ein Hotel billig ist, kann man als Gast trotzdem erwarten, daß solche Fehler nicht vorkommen.

Fazit: