
Im Herzen Londons
Hotel Le Meridien Piccadilly (London)

Name des Mitglieds: offerendum79
Produkt:
Hotel Le Meridien Piccadilly (London)
Datum: 21.09.03, geändert am 16.11.04 (270 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Zentrale Lage
Nachteile: Sauberkeit, Zustand des Hotels
Hallo Leute,
heute mal ein kleiner Bericht über das Le Méridien Piccadilly.
Wie ich nach London kam
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Vor etwa 2 Jahren plante meine Mutter eine Reise nach London. Mein Vater hat Flugangst und ich schlicht und ergreifend keine Lust. Also wollte sie mit einer Bekannten fliegen. Leider wurde diese kurz vor der Abreise krank, so dass ich mitflog (die ärmste sollte ja auch nicht alleine sein).
Lage des Hotels
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Die Lage des Hotels ist super. Es liegt direkt zwischen Piccadilly Circus und Regent Street, also mitten im Herzen Londons. Der Piccadilly Circus ist eine Art Hauptplatz, sehr belebt und laut. Von hier aus ist man sehr schnell im Hyde Park, der U-Bahn oder eben der City. So gut wie jede Sehenswürdigkeit ist problemlos per Fuß zu erreichen (Ausnahme: Madame Toussouds), so dass man sich Taxis oder die sauteure U-Bahn auch sparen kann.
Ankunft
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Im Hotel angekommen, kümmerte man sich sofort um unser Gepäck und begrüßte uns an der Rezeption auf Deutsch. Überhaupt spricht in diesem Haus an der Rezeption fast jeder Deutsch, zumeist als Muttersprache, wie ich denke. Man versprach uns, wir bekämen ein besonders schönes Zimmer (habe selten anderes gehört). Zu diesem begaben wir uns dann gleich....
Allgemeines
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Das Hotel ist ein altes Grandhotel, dass heute zur Le Méridien Gruppe gehört. Angeblich gehört es zu der Spitze Londons, gilt als 5 Sterne-Haus. Das Hotel ist teilweise im konservativen Stil eingerichtet (buntes Glas, viel Holz), wobei alles nicht gerade bombastisch wirkt. Die Eingangshalle gleicht einer Schuhschachtel (vielleicht 6 Meter breit, 30 Meter lang, 5 Meter hoch ? alles vage Schätzungen), in der man einige Treppenstufen zurücklegen muss. Die Fahrstühle, Flure und Treppenhäuser wirken etwas klein, aber nicht stillos. Alles atmet irgendwie den Charme der Jahrhundertwende. Das Hotel hat 266 Zimmer, die zwischen 228 und 715 britische Pfund k
osten und auf 9 Etagen verteilt sind. Wir haben damals etwa 300 ? pro Nacht bezahlt (über Der Tour glaube ich)
Zimmer
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Unser Zimmer war von ordentlicher Größe und recht ansprechend eingerichtet. Neben einem ordentlichen Doppelbett, Schreibtisch, Sitzecke, Kleiderschrank und Fernsehtisch fanden wir die üblichen Hotelutensilien vor (Nähzeug, Schuhputzzeug, Briefpapier u.s.w.) Auf einen Obstkorb oder ähnliches hoffte man vergebens. Das Bad hatte ein Fenster, Badewanne, einen (!!!) Spülstein und beheizten Handtuchwärmer. Es war recht groß und gefliest. Marmor oder ähnliches war nicht verwandt worden.
Bei der Einrichtung des Zimmers dominierten helle, harmonische Töne, wobei der ein oder andere Einrichtungsgegenstand leichte Gebrauchsspuren aufwies (Tagesdecke gerissen, Riss im Polster des Sessels). Insgesamt kann man aber nicht motzen, die Einrichtung war schon OK.
Geschockt war ich hingegen von der Sauberkeit. Beim öffnen der Badezimmertüre kam mir gleich ein altes Wattestäbchen entgegen und die Badewanne konnte auch noch mal durchgespült werden. Eigentlich habe ich keine Lust zu putzen, wenn ich im Hotel absteige.
Richtig lustig wurde es aber bei Nacht. Unser Zimmer lag zu einem Seitenhof (Anlieferung, Personalzugang u.s.w.). Erst hörte man abends das Personal gehen, dann kam die Müllabfuhr und hantierte mit den Blechtonnen rum und dann kamen auch schon wieder die Bediensteten. Zu allem kam noch, dass unter unserem Fenster scheinbar ein Ventilator der Klimaanlage lag, der die ganze Nacht auf sich aufmerksam machte (nachdem ich nach der 3. Nacht meine Mutter davon überzeugt hatte, dass es nicht unverschämt ist sich zu beschweren, bekamen wir zur Entschädigung 2 Cocktails (Gegenwert über 30 ?) spendiert).
Service
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Der Service war bis auf eine Ausnahme (ein ekeliger Kellner beim Frühstück ? am dritten Tag hatte er angeblich unsere Zimmernummer nicht verstanden und wir sollten 40 Pfund extra für das Frühstück zahl
en) gut. Die Rezeption war sehr freundlich und flott, der Consierge eine echte Wucht (alleine wären wir teilweise aufgeschmissen gewesen, denn teilweise haben Londoner Unternehmen (Hotel Link ? Flughafentransfair) keine Lust das Telefon abzunehmen. Er schafft es aber und durch ihn kamen wir auch ohne Schlange ins Wachsfigurenkabinett (sonst mind. 2 Stunden Wartezeit) und sparten noch 2 Pfund pro Person.
Wellness
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Der Wellnessbereich ist eigentlich traumhaft. Wenn ich eigentlich sage wisst ihr schon, dass das ganze einen Haken hatte.
Der Bereich verfügt neben einem gut ausgestatteten Fitnessraum über 2 Whirlpool und einen großen Pool mit Wasserfall und Gegenstrohmannlage (sicher 15 x 20 Meter). Das ganze ist im römischen Stil eingerichtet und sieht sehr edel aus. In der Mitte des Pools befindet sich eine kleine Insel mit einer Venusstatue. Neugierig wie euer offerendum ist, musste er erst einmal versuchen, sich an dieser (etwa 50 cm über der Wasseroberflächegelegenen) Insel hochzuziehen. Hätte ich lieber nicht gemacht, denn meine Hände waren pott dreckig. Irgendwie scheint dieses Inselchen noch keine Reinemachfrau gesehen zu haben ? ekelig! Überhaupt ließ der ganze Bereich etwas zu wünschen übrig, ich hätte mir es jedenfalls für ein Hotel dieser Klasse sauberer vorgestellt.
Restaurants
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Das Hotel beherbergt 2 Restaurants (eines davon ist vom Michelin ausgezeichnet) und eine Bar. Die Cocktails dort sind lecker, aber ihr Geld (so ca. 15 ? darf man mindestens rechnen) definitiv nun auch wieder nicht Wert. Ansonsten hielt ich mich kulinarisch vornehm britisch zurück.
Frühstück
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Das Frühstück entsprach dem Standard, es bot eigentlich alles was man so erwartet. Hätte ich allerdings 20 Pfund pro Person bezahlt, wäre ich gleich vom Balkon gesprungen. Das Frühstück wird nämlich im Terassenrestaurant gereicht, einer Art massiv überdachtem Wintergarten, der mit modernen Möbeln eingerichtet ist (eigen
tlich sehr hübsch). Nur der Service war hier etwas schwach, aber was soll´s.
Adresse
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Le Méridien Piccadilly 21 Piccadilly, London, W1J 0BH, United Kingdom
Homepage: http://www.lemeridien.com/england/london/hotel_gb1 605.shtml
Fazit
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Das Piccadilly ist sicher kein schlechtes Hotel, aber auch kein Aushängeschild der Hotellerie. Würde ich noch mal nach London fahren, würde ich sicher im Kempinski (sah sehr gut aus), dem Mandarin oder dem Ritz (machte eher einen mittelmäßigen Eindruck, soll aber sehr gut sein) wohnen. Das Le Méridien genügt dann doch nicht meinen Ansprüchen, vor allem für das Geld (gut, die anderen kosten sicher mehr, aber dann ärger ich mich wenigstens nicht). Trotzdem kann man es natürlich guten Gewissens prinzipiell empfehlen, ist schließlich keine Bruchbude.
Danke fürs Lesen, ich hoffe der Bericht hat euch gefallen. Ich freu mich auf jeden Kommentar!
P.S. Ich veröffentliche meine Berichte noch bei Ciao
Fazit:
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