
Neuester Testbericht: ... Aircondition den ganzen Tag (Tag und Nacht) mit Volldampf gekühlt hat . Der Fernseher hatte sofort bei Ankunft zwei Mängel. Zum einen w... mehr
Allein unter Palmen - Siam Residence Ko Samui
Hotel Siam Residence de Luxe (Suratthani)

Name des Mitglieds: catweazlecat
Produkt:
Hotel Siam Residence de Luxe (Suratthani)
Datum: 15.02.02, geändert am 10.04.04 (316 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Traumhafte Anlage, Erholung pur
Nachteile: Etwas abgelegen, kaum gastrononische Alternativen
Auf der Suche nach dem perfekten Urlaubsdomizil für mich und den ständig gestressten besten Ehemann von Allen im sonnigen Thailand, stiess ich im Internet irgendwann auf die Anlage "Siam Residence de Luxe" auf der Ostseite der Insel Ko Samui am Lipa Noi Strand.
Bereits beim Betreten der hoteleigenen Homepage erklingt das Meeresrauschen sowie Vogelstimmen und die Eingangsseite zeigt einen romantischen Blick auf die Hotelanlage, das Wasser und die untergehende Sonne. Weiterhin wird dort darauf hingewiesen das diese Hotelanlage als Drehort eines Films mit dem Namen "Eine Insel zum Träumen" mit Ottfried Fischer, Reinhard Fendrich sowie Barbara Wussow diente.
Beim Betreten der deutschen Seiten erfährt man u.a. das die Anlage unter österreichischer Leitung steht, es dort ausschliesslich 85qm grosse Villen zum Bewohnen gibt, des weiteren Infos zu Hotel und Umgebung (Strand, Aktivitäten etc.) sowie natürlich eine Preisinformation.
Alles sah wirklich sehr schön und gepflegt aus, die Häuser entsprachen unseren Erwartungen und so kam es das wir dort den Aufenthalt für eine Woche buchten.
Das ging per e-mail problemlos. Die Reservierung ist in Österreich, daher auch sprachlich keine Barriere vorhanden. Man hinterlegt eine Kreditkartennummer oder Abbuchungserlaubnis, denn direkt bei Buchung wird bereits 50% des Übernachtungspreises abgebucht. Finde ich persönlich etwas eigenartig aber nachvollziehbar, da es nur 20 Villen gibt und diese natürlich nicht unnötig geblockt werden sollen.
Wir vereinbarten einen Abholservice mit dem hoteleigenen Minibus direkt vom Flughafen in Ko Samui und machten uns Anfang Januar 2002 auf den Weg dorthin.
Wie vereinbart wurden wir direkt am Flughafen mit Namensschild erwartet und in etwa 30 Minuten per PKW ins Hotel gebracht.
Bereits auf dem Weg dorthin fiel uns auf das die letzten 3km kaum Tourismus herrschte und man fast nur an einheimischen Hütten oder kleine
ren Lebensmittelläden vorbeifuhren. Am Hotel angelangt wurden wir sehr herzlich begrüsst und wir wurden durch die Anlage in unser Haus begleitet.
Der Weg führte uns durch eine gut gepflegte Gartenanlage mit Hecken und Büschen die in Tierform zurechtgeschnitten waren und abends mit kleinen Lämpchen beleutet werden. Es fanden sich Elefanten, Giraffen, Rehe etc. am Wegesrand. Alles in Allem herrschte eine himmlische Ruhe, die Sonne schien und man konnte durch die Häuserreihen das Meer sehen.
Wir hatten uns für einen Garten-Bungalow entschieden da diese doch noch 20 US$ pro Nacht preiswerter waren als die Bungalows direkt am Meer. War eine weise Entscheidung, denn wirklich direkt am Strand steht keines der Häuser. Nur die 3 Villen in der ersten Reihe haben direkten Meerblick, liegen aber etwa 50m vom Strand entfernt.
Im Haus angekommen fühlten waren wir über die Geräumigkeit überrascht. Wir wussten zwar das es 85qm sein sollten, diese waren aber gut verteilt. Ein Wohnzimmer mit Ledermöbeln, ein kleiner Schreibtisch, eine kleine 2-Personen-Essecke, nebenan das Schlafzimmer mit zwei Betten und Baldachin. Die Betten hätten von der Grösse einer durchschnittlichen 4Personen-Familie genügt, auf den Nachttischchen frische Orchideen. Nebenan das Bad, etwa 20qm gross mit separater Toilette, Dusche und inmitten des fast komplett verspiegelten Raumes ein Riesen-Whirlpool in dem man bequem nebeneinander sitzen konnte um sich zu entspannen. Es gab sogar ein Bidet, das hatte ich lange nicht mehr in einem Hotel gesehen. Der Durchgang von Bad zum Wohnzimmer enthielt einen etwa 6qm grossen begehbaren Kleiderschrank, in dem auch der Safe untergebracht war, ausserdem befand sich angrenzend noch eine zusätzliche Gästetoilette. Klimaanlage und TV/Video sollten natürlich auch nicht unerwähnt bleiben.
Das Mobiliar ist sehr thailändisch. Die Tische sind fast ausnahmslos geschnitzt mit Tiermotiven, die Möbel in dunklem Holz sehr ansprechend teils mit Inta
rsien. Einzig der im Schlafzimmer integrierte knallrote Kühlschrank passt nicht so recht zur Einrichtung. Sollte aber kein Problem sein. Dafür ist er geräumig und man kann auch gut selbst gekaufte Getränke mit hineinpacken.
Übrigens sind täglich - wie in den meisten Hotels üblich - zwei Flaschen Wasser im Preis inklusive da man das Leitungswasser nicht trinken soll. Darüberhinaus gab es täglich kostenlos einen frischen Obstkorb mit Ananas, Bananen sowie Rambutan - einer köstlichen thailändischen Frucht die fast erdbeerartig schmeckt und wie Lychee aussieht wenn man sie aus der stacheligen Ummantelung ausgepackt hat.
Nachdem wir also unsere Koffer untergestellt hatten ging es einmal durch die Anlage, die man mit nur wenigen Schritten durchschreiten kann. Es gibt 4 Reihen Bungalows, die hintereinander aufgestellt sind. Jedes Haus hat vor dem Eingang eine kleine Veranda mit Tisch und zwei Stühlen. Zu unserer Zeit waren nur etwa 6 Häuser belegt, deshalb auch die himmlische Ruhe überall.
Man läuft über kleine Wege Richtung Strand und kommt am schön angelegten Pool vorbei an dem sich wirklich kaum jemand aufhält. Weder innen noch aussen, liegt doch etwa 20m weiter der Strand mit eigenen Liegen noch auf dem Rasengrundstück direkt davor. Der Pool ist im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, da der schwarz gefliesst ist und man doch meist erwartet bis auf den Grund sehen zu können. Da das Wasser aber pikobello sauber ist und der Pool ständig gepfegt wird gewöhnt man sich daran sehr schnell. So passt er aber auch besser in die Landschaft und sticht nicht extrem hervor. Sehr schön angelegt.
Weiterhin befindet sich ein paar Schritte weiter eine Tischtennisplatte, ein Kinder-Klettergerüst mit Schaukel sowie eine kleine offene überdachte Hütte in der man sich tagsüber für 300BHT pro Stunde (etwa 7,5€) massieren lassen kann. Die Masseuse ist überaus freundlich und spricht gut englisch.
Auf der anderen Seite der Anlage befi
ndet sich das hoteleigene offene Restaurant das nur durch ein palmwedelgedecktes Dach geschützt ist und nur wenige Meter vom Meer entfernt liegt. Sehr schön - vor allem auch abends - bei einem der spektakulären Sonnenuntergänge. Die angebotenen Speisen sind sehr vielfältig. Es gibt thailändische sowie amerikanisch/europäische Gerichte die überwiegend richtig gut geschmeckt haben. Leider war es dadurch das so wenig Hotelgäste dort waren meist sehr ruhig im Restaurant und man war fast immer alleine mit den freundlichen Bedienungen. Frühstück gibt es dort auch, hatten wir aber nicht gebucht. Uns wurde Büffet für 10 US$ angeboten, vor Ort allerdings darauf hingewiesen das es sich ja nicht lohnt wegen ein paar Gästen ein riesiges Büffet aufzubauen, das ist nachvollziehbar. Weiss allerdings nicht wie es gehandhabt worden wäre wenn wir es vorab gebucht hätten. Es gibt aber auch eine normale Frühstücks-Speisekarte von der man dann die obligatorischen Continentalen oder Amerikanischen Frühstücke bestellen kann. Natürlich auch nur Teile davon.
Die Rasenfläche der Anlage reicht direkt bis an den feinsanden Strand herunter. Es gibt genügend Liegen, die paarweise direkt an der Rasen/Sandgrenze aufgestellt sind mit je einem Sonnenschirm daneben. Wir haben es nie erlebt das mehr als 8-10 Liegen belegt waren. Meist eher sogar weniger. Kinder waren während unseres Aufenthaltes nur 2 da, die etwa zwischen 8-12 Jahren alt waren. Es scheint als würde die Anlage überwiegend von Paaren - auch für die Hochzeitsreise - gebucht, da es sehr ruhig und abgelegen liegt und man weder von Strandverkäufern noch sonstigen Anbietern genervt wird und sich aufs Erholen konzentrieren kann.
Allerdings sollte man keinen Strandspaziergang ohne Schuhe unternehmen. Wir sind leider bereits nach kurzer Strecke wieder umgekehrt, da sich anscheinend viele keinen Deut um Glasscherben scheren, die von weggeworfenen Flaschen im Sand steckten. Mit Schuhen kann man aber sehr schön etwa 30 Min wandern.
Der Strand selbst ist sehr feinsandig und etwa 10m breit. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur und das Meer liegt fast wie ein ruhiger See vor einem. Es gibt keine Wellen, die Wassertiefe übersteigt kaum 1m über eine weite Fläche von fast 500m ins Meer hinein. Daher eigentlich ideal für Kinder. Besonders abends bei Ebbe fällt der Wasserpegel auf etwa 20cm und man kann fast Wattwandern, allerdings in völliger Dunkelheit. Man kann dann die Einheimischen mit Taschenlampen im Wasser beobachten während sie Scampis sammeln.
Um das Bild der Anlage zu vervollständigen: Es gibt einen hoteleigenen Tennisplatz, den wir auch gern genutzt haben. Schläger sind an der Rezeption erhältlich, wir hatten unsere mitgebracht. Der Platz ist aus Beton und ist auf einer Seite recht gut durch Palmen geschützt. Nichtsdestotrotz kann man das Spielen um die Mittagszeit natürlich vergessen wegen der direkten Sonne und der teils extremen Strahlung.
Es gibt eine kleine Hütte mit Fittnessequipment, Hanteln, Bank, Expander, Butterfly etc. sind dort in einem Gerät vorhanden. Nebenan gibt es sogar eine kleine Sauna. Die haben wir selbst nicht genutzt da es uns auch so schon warm genug war.
Alles in Allem haben wir den Aufenthalt dort sehr genossen. Das Personal war sehr aufmerksam und überaus freundlich. Man wurde immer mit Namen begrüsst und natürlich wusste jeder in welchem Haus man untergebracht war. Auch waren sie bei Planung von Ausflügen behilflich, man kann auch ein hoteleigenes Boot chartern um den nahegelegenen Marine-Nationalpark zu erkunden.
Wenn man keinen Kontakt zu anderen Gästen pflegen möchte, kann man das problemlos tun. Man hat völlige Ruhe und kann wirklich die Seele baumeln lassen. Für uns war es die Erholung pur! Allerdings würde ich persönlich nicht mehr als 1 Woche dort verbringen. Dafür liegt es mir dann doch zu weit vom Schuss. Es sei denn man hat ständig einen eigenen Mietwagen um sich auf der Insel fortzubewegen. Das Ho
tel bietet zwar einen Shuttle-Service zum nächsten Ort, der Hauptstadt Nathon in etwa 4km Entfernung. Dies allerdings nur 3-4x täglich kostenlos und dann auch nur bis 18.00 Uhr. Danach wird es entweder recht teuer den Service in Anspruch zu nehmen oder man muss für viel Geld ein Taxi nehmen, die dann wirklich versuchen einen absolut überhöhten Fahrpreis zu bekommen. Ist uns einmal passiert und die Taxis haben sich nicht vom Wucherpreis abbringen lassen. Wir hatten zum Glück ein Telefon dabei und haben uns dann eben den immer noch günstigeren Abholservice vom Hotel kommen lassen. Man kann die Strecke von Nathon zwar auch laufen, aber es gibt keine Gehwege und man befindet sich ständig zu Fuss auf der Hauptstrasse und weicht Taxis, Motorrädern und Bussen aus. Ist nicht sonderlich spassig. Vor allem das letzte Stück des Weges - etwa 1km - sind völlig unbeleuchtet und führen durch eine unbelebte Seitenstrasse. War uns nicht sonderlich geheuer.
Die meisten Gäste schienen tagsüber während ihrer Ausflüge zu essen und abends nichts mehr zu sich zu nehmen. Daher war das Restaurant auch meist verwaist. Alternativ bietet sich ein Restaurant in der Nähe an - etwa 5km entfernt - St. John's Seafood. Dort kann man anrufen und wird kostenlos abgeholt und wieder zurückgebracht wenn man mal woanders essen möchte. War wirklich ganz nett dort, vor allem viele Gäste - auch Familien mit Kindern - da dem Lokal eine kleine Bungalowsiedlung angehört.
Sollte man einmal keine Lust haben etwas zu unternehmen, an der Rezeption liegen kostenlos deutsche und englische Videofilme zum Ausleihen bereit die man im Bungalow ansehen kann. Auch bei Regen mal ganz angenehm. Sonst gibt es im TV nur zwei verständliche Sender, nämlich Deutsche Welle und CNN.
Übrigens spricht sowohl die Managerin der Anlage ausgezeichnet Deutsch und Englisch als auch einige der Zimmermädchen oder Kellnerinnen. Da die Managerin selbst eine der Villen ständig bewohnt, ist sie natürlich in der
Anlage auch immer präsent und hält oft für einen kleinen Plausch an um sich über das Wohlbefinden ihrer Gäste zu erkundigen.
Wer nun Lust auf ein paar Bilder bekommen hat. Die Internet-Adresse lautet:
www.siamresidence.com
Dort findet man natürlich auch die aktuellen Preise für Übernachtungen. Diese liegen zwischen € 133 - 245 pro Nacht.
Soweit ich weiss wird die Anlage auch über Meiers Weltreisen angeboten.
Wir werden sicher wiederkommen!
Fazit:
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