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Neuester Testbericht: ... die Etage fahren. Wobei man sagen muss, dass selbst die Aufzüge gestylt sind. Jede der 4 Kabinen ist innen anders beleuchtet. (rot,orange... mehr
Gestylt aber verstaubt
Hotel Paramount (New York)

Name des Mitglieds: gwendolin
Produkt:
Hotel Paramount (New York)
Datum: 15.11.00, geändert am 30.06.04 (365 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Lage und Styling
Nachteile: dreckig
Es war mal wieder soweit: wir wollten mit Kind und Kegel in die weite Welt ziehen und diesmal stand New York auf dem Programm. Trotz der Warnung aller Reiseführer, dass die Zimmer dort sehr klein sein sollen, trauten wir uns dennoch ein Doppelzimmer mit Zustellbett und Babybett zu buchen. Bei unserer Ankunft standen wir daher vor einem etwas verwirrten Empfangschef: er hatte 2 Doppelzimmer reserviert und unseren ursprünglichen Wunsch könne man nun wirklich nicht erfüllen. Es liess sich dann aber doch alles regeln, indem wir dann eine Suite bekamen -- ohne weiteren Aufpreis! Soweit waren wir dann von dem Service überzeugt.
Dadurch verlängerte sich das Prozedere des Einchecken etwas und unsere Tochter probierte erstmal alle Sitzgelegenheiten in der Halle aus. Ihr Favorit war eine Chaiselongue aus Edelstahl. Sehr zur Überraschung der Angestellten, die meinten jeder Erwachsene würde nach drei Sekunden spätestens aufstehen. Aber zum Verweilen ist die Sammlung von axtbehauenen Ohrensesseln, koreanischen Porzelanhockern und Louis-Seize-Sesseln mit Dobbermannfotoaufdruck auch wohl nicht gedacht. Der weitere Weg zu den Zimmern führt über die Fahrstühle (aussen marokanische Messingverkleidung, innen Farborgien in Orange, Rot, Blau oder Grün).
Zu den Zimmern: in unserer Suite hatten wir wirklich genug Platz für jegliches Spielzeug unseres Nachwuchses, Windelpakete, Klamotenberge, Einkäufe und sogar für die zerfledderte Sonntagsausgabe der New York Times (hat nur noch die Londoner Namensschwester als Konkurrent um den Titel allerdickste Zeitung der Welt...). Mit Wohn-, Schlafraum und 2 Badezimmern kamen wir gut aus! Gestylt war es wie wohl überall im Hotel: weiss über weiss. Weisse Sessel und Sofas mit Lehnen, die auf 2m Höhe endeten. Weisse Marmortische, Stühle, Schränke. Nur wenige Farbkleckse: Edelstahlwaschbecken, Schachbrettmusterteppichboden und der "Ölschinken" als Kopfende vom Bett. Die Heizung funktioniert oder nicht. Wenn dann mit Getöse un
d lautem Zischen, dann aber wohlig warm!
Zum Personal: ich wurde schon stutzig, als der Portier unser Gepäck hoch brachte und ganz verzweifelt unser Zimmer nicht mehr verlassen wollte, als wir ihm kein Trinkgeld geben konnten. Das tut man halt nicht. Er strafte uns dafür in den nächsten Tagen mit Nichtbeachtung und erfüllte auch unseren Wunsch dem Zimmermädchen wg. einem Babybett bescheid zu sagen nicht. Aber am erschreckensten war doch der Blick auf die nackten Füsse unseres Jüngsten am nächsten Morgen: er war eine halbe Stunde durchs Zimmer gekrabbelt und musste zum Schwarzfussindiander ehrenhalber ernannt werden! Staubgesaugt wird nur widerwärtig und schon gar nicht in allen Ecken. Manches Spielzeug, das auf dem Boden lag, hatte seine Position während des Aufenthalts des Zimmermädchen nicht verändert oder Socken und Babyschuhen wurden einfach vom Staubsauger unters Bett geschoben, weil sie gerade im Weg waren. Das Klappsofa war praktischerweise sofort mit Bettwäsche bezogen, aber auch mit den Essensresten der Vormieter. Sehr verlockend!
Zu den Preisen: die Doppelzimmer liegen bei den aktuellen Dollarkurs eher schon bei 400 DM, die Suiten wahrscheinlich bei 1000 DM. Was ich aber viel erschreckender finde, waren die Preise fürs Essen: das nicht sonderlich reichhaltige "continental breakfast" kostet 17 Dollar, "eggs and bacon" 21 Dollar. Das ganze sich auf's Zimmer zu bringen kostet zusätzlich 3,5 USD. Möchte man gerne die Badeserie der Hotelkette kaufen, so kostet jede Flasche 28 USD, 2 Jahre veraltete Stadtführer sind auch in der Minibar zu finden, natürlich auch für sehr stolze 25 USD!
Fazit: Bei den Preisklassen, in denen sich dieses Hotel befindet, steigen viele Geschäftsleute ab. Der Rest gehört zur Gattung "schöner Leute" und die dazugehören wollen. Es ist dennoch eine nette Abwechslung mal so gestylt zu wohnen. Aber die Freundlichkeit des Personals täuscht ein klein wenig über deren Effizienz hinwe
g.
Fazit:
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