Hotel Iberostar (Costa Dorada)
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Neuester Testbericht: ... geräumig und bieten alles was man braucht. Wir hatten ein Zimmer mit Blick auf den Garten. Das war auch gut so. Denn das einzige, was u... mehr

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Hotel Iberostar (Costa Dorada)

sachsenwilli

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Produkt:

Hotel Iberostar (Costa Dorada)

Datum: 12.08.02, geändert am 04.02.05 (729 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: super Anlage, sehr gepflegt, top Service

Nachteile: nicht ganz billig

Wie schon angedroht, wollte ich mich ja noch über mein diesjähriges Urlaubsziel auslassen. Das Pendel schlug letztendlich bei der Dominikanischen Republik aus und nun stand noch die Frage, an welcher Stelle bzw. an welcher Küste wir uns in die Fluten stürzen wollten.
Prinzipiell hat man die Wahl zwischen der Nordküste (Atlantikseite) oder der Südküste (Karibisches Meer) sowie der Touristenhochburg Punta Cana, die am Ostzipfel liegt und quasi Atlantik und Karibik vereinigt. Aber halt, ich will nicht schwindeln, bin ja schließlich kein Politiker und will es auch nicht werden.
An Hand der Bilder und Beschreibungen wurde erst das Hotel gewählt und dann geschaut, an welcher Küste das Ding zufällig liegt. Die Wahl fiel also auf das Hotel Iberostar Costa Dorada und im Nachhinein kann man nur sagen, es war eine phantastische Wahl.

Lage
Die Costa Dorada ist ein relativ einsamer Abschnitt der Nordküste, der aber ca. 10 Minuten von Puerto Plata und ebenfalls 10 Minuten von der Hotelstadt Playa Dorada entfernt liegt. Die Transferzeit vom Flughafen beträgt eine Viertelstunde, und auch das war ein ziemlich starkes Argument für dieses Haus, denn nach gut 9-stündigem Flug möchte man nicht unbedingt noch stundenlang mit dem Bus über dominikanische Straßen brettern, sofern die dortigen „Verkehrswege“ überhaupt diese Bezeichnung verdienen.
Unmittelbar an der Küste befindet sich eines von 5 Gebirgen der Insel und es ist ein phantastisches Bild, wenn man im Pool oder im Meer badend den knapp 800 Meter hohen Pique Isabell del Torres im Hintergrund sieht.

Zimmer
Es gibt eine sehr vernünftige Regelung in der Dominikanischen Republik, die nämlich besagt, dass Hotels nicht höher sein dürfen als die Palmen. Das führt dazu, dass die Häuser maximal 3 Etagen haben dürfen und die Landschaft nicht durch unschöne Hotelklopper verschandelt wird. Sämtliche Zimmer befinden sich in 9 verschiedenen Häusern, die sich im Halbkreis um den großen Pool befi
nden, jedes Zimmer verfügt über einen Balkon mit Wäschetrockner.
Allerdings rentiert sich das Aufhängen der feuchten Badebekleidung kaum, da bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 % ein Trocknungseffekt so gut wie nicht messbar ist.
Wir hatten ein Doppelzimmer mit Aufbettung, die Doppelbetten waren zwar doppelt aber nicht in unserem Sinne, denn es sind große Betten, die allerdings nicht zusammenstehen. Da wir ohnehin ein besonders starkes Verhütungsmittel in Form unseres Sohnes (11) dabei hatten, konnte dieser Fakt die Freude allerdings nicht trüben.
Das Bad war groß und sauber, das Toilettenbecken ungewohnt tief, so dass bei intimen Verrichtungen die Knie stets in Kopfhöhe waren, aber das kannte ich noch von früher, als ich in der ruhmreichen Deutschen Demokratischen DDR einen Trabant hatte.
Einbauschrank und Mietsafe (ziemlich teuer) vervollständigten die Einrichtung neben Schreibtisch, Stühlen, Minibar und TV (Deutsche Welle als einziges deutschsprachiges Programm), eine Klimaanlage versteht sich von selbst.
Alles sehr geräumig und sauber, aber möglicherweise hat auch eine zeitige Trinkgeldgabe das Zimmermädchen zusätzlich motiviert. Die Zimmer haben entweder Meerblick oder Gartenblick.

Strand und Meer
Wir gehen im Urlaub eigentlich immer an den Strand und können die Leute nicht verstehen, die sich von früh bis spät an den Pool brezeln. Wenn ich das will, dann setze ich mich 2 Wochen in den Garten und blase mir ein Planschbecken auf, fertig, dazu muss ich nicht um die halbe Welt fliegen. Aber des Menschen Wille ist nun mal sein Himmelreich und genau betrachtet freue ich mich über jeden, der am Pool liegt, der geht mir nämlich am Strand nicht auf den Zeiger. Der Sand ist sehr fein, es gibt ausreichend Liegen, allerdings keine Schirme. Was beim Lesen als Nachteil erscheint, das ist kein solcher, da der ganze Strand von Palmen und Seetrauben gesäumt ist, man also immer ein schattiges Plätzchen findet.
Täglich wird der Strand gesäubert
und das erfolgt immer sehr zeitig und diskret, auch tagsüber achten mehrere Mitarbeiter peinlich auf Sauberkeit.
Die Gezeitenwirkung ist nicht allzu stark, aber im Wasser geht es auch relativ steil hinein. Da unmittelbar an der Küste eine ganze Reihe von kleineren und größeren Riffen zu finden ist, hält sich der Wellengang in Grenzen, ein Badeverbot war nie erforderlich, allerdings gibt es auch keinen, der ein solches hätte aussprechen können.
Das Wasser ist sauber und angenehm temperiert, wie überhaupt die Temperatur durch einen ständig wehenden Wind sehr erträglich ist.

Essen und Trinken
Wie die meisten Anlagen wird auch im Iberostar All inklusive angeboten und man kann quasi rund um die Uhr essen und trinken, so man es denn durchsteht. Es gibt ein großes Restaurant, in dem das Frühstücksbuffet aufgebaut ist und in dem man sich sowohl Mittag als auch Abends ebenfalls vom Buffet bedienen kann. Außerdem gibt es 3 Spezialitätenrestaurants, wo man des Abends den Hauptgang am Tisch serviert bekommt, Vorbestellung ist allerdings erbeten. An der Poolbar gibt es nicht nur Getränke bis zum Abwinken sondern auch leichte Speisen und ein Kuchenbuffet. Sowohl am Strand als auch in der Lobby und am „Theater“ gibt es Bars, wo man sich ständig mit mehr oder weniger alkoholischen Getränken versorgen kann, also ein Paradies für Kampftrinker und solche, die es werden wollen.
Die Speisen sind sehr appetitlich präsentiert und es gibt eine solche Auswahl, dass wohl selbst der größte Mäkler satt und zufrieden aufstehen möge. Es gibt stets internationale Küche, an mehreren Stellen werden Speisen vor den Augen der Gäste frisch zubereitet und stets gibt es einen Bereich, an dem einheimische Speisen zelebriert werden.
Und es gibt (fast) alles, was das Herz begehrt, das fängt beim Frühstück mit frisch gepressten Säften an und hört des Abends mit vielen Sorten Eis auf.
Einziger kleiner Minuspunkt sind viele Cocktails, die nicht frisch gemixt werde
n, sondern in Kanistern schon fertig geliefert werden, aber das geht bei einer hohen Gästezahl mit Sicherheit auch nicht anders.
Großer Pluspunkt ist die Minibar im Zimmer, die restlos geräumt werden kann und die aller 2 Tage aufgefüllt wird.
Ein wichtiges Kriterium ist für einen angestammten Sachsen selbstverständlich der Kaffee (Gaffeeh oder ä Schäälschn Heessor), den man in die Kategorie „kaum trinkbar“ einordnen muss. Da aber Espresso-Automaten vor Ort waren, fiel das nicht ins Gewicht.

Service
Wie schon erwähnt war die Zimmerreinigung tadellos, oftmals wurden die täglich frischen Handtücher mit Hibiskusblüten wundervoll drapiert. An der Rezeption wurden wir stets freundlich und zuvorkommend bedient, selbst deutschsprechende Angestellte gab es da. Sämtliche Barkeeper zeichneten sich durch beständig gute Laune, hohe Freundlichkeit und schon beinahe atemberaubende Geschwindigkeit aus, so dass auch bei großem Andrang innerhalb kurzer Zeit alle bedient waren (im positiven Sinne).
Was allerdings das Servierpersonal in den Gaststätten betrifft, da muss man deutliche Unterschiede machen, und zwar anhand der Geschlechtsmerkmale. Man kann mir sicher viele Dinge vorwerfen und das auch zu Recht, aber eines sicherlich nicht und das ist Frauenfeindlichkeit (OK, abgesehen von der SM, aber das güldet nicht). Die Kellner hatten die Aufgabe, schmutziges Geschirr abzuräumen und die Getränke zu servieren. An drei Abenden (unser „persönlicher“ Kellner hatte Urlaub) sind wir an weibliche Ausgaben dieses Berufszweiges geraten und fühlten uns glatt in alte Zeiten zurückversetzt.
Zwar bewegen sich die Damen äußerst grazil zwischen den Tischen hindurch und sind auch netter anzuschauen als ihre männlichen Kollegen, aber offenbar gibt es für sie sowohl eine Geschwindigkeits- als auch eine Lastenbeschränkung. Also stets nur einen Teller in der Hand bewegten sie sich scharpingmäßig und weitestgehend desinteressiert.
Ihre männlichen Ar
tgenossen (allen voran Domingo) dagegen wieselten umher und kaum hatte ein Tropfen Gerstensaft meine dürstende Kehle benetzt, stand schon ein volles Glas auf dem Tisch, schmutziges Geschirr wurde quasi beseitigt, bevor das Besteck auf dem Teller die letzte Ruhestätte gefunden hatte, einfach nur traumhaft.

Animation
Nun, ich muss vorausschicken, ich bin NICHT animierbar, also solche Aktionen prallen an mir prinzipiell ab. Selbstredend wurden tagsüber aller 30 Minuten andere Aktivitäten geboten, die dann des Abends in einem Showprogramm in einer Art Theater gipfelten. Das haben wir uns eigentlich täglich reingezogen und mit jedem Cocktail wurde das Programm besser, ein sehr interessanter Zusammenhang, den wir immer wieder neu studiert haben.
Die Benutzung von Tennisplätzen war ebenso kostenfrei wie einige Wassersportaktivitäten, also Katamaran, Kanu und Windsurfen, diese bedingten allerdings die Hinterlegung einer Kaution. Schnuppertauchen im Pool war ebenso möglich wie das selbstredend kostenpflichtige Ablegen eines international anerkannten Tauchscheines.

Pool und Anlage
Das Hotel hat einen sehr großen Süßwasserpool mit einem abgegrenzten Bereich für Aktivitäten (Kinderpool extra), in der Mitte befindet sich ein Whirlpool. Ebenso wie am Strand stehen auch hier Liegen kostenlos zur Verfügung, Handtücher können jederzeit kostenfrei bezogen werden.
Zwischen dem Pool und den Häusern sowie hinter diesen befindet sich eine weiträumige und sehr gepflegte Gartenanlage, in welcher sich mehrere Pfauen frei bewegen können. Im Eingangsbereich des Hotels gibt es zwei Wasserbecken mit Springbrunnen, in einem sind Schildkröten heimisch, in dem zweiten Enten und Flamingos.

Weitere Einrichtungen
- Miniklub (vorzugsweise für Kleinkinder)
- Fitnessklub, Friseur, Nagelstudio, Dampfbad
- „Ladenstraße“ mit Juwelier, Textilladen und Supermarkt
- von 9.00 bis 20.00 Uhr ein besetztes Arztzimmer (kostenpflichtig)
- In
ternetcafe (kostenpflichtig)
- Mehrere Billardtische
- Disco

Ausflugsmöglichkeiten
Anders als beispielsweise in Punta Cana gibt es eine Reihe von Ausflugsmöglichkeiten, da der Nordteil der Insel auch landschaftlich der Schönste ist. Immerhin gibt es in der Dominikanischen Republik 5 Gebirge, der höchste Berg der gesamten Karibik (ca. 3200m) befindet sich hier.
Antike Stätten sucht man allerdings vergeblich und auch Stadtbesichtigungen (Santiago oder Santo Domingo) versprechen keine großen Höhepunkte.
Wer aber bereit ist, die Schönheit der Insel in all ihren Facetten auf sich wirken zu lassen, der wird nicht aus dem Staunen heraus kommen werden.
Aber Hände weg von den angebotenen Ausflügen, die sind restlos überfüllt und restlos überteuert. Es bietet sich hier beispielsweise die Truppe von Univers an, ein Deutscher, der seit 8 Jahren dort lebt und Führungen bzw. Touren anbietet, bei denen maximal 8 Personen teilnehmen und die trotzdem weitaus preiswerter sind als die bei den Großen.
www.dr-protravel.de
Wir selbst haben dort 3 Ausflüge gebucht: eine Tour über Land, River Rafting und Katamaran (hier treten die Univers-Leute aber nur als Vermittler auf), die samt und sonders spitze waren.

Fazit
Ein nicht ganz billiger Urlaub, der aber eigentlich keine Wünsche offen lässt. Nach Aussage mehrerer Leute handelt es sich bei dem Iberostar Costa Dorada um das beste Haus der Nordküste. Meiner Regierung hat es jedenfalls so gut gefallen, dass Sie spontan beschlossen hat, das Ganze wird nächstes Jahr wiederholt.

Ein besonderes Erlebnis
Ja, natürlich passiert in jedem Urlaub etwas ganz besonderes, teilweise auch Dinge, auf die man gut und gern verzichten kann. So auch uns.
Es war eines schönen Tages und wir unternahmen eine Tagestour mit einem großen Katamaran. Leider geschah meiner Frau dabei ein kleines Missgeschick, als Sie bei dem Versuch, ein englisches Pärchen aufgrund deren Wunsches zu fotografieren, m
it der Hacke zwischen ein Netz und das dazugehörige Seil geriet und sich selbige heftig verletzte. An Bord wurde ein Notverband angebracht, der aber kurze Zeit später schon durchgeblutet war und wir entschieden uns spontan, den Hotelarzt aufzusuchen. Gesagt, getan und dort wurde die Wunde gesäubert und ordentlich verbunden nebst dem Hinweis, für die nächsten 2 Tage das Wasser zu meiden wie Thommy seine SM.
Da es noch zu früh zum Abendessen war und wie schon gesagt der eheliche, zwischengeschlechtliche Nahkampf aufgrund der Interruptustätigkeit unseres Sohnes nicht praktizierbar war, suchten wir den Pool zwecks Zeitüberbrückung auf. Meine holde Gattin lümmelte sich auf den Rand des Bassins, den einen Fuß im Wasser und den restlichen außerhalb des selben. Der Getränkeverantwortliche, zu dieser Funktion hatte ich mich spontan freiwillig gemeldet, erhielt den umgehenden Auftrag, doch zwecks Wundversorgung und Schmerzstillung die nächstgelegene Bar aufzusuchen und beim dortigen Personal einen Drink auf den Schreck zu erstehen.
Folgsam und gut erzogen, wie ich nun mal bin, schnallte ich die Badelatschen unter meine Revuefüßchen und begab mich an den Quell der Erfrischung. Da ich durch den Blutverlust meiner Frau noch ziemlich geschwächt war, benötigte ich dringend ebenfalls einen Cocktail und so schlenderte ich frohgemut und in freudiger Erwartung zu meiner Badenixe.
Vorsichtig, damit auch ja kein Tropfen dieses köstlichen Nasses verloren ginge, stellte ich die Pina Colada meiner Angebeteten zu Füßen. Ne Quatsch, Sie saß ja, also stellte ich es Ihr zu.. , na eben so, dass Sie ran kam.
Ich selbst als Unverletzter wollte langsam und elegant die Treppe in den Pool hinabdefilieren, entledigte mich zu diesem Zwecke meiner türkischen Adidas-Badelatschen (das ist product placement!!), mein einer Fuß verließ den Beckenrand, um in unvergleichlicher Leichtigkeit und Eleganz die zweite Stufe nach unten zu steigen, als die Erde plötzlich einen unerwarteten Ruck gemach
t haben muss. Oder es war eine plötzliche Zunahme der Erdanziehungskraft bei gleichzeitiger Minimierung der Gravitationskraft und sprunghaftem Anstieg der Hangabtriebskraft, jedenfalls glitt ich aus.
Dieser einer Fuß wurde mir einfach weggerissen, worauf sich der verbliebene auch nicht mehr halten konnte und die gleiche Richtung wie sein Kollege einschlug, weshalb ich auch schon auf der Treppe aufschlug, was mir wiederum eine Prellung eintrug, auf die ich dann später Creme auftrug.
Unter dem heftigen Aufprall meiner Hüfte und meiner Schulter heulte die Treppe schwer getroffen auf, das kann aber auch ich gewesen sein.
Alle Umstehenden waren sehr erschrocken, der Erschrockenste war allerdings ich und erst langsam ließen die Schmerzen nach und mit den Nachlassen meiner Pein wurde das Lachen meiner Frau immer heftiger, in das ich schließlich auch mit einstimmen konnte.
Denn während des gesamten Falles hatte ich meinen jungfräulichen Cocktail noch in der Hand. Als ich stand, war also der Cocktail oben. Plötzlich fiel ich aber, der Becher bewegte sich von mir gezogen in rasender Geschwindigkeit nach unten, dieses Tempo konnte der Drink nicht mitmachen und blieb Sekundenbruchteile regungslos in der Luft. Nun kann sich aber der stärkste Drink nicht lange in einer solchen Lage halten, worauf er es sich anders überlegte und sich gleichmäßig über die Gegend verteilte.
Für die Alkoholiker unter uns, es war ein Banana Mama, das Zeug ist pinkfarben und alle Liegen, Handtücher, Latschen und Menschen im Umkreis von ca. 3 Metern waren anschließend pink gesprenkelt, ein schönes Bild.

Fazit: