Hotel Phoenicia (Valetta)
Hotel Phoenicia - Valettas traditionelles Hotel - Hotel Phoenicia (Valetta) Hotels international

Hotel Phoenicia - Valettas traditionelles Hotel
Hotel Phoenicia (Valetta)

gwendolin

Name des Mitglieds: gwendolin

Produkt:

Hotel Phoenicia (Valetta)

Datum: 22.08.00, geändert am 22.08.00 (483 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: grandioses Hotel

Nachteile: bischen teuer fürs Normalbudget

Das Hotel Phoenicia gehört zu der Le Meridien-Kette und beweist allein daher schon seine Qualität und Preisklasse. Es liegt direkt ausserhalb der Stadtmauern von Valetta am Beginn des Stadtteils Floriana (okay, was wir als Stadtteile abtun ist auf Malta immer eine echte autonome Stadt!) an The Mall. Bei meinem ersten Maltabesuch stand ich immer ehrfürchtig davor und bewunderte dieses majestetische Einod in seinm einladenden Garten, dass sich scheinbar durch nichts und vor allem nicht durch die Hektik des benachbarten Busbahnhofes aus der Ruhe bringen liess. Ein paar Jahre später war mein Reiseetat so erwachsen und konnte sich eine Woche Aufenthalt dort leisten!

Es wurde 1920 erbaut und ist 1992 modernisiert und erweitert worden. Nun besitzt es 136 Zimmer und Suiten. Nach dem Kriege war es für einige Jahre als Hotel geschlossen und beherbergte das britische Militär bzw. seine Generäle. Auch heutzutage ist es noch DAS Hotel für Business und der Präsident von Malta lädt gerne seine Gäste dort ein. So kann es mal passieren, dass man auf einmal recht viele Bodyguards auf dem Hotelflur vorfindet, die auf die benachbarten Zimmer aufpassen.

Die Zimmer selbst sind alle recht gross und schön hell eingerichtet, viele haben einen Balkon. Und man sollte es versuchen ein Eckzimmer in der dritten oder vierten Etage zu erwischen: dann muss man gar nicht mehr das Zimmer verlassen, um die Insel zu besichtigen. Von dort oben aus kann man die ganze Insel (okay, die Hälfte...) bewundern.

Die Lage am Busbahnhof sollte nicht abschrecken, eher im Gegenteil: Maltas Nachtleben ist auf wenige Flecken in den grösseren Hotelzentren begrenzt, vor allem in St Julian, so dass die Busse am frühen Abend nicht mehr fahren. Andererseits ist der Busbetrieb das grösste aktive Verkehrsmuseum der Welt: zwar sind die unzähligen Minor-Autos zwischen meinen zwei Aufenthalten verschwunden, aber die alten Bedford-Busse und anderen Dinosaurier des Personennahverkehrs werden weiter g
epflegt und haben nur einmal komplett die Farbe geändert (von blassgrün in sonnenblumengelb, oder war es andersrum?). Die Busse fahren fast ausschliesslich im Sternverkehr von diesem Platz zu allen Orten der Insel. So dass man als Gast im Phoenicia alle interessanten Sehenswürdigkeiten recht einfach damit erreichen kann. Von anderen Orten muss man meist erst nach Valetta fahren und dort umsteigen. Aber es scheinen in den letzten Jahren ein paar mehr "Querrverbindungen" zwischen den anderen Orten dazugekommen zu sein.

Das Hotel bietet einen wunderschönen Garten mit Pool, Minigolfanlage und einem Kinderspielplatz, so dass man nach stundenlangen Inselerkundungen sich schön dort erholen kann. Das Restaurant bietet gute internationale Küche. Auf maltesische Spezialitäten sollte man sich sowieso nicht freuen: diese bestehen eigentlich aus miserabel zubereiteten von englischer Kochtradition geprägten italienischen oder maghrebinischen Gerichten. Eher schauderlich!

Sehr englisch ist dieses Hotel bei seinem High Tea: in seiner gemütlichen Lobby kann man so seine Sandwiches und Kuchen bei einer guten Kanne Tee geniessen wie auf der grossen (ehemaligen) Schwester-Insel!

Zwar gehört das Phoenicia wie schon erwähnt zur Le Meridien-Kette, aber auf Malta gibt es grundsätzlich grosse Preisunterschiede zwischen Haupt- und Nebensaison. Wenn man darauf achtet, kann man auch hier mal eine Woche zu recht zivilen Preisen gastieren (Puckylein, frag' mich bitte wieder nicht nach den konkreten Preisen; ich habe es damals in London gebucht und kann den Preis wirklich nicht mehr in DM oder Euro rekonstruieren....).

Fazit: