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Familienbetrieb mit leicht morbidem Charm
Hotel Hoegg (Koblenz)

Name des Mitglieds: Aruna
Produkt:
Hotel Hoegg (Koblenz)
Datum: 12.11.00, geändert am 12.11.00 (841 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: nicht weit entfernt vom Bahnhof und freundliches Personal
Nachteile: undurchsichtige Preispolitik und leicht schmuddeliges Äußeres
Anläßlich einer Veranstaltung in Koblenz suchte ich ein Hotel innerhalb der Stadt, das möglichst nah am Veranstaltungsort liegt und auch nicht so teuer ist. Beides bot nach Auskunft der örtlichen Touristinformation das Hotel Hoegg.
Bei der telefonischen Bestellung wurde ich ganz freundlich begrüßt und behandelt. Allerdings wurde mir gleich die Frage gestellt, ob ich auf Grund einer Tagung nach Koblenz käme. Da ich das verneinen mußte, wurde der Preis für das Doppelzimmer und das Einzelzimmer, das ich buchen wollte gleich um 7,- Mark pro Nacht erhöht. Das erfuhr ich aber erst im Nachhinein.
Der Weg vom Hauptbahnhof in Koblenz bis zum Hotel ist zu Fuß in knapp einer halben Stunde zurückzulegen. Per Taxi dauert es nur 5 Minuten, schlägt aber auch gleich mit sage und schreibe 25,- DM zu Buche. Die Busverbindung ist da mit nur 6,- DM relativ preiswert.
Wenn man im Hotel ankommt wird man entweder von einer freundlichen älteren Dame oder einer jüngeren Frau begrüßt. Beide gehören zur Familie Ferrari, der das Hotel gehört. Der Aufstieg über die Treppe ist mit größeren Koffern und unhandlichen Taschen nicht zu empfehlen, da die Treppe sehr schmal ist. Auf jeder Etage sind drei Zimmer. In der ersten und zweiten Etage befinden sich die Einzelzimmer, während in der dritten Etage die Doppelzimmer zu finden sind.
Die Ausstattung der Zimmer ist sehr karg, aber zweckmäßig.
Die Einzelzimmer: Ein Sofa, ein Bett, ein Nachtisch mit kleiner Lampe, eine kleine Garderobe mit Spiegel und ein Badezimmer mit Dusche und WC.
Die Doppelzimmer: ein großes Doppelbett, zwei Nachtische, ein Sessel, ein Radiowecker, ein Schrank, ein Beistelltisch und ein Badezimmer mit Dusche und WC.
Die Aussicht aus den Fenstern brauch man nicht zu genießen. Man schaut entweder auf einen Güterbahnhof oder auf eine Autowerkstatt. Beides sorgt für einen permanenten Lärmpegel, an den man sich aber gewöhnen kann, wenn man will oder muß. Außerdem sieht man auf den F
ensterscheiben so schön den Staub des letzen Jahres ( der letzten Jahrzehnte ?).
Im Preis inbegriffen ist ein Frühstück. Das Frühstück kann man sich selbst an einem Frühstücksbüffett zusammenstellen, zusätzlich gibt es warme Getränke nach Wahl. Der Speiseraum erinnert ein bißchen an Großmutters gute Stube und aus dieser Zeit scheint auch das Mobiliar zu sein. Des weiteren kann man im angeschlossenen Restaurant weitere Mahlzeiten zu sich nehmen.
Die Behandlung war überaus freundlich und die Zimmer wurden jeden Tag gesäubert. Von daher gibt es keine Beanstandungen des Service und gerade diese Freundlichkeit ließ mich größtenteils über die Mängel hinweg sehen.
Alles in allem ist es eher ein Hotel für den anspruchslosen Durchreisenden, der sich nicht viel im Haus aufhält, aber die Freundlichkeit des Personals ist wirklich beispielhaft.
Fazit:
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