Hotel New Otani (Tokyo)
Das Hotel mit dem schönen japanischen Garten... - Hotel New Otani (Tokyo) Hotels international

Neuester Testbericht: ... wie eine Telefonzelle, aber den brauchte ich nicht. Die Geschäfte sahen alle sehr nobel aus und waren wohl nicht die billigsten. Die meist... mehr

Das Hotel mit dem schönen japanischen Garten...
Hotel New Otani (Tokyo)

karlheinz46

Name des Mitglieds: karlheinz46

Produkt:

Hotel New Otani (Tokyo)

Datum: 11.05.16, geändert am 11.05.16 (66 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: japanischer Garten

Nachteile: das Zimmer war eher einfach

Hallo aus Wien!

Im März 2016 waren wir in Tokio und das Hotel war da Teil einer Pauschalreise mit Flugpaket und Schiff. Wir wussten bis zur Ankunft gar nicht, wo wir eigentlich wohnen würden und wo. Das Erstaunen war groß, als wir im komplett Dunklen einen Hügel steil hinauf zu einem Park hinauf fuhren und dann auf einem sehr großen Parkplatz ausstiegen und man gleich uns alle Koffer abnahm und die Tür zur Lobby aufhielt.
Es handelte sich um ein riesiges 5 Sterne Hotel und dies auch in guter Lage 300 m weg von der U-Bahn oder S-Bahn. Die Zimmeranzahl macht erstaunliche1479 Zimmer aus.

Der Empfang war sehr freundlich und ich habe auch erst später gesehen, dass ein Zimmer mit Frühstück, so wie wir es hatten fast 400 Euro die Nacht ausmachte.
Allein schon die Lobby ist ein Wahnsinn, wobei man sagen muss, dass das Hotel auch noch einen 40 stöckigen Tower mit Zimmer hat, wo wir nicht wohnten, aber unser Frühstück hatten und wir bekamen auch beim Check-in einen sehr umfangreichen Plan der gesamten Hotelanlage in die Hand, der auch für die ersten Stunden echt notwendig war.

Die Zimmeranzahl verriet schon, dass wir nicht alleine im Hotel waren und wir mussten und auch anstellen, um einchecken zu können. Dafür gab es auch einen Einweiser, der darauf achtete, dass sich jeder an die Regeln hielt. Gleichzeitig kam der Kofferboy und der bekam die Koffer und gab uns einen Zettel mit der Koffernummer für die Lieferung aufs Zimmer.

Dann mussten wir nur 5 Minuten warten, da an der Rezeption 5 Leute mit dem Check-in zu tun hatten und wir wurden dann wie bei der Passkontrolle am Flughafen einfach zugewiesen.

Wir wurden in verständlichem Englisch bedient und das mit japanischer Freundlichkeit. Wir hatten keine Papiere, da wir nix vom Hotel wussten und gaben nur unsere Pässe hin. Dann holte die Dame einen echten, aber kleineren Schlüssel mit dickem Anhänger mit der Zimmernummer.
Dazu gab es einen Willkommensbrief und Anleitung für die Einschiffung und dann noch 2 Voucher fürs Frühstück.
Der Weg zu den Liften von der Lobby weg war kurz. Da gab es sechse Lifte und die dann von 2 aufwärts oder hinunter zum Bankettraum und zu den Untergeschoßen.


LOBBY

Die Lobby ist riesig lang und es gibt da entlang immer was zu Essen. Laut booking.com soll es 32 Restaurants geben. Mir kamen es nicht so viel vor, aber bitte. In der Lobby konnte man leicht Platz finden, da überall Sofas und Stühle standen und Ganze sah sehr braun aus, aber in verschiedenen Tönen.

Von der Decke kam viel Kunstlicht herunter und da konnte man wie in allen Zimmer gratis und schnell im WLAN surfen. Dazu gab es noch einen Internetkiosk wie eine Telefonzelle, aber den brauchte ich nicht.
Die Geschäfte sahen alle sehr nobel aus und waren wohl nicht die billigsten. Die meisten konzentrierten sich im langen Gang mit den Bögen vom Main zum Garden Tower. Da wurden schöne Andenken und Gewand verkauft.

Ich habe nix erworben, aber es war sehr schön, die noblen Auslagen mal so beäugeln zu können. Die Anreihung war schon sehr gelungen und ich fand sie
beeindruckend.


ZIMMER

Wir haben dann nach dem Gucken den Lift in den 6.Stock genommen und da war es dann gar nicht so leicht, das richtige Zimmer zu finden. Da gingen ja die Gänge fast sternförmig in mehrere Richtungen weg und da haben wir uns schon mal verlaufen.
Die dunkle Türe ließ sich dann nur über ein normales Schloss mit einem richtigen Schlüssel öffnen. Dafür gab es aber sogar eine richtige Klingel mit einem kleinen Knopf und dann noch die Einblendung fürs Nicht Stören. Die konnte man nur vom Bett aus steuern.

Da war dann so ein robustes Tablett mit den Lichtschaltern und den Einblendungen. Die Nummer war rechts von der grauen Tür auf einem langen, goldenen Schild angeschrieben und dann noch dazu ein Sichelmond.
Der Gang vor der Türe war schon ein wengerl witzig. Die eine Seite war ganz dunkelgrau und die andere Seite weiß gestrichen. Der Teppich hatte da Streifen die in einander übergingen und mal heller, mal dunkler waren.

Wir hatten natürlich ein Standardzimmer bekommen und das war mal 26 m2 groß. Das war voll OK und ich verspürte keine Raumnot. Da gab es dann schnelles, kostenloses WLAN, das nicht einmal ein Passwort verlangte, also mal ein ungeschütztes Netz ohne Larifari.

Dann gab es im Zimmer mal einen Safe, ein stufenlose Klimaanlage älteren Datums, einen Schreibtisch, einen Haartrockner, Bademäntel, Kostenfreie Pflegeprodukte, die ganz gut aussahen und ich nahm mir eine Lotion mit WC, zwei Hausschuhe, Pay-per-View, Radio, Kabelkanäle für den Flachbild-TV, eine Minibar, die ich nicht anfasste, die dann noch als Kühlschrank diente und einen Wasserkocher. Mit dem machte ich mir dann einen Tee und einen Kaffee. Zucker und Weißer waren dann dabei.


VORRAUM

Der Vorraum war mir schon sehr wichtig, da sich da der Kasten befand. Da konnte ich alles unterbringen und die hatten da sogar einen sehr guten Zahlensafe im Kasten. Der hatte schon so seine Tücken, aber er ging doch gut.


BAD

Das Bad ging dann links vom Vorraum weg und war dann funktionell groß und hatte nicht so schöne, cremige Kacheln und eine recht ordinäre, eher ältliche Badewanne. Da hatte ich fasf schon ein wengerl Mühe, die Hähne zu drehen

Dann gab es in der weißen Kachelwand eine Vertiefung für die Seife und links davon eine schräge Haltestange aus massivem Metall. Die Armatur war keine bekannte Marke und ein wengerl angeschlagen. Die Dusche hatte einen guten Duschkopf ohne Verkalkungen und der Schlauch war nicht aus Metall, sondern ein weißer, flexibler Kunststoffschlauch. Der war dann so gut, dass er sich nicht verdrehte.
Der Spiegel und der Kosmetikspiegel waren sehr gut ausgeleuchtet und ich hatte am Waschtisch genügend Platz und die Produkte da sahen sehr gut aus und das waren vier für Haar und Haut.

Das Highlight war dann aber der Thron. Das ist nicht einfach so ein WC, sondern der hatte einen öffnenbaren Deckel und dann noch Musik für ungute Töne, einige Strahlen a la Bidet und Hinternspüle. Nein, das war noch nicht alles. Als ich mich das erste Mal da platzierte, vebrannte ich mir fast den Allerwertesten. Die Klobrille war da richtig fest beheizt und ich musste mal den Ausschalter suchen.

Dann konnte ich noch viel oder wenig Wasser drücken und dazu noch an dem großen Panel links die orange Stoptaste für alles Sonstige. Solch ein WC will ich aber echt nicht daheim habe, da fühle ich mich fast schon überfordert.


WOHNBEREICH

Betten

Das Zimmer hatte sonst einen dunkelgrauen Teppichboden und das Wichtigste darauf war sicher mal die Betten. Die waren sehr angenehm, aber ein wengerl schmal. Der Überwurf mit den vier braunen und drei khaki Streifen sah sehr gut aus und der Rest war dann weiß und nur einer der drei Pölster braun.
Die Zudecke war nicht zu dick und ich musste im Bett nicht schwitzen und alles war paletti.

Es gab dann noch ein dunkles, kleines Nachtkasterl zwischen den Betten mit einem unnötigen Telefon und einer großen Stehlampe.


TV

Der Fernseher stand gut auf der schwarz-sandigen Kommode mit drei Laden und drei Türen. Das war ein Hitachi und da gab es ein paar englische Sender vor der weißen Wand und den zwei Flaschen Gratis Wasser in 0,5 Liter Flaschen.


Schreibtisch

Nett war dann noch der Schreibtisch aus hellem Kiefernholz, sehr kantig, eckig und fast wie aus einem Holz. Die schwarze Schreibmatte kam mir da sehr gelegen und die gute Beleuchtung in der linken Ecke.
Vor dem Tisch hing ein länglicher Spiegel mit Holzrahmen. Kein Schreibtischsessel hier, sondern nur ein schwarzer Stuhl mit einer kleinen Polsterung.
Sitzecke

Der Ausblick ging bei uns seitlich zum Tokio Tower hin und der war sonst nicht so. Dafür hatten wir da ein weißes Sofa mit sehr dicker, runder Lehne und dann noch einen eiförmigen Tisch davor mit einer hellen Tischplatte. Da haben wir unseren Proviant abgelegt.


Das Zimmer sah jetzt nicht so 5 Sterne aus, aber es war sehr ruhig und das WLAN schnell. Das WC war dann schon ein wengerl was für sich.


FRÜHSTÜCK

Das Frühstück hätten wir unten im Restaurant einnehmen können, aber ich wollte in den 40.Stock im Garden Tower. Da mussten wir erst 10 Minuten durch die Gänge gehen und dann mit dem schnellen Lift hoch.
Das Beste war dann echt die Aussicht. Bis hin zum Tokio und Syktreetower und dazwischen Chaos an Stadthochautobahnen, Hochhäusern und sehr engen Gassen.

Die Bedienung war voll nett und brachte einem alle Getränke und alles nach Wunsch. Den Platz durften wir uns selbst aussuchen.
Zu Essen gab es Unmengen, eine Seite war international, die andere japanisch. Ich nahm mir von den 4 Sorten Müsli, Speck, Eier, Kartoffel und Brot. Sonst gab es echt alles, was man mit Frühstück verbindet und das an sehr schön weiß gedeckten Zweiertischen.


GARTEN

Der Garten war der Überdrüber, da gab es nur schöne Dinge wie eine rote japanische Brücke, viele riesige Kois, einen kleinen Tempel, ein Restaurant, einen Hügel und dann noch einen großen Wasserfall.

Die Wege waren alle aus rutschfestem Beton und alle Sträucher umrum so gut und nett geschnitten.
Ja da waren dann noch richtig hohe Bäume und viele Blume, manche in sehr langen Beeten entlang der Wege. Da konnten wir die Kirschblüte echt live erleben.


LAGE

Die Lage war sehr gut. Zuerst muss man leider länger und mit ein wengerl Umweg über den Parkplatz gehen und da ist alles am Gehweg lang abgezäunt. Aber erst von hier sah ich, was für ein Klotz das Hotel eigentlich war und wie hoch und dann noch oben so ein UFIO wie bei den Hyatts. Ich will gar nicht wissen, wie viele Gäste da drinnen waren und wie das bei einem Erdbeben wäre.

Das Ganze fand ich schon ein wengerl nervig, aber dann ging es so 10 Minuten lang nur monoton entlang eines hohen Graswalls zur U und S Bahn hinunter. Das einzig schöne war die moderne Kirche und dann waren wir schon an der Station. Nach dem Ticketkauf um 170 Yen ging es in 10 Minuten ins Zentrum.


RESUMEE

Das Hotel kann sich sehen lassen, aber die 5 Sterne sind mehr das Ambiente und das Frühstück, dem Zimmer hätte ich eher 3 Sterne gegeben. Die Preise sind da schon sehr happig und ich bin froh, dass wir das inklusive hatten samt dem teuren Frühstück.

Die Lage ist sehr gut und ich war froh, dass wir noch zur Tokyo Station fahren
konnten.

Bis bald

Heinz

Fazit: oben lesen

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