Hotel The Fairmont Jasper Park Lodge (Alberta)
Wer das nötige Kleingeld hat, ist hier gut aufgehoben - Hotel The Fairmont Jasper Park Lodge (Alberta) Hotels international

Neuester Testbericht: ... auf einen golfwagenähnlichen großen fahrbaren Unterstaz, wir passten auch noch drauf, und er kutschierte uns zu unserer Unterkunft, mit ei... mehr

Wer das nötige Kleingeld hat, ist hier gut aufgehoben
Hotel The Fairmont Jasper Park Lodge (Alberta)

HeiderSV

Name des Mitglieds: HeiderSV

Produkt:

Hotel The Fairmont Jasper Park Lodge (Alberta)

Datum: 11.04.08

Bewertung:

Vorteile: Die Anlage, schöne "Zimmer"

Nachteile: nicht eben billig und dann relativ weit weg vom Ort

Vorwort und Warnung:
Ich habe die Fairmont Jasper Park Lodge nur für eine Nacht genießen können, von daher ist der folgende Bericht wirklich nur ein Blitzlicht. Wer es besser weiß, wer mehr weiß, soll sich hier verewigen.

Ankunft:
Per Bahn (Skeena im Aussichtswagen - ein Genuß!) und dann ins Taxi. Die erste negative Überraschung: Taxipreise geradezu astronomisch (war uns aber egal, war vorher bezahlt). Dann die Ankunft auf dem großzügigen Gelände: wunderschön in die Landschaft eingebaut, großzügig angelegt und nicht aufdringlich. Ein Oldtimer, den Hochzeitspaaremieten können, zeigt an, wo das Haupthaus ist.

Rezeption 1. Teil:
Wie üblich in einem luxuriösen Hotel sehr beflissen aber auch sehr beschäftigt. Trotz Vorbuchung war unser Zimmer noch nicht fertig (wir schreiben 16.30 !), außerdem falsch eingerichtet. Nach kurzer Suche im PC fand die Dame dann ein Zimmer, das sogar bezugsfertig war. Warum denn nicht gleich so?

Zimmer 1. Teil:
Ein kräftiger junger Mann lud unser Gepäck (Rundreise, da kommt was zusammen) auf einen golfwagenähnlichen großen fahrbaren Unterstaz, wir passten auch noch drauf, und er kutschierte uns zu unserer Unterkunft, mit einer Reihenhausscheibe vergleichbar, nachbarn hat man nur links und rechts. Er lud sich das gesamte Gepäck auf und schleppte es hinter mir her zur Tür. Überraschung: Das Zimmer war gerade von jemand anderem bezogen worden, der diesen Überfall gar nicht witzig fand. Also zurück auf den Wagen, die Rundreise (Einbahnstraßenprinzip auf einem Großteil des Geländes) zurück zur Rezeption begann.

Rezeption 2. Teil:
Ich griff mir -doch etwas angefressen- die gleiche junge Dame hinter der Rezeption und erzählte, was passiert war. Ups, Computerpanne. Sie fand dann auch ein Zimmer für uns, aber natürlich falsch eingerichtet. Wenigstens war das fertig und wirklich leer. Für diese ganzen Unannehmlichkeiten fragte ich nach "breakfast on the house", also ein kostenloses Frühstück am nächsten Morgen. Sie wollte uns mit einem Drink abspeisen. Kurze Rücksprache mit dem Manager, alles klar. Unsere kanadischen Bekannten, die wir auf dieser Rundreise erst kennengelernt hatten, staunten nur über mein Vorpreschen und den Erfolg.

Zimmer 2. Teil:
Wir fuhren erneut los, ihr werdet es nicht gleuben, genau ein Zimmer weiter als eben gerade lud unser Träger, der sich sein anständiges Trinkgeld redlich verdient hatte, das Gepäck ab. das Zimmer war sehr geräumig, das riesige Bett, es sollten eigentlich zwei sein, so war es vorgebucht, ließ uns beiden und unseren Atemmasken genug Platz. Vorne eine kleine Veranda, wo man in der Abendsonne sitzen konnte, hinten ein kleines "Handtuchgrundstück" für die Morgensonne. Natürlich findet man neben einem Fernseher und Fön auch ein Bügeleisen und Bügelbrett vor, eine Kaffemaschine mit Kaffeepads gehört hier einfach zur Standardausstattung.

Gelände:
Großzügig! Es hat einen eigenen großen Golfplatz, die Lodge liegt an einem kleinen See, den man auf einem schönen Wanderweg umranden kann, wenn man mindestens zwei Stunden Zeit hat. Die hatten wir nicht ganz, aber einen langen Spaziergang ließen wir uns nicht nehmen. Eingebettet in die Rocky Mountains und bei strahlendem Sonnenschein war das einfach ein herrliches Erlebnis. Natur pur, an den Durchgängen nach "draußen" die Wildbremsen, sonst rennen die Hirsche und Elche durch den inneren Teil. Die Golfer müssen mit diesen Mitspielern leben. Aber man ist ja in Kanada.

Restauration:
Es gibt mehrere Restaurants, aber bis auf eins, alle nur per Voranmeldung nutzbar. Mach das mal, wenn du im Zug sitzt! Das eine war dann auch nur so in der Hotellobby. Aber das Essen schmeckte gut, es war bezahlbar, weil der Euro auch schon 2007 hoch stand. Und die Lobby ist sehenswert. Ein riesiger Kaminplatz (im Sommer natürlich nicht prasselnd) macht Vorfreude auf die Lodge im Winter.

Frühstück:
kostenlos, wie schön! Man hatte die Auswahl zwischen verschiedenen Frühstücksvarianten, Eier, Speck, Toasts, Pfannkuchen, Obst usw., typisch für den Westen Kanadas.

Abschied:
wehmütig, hier wären wir gerne einen oder zwei Tage mindestens länger geblieben, aber so eine Rundreise lässt das ja leider nicht zu. Dafür hatten wir dann am nächsten Tag in Banff einen ganzen Tag extra.

5 Sterne müssen es sein.

Fazit: Wo bleibt der Lottogewinn, damit ich mir dort mehr als eine Nacht leisten kann?