Hotel Olimpico (Sithonia)
Hotel Olympico Resort - Hotel Olimpico (Sithonia) Hotels international

Neuester Testbericht: ... sie aber angeboten!!! Die Problematik mit dem Duschen, das Fehlen von Steckdosen und Duschvorhang im Bad blieben auch im neuen Zimmer bes... mehr

Hotel Olympico Resort
Hotel Olimpico (Sithonia)

bea312

Name des Mitglieds: bea312

Produkt:

Hotel Olimpico (Sithonia)

Datum: 21.01.04, geändert am 21.01.04 (288 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: wunderschönes Land, nette Bevölkerung

Nachteile: Hotel katastrophal, mit all-tours nie wieder

Griechenland ist wunderschön, wenn das Hotel es auch gewesen wäre, dann wäre der Urlaub perfekt gewesen.

Wir waren vom 1. September 2003 an 14 Tage in Griechenland, Chalkidiki, im Hotel Olympico Resort. Wir buchten über All-Tours All-Inklusive. Es war ein normaler Preis für ein 3,5 Sterne-Hotel. Wenn die Sterne gerechtfertigt gewesen wären.

Allgemeines:

Bei unserer Ankunft im Hotel (kurz vor 24 Uhr) ließ uns der Busfahrer, der weder deutsch noch englisch sprach, schon 100m vor dem Hotel aus dem Bus heraus. Die schweren Reisetaschen mussten also 100m einen steilen Berg hoch getragen werden. Im Hotel angekommen, mussten die Koffer auch allein auf die Zimmer getragen werden, einen Kofferträger gibt es im Hotel Olympico nicht. Auch wurden die Bedienungen von Telefon/Dusche etc. nicht erklärt, eine Einweisung fand nicht statt, erst nach Nachfragen wurde der Ort zu unserem Zimmer beschrieben und die Essenszeiten angegeben.

Der Pool war nur von 10-18 Uhr offen und in einem ekelerregenden Zustand. Das Wasser kippte öfters um, jeden Tag sah man 5 große Behälter mit chemischen Erzeugnissen unten stehen, die ins Wasser gekippt worden waren. Das Wasser stank immer, auch wenn die Außentemperatur einmal nicht so hoch war. Die wenigsten Leute gingen im Pool baden.

Im hoteleigenen Minimarkt waren die Preise doppelt bis dreimal so hoch wie in der Umgebung. Und das, obwohl die angebotenen Waren von der Qualität her das billigste waren – z.B. das billigste Mineralwasser aus den Supermärkten in Metamorfosis wurde im Minimarkt angeboten. Für Telefonkarten und Briefmarken war der Preis höher als der aufgedruckte auf den Karten/Marken – eine dreiste Abzockerei.

Die ausgepriesene Fernsehecke war nur zu den Mahlzeiten nutzbar, da der Speiseraum, der im übrigen der einzige Aufenthaltsort außer dem Zimmer bei Regen gewesen wäre, zwischenzeitlich nicht betreten werden durfte. Außerdem wurden Programme dann nicht nach der Mehrheit angestellt, sondern eine Person, die nicht All-inklusive gebucht hatte, wurde bevorzugt und durfte den Sender entscheiden.

Zimmer:

In den ersten 3 Tagen hatten wir ein Zimmer mit starkem Schimmelgeruch, das Telefonkabel war lose verdrahtet worden, die Steckdose war nicht in der Wand festgemacht. Das Bad war schon überschwemmt, als wir ankamen. Wir fanden vor: ein extrem verrostetes und undichtes WC-Abflußrohr, Rost- und Stockflecken an der Badewanne, keine Steckdose und kein Dusch-vorhang (was die Überschwemmung verschlimmert), ein undichtes Spülbecken, Plastikwasserhähne. Das Wasser war höchstens lauwarm, meist aber kalt. Man musste duschen, wenn der überwiegende Teil beim Essen war, da sonst der Wasserdruck nicht ausreichend war.

Balkon:

Die Balkons waren so angeordnet wie eine Pyramide, so dass der obere Nachbar herunter sehen konnte. Was aber nicht das schlimmste war. Denn die Balkons hatten ein "Auslaufrohr", wenn Regen oder andere Flüssigkeiten ihn überschwemmten. Durch die Anordnung kam dann natürlich alles Abwasser auf den darunter liegenden Balkon an. Eklig hoch 3. Schimmel und eine weiche Masse aus abgestandenen Wasser und was darin enthalten war entstand.

Auf unseren Druck und Bemühungen der Reiseleiterin bekamen wir nach drei Tagen ein neues Zimmer. Vorherige eigene Bitten um ein anderes Zimmer wurden abgelehnt. Die Rezeptionistin brachte zum Ausdruck, das die untere Etage schlecht sei – trotzdem wurde sie aber angeboten!!!

Die Problematik mit dem Duschen, das Fehlen von Steckdosen und Duschvorhang im Bad blieben auch im neuen Zimmer bestehen. Das Spülbecken war auch hier defekt. Bis der Wasserkasten vollgelaufen war, klang es extrem laut nach einem Bohrer. Deshalb und aufgrund der dünnen Wände traute man sich vielmals nachts nicht auf die Toilette oder konnte nicht spülen.

Die Betten waren viel zu hart, da keine Bettenroste eingelegt waren, sondern nur Pressspanplatten, was zu Rückenschmerzen führte.

Der Dachabschluss endete bei unserem Zimmer nicht mit der Dachrinne, was bei Regen zu Überflutungen führte. Des weiteren waren mehrere Dachziegel lose und standen gefährlich über den Dachrand hinaus.

Ausflüge/Hotelbus:

Der Hotelbus fuhr nur ab 4 Personen. Auch hier gab es Probleme: Einer Familie wurde eine Fahrt nach Nikiti zugesichert, am Reisetag hieß es dann aber plötzlich: „Nein, heute nicht.“. Eine andere Familie hatte den Fahrer gebeten, sie um 13:00 Uhr wieder abzuholen – damit sie zum Mittagessen wieder im Hotel sind. Dies wurde auch so zugesichert. Tatsächlich kam der Bus erst nach 13:30, so das sie Minuten vor Ende des Mittags (kurz vor 14 Uhr) wieder im Hotel waren. Natürlich wurde pünktlich auf die Minute abgeräumt – sie konnten nur ganz schnell im Stehen noch etwas essen.

Wir hatten eine Kassandra-Rundfahrt gebucht und bezahlt (Alltours-Ausflug). Einen Tag vor der Rundreise klingelte abends im Zimmer das Telefon, der Bus wäre voll, es läge eine Überbuchung vor – wir könnten nicht an der Rundreise teilnehmen. Am nächsten Tag erhielten wir unser Geld von der Reiseleiterin zurück – sie teilte uns mit, das sie nicht informiert war darüber. Was ein Witz ist, da sie die ganzen Buchungen verteilte.

Essen und Getränke:

Während unseres Aufenthaltes gab es jeden Morgen das gleiche Frühstück. Die Auswahl war auch sehr gering: je eine Sorte Schnittkäse und Wurst, Cornflakes, überreife (teilweise gärende) Tomaten und Gurken, Oliven aus dem Glas und Pfirsiche aus der Dose, obwohl das typische Anbaukulturen in Griechenland sind. Weiter gab es Quark, Marmelade und übel-riechenden Honig. Die Krönung waren die Ei-Varianten: In Fett eingelegte Spiegeleier, hartgekochte Eier, die manchmal schon offen oder beim Aufschlagen schwarz waren und Rührei. Einmal gab es die vom Vortag aufgetischten Pommes Frites im Rührei untergehoben.

Ähnlich war es beim Mittagessen. Im Wesentlichen gab es immer das gleiche: als Vorspeise wurde immer die gleiche Suppe aufgetischt, in Fett schwimmende Nudeln und Reis, natürlich kalt (nicht einmal lauwarm wie in Griechenland typisch), Mais, Erbsen, Rote Beete, und Blumenkohl aus der Dose, bzw. aus dem Glas – lieblos in einer Schüssel kühlschrankkalt hingestellt. Man sah im Verlauf mehrerer Mahlzeiten, wie diese Glasschüsseln im Bestand abnahmen und konnte so daraus schließen, dass es immer nur wieder hingestellt wurde. Als Fleisch wurden zerlegte Hähnchenteile und zweimal kalter Fisch angeboten. Zum „reichhaltigen“ Nachtisch zählten 14 Tage lang Wassermelone und Götterspeise.

Eine Snackbar gab es nicht, statt Kuchen, wie im Katalog beschrieben, gab es (wenn überhaupt) vertrocknete Kekse, die im Supermarkt 2,50 € kosteten. Daran sieht man, welchen Wert das Essen hatte. Eis gab es nur gegen Extra-Gebühr, natürlich überteuert. All-inklusive ist eben nicht immer alles inklusive!

Zum Abendessen gab es die Reste vom Mittag, nur in anderer Kombination, z. B. Reis mit Mais und Erbsen. Auch hier gab es wiederum Hähnchenkleinteile und zur Abwechslung Leber, die aussah wie Geschnetzeltes. Wer Leber nicht mag, hatte Pech. Der Tzatziki wurde nicht selbst zubereitet, sondern kam aus Eimern angeliefert, was wir beim Müllabtransport sahen. Wir hatten an manchen Tagen schwere Bauchschmerzen und Durchfallerkrankungsprobleme. In den umliegenden Tavernen war das Essen überall hervorragend – reichhaltige Auswahl und eine hervorragende Qualität.

Zum Frühstück gab es verdünnten Kaffee (manchmal so dünn, dass er schwächer war als der Schwarztee), verdünnte Säfte (Apfelsaft sah aus wie Bier) und zwei Sorten Tee (Kamille und Schwarztee). Das Teewasser war nicht heiß genug, damit der Tee gut durchziehen konnte. In den letzten Tagen war kein Kamillentee mehr erhältlich. Die Limonade war stark mit Süßungsmitteln versehen und hatte eine sehr blasse Farbe, was auf Verdünnung hindeutet.

Offene Getränke schmeckten nach Chlor oder Spülmittel, was den Eindruck des Verdünnens bestätigte. Viele Gäste ließen ihre vollen Gläser zurückgehen. Rot- und Weißwein wurde aus den Plastikflaschen serviert, in denen zum Frühstück die stark gesüßte Limonade war. Der Weißwein hatte stets einen erdigen Geschmack, auf dem Ouzo befand sich ein Film (schon in den Ausschenkflaschen), nach Angaben einer Angestellten Eis, aber es schmolz nicht... wir sind der Meinung, das es sich um Reste von Spülmitteln handelt. Getränke zu bestellen war reine Glückssache, entweder man erwischte einigermaßen gute oder die Getränke schmeckten so eklig, dass man nach einem Schluck sofort das Glas wieder zurückgehen ließ (was wie bereits erwähnt sehr häufig vorkam). Diese Mängel treffen auch auf die Poolbar, besonders jedoch auf die Restaurantbar zu.

Das Besteck war oft noch schmutzig, Teller waren noch nass und klebten zusammen. An der Bar war grundsätzlich nur ein Barkeeper, das heißt, man musste in einer langen Schlange anstehen und lange warten, um Getränke zu bekommen. Häufig waren die Gläser alle und die Leute mussten ihre eigenen Gläser mitbringen und bekamen dann Bier ins Schnapsglas, Wein ins Glas wo vorher Orangensaft war, usw. Manchmal erhielt man ein „neues“ Glas, das aber aussah, als wenn es erst gar nicht in der Küche beim Abwasch war.

Die einzige Möglichkeit, nachmittags an Getränke zu kommen, war die Poolbar – bei Regen musste man sich an der Poolbar nach Getränken anstellen, erst an unserem Abreisetag wurde die Poolbar wegen schlechten Wetters geschlossen und nach innen verlegt.

Bezüglich der Zimmer und des Essens/der Getränke wurden die Beschwerden zu Dutzenden an die Reiseleiterin weitergegeben, die sich auch sehr gut bemühte, Einfluss aufs Hotel zu nehmen, aber es änderte sich nichts. Die Probleme sind der Hotelleitung alle hinreichend bekannt, werden aber bewusst nicht behoben.

Bedienung/Personal/Restaurant:

Im Restaurant waren Stockflecken an den Wänden weit verbreitet, was kein Wunder ist, schließlich regnete es an mehreren Stellen herein. Unmittelbar über einigen metallenen Essensbehältern für das Abendbrot war an der Decke ein großer Schimmelfleck. Durch diesen Fleck tropfte es bei Regen in mindestens 2 Essensbehälter. Als es einmal gerade regnete, zogen die Hotelangestellten eilig die Essensbehälter ein Stück zur Seite. Der Schimmelfleck wurde aber nicht beseitigt. Erst als wir zum Frühstück vor den Augen aller Leute dieses Foto vom Fleck machten (was ein Kellner bemerkte), wurde am gleichen Tag die Hälfte der Deckenplatte ausgewechselt. Der Fleck war also mindestens 10 Tage vorhanden. Die Strohmatte, die hinter den Essensbehältern war, wurde übrigens auch erst nachträglich hingehängt, um einige Stockflecken an der Wand zu verbergen.

Die Kellner trugen oft Zivilsachen, der Koch rauchte in der Küche, und ging selbst gerne in den umliegenden Tavernen essen (die anderen Hotelangestellten holten meist ihr Essen auch von außerhalb, wie mehrfach beobachtet wurde). Die Kellner sprachen häufig kein Wort, manche konnten anscheinend weder Deutsch noch Englisch. Als ein Gast wissen wollte, welche Zutaten zu einem guten Tzatziki gehören, wurde er zweimal weiterverwiesen und anschließend konnte die Frage nicht beantwortet werden – weil das Hotel den Tzatziki fertig bekommt und nicht selbst zubereitet! Trinkgeld wurde niemals gegeben – aufgrund der miesen Qualität ist das auch verständlich.

Eine Angestellte schaute stets mit düsterem Blick drein, stand kaugummikauend neben dem Büffet (machte dabei Kaugummiblasen), wirkte lustlos, trotzig und extrem unfreundlich. Sie ließ den Gästen nicht den Vortritt, sondern drängelte sich vor.

Zum Abräumen der Teller/Getränke wurden zumeist keine Tabletts verwendet, einige Angestellte (wie die oben erwähnte) griffen stets in die Gläser und stapelten die Teller „irgendwie“ übereinander. Aus der Küche waren häufig Scherbenklirren und Tellerkrachen zu hören. Einige Angestellte wirkten so, als hätten sie keinerlei gastronomische Ausbildung. Wie wir hörten, sollen einige Studenten sein. Es war auch zu wenig Personal (nur ein einziger Koch, ein einziger Barkeeper, etc.).

Einem Berliner Hotelgast wurden 300 Euro gestohlen, die sich im Zimmer befunden hatten. Die oben erwähnte Angestellte versuchte, der Frau eines hessischen Hotelgastes die Jacke zu stehlen – glücklicherweise konnte sie noch gestoppt werden. Der Gast hatte 2 unabhängige Zeugen, die das bestätigen konnten. Eine Entschuldigung erfolgte nicht, auch nicht von seiten des Hotelchefs (der nicht einmal zu einem klärenden Gespräch bereit war!), alle Vorwürfe wurden bestritten (die Reiseleiterin wurde angelogen) und Konsequenzen ergaben sich natürlich auch nicht für die Täterin.

Eines Abends, als wir uns hingelegt hatten, klopfte es kurz an unserer Tür, danach wurde die Tür aufgeschlossen. Die Tür ging auf und als die Person bemerkte, das wir da sind, wurde die Tür sofort wieder geschlossen. Als wir zur Tür eilten und hinausschauten, war der Gang leer. Wer das war, konnte bis heute nicht geklärt werden (die Putzfrau war es sicherlich nicht).

Die meisten Gäste waren sehr unzufrieden mit dem Hotel, bzw. protestierten lautstark. Daher sind wir davon überzeugt, das die Mehrzahl der Gäste unsere Einschätzung des Hotels teilt.

Abschließend will ich sagen, dass jeder eigene Erfahrungen machen muss. Aber wir werden das nächste Mal, wenn nicht mindestens 70 % positive Meinungen existieren, nicht an einen solchen Urlaubsort fahren. Das Hotel ist eine Schande für Griechenland.

Alltours hat sich nach über 3 Monaten bereit erklärt, eine kleine Gutmachung zu bezahlen in Höhe von 157,- EUR. Das waren gerade mal 10 % von den geforderten 40%! Alltours - alles inklusive - auch den Ärger.

Fazit: