Hotel Radisson Lexington (New York)
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Neuester Testbericht: ... ist auch der Times Square in 20 - 30 Minuten zu Fuß zu erreichen. Die U - Bahn befindet sich in unmittelbarer Nähe - ca. 5 Minuten Fußwe... mehr

Okay, aber nicht perfekt
Hotel Radisson Lexington (New York)

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Hotel Radisson Lexington (New York)

Datum: 09.04.08

Bewertung:

Vorteile: Sehr gute Lage, Aussicht, Sauberkeit

Nachteile: Haustechniker, Lautstärke in unteren Stockwerken

New York - meine absolute Traumstadt! Ich bin dort auf meiner Hochzeitsreise gewesen, wir waren 10 Tage direkt in Manhattan. Als Hotel hatten wir uns das Radisson Lexington ausgesucht, da es viele gute Bewertungen bekam im Internet, zudem sehr zentral liegt und so ideal als Start- und Endpunkt von unseren Tagesausflügen dienen konnte. Das Hotel zeigte aber auch einige Schwächen, sodass wir nicht sooo sehr begeistert gewesen sind. Dazu jetzt aber mehr in meinem kleinen Bericht über das Radisson Lexington in New York City!

1. Anreise zum Hotel
2. Check-In
3. Das Zimmer
4. Das restliche Hotel
5. Das Personal
6. Das Essen und Trinken
7. Die Umgebung
8. Preise
9. Fazit


===1. Anreise zum Hotel===

Wir sind von Hamburg über London zum JFK-Airport geflogen; mit British Airways. Und nach all den schlechten Erfahrungen auf dem Hin- und Rückflug waren es auch die letzten Flüge mit BA. Aber das gehört hier jetzt nicht hin.
Da der Flughafen JFK nicht direkt an Manhattan dran liegt, muss man entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, mit dem Auto oder aber sich einen Shuttle-Bus buchen, was wir auch vorab in Hamburg gemacht hatten. Damit ist man in etwa 30 Minuten direkt in Manhattan und recht zeitnah am Hotel. Wir fanden das sehr komfortabel.
Angekommen wurden wir leider nicht empfangen, meine Frau und ich mussten unsere Koffer selbst ins Hotel schleppen, war allerdings auch schon 00 Uhr, da unsere Maschine (sch*** BA, aber dazu später mal ein Bericht) starke Verspätung hatte.

Tja, und dann ging's erstmal an die Rezeption zum Check-In.


===2. Check-In===

Der Check-In Bereich ist recht großzügig gestaltet - leider gibt es keine Möglichkeiten, nach dem Check-In seine Koffer in einen separaten Raum zu stellen, sollte das Zimmer noch nicht fertig sein. Wir waren ja so ca. 0 Uhr im Hotel... und unser Zimmer war noch nicht fertig :-o
Wir mussten etwa 15 Minuten warten, ehe wir auf unser Zimmer durften. Wir mussten es selbst suchen, einen Pagen gab's nicht (keine Ahnung, ob es an der Uhrzeit lag oder einfach am fehlenden Pagen...).

Der ganze Check-In lief dafür zügig ab; wir hinterlegten noch die Kreditkarte für eventuelle Abbuchungen auf dem Zimmer (Telefon in diesem Fall) und waren nach 1-2 Unterschriften für die Keycards fertig. Ganze 10 Minuten hat das dann gedauert. Ob das nun lang oder kurz ist, mag jeder selbst beurteilen. Ich fands recht lang für 0 Uhr und es waren keine anderen Gäste da.


===3. Das Zimmer===

Das Zimmer selbst war im 17. Stock - wir hatten einen guten Ausblick auf die Lexington Avenue und auf weitere Nachbarhotels ;-) Insgesamt hat das Hotel 27 Etagen und 675 Zimmer.

Im Jahr 2000 gewann das Radisson den ersten Preis des Lodging Hospitality Magazin in der Kategorie "best-restaurierte Gästezimmer".

Die Größe des Zimmers lag bei etwa 18-20m², also recht groß. Wir hatten eine Klimaanlage, Fernsehen, Telefon, Internet (aber nicht genutzt), jedoch keine Minibar, was uns sehr verwunderte. Die Fenster ließen sich super abdunkeln, das angrenzende Bad war ausreichend groß mit Badewanne und großem Waschbecken sowie Fenster.

Es gab eine kleine Abstellkammer, wo auch ein Bügeleisen integriert war - schon praktisch.

Die Zimmerlage im 17. Stock kann ich nur empfehlen, da es weiter unten vom Straßenlärm her sehr laut wird. Auch sollte man ein Zimmer wählen, was nicht zu nah an den Fahrstuhlschächten dran ist - diese sind nämlich recht laut.

Das Zimmer an sich ist sauber gewesen, das Bad etwas "verwohnt". Leider haben wir ein massives Problem mit der Klimaanlage gehabt. Diese war undicht und tropfte eine dicke Wasserlache auf den Fußboden (Teppich). Nach 4 Tagen (!) haben es die Techniker immer noch nicht geschafft, das abzustellen. Der Fleck hatte einen Durchmesser von etwa 70cm, also nicht gerade klein. Das "Platschen" nachts hat auch gestört, sodass wir da ein Handtuch hingelegt hatten. Am 5. Tag wurde uns ein anderes Zimmer angeboten, was wir uns auch ansahen. Aber dieses Zimmer war kleiner und der Ausblick war echt Mist, geradezu auf eine hässliche Hauswand vom Nachbarhotel. Wir sind also wieder zurück ins alte Zimmer und haben uns damit angefunden, dass diese Klimaanlage (die tadellos funktionierte) wohl eines Tages einfach abfallen wird. Also die letzten 5 Tage auch mit nassem Teppich geschlafen (war gut fürs heiße Raumklima ;-))

Die Betten waren sehr bequem und groß. Die Decken und Kissen waren auch angenehm.

Der Zimmerservice war sorgfältig und faltet auch die Wäsche zusammen; selbst Schlafanzug usw. Allerdings sollte man 1-2 Dollar Trinkgeld hinlegen. Und wichtig: Dazuschreiben, dass es Trinkgeld ist. Wird Geld einfach nur so hingelegt, nimmt das Personal es nicht mit. Finde ich gut, muss ich sagen.

Einen Safe findet man in besagter Abstellkammer auch vor, groß genug für Dokumente und Uhren usw., aber viel zu klein für Laptops z. B.


===4. Das restliche Hotel===

Die Flure vor den Zimmern sind gut klimatisiert und freundlich ausgestattet. Leider gibt es aber nicht auf jeder Etage einen Einswürfelspender, sodass man mit dem Fahrstuhl das eine oder andere Geschoss fahren muss, ehe man in eine kleine Kammer kommt, in der man kostenlos Eiswürfel ziehen kann. Dies wird die Nachbarzimmer nicht sonderlich freuen, denn es ist echt schweinelaut, wenn die Eiswürfel in den Kühleimer prasseln. Hätte ich da mein Zimmer nebenan gehabt... ich hätte mich echt beschwert.

Zur Hotelanlage gehören ein Restaurant, Bar, Coffee-Shop (Starbucks), Nightclub (kostenloser Eintritt für Gäste des Hotels) und ein Fitnessraum, den wir aber nicht genutzt hatten.

Vor allem die Lobby ist extrem klimatisiert, schweinekalt möchte man fast sagen. Meine Frau zumindest hatte immer gefroren.

Da das Rauchen in der Lobby verboten ist, muss man sich vor das Hotel begeben. Hier hatte sich meine Frau auf die Stufen gesetzt, dies wurde geduldet. Direkt vor dem Hotel steht tagsüber auch ein Angestellter, welcher die Taxis ranpfeift. Praktisch, denn dieses energische Heranholen von Taxis kennt man so aus Deutschland ja eigentlich nicht.

Der integrierte Starbucks-Coffeeshop ist praktisch, aber vor allem morgens stark überlaufen.
Das Restaurant ist teuer, aber lecker. Für ein normales Frühstück mit 2x O-Saft haben wir 50 (!) Dollar bezahlt. Krass, oder?
Die Sushi-Bar hatten wir nicht genutzt, weil irgendwie immer zu, als wir im Hotel waren. Seltsam...

Negativ fielen noch die langen Wartezeiten auf, die man manchmal vor den Fahrstühlen verbrachte - ideal ausgesteuert sind diese wohl nicht.

Gut gefiel uns die Ecke neben der Rezeption, dort ist der Concierge Zuhause. Dazu jetzt aber mehr bei "Das Personal".


===5. Das Personal===

Das Zimmerpersonal ist ordentlich, nimmt Trinkgeld aber nur an, wenn man explizit darauf hinweist, dass es für sie ist.
Die Rezeption ist bemüht, manchmal aber etwas pampig, wenn es um Beschwerden geht (unseren Zimmerwechsel z. B.).
Die Haustechniker haben es in 10 Tagen nicht geschafft, eine leckende Klimaanlage zu reparieren.

Der Concierge gibt dafür hilfreiche Tipps, was man in NYC unbedingt sehen muss und besorgt auch Tickets fürs Theater oder andere Touren. Damit kann man sich echt Wartezeiten ersparen, sehr klasse. Freundlich sind die Herrschaften (ein Mann mit seiner Frau) eigentlich auch - nur manchmal dauert es etwas länger, ehe man an der Reihe ist. Sie nehmen sich halt viel Zeit für den Gast und beachten anscheinend nicht, dass die Warteschlange immer länger wird.

Einen Pagen habe ich in 10 Tagen Aufenthalt nicht gesehen...


===6. Das Essen und Trinken===

Das Essen und Trinken sollte man tunlichst auf außerhalb verschieben. Das Restaurant ist enorm teuer, der Starbucks auch (aufgrund der guten Hotellage). Schräg gegenüber vom Starbucks gibt's aber 2 absolute Topläden, die ich euch zum Essen und Trinken empfehlen kann. Einmal die Pizzeria. Bestellt euch eine große Pizza und ihr bekommt ein Wagenrad, echt wahr. Riesen Karton, locker 40cm Durchmesser der Pizza. Belegt nach eurer Wahl. Um die 10 Dollar billig. Und wirklich lecker, ideal um abends auf dem Zimmer zu essen, wenn man nicht unterwegs ist.

Unser Frühstück haben wir uns 3-4 Läden links neben der Pizzeria geholt. Superleckere (und große) Brötchen mit Rührei und Speck für weniger als 3 Dollar - das ist einfach nur geil gewesen, entschuldigt den Ausdruck. Leckere Brötchen, Sonnenaufgang, die Stadt wirkt hektischer und du mittendrin... einfach unbeschreiblich!

Ansonsten ist 4 Minuten zu Fuß ein Mc Donalds, einfach die Lex hoch Richtung Grand Central. Auf der linken Seite. Nicht abschrecken lassen von der Menschenschlange, die sicher 10 Meter lang war (jedes mal). Ich war nach 7-8 Minuten wieder draußen, da kann sich Deutschland mal ne Scheibe von abschneiden.


===7. Die Umgebung===

Zum Thema Essen und Trinken wisst ihr nun Bescheid.
Die Umgebung ist ideal für Ausflüge zu Fuß. Ich geb mach das jetzt mal in Stichpunkten, weil ich hier keine großen Empfehlungen abgeben möchte, da es eigentlich ein Bericht über das Hotel werden soll und nicht über NYC im Allgemeinen:

- Grand Central Station: 5 Minuten Fußweg
- UNO: 10 Minuten Fußweg
- Empire State Building: 15 Minuten Fußweg
- Nächste U-Bahn: 3 Minuten Fußweg
- Shopping: Direkt auf der Lex
- 5th Avenue (wo's interessant wird): 10 Minuten Fußweg
- Times Square: 15 Minuten Fußweg
- Taxis: Direkt vor der Haustür heranholbar

Wer weiter nach Süden möchte (China Town, Little Italy, TwinTower-Platz usw.) sollte dies per Taxi oder Bahn machen. Zu Fuß geht's auch, hier am besten den Broadway (15 Minuten Fußweg bis dorthin) herunter laufen. Dauert aber sicher 1,5 bis 2 Stunden, darf man echt nicht unterschätzen.

Wir haben eine 7-Tage-Bahnkarte gekauft, so muss man nicht immer lösen. Kostenpunkt bei etwa 25 Dollar - aber es lohnt sich. Ist man mal kaputt, einfach in die Bahn einsteigen und ausruhen. Die Anbindungen sind sehr gut. Die Bahnhöfe an sich sehr heiß (waren im Juli dort), die Bahnen dafür wieder saukalt.


===8. Preise===

Das Radisson Lexington ist in die Mittelklasse einzuordnen, was die Ausstattung anbelangt. Allerdings muss man für die sehr gute Lage mitbezahlen, sodass wir bei 10 Tagen NYC inkl. Shuttle-Bus und Bahn-Karte für 2 Personen bei 3.800 Euro lagen. Hauptsaison, inkl. Flug mit British Airways ab Hamburg über London.

Es geht auf alle Fälle günstiger und sicher auch besser, aber dann muss man meist nach leicht außerhalb oder einfach nur Glück beim Buchen haben. Ich kann aber NICHT empfehlen, außerhalb zu wohnen. Wir wären fast nach New Jersey ins Hotel und hätten dann (was man so in Deutschland schlecht planen kann) täglich rund 1 Stunde Bahnfahrt vor uns gehabt, um von New Jersey ins Herz von Manhattan zu kommen. Und dann vielleicht noch nachts, wo man eh lieber gut besuchte Wege gehen sollte.

Lieber etwas mehr ausgeben und das wahre Leben von NYC einatmen - das geht am Besten im Herzen von Manhattan. Im Finance District kann man auch übernachten, dort ist abends aber echt tote Hose, nix los.


===9. Fazit===

Wir werden wohl in 2009 wieder nach NYC, wieder direkt rein nach Manhattan. Allerdings nicht wieder ins Lex, da die Sache mit der Klimaanlage doch schon sehr merkwürdig war und für den gleichen Preis sicherlich auch Alternativen zu finden sind.

Das Hotel ist nicht schlecht, aber so richtig vom Hocker hat es uns nicht gehauen.

Das Hotel ist geeignet für:

- Kurztrips
- Sightseeing-Fans mit kurzen Fußwegen


Nicht geeignet für:

- Stubenhocker
- Luxus-Hotel-Fans

Fazit: Okay, aber nicht perfekt