Manta Ray Bay Resort (Yap)
Ganz auf Taucher eingestellt - Manta Ray Bay Resort (Yap) Hotels international

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Ganz auf Taucher eingestellt
Manta Ray Bay Resort (Yap)

catmother

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Manta Ray Bay Resort (Yap)

Datum: 03.09.10

Bewertung:

Vorteile: schönes Hotel, hauptsächlich von Tauchern frequentiert, Leistungen auf Taucher zugeschnitten

Nachteile: Yap ist einfach mal arg weit weg

Einmal in Haifischsuppe tauchen und ausgiebig Mantas sehen, das war unser Ziel, als wir uns Mikronesien und Yap für unseren Tauchurlaub ausgesucht hatten. Eine Woche waren wir auf Palau, die zweite Woche auf Yap und dort im angesagtesten Taucher-Hotel auf der Hauptinsel, das von einem alten Hasen des Tauchsports betrieben wird, Bill Acker, den man auch ganz oft im Hotel antrifft mit seiner Frau.


- Lage und Anreise -
Nach Yap ist es ein ganz schön langer Weg. Am besten man macht das in Etappen, sonst schlaucht es doch ganz schön und man hat die ersten Tage nichts vom Urlaub, weil man am Jetlag leidet. Wir sind nach einem Stopover in Hongkong weitergeflogen über Manila, wo man eine Nacht übernachten muss wegen des Anschlussfluges, dann geht es entweder über Palau oder Guam nach Yap. Auf dem Rückweg, den wir dann doch in einem Rutsch absolvierten, waren wir jedenfalls reine Flugzeit fast 24 Stunden unterwegs. Es sollte also gut geplant sein und wenn man sich schon mal auf den Weg macht, muss man unbedingt auch Palau mitnehmen, damit es sich lohnt. Und irgendwie gehören die beiden Tauchgebiete ja auch zusammen - Yap mit den Mantas und Palau mit den Haien.
Vom Flughafen fährt man etwa zwanzig Minuten, denn die Insel ist ja nicht groß und die Straßen dennoch gut ausgebaut. Das Hotel selbst liegt auf der Hauptinsel Yap in der Hauptstadt Colonia unten am Hafen mit einem relativ ruhigen Becken. Alles wirkt eher ländlich als hauptstädtisch. In der Umgebung findet man einen kleinen Gemischtwarenladen, wo man die Dinge des täglichen Bedarfs bekommt, ein paar Restaurants, eine Post (da läuft man aber 15 Minuten), die Polizeistation und das ebenfalls bekannte Hotel Traders Ridge, das allerdings weit teurer, aber auch eleganter ist. Wir wollten was entspanntes, unkompliziertes, Taucher unter sich.


- Hotelanlage -
Das Hotel ist allgemein vordergründig auf Taucher eingestellt. Insofern ist es keine Luxusherberge, sondern eher sportlich-familiär. Dennoch sind Service, Sauberkeit und Ausstattung keineswegs zu beanstanden. Die kleine Lobby macht nicht viel her, aber die Leute sind aktiv und nett. Es gibt außerdem einen Raum mit Büchern und einem Computer, einen wunderschönen Pool mit Mantas - nur als geflieste Darstellung natürlich - und inzwischen eine eigene Hausbrauerei und ein Wellnesscenter. Das war alles im Bau, als wir unseren Urlaub da verbrachten, deswegen konnten wir das nicht testen. Wichtig zu erwähnen ist natürlich auch die Tauchbasis, eine der bestorganisiertesten, die wir erlebt haben. Hier stimmten die Abläufe, die Ausstattung, die Organisation. Nur für die Tiere unter Wasser können die Leute nichts. Leider hatten wir nämlich nicht viel Glück mit den Mantas, weil kurz vorher Sturm herrschte auf Yap und aber das Tauchen dort ist dennoch traumhaft: es gibt viel Fisch, Makrotauchen und natürlich meine Lieblingsfische, die Mandarinfische, die man in der Abenddämmerung beim Flirten beobachten kann. Die Basis verfügt über eigene Boot, Ausrüstung, sogar einen Videoschnittplatz, damit man auch mal ein filmisches Andenken mitnehmen kann - ist aber sehr teuer.


- Zimmer und Ausstattung -
Die Zimmer verteilen sich auf zwei Gebäudeteile, und es gibt unterschiedliche Kategorien: mit Meerblick oder Gartenblick oder sogar ein Zimmer mit eigenem Whirlpool. Alle sind nach Fischen benannt und auch dementsprechend maritim dekoriert. Wir hatten ein recht großes Zimmer mit Gartenblick, Balkon nach hinten raus, was zwar nicht so eine Augenweide war, aber ich glaube, wir haben in der ganzen Zeit nur einmal auf dem Balkon gesessen. Die Ausstattung besteht aus zwei Betten, Ventilator, Schreibtisch, Stuhl und Tisch, Kühlschrank und Klimaanlage. Praktisch, wenn auch etwas kalt finde ich den gefliesten Fußboden. Das Bad ist räumlich getrennt in Dusche, Toilette und ein Vorraum mit Waschbecken, was mir gut gefallen hat. So kommt man sich nicht dauernd in die Quere. Die Möbel sind aus Holz mit warmen Tönen und dekorativen Schnitzereien, vermutlich regionale Handwerkskunst. Alles ist in einem guten Zustand, aber das sind auch die moderneren Zimmer. Beim Gang durchs Haus haben wir auch Zimmer mit Rattanmöbeln gesehen, die sahen schon etwas älter, aber dafür etwas kuschliger aus.


- Gastronomie -
Der Clou bei diesem Hotel ist das Restaurant, denn das befindet sich auf einem Schiff, einem traditionellen Segler, das direkt vor dem Hotel an der Mole liegt. Morgens muss man also hoffentlich ausgeschlafen einen schmalen Steg überwinden, um ans Frühstück zu gelangen. Und abends sollte man in Maßen trinken. Ich weiß nicht, wie viele da schon ins Wasser gefallen sind von den leckeren Cocktails, die hier zubereitet werden.
Das Essen ist ebenfalls sehr lecker hier. Es wird viel einheimisch gekocht, aber auch viel von den Amerikanern beeinflusste Speisen - die sind ja nun mal hier bis zur Unabhängigkeit 1986 ihre Spuren hinterlassen haben. Die Portionen sind auch reichlich, man wird gut satt.


- Freizeitmöglichkeiten -
Die Hauptinsel des Inselstaates Yap ist nicht sehr groß. Man kann aber dennoch einiges unternehmen, wenn man nicht jeden Tag tauchen geht. Man kann die Insel ganz gut zu Fuß erkunden, muss dafür aber hitzefest sein. Zu sehen gibt es so auf den ersten Blick nicht viel, wenn man allein unterwegs ist. In der Nähe Richtung Krankenhaus gibt es eine kleine Galerie, in der man zu guten Preisen sehr hübsche Grafiken und Gemälde kaufen kann. Das eigentliche Highlight auf Yap sind aber nun das Steingeld und die traditionellen Dörfer mit den Langhäusern, in denen die Ureinwohner ihre Riten und Versammlungen abgehalten haben. Dazu sollte man aber am besten eine geführte Tour machen. Die führt durch den Dschungel zu einem der Dörfer, wo man solch ein Langhaus besichtigen kann. Man erfährt was über die Bedeutung und die Entstehung des Steingeldes und kann auch mal den Kopf durch solch ein Monstrum stecken.

In erster Linie kommt man nach Yap zum Tauchen mit Mantas, insofern wird dieser Sport auch hier groß geschrieben. Es gibt mehrere Tauchbasen, meist an ein Hotel angegliedert. Die Boote fahren ans Außenriff - wenn es das Wetter erlaubt - um hier die Mantas zu beobachten, die da regelmäßig ihre Bahnen drehen. Leider war bei uns das Wetter zu stürmisch, um ans Außenriff zu kommen, aber wir haben dennoch eine gute Anzahl Mantas gesehen, wenn auch leider nur im trüben Wasser. Eine schöne Tradition ist die Katalogisierung der Tiere anhand ihrer Zeichnung am Bauch. Im Resort ist eine Wand, da hängen die Bilder mit den gesichteten Mantas. Wenn man einen sieht, der dort noch nicht verzeichnet ist, fertigt man eine Skizze seiner Bauchzeichnung an und das Tier wird nach einem benannt. Tja, einer heißt jetzt Carmen, da bin ich ganz stolz drauf. Die anderen Tauchplätze sind nicht so spektakulär, aber es gibt noch einen Platz, wo man in der Dämmerung Mandarinfische beobachten kann, das ist für mich auch jedes Mal ein Highlight.

Ansonsten kann man auf der Insel noch wandern gehen, sollte dazu aber sicherheitshalber einen Führer mitnehmen, denn man weiß nie, auf welchem heiligen oder privaten Grund man sich dann bewegt.


- Fazit -
Es war teuer, anstrengend durch die vier Stationen (ständig ein- und auspacken), aber ein Urlaub, an den wir uns heute noch gern erinnern und von den vielen Eindrücken und Erlebnissen schwärmen.

Fazit: Fürs Tauchen in Mantasuppe wunderbar geeignet

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