Hotel Iberostar (Costa Canaria)
Nettes Hotel in guter Lage - Hotel Iberostar (Costa Canaria) Hotels international

Neuester Testbericht: ... ein Korbstuhl welcher das gleiche Muster wie die Tagesdecke und die Dekokissen besaß. Die ersten beiden Nächte schlief ich leider ni... mehr

Nettes Hotel in guter Lage
Hotel Iberostar (Costa Canaria)

Porter3

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Produkt:

Hotel Iberostar (Costa Canaria)

Datum: 15.03.06

Bewertung:

Vorteile: Sehr guter Service, gute Küche, guter Zustand, gute Lage

Nachteile: Nichts wirklich negatives gefunden

Nachdem ich nun das zweite Mal hintereinander über Weihnachten im Costa Canaria war, ist es Zeit für einen entsprechenden Bericht. Hier nun meine Eindrücke von diesem Hotel:

Die Lage:

Das Hotel liegt im Ort San Augustin im Süden der Insel. Die ursprünglich separaten Orte San Augustin, Playa del Ingles und Maspalomas sind über die Jahre mittlerweile zusammengewachsen und bilden nahezu eine Einheit. San Augustin liegt ca. 30 km westlich vom Flughafen und rund 50 km von der Inselhauptstadt Las Palmas entfernt. Wie ich irgendwo gelesen habe, ist San Augustin die „Keimzelle“ des Tourismus auf der Insel, vor rund 40 Jahren sind hier die ersten größeren Hotels entstanden.

Im Ort selbst liegt das Hotel vom Flughafen kommend ziemlich am Anfang des Ortes. Direkt hinter dem Hotel führt die Hauptstraße vorbei, diese stört aber nicht, da zum einen der größte Teil der Zimmer zur anderen Seite liegt und außerdem die Straße vertieft (quasi in einem Graben) angelegt wurde. Somit ist das Hotel sehr verkehrsgünstig gelegen, der Transfer vom Flughafen beträgt nur zwischen 20 und 30 Minuten. Direkt vor dem Hotel sind Linienbus-Haltestellen in beide Richtungen (Playa del Ingles/Maspalomas und Flughafen/Las Palmas). Auch Taxen sind meistens schnell verfügbar.

Das Hotel ist eines der ganz wenigen Hotels in der „ersten Reihe“, d.h. sobald man durch den Garten gegangen ist, befindet man sich auf der Strandpromenade (nur Fußgänger) und direkt dahinter beginnt der Strand. Unmittelbar vor dem Hotel ist auch ein Strandabschnitt mit Liegen/Sonnenschirmen (öffentlich, gegen Gebühr). In der nähren Umgebung befinden sich ein paar Supermärkte, ein Krankenhaus befindet sich gegenüber. Bis zum Shoppingcenter von San Augustin läuft man zwischen 5 und 10 Minuten. Die Strandpromenade endet in Playa del Ingles mit dem Beginn der berühmten Dünen von Maspalomas. Bis dort hin ist man je nach Tempo rund 45 Minuten unterwegs.

Das Hotel:

Das Costa Canaria ist ein 4-Sterne-Haus, das wohl nicht im Besitz von Iberostar ist, aber unter der Leitung dieser Kette steht. Es hat rund 250 Zimmer. Optisch macht es von außen nicht sonderlich viel her, da es – wie eigentlich alle älteren Hotels auf dieser Insel – ein klassischer Betonbau ist. Der größte Teil der Zimmer (alle mit Meerblick) geht auf den Garten. Es gibt aber auch einen Bereich mit „seitlichem Meerblick“, diese sind aber aus meiner Sicht nicht empfehlenswert, da man zum einen vom Balkon aus nur Aussicht auf das Nachbarhotel (und dessen Hinterhof) hat und zum anderen hier auch die Hauptstraße etwas stören kann. Allerdings sind diese Zimmer natürlich auch etwas günstiger. Das Hotel dürfte ca. 20-25 Jahre alt sein, ist aber in sehr gutem Zustand und optisch einwandfrei.

Die Zimmer:

Ich hatte beide Male Zimmer mit Meerblick, einmal im 4. und einmal im 6. Stock (von 7). Die Zimmer sind angenehm groß und verfügen über angenehm breite Betten, einen eingebauten Kleiderschrank, ein Sideboard mit eingebauter Minibar und dem üblichen Fernseher (ca. 6 deutsche Programme). Daneben gibt es noch zwei relativ bequeme Stühle, aber keinen Tisch. Im Kleiderschrank befindet sich der Safe (gegen Gebühr, ca. 2,-- EUR pro Tag). Die Minibar ist grundsätzlich leer, kann aber mit unterschiedlichen „Paketen“ gefüllt werden (natürlich ebenfalls gegen Gebühr). Man kann sie aber auch problemlos selbst bestücken bzw. als Kühlschrank benutzen. Auch eine Klimaanlage ist vorhanden (individuell einstellbar), inwieweit diese auch funktioniert kann ich nicht beurteilen, da es im Dezember max. 23 Grad hatte.

Natürlich ist auch ein Bad vorhanden, jeweils zwei Waschbecken, Badewanne und Bidet. Teilweise sind die Toiletten integriert, teilweise als separater Raum vom Bad aus erreichbar (allerdings ohne Tür). Es sind ausreichend Handtücher vorhanden, auch ein Bademantel wird kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zu jeden Zimmer gehört ein relativ großer Balkon (mit Meerblick), der mit zwei Stühlen und einem Tisch ausgestattet ist. Außerdem ist ein Wäschetrockner vorhanden, damit die Gäste ihre nassen Handtücher nicht einfach über das Balkongeländer hängen.

Von meinen Nachbarn habe ich relativ wenig gehört, auch die Zimmertür ist recht dicht. Allerdings hatte ich die letzten Tage etwas unangenehme „Obermieter“, die mit Vorliebe nach 23 Uhr erst ihre Balkonmöbel durch die Gegend geschoben haben um anschließend im Zimmer weiterzumachen. Scheinbar haben die Zimmer im 7. Stock auch keinen Teppichboden, sodaß man auch ihre „Wanderungen“ mitbekam.

Pool und Strand:

Zum Hotel gehört ein wunderschöner, angelegter Garten, in dem sich zwei mittelgroße Pools und ein kleiner Kinderpool befinden. Direkt am Pool gibt es zahlreiche Liegen mit Sonnenschirmen, die allerdings auf Betonboden stehen und recht dicht beieinander stehen. Anschließend an den Pool kommt dann der eigentliche Garten mit hohen Palmen und viel „Grünzeug“. Hier stehen überall verstreut zahlreiche weitere Liegen auf Gras, die soweit auseinander stehen, dass man sich nicht ins Gehege kommt. Die Liegen sind in gutem Zustand und es gehört zu jeder Liege eine Plastikauflage. Badehandtücher gibt es ebenfalls kostenlos (können täglich getauscht werden).

Sehr praktisch finde ich die Regelung im Hotel, dass man beim Einchecken eine Liegenkarte erhält und mit dieser eine Liege fest reservieren kann. Man schlendert einfach durch den Garten, sucht sich eine freie Liege nach Wunsch aus, befestigt seine Karte daran und schon „gehört“ einem diese Liege für den Rest des Urlaubs. Bei meinen beiden Aufenthalten hatte man im Garten ausreichend Liegen zur Auswahl, teilweise konnte man sogar je nach Sonneneinstrahlung die Liegen wechseln. Durch diese Regelung verhindert man die leidige Handtuch-Reserviererei und man hat den Vorteil, auch später am Tag immer einen Platz zu bekommen.

Hotel-Strände gibt es auf ganz Gran Canaria nicht. Alle Strände sind öffentlich und müssen daher – sofern man Liegestuhl/Schirm möchte – natürlich bezahlt werden. Unmittelbar vor dem Hotel befindet sich ein kleinerer Badestrand mit ca. 50 Stühlen. Aber es ist auch genügend Platz vorhanden, um es sich mit einem Handtuch bequem zu machen. Allerdings lädt im Dezember das Meer mit seinen ca. 18 Grad nach meinem Geschmack nicht unbedingt zum Baden ein. Es waren aber immer zahlreiche Leute im Wasser. Auf dem Weg Richtung Playa del Ingles gibt es immer wieder kleinere Badebereiche aber auch felsige Abschnitte, an denen Baden nicht möglich ist. In Ingles selbst gibt es dann den richtigen großen Strand im Stile des „Teutonengrills“.

Verpflegung:

Das Hotel kann mit Halbpension und seit 2005 auch mit All-Inclusive gebucht werden. Ich hatte beide Male Halbpension, kann mich also zum All-Incl. Angebot nicht äußern. Alle Mahlzeiten werden im Restaurant in Buffetform angeboten. Das Restaurant ist in zwei Abschnitte gegliedert, es stehen für jeden Bereich ein Buffet und eine Grillstation zur Verfügung. Nachdem das Hotel aber nicht voll war, war nur ein Buffet in Betrieb. Für das Abendessen ist das Restaurant ca. 3 Stunden geöffnet, ein „Schichtbetrieb“ ist daher nicht notwendig.

Das Frühstücksbuffet war sehr gut ausgestattet (Wurst, Schinken, Käse, Marmeladen, Rührei, Speck, Würstchen, Bohnen usw.). Es standen zahlreiche verschiedene Brot und Brötchensorten zur Verfügung. Auch ein Bereich mit frischem Obst sowie „Körnerfutter“ war vorhanden. Der Kaffee stand in kleinen Thermoskannen zum Mitnehmen an den Tisch parat, auch zahlreiche Teesorten gab es. Für die Gäste, die morgens schon ein paar „Kreislauftropfen“ benötigen, war auch Sekt im Angebot. An der Grillstation wurden auf Wunsch verschiedene Omeletts, Spiegeleier oder kleine Pfannkuchen frisch produziert. Auch ein kleiner Bereich mit Diätprodukten war vorhanden. Säfte gab es allerdings nur aus dem Automaten (aus Konzentrat/Pulver). Diese waren nicht wirklich der Brüller. Dies war aber auch schon alles, was es am Frühstück auszusetzen gab.

Für das Mittagessen steht im Garten das Poolrestaurant zur Verfügung. Hier gibt es allerdings überwiegend einfache/kleinere Gerichte (z.B. Nudeln, Pizza, Sandwiches usw.). Diese Restaurant ist mit Bedienung. Die Preise sind noch akzeptabel (Pizza ca. 6-8 Euro). Bezahlen kann man in bar oder mit seiner Essenskarte, die am Schluß abgerechnet wird. In der Umgebung des Hotels gibt es aber auch zahlreiche weitere Restaurants aller Arten, sodaß man sich mittags nicht unbedingt im Hotel verpflegen muß.

Abends gab es wieder ein Buffet. Die Plätze gab es zur freien Auswahl, eine feste Platzordnung gab es nicht. Die Mehrheit der Tische ist für zwei Personen gedeckt, es gibt aber auch größere Tische für Familien oder Gruppen. Auch Kinderstühle waren vorhanden. Die Getränke wurden durch die Kellner serviert und mussten natürlich bezahlt werden (Wasser 0,5l ca. 2 EUR). Es gab eine große Auswahl an Flaschenweinen, die mit Zimmernummer versehen werden konnten und für den nächsten Abend aufgehoben werden konnten.

Auch das Abendbuffet war sehr gut und vielfältig ausgestattet. Es gab die verschiedensten Salate, jeweils mindestens 2 Sorten fertiges Fleisch und Fisch, Gemüse, verschiedene Beilagen usw. An der Grillstation war immer ein großes Stück Fleisch (Lende, Roastbeaf o.ä.) oder Fisch, von dem der Koch auf Wunsch Teile abgeschnitten hat. Außerdem gab es immer noch etwas frisches, kurzgebratenes (kleine Steaks, Leber, Fisch).
Zum Nachtisch gab es eine große Auswahl an Kuchen und Süßspeisen, frischen Früchten, drei Sorten Eis und auch Käse.

Die Kellner waren immer sehr freundlich und hilfsbereit, aufgrund der Gästestruktur (kommt später noch) sprachen alle mehr oder weniger gut deutsch. Leere Teller wurden sehr schnell abgeräumt, auch die Oberkellner waren sich hierfür nicht zu fein. Der Service war wirklich 4 Sterne wert. Auch zu späterer Stunde wurde das Buffet noch neu bestückt bzw. zumindest die Platten wieder „renoviert“.

Allgemeines:

Wie schon erwähnt, war ich zweimal zu selben Zeit (Weihnachten) in diesem Hotel. Die Gästestruktur war zu dieser Zeit beide Male gleich: überwiegend ältere Gäste (ca. 50 Jahre aufwärts), wenige Familien mit Kindern (ca. max. 10-15 Kinder im ganzen Hotel), einige Alleinreisende. Ca. 60-70 % der Gäste waren deutschsprachig, rund 20 % Engländer und der Rest verteilte sich auf Spanier, Franzosen und Holländer. Überwiegend „niveauvolle“ Gäste, es herrschte sowohl zwischen den Gästen als auch mit dem Personal eine angenehme Atmosphäre. Ein nicht unerheblicher Teil der Gäste sind Stammgäste, viele die ich 2004 gesehen habe, waren auch 2005 wieder da. Inwieweit die Gästestruktur zu einer anderen Jahreszeit anders ist, kann ich nicht beurteilen.

Animation ist im Hotel vorhanden (das übliche: Bogenschießen, Billard, Bingo usw.), jedoch nicht aufdringlich. Vor Beginn wird jeweils über Lautsprecher einmal dazu aufgerufen und das war’s auch schon. Die Abendunterhaltung ist – zumindest zu dieser Reisezeit – relativ schwach. Es spielt an 6 Tagen in der Woche die gleiche 2-Mann-Band überwiegend Musik für die mittelalte Generation. Shows gibt es nur 1-2 Mal pro Woche.

Das gesamte Personal ist immer freundlich, die meisten sprechen recht gut deutsch. Das Hotel ist sehr gut gepflegt, der Garten einwandfrei, die öffentlichen Flächen werden regelmäßig und effektiv gereinigt. Die Zimmerreinigung war einwandfrei. Ein kleiner Kiosk mit Zeitungen, Ansichtskarten, Sonnencreme usw. ist im Hotel vorhanden. Es gibt einen Raum mit zwei Internet-PC’s.

Fazit:

Wer ein angenehmes, ruhiges Hotel in sehr guter Lage sucht, ist – immer bezogen auf die Weihnachtszeit – sehr gut aufgehoben. Wer Action sucht, sollte sich eher für ein anderes Hotel entscheiden. Die gesamte Atmosphäre ist von Seiten des Hotels als auch von den Gästen als niveauvoll und gediegen zu bezeichnen, ohne steif oder unbequem zu sein. Sollte ich mich zu einen weiteren Aufenthalt auf Gran Canaria entscheiden, würde ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wieder das Costa Canaria wählen.

Fazit: Wenn wieder Gran Canaria, dann wieder Costa Canaria

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