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Two nights in Paris
Hotel Le Grand Intercontinental (Paris)

Name des Mitglieds: offerendum79
Produkt:
Hotel Le Grand Intercontinental (Paris)
Datum: 27.04.06
Bewertung:
Vorteile: Lage, Qualität der Einrichtung, Freundlichkeit des Personals
Nachteile: Bad, Rezeption personell schwach besetzt, Lautstärkepegel im Zimmer
Hallo,
heute möchte ich euch nach Paris einladen, in die Stadt der Liebe, der Mode und nicht zuletzt der "niedrigen" Preise. Jetzt aber keine Sorge, ich versuche mit diesem Bericht nicht die ganze französische Hauptstadt darzustellen, denn dies würde zum einen sicher selbst als unvollständige Darstellung den Rahmen sprengen und zum anderen bin ich dazu nach gerade mal einem Wochenendtrip auch sicher nicht kompetent. Beschränken möchte ich mich hier auf meine Herberge in Paris, das Le Grand Intercontinental.
Daten
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InterContinental PARIS-LE GRAND HOTEL
2 RUE SCRIBE
PARIS, 75009
FRANCE
Telefon: 033-1-40073232
Fax : 033-1-42661251
Email: legrand@ichotelsgroup.com
Internet: http://www.ichotelsgroup.com/h/d/ic/1/en/hd/parhb
Kategorie: 5 Sterne
Allgemeines
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Das Hotel Le Grand wurde 1862 eröffnet und etablierte sich seit dem als Luxushotel in Paris. Nach einer 18 Monate langen Komplettrenovierung eröffnete das Hotel 2004 wieder seine Pforten. Es verfügt über 470 Zimmer, darunter Suiten und ein Executive Floor.
"The Condé Nast Traveller" führte das Hotel 2004 in seiner Leser-High-Score in Europa an zweiter Stelle.
Preise
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Zu sagen was das Hotel kostet, ist gar nicht so leicht. So schwankte die angegebene Rack-Rate für unser Zimmer zwischen 630 € und 720 € (einmal Angabe im Zimmer, einmal an der Rezeption und in einem Schaukasten vor dem Hotel hing noch eine andere Rate!) ohne Frühstück. Ich habe jetzt einfach mal die Best flexible Rate für einen Wochentag (am Wochenende ist es meist genauso teuer) im Juni rausgesucht, sie entspricht etwa dem Durchschnitt und ist ohne Frühstück. Bucht man dieses gleich mit erhöht sie sich um 35 €. Ich habe mal in Klammern die Größe des jeweiligen Zimmers dahinter geschrieben, näheres zu unserem Zimmer steht weiter unten.
Classic Room (22 qm): 420 €
Superior Room (27 qm): 450 €
Executive Room (35 qm): 480 €
De-luxe Room (35 qm): 510 €
Clubroom (25 - 36 qm): 540 €
Juniorsuite (43 qm): 700 €
Prestigesuite (47 qm): 1200 €
Zu den größeren Suiten konnte ich leider nichts finden, behindertengerechte Zimmer sind vorhanden.
Reservierung
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Ich reservierte telefonisch direkt beim Hotel (on English), wobei mir zuerst nicht die günstigsten Raten genannt wurden, die es erst auf Nachfrage gab. Dies mag aber auch daran liegen, dass meine Rate dann nicht stornierbar war, dafür aber 10 € günstiger als die "Best flexible Rate" und das Frühstück beinhaltete. Das ganze nannte sich "Luxury Weekend Rate" und kostete 416 € pro Nacht im De luxe Zimmer (ich habe nur 390 bezahlt, da ich als Ambassador ein Upgrade um eine Kategorie erhalte). Insgesamt war die Angestellt sehr nett und bemüht, unsere Wünsche bestmöglich zu erfüllen.
Bewertung: Sehr freundlich und bemüht auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass mir gleich alle Raten dargestellt werden.
Note: befriedigend
Lage
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Das Hotel liegt in der Rue de Scribe, direkt gegenüber der Pariser Oper. In der direkten Nähe des Hotels liegt die Galerie La Fayette (große Kaufhäuser), verschiedene Fast Food Restaurants (wenn man mal eine Kleinigkeit essen möchte, ohne Hotelpreise zu zahlen) und jede Menge Geschäfte (von C&A über Cartier bis hin zu individuellen Schuhgeschäften). In etwa 5 Minuten ist man am Place Vendome, Madeleine, zur Seine und dem Louvre, sowie dem Place de la Concorde und Champs Elysee ist es nur wenig weiter. Wen es abends ins Nachtleben zieht würde etwa 20 Minuten bis ins Szeneviertel Montmartre brauchen, in dem auch das bekannte Moulin Rouge liegt. (Für so was hab ich nun gar nichts übrig, ich bin nur auf dem Weg zu Sacre Coeur dran vorbeigefahren) Man kann also behaupten, dass man mitten im Zentrum liegt.
Wer es mag kann übrigens auch mit der Metro fahren, direkt vor dem Hotel liegt die Station "Opera", also auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln könnte man das Haus erreichen. Über die Qualität der Verbindungen kann ich jedoch nichts sagen, da ich öffentliche Verkehrsmittel nicht sonderlich mag und daher wenn es irgend geht auch nicht benutze.
Bewertung: Die Lage ist gut und günstig für Ausflüge in Zentrum. Klar, am Champs Elysee oder dem Place de la Concorde liegt man vielleicht noch zentraler, aber es ist immer noch zentral. Perfekt ist sie natürlich wenn man abends in die Oper möchte, da geht man nur über die Straße.
Note: gut
Ankunft
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Angereist sind wir über die Autobahnen A 1 und A 2 (für unsere 164 Kilometer 12 € Maut und das bei ungeräumter, verschneiter Straße, die in den nicht schneebedeckten Teilen auch noch erneuerungsbedürftig war!), von der aus wir am Flughafen Charles de Gaule Richtung Zentrum fuhren. Dabei hat man seine helle Freude mit dem Verkehr. Straßenmarkierungen werden nicht beachtet (von links der Laster, von rechts der Bus - da wird's einem mulmig) und die Ausschilderung ist bestenfalls rudimentär vorhanden. Trotzdem schafften wir es irgendwie an die Seine, von der aus man das Hotel schon recht gut findet. Frontal auf die Oper zukommend entdeckten wir es zur Linken. Ein offensichtlich frisch renovierter Bau (piek sauberer Sandstein) mit 4 Etagen, das ganz offensichtlich aus dem 19. Jahrhundert stammte und sich harmonisch in die Umgebung einfügt. In großen, glänzenden goldenen Lettern prangte der Name "Hotel Le Grand" auf der Fassade. Im Erdgeschoss entdeckten wir schon den Wintergarten des Cafe de la Paix. Durchaus angetan vom ersten Eindruck galt es jetzt nur noch den Eingang zu finden. Dies stellte sich allerdings als gar nicht so leicht heraus, da dieser seitlich in einer Einbahnstraße liegt und ich mich leider für die falsche Seite entschieden hatte. Nun ja, also einmal um den Block und von der richtigen Seite angefahren. Die Vorfahrt des Hotels geht in das Gebäude rein und ist daher komplett überdacht, allerdings auch etwas zugeparkt. Egal, dann halt den Wagen mitten drin abgestellt und erst mal ausgestiegen. Nach einem kurzen Augenblick kam auch schon der Doorman (er hatte sich verständlicherweise ins schützende Warme begeben - es regnete und war ziemlich kalt) und half, unser Gepäck auszuladen. Auch den Wagenschlüssel nahm man natürlich gerne zum Parken entgegen, was mit 40 € pro Nacht zu buche schlägt (entgegen anders lautender Gerüchte wird der Wagen trotz des prohibitorischen Preises nicht gewaschen). Ein durchaus stolzer Preis, der meines Wissens nur von London übertroffen wird (35 Pfund!). Sowohl für Gepäck, als auch für das Auto erhielt man einen Zettel.
Über je eine Treppe zur Linken und zur Rechten eines Fahrstuhles (gut für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte) gelangt man zu den in goldenem Messing eingefassten Glastüren, die von einem freundlichen Angestellten des Hotels geöffnet wurde.
Nach Durchschreiten der Türe standen wir in einer kleinen Halle, die zur Linken den Tisch des Concierge beherbergte, während es rechts weiter zur Rezeption ging. Im hinteren Teil fand man 3 Fahrstühle und eine schöne Treppe.
Was direkt positiv auffiel war ein großer Tisch in der Mitte des Raumes, auf dem mindestens 100 Orchideen standen, was dem Raum eine edle Atmosphäre gab. Der Boden war mit noblem, dunklen Teppich bedeckt, an den Wänden dominierte dunkles, glänzendes Holz. Überall brannten übrigens echte Kerzen, was den Gesamteindruck noch einmal hob.
Bewertung: Die Begrüßung bei der Vorfahrt war OK, der Gesamteindruck des Hotels sehr gut. Alles gepflegt, sauber und stilvoll. Das macht Lust auf mehr.
Note: gut
Check-In
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An der Rezeption angekommen wurde uns klar, dass das Hotel offensichtlich sehr gut ausgebucht war, denn es bildete sich eine ordentliche Schlange. An der Rezeption kämpften 3 Mitarbeiter darum, diese abzubauen.
Nach einiger Zeit (etwa 5 Minuten) kamen wir an die Reihe und konnten mit der Check-In Prozedur beginnen. Zu unserer Freude sprach die Angestellte sogar Deutsch, ansonsten musste man sich im Hotel mit Englisch behelfen, wie es International ja meistens ist. Wir legten unsere Priority-Club-Card (Kundenprogramm der Ichlgroup) vor und sogleich wurde unsere Reservierung herausgesucht. Kurz das Formular unterschrieben, die Kreditkarte vorgelegt und schon hatten wir unsere Zimmerkarte. Man erklärte uns wie wir zu unserem Zimmer kämen und entließ uns. Auf unser Zimmer begleitet wurden wir nicht, allerdings habe ich es bei anderen Gästen erlebt, die nicht gerade zu Stoßzeiten kamen.
Über den geräumigen Fahrstuhl erreichten wird den zweiten Stock, in dem unser Zimmer im Flügel "Opera" lag. Um diesem zu erreichen mussten wir erst einmal durch helle, schöne Gänge gehen.
Bewertung: Der Check-In war OK, auch wenn die Rezeption besser hätte besetzt sein können, Klar, es waren viele Gäste da, aber dann muss man halt mehr Personal bereit halten. Ich finde es in der Preiskategorie jedenfalls inakzeptabel, so lange vor der Rezeption herumzustehen. Da könnte das Hotel noch viel vom Atlantic in Hamburg lernen, da waren teilweise bis zu 7 Mitarbeiter an der Rezeption aktiv, so dass es zu keiner Zeit zu Wartereien kam. Als weiteres Minus resultierte hieraus, dass dann auch niemand da war, einem das Zimmer zu zeigen. Gut, auch nicht zwingend notwendig, aber in der Spitze einfach üblich.
Note: noch befriedigend
Zimmer
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Kommen wir nun zum Herzstück eines jeden Hotels, dem Zimmer.
Wie schon erwähnt lag das Zimmer im Opera-Flügel und gehörte der De-luxe-Kategorie an. Es war die Nummer 2428.
Nachdem die Schlüsselkarte den Weg ins Zimmer frei gemacht hatte, stand man zunächst im Vorraum. Dieser war relativ klein und beherbergte lediglich ein Sideboard. In diesem waren verschiedene Schubladen zu finden und die Minibar. Soweit ich es sehen konnte war diese komplett ausgestattet, ich ersparte mir aber eine nähere Inspektion. Es handelte sich nämlich um eine elektronische Minibar, das heißt jedes Teil das entnommen wird verbucht sich gleich automatisch auf der Zimmerrechnung. Also Vorsicht! Was mir noch positiv auffiel, war ein Fach im Kühlschrank für Mitbringsel des Gastes. Auf dem Sideboard stand eine große Stehlampe.
Vom Vorraum zweigte rechts das eigentliche Zimmer ab, geradeaus ging es in die Toilette.
Gehen wir aber erst mal ins Zimmer. Nach Betreten fand man rechts eine große, weiße Schrankwand vor, in die links und rechte 2 große Kleiderschränke integriert waren. Hier war auch der Tresor zu finden. In der Mitte stand auf einem Podest der eine persönliche Begrüßung zeigende Fernseher (LCD, etwa 50 cm, 16:9 - leider beim Fernsehen etwas schlechtes Bild, da offensichtlich falsch eingestellt) und die Tastatur, mit der man den On-Screen Computer bedienen konnte.
In der Mitte des Raumes stand das schöne, hohe Bett, das über ein schönes Kopfteil aus Holz verfügte. Rechts und links waren passende Nachttische aus Holz zu finden, abgedeckt durch eine dicke Glasplatte. Auf jedem der Nachttische stand eine hohe Lampe aus Glas mit beigem Seidenschirm. Etwas pompös, aber zum Stil des Zimmers passen. Nicht umsonst wird der Stil als "Second Empire Style" beschrieben.
Rechts neben dem Bett befand sich noch eine klappbare Kofferablage (sagen wir mal suboptimal). Über dem Bett hing ein großes Bild, dass neben einer alten Radierung der Oper deren Grundriss in zwei Versionen zeigte.
Sagen wir aber noch etwas zum Bett, schließlich in einem Hotel nicht ganz unwichtig. Es handelte sich um ein großes Teil, dass über eine beträchtliche Höhe verfügte. Die Matratzen waren sehr bequem, wenn ich mich auch im Bett nicht wohl gefühlt habe. Dies lag schlicht und ergreifend daran, dass es sich um 2 getrennte Matratzen handelte (schon mal unbequem!) und sich die Betten zu allem Überfluss auch noch auseinander schoben, wenn man den rein geriet. Da schlafe ich zu Hause doch besser. Was dafür aber positiv war, waren die 2 großen Kissen pro Person, die einen ordentlichen Schlaf ermöglichten. Auf dem Bett lagen bei Ankunft zwei Kissen mit dem Wappen des Hotels und vorne eine halbe Tagesdecke im Baisly-Stil.
Auf dem linken Nachttisch war übrigens noch ein Telefon zu finden (komische Modell, da hätte ich was moderneres genommen) und ein Ordner in Form eines alten Buches, in dem sich die üblichen Hotelinformationen befanden.
An der Fensterfront stand ein Tisch mit Ohrensessel, der zum Ausruhen einlud.
An der Wand gegenüber dem Bett stand ein ordentlich großer Schreibtisch mit Stuhl, darüber hing ein großer Spiegel. Im Schreibtisch warteten ein Notizblock mit Kugelschreiber (ordentliches Metall, kein Plastikschrott), weitere Bürodevotionalien bildeten Briefpapier und Umschläge. Auf dem Schreibtisch stand ein zweites Telefon und eine Stehlampe. Etwas über der Platte waren Netzwerkanschlüsse und Steckdosen zu finden. Neben dem Schreibtisch stand noch ein zweiter Stuhl.
Farblich dominierten im recht hohen Raum (ich denke an die 3,5 m) die hellen Tapeten und der dunkelrote Teppich. An den Fenstern hingen dicke, helle Gardinen, die den Raum nachts gut abdunkelten.
Was den Zustand des Zimmer anging, kann ich eigentlich nur schwärmen. Keine Macken, keine Kratzer - die gesamte Einrichtung wirkte eigentlich wie neu. So habe ich es selten erlebt.
Was aber das De-luxe Zimmer von einem Executive-Raum unterscheidet, ist der Blick aus dem Fenster. Wir hatten einen direkten Blick auf die Oper, eine wahrlich herrliche Aussicht. Dieser Blick macht schon glücklich und lädt auch noch kurz vor dem Einschlafen zum Blick aus dem Fenster.
Ein Nachteil der Lage war allerdings der nächtliche Geräuschpegel. Trotz doppelter Fenster war deutlich Straßenlärm zu hören und die unter dem Hotel verlaufende Metro schaffte es sogar, ein leichtes Vibrieren hervorzurufen!
Bewertung: Das Zimmer war schön eingerichtet und in einem hervorragenden Zustand. Was mir negativ auffiel war das "getrennte" Bett, die fehlende, vernünftige zweite Sitzmöglichkeit (der Schreibtischstuhl tut es wohl kaum!) und der hohe Geräuschpegel. Bedenkt man mal, dass es sich um ein entsprechend großes Zimmer handelte, möchte ich in den kleineren nicht wohnen, das Gebotene muss es schon wenigstens sein. Traumhaft ist natürlich der Blick aus dem Fenster.
Note: voll befriedigend
Bad
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Bei Betreten des Raumes sahen wir zuerst einmal die Toilette. Ein kleiner Raum mit Toilettenschüssel und Telefon, ein Handwaschbecken fehlte. Nun gut, dachte ich. Nicht toll, aber zumindest eine Gästetoilette. Weit gefehlt, das war die Haupttoilette! Ist natürlich alles andere als schön auf die Toilette zu gehen und dann mit ungewaschenen Pfoten durch das Zimmer rüber zum Bad zu latschen. Das wünsche ich mir anders, da verzichte ich lieber auf eine separate Toilette und habe sie im Badezimmer. Vom fehlenden Bidet reden wir jetzt mal nicht.
Kümmern wir uns nun aber mal um das eigentliche Bad. Was zunächst einmal positiv anzumerken ist, ist die Tatsache, dass das Bad über ein Fenster verfügte. Dieses war mit durchsichtigen Gardinen verhangen, wirklich richtige Vorhänge oder ein Rollo gab es nicht. Jetzt weiß ich nicht ob man bei eingeschaltetem Licht von außen in den Raum schauen konnte, aber rausgucken konnte man auf jeden Fall. Es ist einfach kein angenehmes Gefühl vor dem Waschbecken zu stehen und vielleicht Intimpflege zu betreiben, während man draußen dem Treiben auf der Straße zusieht und sich fragt, ob hier das Motto "Sehen und gesehen werden" gilt. Ich habe mich da einfach unwohl gefühlt, ein eigentlich selbstverständliches Rollo hätte Abhilfe geschaffen.
Das Bad selber war dann gar nicht so schlecht. Vor dem Fenster stand ein Tisch mit Kosmetiktüchern und Informationen über hauseigene Spa-Produkte. Gegenüber der Tür lag das Waschbecken (leider nur eins, dafür aber mit viel seitlicher Ablagefläche). Es handelte sich um einen Holztisch mit Marmorplatte, über dem ein großer Spiegel mit zwei Leuchten hing. Links daneben hing der Rasierspiegel, leider weder höhenverstellbar, noch beleuchtet.
Auf dem Waschtisch (Holzgestell mit beiger Marmorplatte) lagen Toilettenartikel (Shampoo, Spülung, Duschgel, Bodylotion, Pads, Ohrenstäbchen und Duschhaube, sowie Seife - alles von Molton Brown London) und Waschlappen.
Durch einen leichten Wandvorsprung getrennt lag links die Badewanne, die allerdings wenig einladend wirkte. Dies lag allerdings nicht an mangelnder Pflege oder gar Abnutzungen, sondern an der Größe. Der Raum ließ es nämlich offensichtlich lediglich zu, eine Kurzwanne (ich schätze maximal 1,4 m Länge) einzubauen, in der es sich mit über 1,90 Körpergröße oder gar zu zweit kaum entspannend baden lässt. Dafür lag noch eine Seife bereit und über der Wanne hingen an einem (leider nicht beheizbaren) Handtuchhalter 2 schöne, große Handtücher. Neben der Dusche lag über Eck die Dusche. Sie war ordentlich groß, mit Marmor ausgekleidet und verfügte über eine fest installierte Regendusche, sowie einen Duschkopf. Mittels eines Rades konnte man genau die gewünschte Temperatur einstellen, was auch tadellos funktionierte. So erspart man sich das lästige Mischen. Geschlossen wurde der Duschraum mit einer massiven Glastüre, an der noch einmal ein Beutel mit speziellem Ginseng Duschgel und Shampoo hing. Neben der Dusche waren an einem Haken 2 Bademäntel zu finden.
Das Bad selbst war mit der gleichen Tapete tapeziert wie das eigentliche Zimmer (typisch für Paris), lediglich der Boden und Spritzwasseranfällige Stellen waren mit Marmor verkleidet.
Was mich etwas störte im Bad, war die Temperatur. Das Bad wirkte nämlich stets kalt, da es offensichtlich nicht geheizt war. Zwar befand sich unter dem Waschtisch ein kleiner Heizkörper, allerdings war dieser beim besten Willen nicht anzukriegen.
Bewertung: Im Grunde hat mir das Bad schon gut gefallen, denn es war schön hell, hatte Tageslicht und die verwandten Materialien hochwertig. Wasserdruck und Temperatur waren wie gewünscht. Etwas weniger gut gefiel mir die Badewanne, wobei es überhaupt schon schön war, dass Dusche und Wanne getrennt waren. Selbst in Top-Hotels ist dies (leider) nicht immer der Fall. Was mich dann allerdings sehr enttäuscht war die Raumtemperatur, der fehlende Vorhang und die absolut unzufriedenstellende Toilettensituation mit dem fehlenden Handwaschbecken. Trotzdem muss man ehrlicher Weise sagen, dass das Bad prinzipiell schon über dem Durchschnitt lag und nicht mit den Standardklitschen in manch Hotel zu vergleichen war.
Note: noch befriedigend
Turning down Service
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Abends aus dem Louvre zurückgekehrt, fanden wir unser Zimmer bereits für die Nacht vorbereitet. Die Tagesdecke samt Kissen war entfernt, das Handtuch ausgetauscht (sämtliche einmal benutzten Handtücher wurden stets ausgetauscht - müsste meiner Ansicht nach nicht sein) und der Fernseher eingeschaltet (BBC). Ein Betthupferl fand sich nicht, dafür stand auf dem Tisch das Willkommensgeschenk für Ambassador-Mitglieder. Es handelte sich um eine 0,75 l Moet Brut Imperial Champagner (mag ich nicht, aber irgendwer zuhause wird's schon brauchen können) und eine Geschenkdose mit 8 Madeleines von Fauchon (270g, die besten Madeleines die ich je gegessen habe). Dieses Geschenk hatte schon einen reellen Wert, die Flasche Champagner kostet im Hotel 72 € (bei uns im Laden immerhin noch 27,99 €), die Madeleines kostet über die Homepage von Fauchon 25 US$. (eigentlich wären die Dinger auch einen Bericht wert…) Auf dem Bett lag die Bestellkarte für das Zimmerfrühstück.
Im Bad war übrigens noch der Waschtisch geputzt und unsere Hausschuhe an das Gestell der Kofferablage gestellt.
Am zweiten Abend lief es genauso ab, nur fehlte verständlicherweise das Geschenk.
Bewertung: Mal vom fehlenden Betthupferl abgesehen gab es hier nichts auszusetzen.
Note: sehr gut
Frühstück
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Nach der ersten Nacht freuten wir uns morgens auf das Frühstücksbuffet. Gereicht wurde es im Cafe de la Paix, dem Denkmalgeschützten Restaurant des Hotels. Zu diesem Ort kann eigentlich nur positives gesagt werden. Es handelt sich um einen historisch eingerichteten Raum mit aufwendigen Deckenmalereien, Stuckverzierungen und jede Menge Blattgold. Ein wirklich prächtiger Raum der zu den schönsten Frühstücksräumen gehört, die ich je gesehen habe.
Wir stellten uns am Eingang vor und wurden von einer freundlichen Dame im Nichtraucherbereich der Cafes platziert. Von unserem Tisch aus hatten wir einen schönen Blick auf den Boulevard Haussmann, auf dem allerdings morgens noch nicht viel los ist.
Kommen wir nun zum Buffet, auf das das Hotel besonders stolz ist. Zunächst findet man neben den zu bestellenden Getränken (sehr guter Kakao!) Wasser, Sekt, frisch gepresster Orangensaft, frisch gepresster Apfelsaft (schmeckt sehr interessant), Grapefruitsaft, Ananassaft und Multivitaminsaft.
Das Speisenbuffet selbst war in 2 Bereiche aufgeteilt, einen "normalen" und einen japanischen. Aus Interesse fing ich mit dem japanischen Teil an, von dem ich ein Rindfleischgericht (sehr trocken), Eierpfannkuchen, eingelegten Fenchel (ich dachte fälschlicherweise es wäre was ähnliches wie Kim Chi) und mir unbekannte Früchte probierte. Um ehrlich zu sein war es nicht mein Geschmack, obwohl ich eigentlich der asiatischen Küche recht aufgeschlossen gegenüberstehe. Es gab noch einiges andere zu probieren, aber ich verzichtete. Was dies alles war kann ich beim besten Willen nicht sagen, die Schilder waren leider auch wenig aussagekräftig.
Dann also zum europäischen Teil. Dort gab es zunächst gekochte Eier, Rührei, gebratene Tomaten, Potatos und Austernpilze.
An Brot gab es einige Brotsorten, Baguette, Croissants und natürlich jede Menge Weißbrot. Brötchen im eigentlichen Sinne fand man nicht.
Als Brotbelag gab es 3 Sorten Wurst, 4 Sorten Käse (und das in Frankreich!), Lachs und reichlich Marmelade. Die Auswahl an Wurst und Käse fand ich absolut enttäuschend, da kriegt man normalerweise in jedem Landhotel mehr.
Ebenfalls etwas Mager war die Auswahl an Müsli und sonstigen Cerealien, das gab es gerade mal ein paar Cornflakes und eine Müslisorte.
Besser sah es dann schon bei den süßen Sachen aus, es gab Crepes, 3 Sorten Kuchen, süße Teilchen in reicher Auswahl und Stuten. Besonders hervorzuheben war eine hausgemachte Marmelade (Aprikose mit weißer Schokolade) und eine hausgemachte Nuss-Nugatcreme, die jeweils traumhaft schmeckten.
Begeisternd war zum Abschluss noch die Obstauswahl. Es gab bestimmt 20 verschiedene Sorten, die zum Teil stets frisch aufgeschnitten wurden oder eingelegt waren.
Was den Service während des Frühstücks angeht waren wir eigentlich recht zufrieden, gebrauchtes Geschirr wurde zügig abgeräumt, bestellte Getränk kamen prompt. Lediglich nach neuem Besteck musste man fragen.
Was uns noch auffiel war, dass wir plötzlich eine Rechnung über 70 € (zweimal Frühstücksbuffet a 35 €) auf dem Tisch hatten, die wir unterschreiben sollen. Auf meinen Einwand hin, das Frühstück sei doch in der Rate inkludiert entgegnete man mir, das ganze diene lediglich der internen Verrechnung. Also gut, kurz paraphiert und ab damit. In anderen Hotels
Bewertung: Das Frühstück war OK, wobei vor allem die Obstauswahl und die süßen Speisen gefielen. Insgesamt war es allerdings keinesfalls ein überragendes Mahl und 35 € pro Person in meinen Augen nicht ganz wert. Allerdings entschädigt der Raum für vieles!
Note: befriedigend
Housekeeping
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Zurück im Zimmer war bereits das Housekeeping durch, so dass alles wieder schön sauber war. Das Bett war natürlich gemacht und mit der Tagesdecke versehen, Bad und Toilette augenscheinlich gründlich geputzt, sämtliche Badartikel (inklusive kurz benutztem Nähset) aufgefüllt, Handtücher getauscht und die Hausschuhe zurechtgerückt. Alles in Perfektion erledigt, so dass es nichts zu beanstanden gab.
Bewertung: Wie es sein soll!
Note: sehr gut
Restaurant
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Essen kann man im Cafe de la Paix (Abend- und Mittagessen) und dem im Atrium gelegenen La Verrière (Mittagessen). Ich habe die Restaurants nicht in Anspruch genommen und kann daher nichts dazu sagen. Auf der Speisekarte des de la Paix standen allerdings viele verschiedene Fischgerichte, bei deren Zubereitung man am Fenster zuschauen konnte. Man verfolgt eine Art Marktküche. Die Preise bewegen sich so ab ca. 40 € pro Person, durchaus OK wie ich finde.
Wellness
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Hier die Achillesferse des Hotels, der Wellnessbereich. Es gibt zwar ein Zentrum für Behandlungen aller Art (den I-Spa by Algotherm), aber keinen Pool oder ähnliches. Dafür steht allerdings ein Fitnessraum zur Verfügung. Ich habe diesen allerdings nicht besucht, so dass ich schweigen muss.
Business
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Es gibt im Hotel ein Business-Center das die üblichen Dienstleistungen anbietet. Als Freizeitreisender brauche ich dies allerdings nicht. Internet gäbe es außerdem im Zimmer, mir ist zum Preis allerdings lediglich ein Komplettangebot (endlos surfen und Pay-TV) zu 35 € aufgefallen.
Veranstaltungen
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Im Hotel warten 2260 qm Veranstaltungsfläche verteilt auf 21 Räume auf tagungs- oder feierwütige Gäste. Darunter befindet sich auch ein großer Ballsaal, den ich allerdings leider nicht besichtigt habe. Laut Fotos ist es historisch und von besonderer Schönheit. Technisch dürfte alles vorhanden sein was der moderne Markt so üblicherweise hergibt (wenn ich das Datenblatt des Hotels richtig deute).
Check-Out
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Leider muss man sich von seinem Urlaub auch immer wieder verabschieden, so auch dieses mal. Leider musste ich wieder an der Rezeption anstehen, bis ein Mitarbeiter frei war.
Dieser behandelte mich freundlich und schickte sofort jemanden auf mein Zimmer, der das Gepäck abholen sollte. Die mir präsentierte Rechnung war korrekt und ich wurde gefragt, wie es mir im Hotel gefallen habe. Schön fand ich dabei, dass die einzelnen Rechnungsposten mit mir durchgegangen wurden, wobei ich zur Rechnung gefragt wurde: "Do you like it?" (für Nichtenglischsprecher: Mögen Sie sie?) Ich konnte ja nicht anders als mit "No" zu antworten und hinterher zu schieben, dass ich Rechnungen niemals mag. Aber wer tut das schon.... Die Zahlung der Rechnung erfolgt unkompliziert über die beim Check-In vorgelegte Kreditkarte.
Auf mein Zimmer zurückgekehrt war das Gepäck bereits abgeholt, so dass wir gleich runter gehen konnte. Vor dem Hotel stand bereits unser Wagen und zügig wurde das Gepäck durch den Doorman verladen. Ich fragte noch kurz nach dem Weg zu Sacre Coeur (keine Lust zu laufen) und fuhr ab...
Bewertung: Ein guter und reibungsloser Check-Out, wenn man mal von der Wartezeit absieht.
Note: noch gut
Gesamtbewertung
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Insgesamt ein sehr schönes Hotel, das sicher zu den besseren Adressen weltweit gehört. Neben der Atmosphäre (nirgends war Arroganz zu spüren) und dem neuwertigen Zustand der Einrichtung konnte vor allem die Lage gefallen. Es gab in diesem Hotel nichts wirklich schlechtes, das negativste war unter dem Strich das Bad und hierbei handelt es sich doch um Klagen auf hohem Niveau. Was etwas besser hätte sein könnten ist die Besetzung der Rezeption. Menschen mit etwas empfindlicherem Schlaf wären wahrscheinlich auch bei dem nächtlichen Geräuschpegel schlecht weggekommen.
Zum Schluss noch ein Wort zum Preis. Klar, dieser erscheint nicht gerade günstig und ist er auch nicht. Allerdings muss man bedenken, dass das Hotel in Paris liegt, wo die Top-Hotels nun traditionell einfach gesalzen sind. Im Vergleich zu Ritz, Plaza Athene, Crillon und Meurice ist das Le Grand meist um die 200 € günstiger, so dass ich den Preis im Verhältnis angemessen finde.
Selbstverständlich empfehle ich das Haus und gebe ihm 4 Sterne.
Note: noch gutVielen dank fürs Lesen (ich weiss das zu schätzen!), Bewerten und Kommentieren!
Fazit: Eine Reise wert!
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