Hotel Grand Hyatt (Berlin)
Grand Hyatt Berlin - Hotel Grand Hyatt (Berlin) Hotels national

Neuester Testbericht: ... gestaltet sein, die Cocktails dagegen sind Spitze und auch das Wienangebot lässt keine Wünsche offen. Die Zimmer sind insgesamt sehr gro... mehr

Grand Hyatt Berlin
Hotel Grand Hyatt (Berlin)

das.evchen

Name des Mitglieds: das.evchen

Produkt:

Hotel Grand Hyatt (Berlin)

Datum: 27.02.02, geändert am 27.02.02 (110 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: vornehm, sauber, gepflegte Zimmer

Nachteile: schon Eingangsatmosphäre unentspannt, vom Frühstück hätte ich eindeutig mehr erwartet, die Preise

Grand Hyatt Berlin
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Im Dezember hatte ich doch tatsächlich die Ehre, im Grand Hyatt hier in meiner Heimatstatt einen angenehmen Abend und eine geruhsame Nacht verbringen zu dürfen. Dass ich das nicht selbst bezahlte, sondern einen gewissermaßen gewonnenen Gutschein einlosen durfte, sei am Rande noch bemerkt. Denn ohne diesen hätte ich mein einjähriges "Jubiläum" mit meinem Schatz nicht im Hyatt mit einer Flasche Champagner feiern können, da ein normales Zimmer schon ca. 300 DM pro Nacht kostet.

Dieses schicke Drei-Sterne-Hotel findet sich am Marlene-Dietrich-Platz 2 am augenscheinlich noch unfertig erscheinenden Potsdamer Platz, ganz in der Nähe des Musical-Theaters, welches uns mit dem "Glöckner von Notre Dame" erfreut.

Das rotbraune Gebäude, gekrönt mit dem Hyatt - Schriftzug ist eigentlich kaum zu übersehen und strahlt mehr gemütliche Atmosphäre aus als so einige andere "Kollegen" wie zum Beispiel das Forum-Hotel am Alexanderplatz.

Die Eingangshalle könnte allerdings gemütlicher aussehen. Den hohen Raum über der Rezeption schmücken unzählige kahle Holzbretter, einige Ledersessel sollen die Leere etwas überbrücken, aber ehrlich gesagt, habe ich mich beim Eintreten etwas erschlagen gefühlt.

Das Personal war freundlich und zuvorkommend (auch zu uns jungen Leuten), ein neben mir eincheckender englisch sprechender Gast wurde fließend in seiner Muttersprache begrüßt und bedient.
Der Champagner, für den wir ebenfalls einen Gutschein hatten, war pünktlich wie bestellt um 22 Uhr auf dem Zimmer. Bis dahin vertrieben wir uns die Zeit im Cinemaxx Kino und in den Arkaden – Langeweile kommt da nicht auf.

Das (Durchschnitts-) Zimmer des Hotels ist recht gemütlich und elektronisch ausgefeilt – den Eintritt ermöglicht eine Karte mit Magnetstreifen. Mit derselben wird auch das Licht automatisch ein- und ausgeschaltet.
Die Temperatur des Zimmers kann individu
ell eingeschaltet werden, der große Fernseher hat auch Radiofunktion, auf Wunsch können Playstation und Internetzugang freigeschaltet werden – also richtig was für Business-Menschen. ;-)

An der Sauberkeit war nichts zu bemängeln, nur das marmorne Bad fand ich insofern eigenartig, als dass die Dusche vom restlichen Badezimmer kaum abgetrennt war, sodass dann eine halbe Überschwemmung drohte. Aber eigenes Duschgel, Shampoo, Lotion, Bademantel und Badelatschen des Hyatts machten schon Eindruck!

Natürlich blieb es beim bloßen Betrachten des Inhalts der Minibar. Oder würdet Ihr 16 DM für 8 cl Bacardi bezahlen???
Die Flasche Mineralwasser (Apollinaris), die auf dem Nachtschränkchen stand, war umsonst – die nächste hätte 6 DM gekostet. Außerdem waren in einer Obstschale noch drei frische Äpfel, die der Gast umsonst verzehren kann – ansonsten muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn man etwas Exquisiteres trinken oder essen möchte.
Für die Berliner Zeitung, die am Morgen am Türknauf im Beutelchen baumelt, muss man natürlich auch nichts bezahlen. Wäre ja noch schöner.

Des Weiteren hatten wir zwei Turteltäubchen von meiner Schwester jeder einen Gutschein für ein Frühstück im Hyatt bekommen, für den sie (ich war neugierig) jeweils 35 DM bezahlt hatte. Nun ja, für 35 DM kann man doch schon ein umfangreiches Frühstück bekommen, nicht wahr?
Leider waren wir davon aber enttäuscht. Zwar waren Tee und Kaffe inklusive und einige Fruchtsäfte, Obst und viele Müslisorten vorhanden, aber dafür nur EINE Sorte Brötchen und wenig Belag, von Rührei oder Schinken ganz zu schweigen – da muss man dann schon draufzahlen und extra bestellen. Also da hätte ich ganz eindeutig mehr erwartet, was für 35 DM pro Person meiner Meinung nach auch gerechtfertigt ist.
Je nach Jahreszeit findet die Nahrungsaufnahme immer in einer der drei verschiedenen Örtlichkeiten des Hyatt Hotels statt:

VOX Restaurant (mit Sushi
– Bar)
Tizian – Italian Café
Dietrich´s Bistro

Wer sich noch ein paar Extras gönnen möchte, fährt einfach ein paar Stockwerke hoch und lässt sich bei Sauna, Schwimmbad etc. verwöhnen.

Neben "normalen" Zimmern für "niedere" Gutscheinbesitzer und Nicht-Millionäre gibt es natürlich noch schickere Suiten für VIP-Gäste und insgesamt neun ansehnliche Konferenzräume für besonders wichtige Leute oder solche, die sich dafür halten.

Na ja, insgesamt war dieser Abend unter der "High Society" mal was anderes, vielleicht muss man auch mal eine Nacht in einem teuren Hotel verbracht haben, aber wirklich scharf drauf bin ich nicht wirklich, wenn ich ehrlich bin. So hoch war der Grad an Gemütlichkeit nämlich nicht. Zu Hause kuschelt es sich eben doch noch am schönsten! Mehr Atmosphäre kann ich mir jedenfalls dort schaffen.





Fazit: