Hotel Seaside Sandy Beach (Playa del Ingles)
Fünf Sterne - Minus eine Kakerlake, deswegen wohl nur vier Sterne - Hotel Seaside Sandy Beach (Playa del Ingles) Hotels international

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Fünf Sterne - Minus eine Kakerlake, deswegen wohl nur vier Sterne
Hotel Seaside Sandy Beach (Playa del Ingles)

opm85

Name des Mitglieds: opm85

Produkt:

Hotel Seaside Sandy Beach (Playa del Ingles)

Datum: 06.12.08

Bewertung:

Vorteile: Essen, Angebot, Lage

Nachteile: Kakerlake im Zimmer, lautes Zimmer

Letztes Jahr Ende Juni war es endlich soweit, endlich mal wieder so richtig Urlaub. Über Kosten und den Anspruch an die Reise waren uns beide schnell klar. Ebenso legten wir auf eine gewisse Ruhe wert.

So landeten wir doch schnell bei Gran Canaria und suchten nach ansprechenden Hotels. Wir wollten 10 bis 11 Tage verreisen und waren bereits bis 1100 Euro pro Person zu blechen. Um ein passendes Hotel zu finden und keinen Reinfall zu erleben, gingen wir zunächst auf www.holidaycheck.de auf die Suche nach einem gut bewerteten Hotel und da war es dann auch schnell gefunden "Seaside Sandy Beach" in Mitten von Playa de Ingles.

Am Anreisetag sind wir erstmal von Lübeck aus mit dem Auto nach Hamburg gestartet. Nachdem frühzeitigen Einchecken und völlig überteuerten Kaffee und Kakao im Cafe in der Wartehallt, drängt sich um Punkt 06.00 Uhr unser Flugzeug mit zig anderen um einen der ersten Startplätze, da ja um 06.00 Uhr das Nachtflugverbot endet.
Im Flugzeug hatten wir von der netten Dame am Schalter Plätze ganz vorne, mit Blick auf die Wand, bekommen, da dort etwas mehr Platz für meine langen Greten war. Im Flugzeug gab es dann erstmal Frühstück und natürlich Getränke. Nach 4,5 Std Flug und teilweise gutem und teilweise schlechtem Fernsehrprogramm landeten wir vormittags auf Gran Canaria.

Wie erwartet und vom Reiseveranstalter versprochen, STRAHLENDER SONNENSCHEIN und angenehme 28 °C. Nachdem wir unser Gepäck vom Band gesammelt hatten, ging es wie immer auf die Suche nach dem richtigen Bus. Der war durch entsprechende Beschilderung aber schnell gefunden und so konnte die Fahrt schnell losgehen.

Der Bus tingelte dann erstmal ein ganzes Stück an der Küste entlang und fuhr gefühltermaßen jedes Hotel an, das es auf der Insel gab. So kamen wir erst nach etwa 1 Stunde an unserem Hotel an.

* Das Hotel - Allgemein *
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Das Sandy Beach Playa des Ingles unmittelbar im Zentrum gelegen, gehört zur Seaside Gruppe und ist eines der besseren Hotels in der Gegend. Es ist komplett im maurischen Stil gehalten und erinnert dadurch an arabische Bauten.
Die Lage kann man als zentral und dennoch ruhig beschreiben, zumindest der vordere Teil^^. Dieser liegt in einer Sackgasse und wird daher nur von Anliegern befahren. Der erste Eindruck brachte mir die Gedanken - Geplegt, Groß und Edel.

Hotel Sandy Beach
Avenida Menceyes
35100 Playa del Inglés
Gran Canaria
Tel.: 0034-928-72 40 00
Fax: 0034-928-72 40 08
e-mail: info@sandy-beach.es

Am meisten sieht man auf der Homepage www.sandy-beach.de


* Ankunft *
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Unmittelbar vorm Hotel wartete schon ein Mitarbeiter mit Kofferwagen auf uns und lud gleich das Gepäck auf. Ich hoffte, dass er wirklich zum Hotel gehörte und ließ ihn mal machen. Er schob dann voraus und folgten ihm unauffällig in die Eingangshalle.

Dort wurden wir direkt durch die Direktorin persönlich begrüßt und erhielten nach Vorlage unserer Reiseunterlagen gleich unsere Zimmerkarten sowie die Karten für den All Inclusive Bereich. Zusätzlich mieteten wir noch einen Safe, der sich in jedem der Zimmer befindet.

Danach wurden unsere Koffer aufs Zimmer gebracht und wir konnten erstmal in Ruhe auspacken und provisorisch einsortieren.


* Das Zimmer *
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Ins Zimmer gelangte wie in vielen Hotels üblich und sinnvoll mit unseren Zimmerkarten. Gleich hinter der Tür musste man die Karte dann ein Lesegerät stecken, um den Strom einzuschalten. Soll vermutlich verhindern, dass Leute Geräte laufen lassen, wenn sie das Zimmer verlassen haben.

Das Zimmer bestand letztendlich aus einem großen Raum, von dem unmittelbar hinter der Eingangstür noch eine Tür ins Badezimmer abging. Im Zimmer selbst befanden sich im Eingangsbereich rechtsseitig ein riesiger Kleiderschrank, der sich über die ganze Wand erstreckte, und natürlich ein großes Doppelbett mit angenehmen Matratzen. Gegenüber dem Bett war ein großer Schrank auf dem ein kleiner Fernseher stand und in dem sich auch der Kühlschrank bzw. die Minibar befand. Der Fernseher hatte eine gute Größe von etwa 50 cm Diagonale und verfügte über alle üblichen deutschen Programme.

Links und rechts neben den Bett standen noch zwei kleine Nachtschränke und auf einer Seite (rechts) noch ein kleiner Schreibtisch mit jeder Menge Briefpapier & Co sowie einem Telefon.

Das Badezimmer war für mich persönlich das Highlight, denn es war mit Fön, jeder Menge Handtücher, Kosmetiktücher, einem großen Spiegel und einer großen Dusche mit Glastrennwand ausgestattet. Es gab jeweils Handtücher, Badetücher und Strandtücher.

Nicht ganz so gut wie das Bad, aber auch zufrieden stellend, war der Balkon, den man über die Schiebetür der Glasfront erreichte. Dieser war gute 6 m lang und verfügte über zwei Stühle und einen kleinen Tisch. Ganz anders war leider die Aussicht, wir guckten genau auf die Hauptstraße, die Richtung Hauptstrand von Playa de Ingles führte.

Das Badezimmer sowie die Matratzen und Schränke wurden natürlich erstmal genau unter die Lupe genommen. Aber sie waren wirklich sauber und augenscheinlich frisch gereinigt. Selbst unter den Matratzen waren keine Haar oder ähnliches zu finden und auch der Kühlschrank roch neutral und noch wichtiger, er sah auch so aus. Zum Glück.

Nun aber mal zum unerfreulichen Teil. Das Zimmer hatte zwar eine Klimaanlage, aber die war nachts einfach zu laut um diese laufen zu lassen. Wiederum wurde es ohne Klimaanlage so warm, dass wir die Schiebetür nachts immer offen hatten.

Doch der Balkon war bekanntlich direkt an der Hauptstraße, die nachts zwar kaum befahren ist, aber leider haben Spanier einen ganz eigenen Fahrstil hochtourige Sportwagen und jede Menge Motorroller knattern in regelmäßigen Abständen zwei Etagen unter unserem Balkon entlang.

Zweites Riesenmanko und der absolute Horrortrip war eine Kakerlake, die abends quer durch unser Zimmer lief. Meine Freundin schrie nur und ließ Taten sprechen. Mit einem gezielten Schlag mit dem Hausschuh war sie Geschichte.

Anschließend hatten wir aber beide etwas Panik vor mehr Kakerlaken und begannen das Möbelrücken. Ich entdeckte hinter den Schränken dann einige größere Bohrlöcher für Leitungen, über die die kleinen Tierchen den Weg zu uns gefunden haben könnten. Diese stopfte ich anschließend bis zum Anschlag mit Kosmetiktüchern voll und verschaffte uns ein bisschen Sicherheit.


* Hotel *
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Nachdem wir das Zimmer durchforstet hatten, liefen wir natürlich erstmal planlos durchs Hotel. Es verfügte über einen Tennisplatz, einen Billardtisch, ein Fitnessstudio, eine Sauna, einen Wellnessbereich, einen großen Pool und natürlich ein Restaurant mit Bars.

Die Nutzung der Sauna war im Preis inklusive, wurde aber aufgrund des eh warmen Klimas nicht genutzt. Aber ein Blick ins Innere, war super. Sie war sauber und auch ruhig im obersten Stockwerk des Hotels gelegen. Gleich angrenzend war natürlich auch gleich der Wellnessbereich mit einem reichhaltigen Angebot an Massagen und Anwendungen, die aus finanzieller Armut aber nicht genutzt wurden. Ist mir die Sache nicht wert.

Gern genutzt habe ich aber das Fitnessstudio mit vielen Geräten und einer großen Auswahl an Hanteln. Es gab Stepper, verschiedene Seilzüge und natürlich Matten für die Turner unter uns. Ich selbst habe mich immer aufs Bankdrücken beschränkt, mache ich auch in meinem Fitnessstudio daheim.

Besonders lobenswert waren ausgelegte frische Handtücher sowie ein Wasserspender mit Einwegbechern. Wow...was fürn Luxus. War ich von meinen bisher besuchten Partyhochburgen nicht gewohnt.

Billard war wir schon erwähnt umsonst und befand sich mit Pool und dem Restaurant auf einer Ebene. Da es umsonst war, wurde es auch jeden Abend durch uns genutzt und machte einen relativ neuwertigen Eindruck. Es gibt ja nichts Ärgerlicheres als schiefe Tische oder ausgeschlagene Löcher. War hier zum Glück nicht der Fall.

Der Pool war wunderschön in runder Form gestaltet und hatte eine angenehme Temperatur, die zum Klima passte. Rund um den Pool herum gab es noch genug Liegen für alle und zusätzlich noch eine kleine Terrasse, die man über zwei Stufen nach oben erreichte. Hier gab es dann noch mal zig weitere Liegen. Doch wo waren die Polster? Wir kapierten erst langsam das System. Man musste sich gegen Pfand einen Handtuch-Chip an der Rezeption holen und den zum Pool-Boy Miguel bringen. Dem zeigte man dann eine Liege und schon buckelte er zwei Polster auf den Rücken und stattete uns die Liegen aus. Dazu gab es noch zwei große Handtücher zum darunter legen. Perfekt. Die Handtücher konnte man gleich gegen Neue tauschen, wenn man am nächsten Tag kam. Aufräumen war natürlich auch Sache der Angestellten.

Direkt am Pool-Bereich gab es zudem noch eine Bar, an der man sich direkt mit Getränken versorgen konnte. Das Klima also die Umgebung ist im Poolbereich und auf der Sonnenterrasse sehr angenehm ruhig, da sich beides praktisch auf dem Dachgeschoss der 3. bzw. 4. Etage befindet.

Entspannt hat mich auch das Internet-Cafe, das sich auf der Rückseite des Hotels befindet und praktisch nur von der Straße zu erreichen ist, also man aus dem Gebäude heraus gehen. Dort haben wir als Hotel-Gäste jeweils jeden Tag eine Stunde frei gehabt. Gute Rechner, deutsche Leiterin und sauber und gepflegt. Top.


* Essen/All Inclusive *
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Meine Freundin und ich wollten Entspannung pur, deshalb haben wir uns All-Inclusive gegönnt. Gleich zu Anfang haben wir hierfür jeder eine entsprechend separate Chip-Karte bekommen. Natürlich hatten wir uns schon vorher darüber informiert, was All-Inclusive in diesem Hotel bedeutet. Und es ja, es war wirklich mal richtig All-Inclusive.

Das Prinzip mussten wir aber erstmal richtig verstehen lernen. Es gibt jede Menge Bedienungen, die man herbeirufen kann oder man wartet halt bis sie auf einen zukommen. Das waren die mit dem "Drucker". Die haben die Getränke-Bestellungen aufgenommen und anschließend auf einen kleinen Zettel gedruckt. Dieser wurde dann unter dem Salz- oder Pfefferstreuer befestigt. Nun kam ein "Läufer", der den Zettel genommen und die Bestellung ausgeführt hat. Komisches Prinzip, aber den Drucker darf da anscheinend nicht jeder haben.

Aber zurück zum Wesentlichen. Natürlich gab es dadurch drei Mahlzeiten am Tag plus Kaffee mit Kuchen usw. Die Getränkekarte konnten auch fast voll ausgeschöpft werden. Cola-Rum, Sangria, Cola & Co, Kaffee, Wasser (sogar in Flaschen), Bier und und und .....waren alle im Preis inbegriffen und konnten nach Herzenslust und in rauen Mengen nacheinander weg bestellt werden. Man durfte die Getränke und sogar ganze Wasserflaschen mit aufs Zimmer nehmen, so dass wir während unseres gesamten Aufenthaltes nichts extra kaufen mussten. Die Cocktails, die inbegriffen waren, sowie der Sangria und die übrigen Getränken waren im Top und auch entsprechend mit Früchten angerichtet. Haben uns dann auch so manches Mal ein paar Kannen Sangria am Abend gegönnt, der war besonders gut.

Aber jetzt noch mal zum Essen. Mit Zeiten kann ich leider nicht mehr dienen, dafür ist es schon zu lange her. Aber ans Essen kann ich mich genau erinnern. Morgens gab es ein umfangreiches Buffet mit viel Obst, zig Marmeladensorten, Nutella & Co, frische gebackenen Brötchen, Brot, Säfte und natürlich Kakao oder Kaffee.

Das Mittagessen war natürlich noch mal um einiges umfangreicher und war eher international gehalten. Man konnte zwischen Fleisch, Fisch, Nudelgerichten, Kartoffelgerichten und einer reichlichen Auswahl an Salat wählen. Dazu gab es als Nachtisch die Wahl zwischen Eis und Pudding, oder halt beides.
Nachmittags gab es dann für uns, also die AI-Gäste, noch Kaffee mit Kuchen oder frisch gebackenen Waffeln mit Eis. Dazu natürlich Kaffee, Espresso & Co. Muss aber zugeben, dass dies eher im kleinen Rahmen gehalten und selten durch uns genutzt wurde. Irgendwann muss man ja auch mal aus dem Hotel raus.
Abends gab es dann das Hammer-Menü, das letztendlich ähnlich wie das Mittagessen war. Nur wurde hier meist mehr Personal investiert, so konnte man sich selbst Fleisch aussuchen und dies direkt vor seinen Augen zubereiten lassen. Das galt auch für andere Gerichte, wie z.B. Kartoffelpuffer, die echt super waren. Die besten in meinem Leben.

Das Problem am Essen waren wirklich die rauen Mengen. Ich lag so manches Mal abends im Bett und war so ziemlich bewegungsunfähig, einfach zu voll gegessen. Man sollte sich also rechtzeitig beherrschen können, sonst kann man auch ganz gut zunehmen und sich nur mit Essen beschäftigen.


* Service *
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Den Service wie Kofferträger und Poolboy habe ich ja schon erwähnt. Natürlich gibt es sonst noch die üblichen Verdächtigen, wie Rezeptionisten, Kellner, Putzfrauen, Gärtner und weitere Angestellte.

Muss hier leider wieder in bisschen Kritik loswerden, da diese nicht alle deutsch sprachen bzw. verstanden. So wollten wir uns über die Funktion der Karten informieren und der Mitarbeiter sagte nur "AH" und nahm die Karten. Er löschte diese anschließend und programmierte sie neu.

Aber prompt kam ein deutschstämmiger Mitarbeiter und klärte das Gespräch. Ähnliche Missverständnisse gab es auch mit den Kellnern, mit denen ich letztendlich hauptsächlich English gesprochen habe. Irgendwie bekommt man das schon hin.
Sie waren aber durchweg nett, auch wenn sie Bestellungen von meiner Freundin eher bzw. schneller annahmen als von mir. Spanier halt.

Die Hoteldirektorin selbst ist da das komplette Gegenteil. Diese spricht deutsch, spanisch, französisch, englisch und vermutlich noch einige andere Sprachen. Vom Dialekt her, kommt sie vermutlich ursprünglich aus dem Süden Deutschlands oder Österreich. Diese war stets sehr nett und hat so oft es ging auch selbst die Leute betreut. Auch ihre Arbeitszeiten waren nicht von schlechten Eltern. Wenn wir abends beim Abendessen waren, war sie da und bei Frühstück stand sie auch wieder auf der Matte. Und das jeden Tag. Wow. Workaholic. Muss man aber wohl auch sein.


* Abendunterhaltung *
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An einem Info-Brett konnte man immer das aktuelle Abendprogramm nachlesen. Dieses reichte von Sängern, Zauberern, Künstlern bis hin zum Flamenco-Tänzer. Es war also immer etwas los und man konnte die Darbietungen gut nutzen bzw. anschauen. Der Zuschauerkreis war dabei immer angenehm klein und man saß immer dicht dran.


* Strand *
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Die Rückseite des Hotels liegt direkt an der Hauptverbindungsstraße zum Strand. Nach ca. 300 bis 400 m Fußweg erreicht man den Hauptstrand von Playa des Ingles mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Restaurant und vielem Meer. Natürlich gibt es auch die nervigen Sonnenbrillenverkäufer gratis dazu.
Der Strand selbst ist kein wirklicher Traumstrand. Der Sand ist eher dunkel und grob als fein. Ähnlich wie unser Ostseestrand. Der Strandstreifen selbst ist etwa 200 m breit und immer gut besucht. Man findet aber problemlos ein freies Plätzchen.

Danach kann man entweder am Strand Beach-Tennis oder sonstiges spielen oder direkt baden. Das Wasser hatte bei uns etwa 22 °C und war sehr sauber. Der Wellengang war stets angenehm, so dass Bewegung ins Spiel kam. Mit meiner Luftmatratze, die ich für 3 Euro an der Promenade erstanden habe, bin ich auch weiter raus gepaddelt, da war es dann etwas ruhiger.


* Unterhaltung/Einkaufen/Nachtleben *
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Playa des Ingles und die umliegenden Gebiete bzw. eigentlich der ganze Süden sind halt auf Tourismus ausgelegt. Dadurch ist die Umgebung durch viele Hotels geprägt. Shops, Bars, Discotheken usw. konzentrieren sich eher auf die Einkaufszentren, die sich von unseren deutschen doch arg unterscheiden. Letztendlich ist es nur ein großes Platz mit einigen Gebäuden, die bis unter das Dach mit Shops und Gaststätten vollgestopft sind.
Bereits schon vor den Shops wird man von vielen Leuten gelockt und in die Geschäfte geführt. In den Läden gibt's dann natürlich jede Menge Rabatt und Handeln ist ausdrücklich erwünscht und auch nötig um einen guten Preis zu erzielen.
Meine Freundin und ich haben uns so z.B. mit Parfum eingedeckt und im Vergleich zu Deutschland ungefähr 50 %, insgesamt etwa 100 Euro, gespart. Neben den Parfums gibt es aber sonst meiner Meinung nach wirklich nur Ramsch. Klamotten und Elektrowaren würde ich nicht ohne Bedenken kaufen.
In den Einkaufszentren kann man aber nicht nur einkaufen, sondern auch feiern. So bietet das etwa 300 m vom Hotel entfernte Jumbo Center jede Menge Bars, Discotheken, Pubs und Spielhallen. Es ist praktisch für jeden etwas dabei, auch preislich gesehen. Getränke sind doch eher teuer, dafür zahlt man in den meisten Discotheken dafür keinen Eintritt und bekommt immer zwei Getränke zum Preis von einem. Der Nachteil? Ganz klar, man kann keine einzelnen Getränke bestellen.

Um die Partywelt zu erkunden haben wir auch so eine organisierte Partytour mitgemacht. Zusammen mit vielen Chaoten sind wir durch verschiedene Bars gezogen und wurden mit Rum, Kurzen und Bier überschüttet. War ne Erfahrung wert, aber im Nachhinein betrachtet irgendwie nicht unser Ding. Nach einer Stunde haben sich viele schon gegenseitig abgeleckt und lagen am Boden. Also ich bin ja erst 22 Jahre alt, aber das war irgendwie nicht so mein Ding.


* Tour nach Las Palmas *
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Der Hauptteil des Urlaubes spielt sich doch am Tag ab. So haben meine Freundin und ich die ersten Tage natürlich die Insel soweit es ging erstmal zu Fuß an der Promenade entlang erkundet und alle Geschäfte, die auf unserem bzw. dem Weg meiner Freundin lagen, befriedet. Wirklich zu sehen gibt es aber nichts, da es im Süden keine Altstadt oder so etwas in der Art gibt, da der Bereich ja extra für Touristen errichtet wurde.

Wenn man Altstadt sehen möchte, also das was für kanarische Verhältnisse Altstadt ist, sollte man in die Hauptstadt etwa eine Stunde nördlich fahren "Las Palmas". Diese kann man für gut 50 Euro im Rahmen der Tagestour mit dem Reiseveranstalter erkunden oder so wie wir, auf eigene Faust.

Für insgesamt etwa 8 Euro sind wir wie waschechte Spanier mit dem öffentlichen Bus nach Las Palmas gefahren und haben uns dort in den Shops umgeguckt. Man merkt schnell, dass die Auswahl doch eine andere ist und nicht wirklich auf Tourismus eingestellt ist. Die Preise sind insgesamt doch recht teuer und die Auswahl beschränkt.

Vom Flair her, würde ich die Stadt doch wirklich als sehr hässlich beschreiben. Die Gebäude sind oft zerfallen und von oben bis unten mit Postern und Werbeplakaten beklebt. Die Straßen werden von wildhupenden rücksichtslosen Spaniern beherrscht, für die auch rote Ampeln nicht gelten.

Laut unserem Reiseführer ist Las Palmas zudem sehr kriminell und für Touristen daher nicht ungefährlich. Aber Hey! Ich bin Polizist. Daher dachte ich, kann schon nicht so schlimm werden. Unsere Wertsachen hatten wir grundsätzlich in unseren Hosentaschen und nie in der Handtasche meiner Freundin, die auf Mallorca schon mal entrissen wurde.

Und schnell sahen wir auch warum. Im Zentrum der Stadt lief ein Mann mit Handtasche schnell wieder Wind an uns vorbei und ich hörte anschließend Sirenen. Der Mann schaffte es noch schnell auf die andere Straßenseite, bis ihn die Polizei in Form eines kleinen Peugeots und eines Motorrollers am Wickel hatte. Der eine Polizist ließ seinen Motorroller auf den Asphalt fallen, zückte den Schlagstock und los ging die einseitige Schlägerei.
Der andere Polizist fuhr sein Wagen vor die beiden, so dass man der Straße aus nichts mehr sehen konnte. Also ein eingespieltes Team.

Insgesamt hat sich der Trip also doch gelohnt, um einfach mal alles gesehen zu haben. Die Tagestour für 50 Euro wäre mir die Sache aber sicherlich nicht wert gewesen. Wer auch lieber die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen möchte, muss einfach bei der Rezeption des Hotels nachfragen. Dies haben uns die entsprechenden Infos geliefert.


* Katamaran-Tour *
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Welche Tour sich eindeutig gelohnt hat, ist die Katamaran Tour. Dies hat ca. 60 Euro pro Nase gekostet und dauerte gut 8 Stunden. Nach der Buchung über die Reiseführerin wird man an einem vereinbarten Treffpunkt von einem Bus abgeholt und in eine kleine Hafenstadt gefahren. In unserem Fall war es glaub ich Porto Rico, nicht zu verwechseln mit Puerto Rico.
Dieses kleine beschauliche Örtchen liegt weiter im Westen zwischen eher bergigem Terrain. Das Wasser ist hier aber dafür wirklich türkis-blau und verleiht dem ganzen ein bisschen Karibik-Feeling. Von der Stadt hat man aber nicht viel, da es ja gleich aufs Boot geht.

Bei dem Boot handelt es sich um ein blaues Katamaran auf dem man es sich mit etwa 40 - 60 Leuten bequem macht. Dabei kann sich mit seinem Handtuch hinpflanzen wo man möchte, entweder aufs Dach oder vorne aufs Netz.
Unter Deck bzw. beim Steuermann gibt es dann während der Fahrt ein leckeres Essen mit Fleisch, Kartoffeln und einem Knoblach Dip. Dazu kann man sich Bananen und Getränke satt holen.

Man schippert in der Zwischenzeit die wundervolle Felsküste entlang und kann die Fahrt genießen. Nach gut 90 Minuten wirft das Katamaran den Anker und es wird eine Brücke heruntergelassen. Nun werden Schnorchel und Brillen verteilt und Brot ins Wasser geschmissen.

Anschließend kann man hunderte von Fischen beim Verzehr des Brotes beobachten und ein wenig das Flair genießen. Ist von der Sache her was ganz anders als Playa des Ingles, da die Kulisse einfach wie aus dem Bilderbuch wirkt.
Nach dem Schnorcheln konnten wir zudem noch eine Runde Banane fahren, die von einem Beiboot gezogen wurde. Die Fahrt war zwar kurz, aber super.

Neben uns hat in der Zwischenzeit übrigens ein Riesenkatamaran gehalten, auf dem hunderte von Leuten gesessen haben müssen. Diese haben eigentlich das gleiche Programm wie wir gemacht, allerdings gab es da nur Gedrängel und erinnerte zwischenzeitlich eher an ein sinkendes Schiff als ein Fun-Katamaran.

Irgendwann war es dann natürlich auch vorbei und der Anker wurde gelichtet. Am Heimathafen waren wir dann beide auch echt geschafft und doch leicht gerötet, da man natürlich Sonne in voller Dröhnung abbekommt.


* Abreise *
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Diese lief logischerweise in umgekehrter Form wie die Anreise. Wir wurden pünktlich direkt vom Hotel abgeholt und konnten ganz in Ruhe einchecken. Der Flughafen war an diesem Wochenende aber schon merklich voller.

Nach etwa 4 Stunden Flug (Rückenwind) kamen wir dann in Hamburg an und wurden von meinen Eltern empfangen.


* Fazit *
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Ich würde jederzeit wieder in diesem Hotel wohnen wollen, jedoch würde ich nie wieder ein Zimmer zur Straßenseite hinnehmen, da der Lärm doch unerträglich bzw. das Zimmer einfach zu warm war.

Bis auf den kleinen Vorfall mit der Kakerlake war ich vollends mit dem Hotel sonst zufrieden und besonders vom Angebot der All-Inclusive Karte echt überrascht und begeistert. Das Angebot war einfach überwältigend und stets qualitativ auf hohem Niveau, wie es bisslang noch nicht erlebt habe.

Als Urlaubsziel ist Gran Canaria für mich aber vorerst etwas in die Ferne gerückt, da 4,5 Std Flugzeit und der Preis im Vergleich zu Mallorca, Ägypten & Co, doch schon auf einem etwas höheren Level liegt. Zudem fehlt es an Flair & eigener Geschichte. Es ist hauptsächlich ein kultureller Mix, da nach dem Wunsch der Touristen errichtet wurde und auch so aussieht.

Fazit: Bedingt empfehlenswert, sofern man kein Zimmer zur Rückseite hat