Hotel Grand La Strada (Kassel)
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Hotel Grand La Strada (Kassel)

campino

Name des Mitglieds: campino

Produkt:

Hotel Grand La Strada (Kassel)

Datum: 14.10.03, geändert am 20.12.14 (426 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: 5-Sterne-Ambiente

Nachteile: ?

...so hieß es Anno 1870, als Kaiser Napoleon der III. von Frankreich in Gefangenschaft auf Schloss Wilhelmshöhe / Kassel verbracht wurde.
Leider weiß ich nicht, ob die Gefangenschaft für Napoleon komfortabel gestaltet wurde (im Kerker schmachtete er sicher nicht).

Auf jeden Fall habe ich 133 Jahre später 5-Sterne-mäßig in Kassel logiert und möchte Euch davon berichten.


Das Grand Hotel LA STRADA in Kassel hatte ich für meinen diesjährigen Cebit-Besuch ausgewählt. Denn jahrelange Erfahrung zeigt: Stressfrei und preiswerter wohnt es sich während der Cebit außerhalb Hannovers.
Vom Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe fährt der ICE in knapp 50 Minuten zum Messebahnhof Hannover und im Normalfall ist ein Hotelaufenthalt in Kassel plus Wochenticket der Bahn Kassel-Hannover und retour, preiswerter als ein Hotelaufenthalt in Hannover, wo man während Messezeiten auch in der kleinsten Klitsche unangemessene Preise berappen muss, von stressigen Anfahrten und vollen Restaurants mal ganz abgesehen.

Aber nun zurück zum La Strada.

Zwar nicht mitten in der Stadt gelegen, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, liegt das Hotel 2 Minuten Fußweg von der nächsten Straßenbahnhaltestelle entfernt. Schon von außen vermittelt es einen angenehmen Eindruck.

Die hoteleigene Tiefgarage ist gut ausgeschildert und somit leicht zu finden (aus Erfahrung weiß ich: Das ist nicht immer so)!
Das Parken in dieser Garage ist etwas teuer - 10,00 Euro - , aber wer das nicht will, kann auch vor dem Hotel an der Straße parken.
Von der Tiefgarage aus ist man mit dem Lift schnell in der Lobby, die sehr großzügig gestaltet ist: Viel Licht, Pflanzen und Großzügigkeit ist der erste Eindruck.

Im Hotel befinden sich 300 Zimmer und Suiten, die in verschiedene Kategorien und Preisklassen eingeteilt sind.

Positiv anzumerken ist, das die Preise für die einzelnen Kategorien immer gleich sind, das heißt, der Preis ist nicht saison- oder messeabhängig. D
er Zimmerpreis gilt immer für eine Person. Für eine zweite Person werden in allen Kategorien 12,00 Euro zusätzlich berechnet.

Das von mir bewohnte Zimmer war ein sogenanntes "Komfortzimmer". Die Zimmerausstattung: Auf 35 Quadratmetern befanden sich: Ein großes Queensize-Bett (hätte meine halbe Familie reingepasst), Radio und CD (am Bett), TV, Pay-TV, 2 Telefone, analoger Modem-Anschluss, Zimmersafe und eine Minibar mit kostenlosen alkoholfreien Getränken (je eine 0,75l-Flasche süßer Sprudel, Mineralwasser und kohlensäurearmes Mineralwasser. Schreibtisch, eine Sitzecke mit 2 bequemen Sesseln und ausreichend Schrankraum rundeten den positiven Eindruck ab.
Im Badezimmer gab es eine Badewanne, Fön, Vergrößerungsspiegel, Waage und Wärmelampe.

Für die Übernachtung (check in ab 15:00 Uhr, check out bis 12:00 Uhr) bezahlte ich 78,00 Euro, allerdings ohne Frühstück. Das schlägt noch mal mit 9,00 Euro zu Buche. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Schade, das ich morgens nicht viel essen kann, das Frühstücksbüffet ließ wirklich nichts zu wünschen übrig. Kaffee, verschiedene Tees, Kakao, aber auch kalte Getränke und frischer Fruchtsaft. Mehrere Brot- und Brötchensorten, reichhaltige Käse- Wurst- Honig- und Marmeladenauswahl. Aber es gab auch Fisch und Fleischsalat, Müslis und Cornflakes, Hartgekochte und wachsweiche Eier, Quark und Joghurt. Omeletts, Spiegel- oder Rühreier werden frisch und nach Wunsch zubereitet. Empfehlen kann ich das Schinken-Käse-Omelett. Macht pappsatt und ist sehr lecker. Hier sollte wirklich für jeden Frühstückstyp was zu finden sein.

So gestärkt für den Tag machte ich mich dann morgens auf den Weg zur Messe. Wie gesagt, die Straßenbahnhaltestelle ist gleich erreicht und dann ging es mit einmal am Rathaus umsteigen zum Bahnhof Wilhelmshöhe und von dort mit dem ICE nach Hannover. Kurz nach 10:00 Uhr war ich jeden Morgen stressfrei auf der Cebit.

Die Rückfahrt kurz nach 18:00 Uhr abends verlief dank Platzkarten
für den Zug ebenfalls angenehm und ich war noch vor 20:00 Uhr wieder im Hotel.

Dort war dann erst mal relaxen angesagt. Und zwar relaxen mit allem Komfort. Im Erdgeschoss des Hotels befindet sich das sogenannte Vitalisarium, der Fitness- und Wellness-Bereich.

Da wären zunächst einmal ein großes Schwimmbecken. Wer schon vor dem Frühstück was für sich tun möchte, hier geht es, denn der Bereich ?Schwimmen? inkl. Whirlpool ist schon ab 7:00 Uhr morgens bis 24:00 Uhr in der Nacht geöffnet.

Dampfbad und Sauna stehen während der Woche ab 17:00 Uhr und am Wochenende ab 10:00 Uhr zur Verfügung.

Besonders angenehm finde ich die Farblicht-Sauna. Ich habe mich im Nachhinein mal schlau gemacht, was die Farben bewirken sollen und wo die Idee her stammt:

!!!Achtung, nachfolgender Text stammt von der Site: www.lifeline.de!!!
Die Kultur rund um das Bad und das Baden mit Farben kannten schon die Ägypter. Sie kombinierten die Elemente Licht und Wasser zur Heilung. Auch Heilsysteme aus verschiedenen anderen Kulturen ? wie die Medizinsysteme Nordamerikas, das Ayurveda, die Chakrenlehre und das Feng Shui Ostasiens ? setzen bis heute Licht, Farbe und Wasser therapeutisch ein.
Tiefblau wirkt entspannend und kühlend
Orange wirkt aktivierend, besonders bei Morgenmuffeln.
Grün wirkt stimmungsausgleichend und energieausgleichend (Farbe der Heilung).
Rosa wirkt der Anspannung entgegen.
www.lifeline.de Text Ende

Schwimmen und saunieren sind für Hotelgäste frei. Wer noch mehr für sich tun möchte, kann sich massieren lassen. Ganzkörper- und Teilmassagen werden von Fachkräften ausgeführt. Hierfür kann man sich durch Eintrag in eine aushängende Liste eintragen. Wenn ich mich recht entsinne, kostete die Ganzkörpermassage so um die 30,00 Euro.
Umkleidekabinen stehen genügend zur Verfügung, so das man nicht im Bademantel durchs Hotel muss.
Innerhalb des Badebereiches kann an der Poolbar auch Vitaminreiches in flüssiger Form zu sich genommen werden.

Wieder einigermaßen fit, war anschließend Zeit zum Abendessen.
Hier bieten sich die Restaurants des Hotel an, deren Preise durchaus als ?normal? zu bezeichnen sind. Oft sind ja Hotelrestaurants um einiges teurer, das ist im La Strada nicht der Fall.

Am ersten Abend war im Restaurant Mediterrané und aß dort a la carte. Gegrilltes Pfeffer-Putensteak mit Backed Potado, Creme fraîche, Knoblauchbrot und einem sehr großen Salatteller... hat hervorragend geschmeckt und so um die 16,00 Euro gekostet.

Am nächsten Abend habe ich das im selbem Haus befindliche Fisch-Restaurant ausprobiert. Ambiente: sehr angenehm, auf der einen Seite ein sehr großes Aquarium mit tropischen Fischen ( was denken die Fische wohl, wenn sie ihre Kumpels auf dem Teller liegen sehen?), jedoch lies die Bedienung sehr zu wünschen übrig. Die Dame war sehr unaufmerksam, und ich muss sagen, auch das Essen war dem Ambiente nicht angemessen. Ich hatte Scholle Finkenwerder Art mit Kartoffelsalat bestellt. Der Fisch schmeckte nicht besonders (das geht bedeutend besser) und der Kartoffelsalat schmeckte mir überhaupt nicht. Aber das ist Geschmackssache. Wer warmen, süßsauren Kartoffelsalat mag, bitte. Für mich war das jedenfalls nichts.

In Anbetracht der sonstigen Qualität der Hoteleigenen Restaurants verzichte ich aber auf einen Punktabzug.

Am darauf folgenden Abend kam deshalb das Fischrestaurant nicht mehr in Frage.
Im Mediterrané gab es das ?Große Marktbüffet?. Das heißt, für 22,90 Euro solange essen bis der Magen streikt.
Und ich sage Euch, er hat gestreikt! Ich komme viel in Hotels und Restaurants rum, aber so was von Büffet habe ich noch nicht gesehen. Schätzungsweise 25 verschieden Vorspeisen, dazu jede Menge Hauptgerichte und Beilagen, und das Dessertbüffet: WAHNSINN!
Das war es am Besten immer nur ein wenig zu versuchen um rumzukommen. Aber glaubt bloß nicht, dass es mir gelungen wäre von allem zu kosten. Auch kann ich mich, bei dieser Fülle, nicht mehr an alle Gerichte erinnern, aber einige möchte ich Euch, soweit mein Gedächtnis reicht, doch aufzählen:

Vorspeisen: Verschiedene grüne Salatsorten, Carpacchio vom Rind, Lachs, gebackene Zucchini, grüner Spargel mit Vinaigrette , überbackene Auberginen, kalte sehr pikante Fleischspiesschen, Tomaten mit Mozzarella, Pilze, gefüllte Weinblätter, mit Schafskäse gefüllte Paprika, fertige Salate wie z. B. Waldorfsalat, Wurstplatten und natürlich Suppen. Aber das ist nur ein Teil der Vorspeisen.

Kommen wir zu den Hauptgerichten und Beilagen:

Rindergeschnetzeltes, Lammkoteletts, Schweinebraten, Geflügel, Fisch, diese großen Garnelen deren Name mir entfallen ist, Calamaris, Große hausgemachte Tortellini mit sehr pikanter Füllung und einer tollen Soße, Kartoffelgratin, grüne Nudeln, Reis, Kartoffelpuffer, Blumenkohl, Brokkoli, Grüne Speckbohnen... und... und... und....

Nicht zu vergessen die Nachspeisen:

Rote Grütze, Obstsalat, diverse einzeln eingelegte Früchte wie Birnen und Pfirsiche, frisches Obst, Mousse au Chocolat, Mousse au Caramel, Quarkspeisen, verschiedene Puddingsorten: Vanille, Schokolade, Mandel, Zitrone, Grießflammerie, Cremé Caramel, Cremé Straciatella, divere andere Nachspeisen deren Namen sich meiner Kenntnis entziehen, verschiedene Sorten Käse....

Und, seid Ihr schon vom lesen satt?

Dann zum allerletzten Nachtisch einen Espresso und ab gehts in die Hotelbar um mit einem Cocktail oder Grappa das Abendessen zu beschließen. Hier gibt?s übrigens Livemusik. Während der Zeit, in der ich hier logierte (im Hotel, nicht in der Bar) spielte ein Duo, die von Santana, über Robby Williams bis zum Schlager ein sehr großes Repertoire hatten.
Bei warmen Wetter finden im Felsengarten des Hotels Barbecues statt. Hier lässt sich aber auch der nachmittägliche Kaffee sicher angenehm genießen. Leider war es um diese Jahreszeit noch zu kalt dazu, aber einen Blick habe ich schon hinaus geworfen.
Für alle, die aus welchen Gründen auch immer länger ein Hotelzimmer benötigen, steht ein Boardinghouse mit Appartements für bis zu 2 Personen zur Verfügung.

Die Zimmerpreise fürs Hotel beginnen bei 51,00 Euro und gehen bis 185,00 Euro in die Höhe. Wobei man für 185,00 Euro eine Suite mit 152 Quadratmetern Größe bekommt. Aber auch die ?kleinen? Zimmer, wobei der Begriff ?klein? für immerhin 30 Quadratmeter steht, sind sehr schön und lassen keine Wünsche an die Bequemlichkeit offen.


Da bleibt doch fast nichts anderes übrig als...

...................................... ab nach Kassel!





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So, ich hoffe Euch mit meinem Bericht nicht gelangweilt zu haben. Wenn ja, tut's mir leid, wenn nein, hat sich die Mühe gelohnt!

Dieser Bericht ist so oder in ähnlicher Form unter meinem Nick "campino" eventuell auch bei anderen Verbraucherforen oder auf einer meiner Websites erschienen. (Bevor mir Klagen kommen)!

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Fazit: Angenehmer Aufenthalt, sehr gute Qualität der Speisen

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