Sunparks Oostduinkerke
Dem schlechten Wetter getrotzt - Sunparks Oostduinkerke Hotels international

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Dem schlechten Wetter getrotzt
Sunparks Oostduinkerke

dik1609

Name des Mitglieds: dik1609

Produkt:

Sunparks Oostduinkerke

Datum: 26.12.16

Bewertung:

Vorteile: Günstiger Ferienspaß mit vielen Aktivitäts-Möglichkeiten

Nachteile: Recht weite Anreise

Der Opa hatte eine gute Idee: In den Herbstferien des vergangenen Jahres sollte ein gemeinschaftlicher Kurzurlaub angetreten werden - nämlich mit ihm selbst, dem Sohn, dessen Partnerin und den beiden vier- und sechsjährigen Enkelkindern. Und irgendwie hatte der Großvater wohl auch erklärt, dass er die Kosten dafür übernehmen werde. Aber so schlimm war das nicht, denn es stand keine Flugreise an, sondern es ging per Auto an die belgische Nordseeküste. Über den dortigen Sunpark, in dem wir knapp fünf Tage zubrachten, soll hier nun berichtet werden.

Die Buchung
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Natürlich wurden erst einmal im Internet Ideen eingeholt, wobei einer der vier belgischen Sunparks schon im Geiste als Ziel vorgesehen war. Ausführliche Informationen und natürlich eine Buchungsmöglichkeit gibt es unter www.sunparks.com - und genau dort wurde auch das Feriendomizil festgemacht. Und weil der Opa sich ja nicht lumpen lassen wollte, wählte er das "Exclusive Ferienhaus" aus, das geringfügig teurer ist als das "Select Ferienhaus", dafür aber schon über einen inkludierten Bettwäscheservice und ein Handtuchpaket verfügt. Gebucht wurde ein entsprechendes 6-Personen-Haus mit drei Schlafzimmern, für das der Grundpreis für die Zeit von Montag bis Freitag genau 529,00 Euro beträgt - darin enthalten ist übrigens auch der Eintritt ins Aquafun, das während des Aufenthalts beliebig oft besucht werden kann. Zum Grundpreis hinzu kam noch eine Kurtaxe in Höhe von 53,40 Euro, während der Frühbucherrabattt in Höhe von 105,80 Euro wieder abgezogen wurde, was einem Endpreis von 476,60 Euro entspricht. Und der erscheint mir mehr als akzeptabel, bedeutete er doch in unserem Fall, dass pro Person und Nacht nur etwas weniger als 24 Euro zu bezahlen waren. Eine Anzahlung in Höhe von 20 Prozent übrigens war unmittelbar nach der Buchung fällig, der Restbetrag rund vier Wochen vor Reisebeginn. Die Buchungsbestätigung und Rechnung erreichten mich jeweils per Mail, weitere Unterlagen auf dem postalischen Weg gab es nicht. Die ausgedruckte Buchungsbestätigung galt auch als Anreisedokument.

Unsere Ankunft
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Ich bin wohnhaft in der Nähe von Bielefeld - unser Weg bis an die belgische Nordseeküste war ziemlich genau 500 Kilometer weit. Aber wir gönnten uns eine entspannte Anreise, schließlich sollten die Kinder nicht stur im Auto sitzen, sondern während der Anreise über Eindhoven und Antwerpen auch Pausen bekommen. Gegen 16 Uhr erreichten wir den Sunpark, der übrigens sehr leicht zu finden war und nur etwa drei Kilometer von der Autobahn-Abfahrt entfernt liegt. Vor Ort ging alles sehr schnell: Ein Bediensteter des Parks stand bereit, stellte schnell fest, dass unsere Zahlung komplett eingegangen war und händigte uns all das aus, was wir benötigten: Zwei Schlüsselkarten für unser Ferienhaus, eine Wegbeschreibung dorthin, eine Erlaubnis für den Parkplatz, die Eintrittskarten für das Schwimmbad sowie einiges Informationsmaterial. Und schon saßen wir wieder im Auto und legten die wenigen 100 Meter zu "unserem" Haus zurück, wo das Kraftfahrzeug entladen wurde, um anschließend auf einem nahe gelegenen Parkplatz abgestellt zu werden, denn im Park selbst gibt es außer an An- und Abreisetagen keinen Fahrzeugverkehr - abgesehen von einigen Elektroautos des Service-Personals. Hier noch die Anschrift des Parks: Sunpark Oostduinkerke, Polderstraat 158, 8670 Oostduinkerke, Belgien.

Unser Ferienhaus
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Der eineinhalbgeschossige weiße Klinkerbau, in dem wir die nächsten Tage und Nächte verbringen wollten, sieht von außen nicht besonders aufregend aus. Aber immerhin war auf der Rückseite des Hauses, das von Rasenfläche umgeben ist, eine schöne Terasse mit Tisch und Sitzgelegenheiten für sechs Personen sowie zwei Liegen und einem Außen-Kamin zu entdecken.

Über die Ausstattung des Hauses mit 85 Quadratmetern Wohnfläche hatte ich mich vorab schon im Internet informiert - und hier gab es keine unliebsamen Überraschungen. Im Erdgeschoss gibt es nur vier Räume, von denen einer - nämlich das WC - kaum Platz einnimmt. Ein Sauna-Raum mit Infrarot-Sauna wurde von uns etwas zweckentfremdet, er diente den Kindern als Schmutz-Schleuse. Im Erdgeschoss gibt es zudem ein Badezimmer mit Doppel-Waschbecken und Badewanne sowie Duschmöglichkeit in derselben. Sogar jeweils eine kleine Flasche mit Duschbad und Shampoo waren hier bereit gestellt. Die Heizung des gesamten Hauses kann durch ein Thermostat im Wohnbereich geregelt werden.

Den meisten Raum des Erdgeschosses nimmt allerdings ein Wohnzimmer mit Essbereich und Küchenzeile ein. Natürlich war und ist hier kein Luxus zu erwarten, aber dennoch wirkte all das ganz gewiss nicht ungemütlich. Um einen Couchtisch sind Sofas gruppiert, die uns fünf Personen problemlos Platz boten und von denen aus es einen guten Blick zum kleinen Flachbild-Fernseher gab, der allerdings keine deutschen Programme bereit hielt. An den Fernseher angeschlossen aber war ein DVD-Player - und der Opa hatte vorsorglich ausreichend Filmmaterial mitgebracht. Ein offener Kamin, der bei uns an jedem Abend mit vor Ort gekauften Brennscheiten in Gang gesetzt wude, sorgte für Behaglichkeit. Ein großer Esstisch bot (natürlich!) Platz für sechs Personen, wobei sich auch hier die Sitzmöglichkeiten als durchaus angenehm erwiesen. Bestens ausgestattet war der Küchenbereich, in dem neben einem Herd, einem großen Kühlschrank mit Gefrierfach und einer Spülmaschine (für die auch entsprechenden Tabs bereit lagen) auch eine mit Grillfunktion ausgestattete Mikrowelle, eine Filter- und eine Pad-Kaffeemaschine, ein Toaster, ein Wasserkocher und eine elektrische Zitruspresse zu finden waren. Geschirr, Gläser und Besteck waren mehr als ausreichend vorhanden - auch solche Dinge wie ein Korkenzieher oder ein Pfannenwender fehlten nicht - ebenso wenig wie Töpfe und Pfannen in unterschiedlicher Größe.

Übrigens: Für Familien mit Kleinkindern stand auch ein Babystuhl bereit - der aber wurde von uns eher als Garderobe benutzt, obwohl es im Flur des Hauses eine solche auch gab. Auch das verfügbare Baby-Reisebett wurde von uns nicht genutzt.

Über eine Wendeltreppe geht es in den 1. Stock, wo sich die drei Schlafzimmer befinden. Die haben allesamt ein Schrägdach, was zum Teil das Aufstehen gefährlich erschienen ließ. Ausgestattet sind alle drei Zimmer mit zwei zusammen geschobenen Einzelbetten, einem Schrank, einer Garderobe mit Kleiderbügeln und zwei allerdings sehr kleinen Nachtschränken. Eines der drei Zimmer verfügte zudem über einen weiteren Flachbild-Fernseher - diesen Raum überließ ich der mittleren Generation. In einem weiteren Schlafzimmer ist ein Safe untergebracht. Wichtig ist, dass die bezogenen und mit jeweils zwei Kopfkissen ausgestatteten Betten sich als sehr angenehm erwiesen und erholsamen Schlaf garantierten. Im 1. Stock ist zudem ein zweites Badezimmer zu finden, das vorwiegend von mir genutzt wurde. Neben Waschbecken und WC ist hier eine recht große Duschkabine zu finden, in der auch eine Regendusche angebracht ist. Der bereit gehaltene Fön dagegen musste von mir mangels Haupthaarmasse nicht genutzt werden.


Das Schwimmbad
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Ist doch klar: Neben der Unterkunft war das Schwimmbad das Wichtigste für die Enkelkinder. Natürlich wurde das täglich besucht - und es machte Spaß, sich hier etwas auszutoben. Einlass ins Bad, das am Morgen um 10 Uhr öffnet, fanden wir durch die mit Strichcodes ausgestatteten papiernen Karten im Scheckkartenformat. Es ging eine Treppe hinab - und schon standen wir vor einer unendlich wirkenden Reihe von Umkleidekabinen, an die sich eine ebenso große Reihe von abschließbaren Schränken anschloss, die gegen ein Pfand-Entgelt von einem Euro genutzt werden konnten. Und dann ging es auf dem gefliesten Boden weiter Richtung Wasser, wobei der Weg noch von einer Duschmöglichkeit sowie den Toilettenanlagen unterbrochen wurde. Dann aber ging es eine Treppe hoch - und ich stellte zu meiner Überraschung gar nicht den verhassten Chlor-Geruch fest, sondern sah eine liebevoll gestaltete Landschaft, die subtropisches Flair verbreiten sollte. Hier stand unter einer lichtdurchlässigen gläsernen Kuppel eine Palme, dort ein nachgemachtes altes Piratenboot. Bäume, Säulen, Blumen, Steine und ein Wasserfall - ja, das sah alles sehr, sehr schön aus. Natürlich gibt es ein Planschbecken für die ganz kleinen Gäste, dazu eine große Wasserfläche mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich. Besonders gefiel mir der Strömungskanal, in dem sich der Badegast auch ohne eigene Bewegung treiben lassen konnte. Diverse Whirlpools, die Möglichkeit, auch den Außen-Schwimmbereich durch eine kleine Schleuse zu erreichen und Rutschen in allen möglichen Größen garantierten Badespaß, wobei die größten Rutschen sich allerdings für Kleinkinder als ungeeignet erwiesen - sie sind zu steil und zu lang. nach einem akustischen Signal kamen Wellen ins Schwimmbad - für Abwechslung war hier gesorgt. Und natürlich gibt es eine ausreichende Zahl an Sitz- und Liegemöglichkeiten am Beckenrand, wobei das Schwimmbad in der Zeit unseres Besuches allerdings erfreulicherweise nur mäßig besucht war - in der Hauptsaison kann es hier eng werden. Kurzum: Der Badespaß war perfekt, die Kinder mussten jedes Mal ziemlich überredet werden, um das Schwimmbad wieder zu verlassen.

Dem Schwimmbad angeschlossen ist zudem ein Sauna- und Wellness-Bereich, über den ich hier allerdings nicht berichten kann, weil er von uns nicht besucht wurde. Der Zugang zur Sauna kostet für Parkgäste 17 Euro, Massagen gibt es ab 25 Euro.

Die Parkanlage selbst
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Der Sunpark Oostduinkerke ist meines Wissens nach der älteste der vier belgischen Sunparks, die übrigens inzwischen allesamt zur CenterPark-Gruppe gehören. Leider weiß ich nicht um die Geschichte dieses Parks, der aber landschaftlich schön gestaltet ist, wobei sich die Ferienhäuser um einen großen See gruppieren, von dem ich annehme, dass er schon vor dem Baubeginn vorhanden war, und der schöne kurze Spaziergänge über einen mit Ruhebänken ausgestatteten Rundweg ermöglicht - im Sommer kann auf diesem See auch mit Tretbooten das Wasser genossen werden.

Was ich merkwürdig fand: Nicht alle Häuser des Parks scheinen angemietet werden zu können, einige von ihnen sind wohl Privatbesitz. Und an einigen dieser zum Teil sehr schönen Häuser hingen auch Schilder, die verkündeten, dass sie zum Kauf stehen. Viel Grün in Form von Hecken, Büschen und Bäumen lassen beim Gast den Eindruck entstehen, in einer gewachsenen Parklandschaft zu wohnen. Direkt hinter unserem Haus zum Beispiel stand unter anderem auch ein Apfelbaum, der dafür sorgte, dass wir für den Erwerb von Obst kein Geld ausgeben mussten. Einige frei laufende Katzen sorgten bei den Kindern für mehr Begeisterung als die Spielplätze und die sehr schöne gestaltete Minigolfanlage, für deren Benutzung fünf Euro pro Person fällig sind.

Im Zentrum des Parks gibt es ein großes überdachtes Gebäude, in dem die Rezeption, ein Supermarkt mit ganz normalen belgischen Preisen, mehrere Restaurants einschließlich eines Pizza-Take-Aways sowie Außen-Gastronomie, ein kostenlos zu nutzendes Indoor-Kinder-Abenteuer-Spielparadies mit Spiel- und Kletterspaß auf 800 (!) Quadatmetern und eine Passage mit Spielmöglichkeiten wie Renn-Simulator oder auch Air-Hockey zu fnden sind. Im geschmackvoll eingerichteten Haupt-Restaurant übrigend wurden für das Buffet 23,50 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 8,50 Euro (Kinder) verlangt, das Frühstücks-Büffet schlug mit 11,50 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 5,50 Euro zu Buche. Die Gastronomie des Parks haben wir entsprechend nur für das eine oder andere Getränk (die Kinder liebten das Joghurt-Getränk Fristi!) und einmal für Pizza zum Mitnehmen, die ab 11 Euro erhältlich war, genutzt. Ansonsten haben wir die Lebensmittel selbst im Ferienhaus zubereitet, wobei alles, was wir nicht dabei hatten, problemlos im Supermarkt erhältlich war. So holte der Opa dort auch jeden Morgen frische Brötchen, wobei er nach der ersten Übernachtung etwas zu früh vor Ort war, um festzustellen, dass der Supermarkt erst um 8 Uhr öffnet. Spielzeug, Souvenirs, Zeitungen und Zeitschriften, Badebekleidung und eine große Auswahl belgischer Biere sowie internationaler Weine sind hier ebenfalls erhältlich. Im Gastronomie-Bereich des Park-Zentrums übrigens gibt es kostenlos zu nutzendes W-Lan, eine ausreichende Zahl an Steckdosen ist vorhanden.

Natürlich gibt es im Park selbst auch solche selbstverständlichen Dinge wie Müll- und Glascontainer, zudem sogar einige Hunde-Toiletten. Schließlich und endlich werden auch viele allerdings größtenteils gebührenpflichtichtige Sportmöglichkeiten angeboten. Das beginnt bei Außen-Tennisplätzen, die eine Stunde lang kostenlos genutzt werden können, geht über Indoor-Tennis (17,50 Euro pro Stunde), Badminton und Squash (13,00 Euro), Tischtennis (5,00 Euro), Bowling (17,50 Euro) und Pool-Billard (3,00 Euro pro Spiel) bis hin zum Verleih von Fahrrädern und Go-Karts, wobei sogar Fahrräder mit Anhänger und sogenannte Familien-Räder gemietet werden können.

Die Umgebung
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Irgendwie ist die belgische Nordseeküste in Deutschland als Reiseziel kaum bekannt - dabei ist die wunderschön und hat viele mondäne Badeorte. Vom Sunpark Oostduinkerke sind es nur etwa 3 Kilometer bis zum breiten Sandstrand, an dem sich viele Dünen sowie natürlich Cafés und Restaurants finden lassen. Grundsätzlich wäre auch ein Spaziergang oder eine kurze Fahrradtour zum Strand möglich gewesen - wir allerdings erreichten den ebenso wie die netten Orte Oostduinkerke, Koksijde und Nieuwpoort, in denen sich auch viele interessante Einkaufsmöglichkeiten finden, mit dem Auto. Spaziergänge am Strand oder Angeln sind in unmittelbarer Nähe des Parks möglich. Die 25 Kilometer entfernte Stadt Brügge ist einen Ausflug wert, ein kurzer Abstecher nach Frankreich problemlos möglich - die Grenze ist nur rund 10 Kilometer entfernt. Und wer noch einen weiteren Länderpunkt sammeln möchte: Bis ins französiche Dünkirchen sind es nur rund 30 Kilometer - und von dort aus gibt es Fähren nach England. . .

Neben dem wunderschönen Strand besuchten wir aber in erster Linie einige Geschäfte. Belgien ist hierzulande ja in erster Linie bekannt für Pommes Frites und Pralinen - und natürlich gibt es Pralinen-Geschäfte in Oostduinkerke, Koksijde und Nieuwpoort mit herrlichsten Leckereien, denen auch wir nicht zu widerstehen vermochten, wobei diesbezüglich die Preise geringer ausfielen als von mir erwartet. Und direkt vor der Einfahrt zum Sun-Park gibt es ein Restaurant mit angeschlossener Frituur, die hierzulande wohl als Pommes-Bude bezeichnet würde. Auch die musste von uns heimgesucht werden, wobei für die Erwachsenen Frikandel spezial (eine Mischung aus Wurst und Frikadelle mit Ketchup, Majonaise und frischen Zwiebeln) sowie herrliche belgische Pommes Frites, für den Nachwuchs jeweils eine Kinderbox geordert wurden: Ja, auch das gehört zu einem Urlaub in Belgien zwingend dazu und schmeckte einfach hervorragend - das Kalorienzählen darf da ruhig einmal vernachlässigt werden.

Meine Meinung
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Die Urlaubsplanung hatte einst damit begonnen, dass mein Sohn erklärte, in den Herbstferien mit den Kindern verreisen zu wollen, wobei er sich die Türkei als Reiseziel ausgedacht hatte. Meine Enkelkinder allerdings waren im gleichen Jahr schon mit ihrer Mutter in Tunesien gewesen und ich behauptete, dass für das sechsjährige Mädchen und den vierjährigen Jungen zwischen Tunesien und Türkei gar kein Unterschied bestehe. Sofort schlug ich stattdessen den Besuch eines Ferienparks vor, zumal der meiner Meinung nach den großen Vorteil habe, dass die Kinder sich, wenn sie denn etwas Ruhe brauchen, nicht nur in einem Hotelzimmer aufhalten müssen, sondern eben ein ganzes Haus einschließlich des Wohnzimmers zur Verfügung hätten. Meine Argumentation überzeugte den Vater der beiden sehr schnell, allerdings teilte er mir kurz nach dem voraus gegangenen Gespräch mit, dass er sich im Internet schlau gemacht hatte und diese Parks viel zu teuer seien. Natürlich fragte ich, bei welchen Parks er denn nachgeschaut habe. "Centerparks" lautete die Antwort, und der Hinweis, dass dort rund 1.000 Euro für einen Aufenthalt von Montag bis Freitag zu bezahlen seien, folgte sofort. Also setzte sich der Opa vor den PC und fand die oben ausführlich beschriebene Alternative, auf die sich alle Beteiligten schnell einigten, zumal ja auch noch die Zusage zur Kostenübernahme durch den Großvater folgte.

Meine bei der Reiseplanung vorgestellte Argumentation erwies sich im Nachhinein als goldrichtig. Ich erinnere mich noch sehr gern daran, wie die Kinder durchs Wohnzimmer sprangen und spielten, wie sie mit Begeisterung die mitgebrachten DVDs verfolgten und wie alle Beteiligten das warme Kaminfeuer im Ferienhaus genossen. Das erwies sich für uns als perfekt, denn im Bereich Ausstattung mangelte es hier an nichts. Und selbst das vergleichsweise schlechte Wetter mit niedrigen Temperaturen und immer wieder auftretenden Regenfällen vermochte die gute Laune nicht zu verderben, weil wir einerseits im Haus ausreichend Platz und durchaus auch Rückzugsmöglichkeiten hatten (der Opa wollte ja auch einmal in Ruhe seine mitgebrachten Bücher lesen), weil sich das Schwimmbad des Sunparks zudem als besser als jeder Hotel-Pool erwies und weil schließlich auch das Indoor-Kinder-Abenteuer-Spielparadies Begeisterung bei den Zwergen hervorrief. Dass der Opa endlich einmal so richtig Zeit für seine Enkelkinder hatte, mit ihnen spielte, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer auf DVD anschaute und auch einmal ein Buch vorlas, trug zur guten Laune bei. Und das Wetter? Was gibt es denn eigentlich Schöneres, als bei starkem Wind am Strand spazieren zu gehen und anschließend bei einem guten Capuccino das Strandleben zu beobachten? Wir jedenfalls haben es genossen und das Wetter entsprechend gar nicht als so schlecht empfunden.

Ich denke, dass die belgischen Sunparks eine wunderbare und vor allem bezahlbare Alternative zu anderen Urlaubsformen darstellen, wobei übrigens meines Wissens nach der Park in Oostduinkerke so ziemlich der teuerste von allen ist. Und wer dann sogar noch die Möglichkeit hat, außerhalb der Schulferien einen dieser Parks zu besuchen, der wird für sehr wenig Geld einen schönen Kurzurlaub machen können. Natürlich ist dem von uns besuchten Park sein Alter anzumerken, aber seitens der Park-Leitung wird offenbar alles Erdenkliche getan, um ihn attraktiv zu gestalten - das von uns genutzte Haus zum Beispiel schien erst kürzlich renoviert worden zu sein, seine Ausstattung darf einfach nur als perfekt bezeichnet werden. Was aber das Wichtigste für mich selbst war: Allen vier Mitreisenden hat dieser außerordentlich harmonisch verlaufene Urlaub so gut gefallen, dass schon bei der Rückfahrt laut darüber nachgedacht wurde, so etwas doch einmal zu wiederholen. Der einzige Nachteil für uns war die vergleichsweise weite und lange Anreise nach Oostduinkerke - aber wir könnten ja beim nächsten Mal auch den Park Kempense Meren besuchen, zu dem der Weg rund 200 Kilometer kürzer ist, weil er direkt hinter der niederländisch-belgischen Grenze und nur wenige Kilometer von Eindhoven entfernt liegt.

Fazit: Für Familien mit kleinen Kindern perfekt

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