


Im Sommer kommt man im Ex-Sowjetunion um vor Hitze
Hotel Azimut (St.Petersburg)

Name des Mitglieds: celles
Produkt:
Hotel Azimut (St.Petersburg)
Datum: 26.02.11, geändert am 17.02.12 (79 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Sehr gutes Essen
Nachteile: Schlechte Lage, im Sommer heiße Zimmer, Flair prä 1989
Hotel in Kurzform:
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- 3 Sterne Hotel, Ex-Sowjetunion Hotel, was man innen nicht leugnen kann
- Keine besonderen Sehenswürdigkeiten in Gehweite, U-Bahn sehr weit entfernt, eine Tram, die sehr
gewöhnungsbedürftig ist, in Hotelnähe
- 897 Zimmer, teils im Hotelturm. Allgemeine Innenausstattungsbeschreibung von Anbietern nicht
Nachvollziehbar
- Hotelausstattung: 24h Zimmerservice, Autovermietung im Hotel, Beauty-Center, Business Center, Bühne, Concierge, Dampfbad, Fernsehraum, Friseur, Gepäckträgerservice, Hotelbar, Hotelbar mit Aussicht, Hotelsafe, Internetzugang, Kinderspielplatz, Parken, Restaurant, Rezeption, Sauna, Tagungsräume, Wäschereiservice, Zimmerservice
Vorgeschichte:
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Im Juli unternahmen wir mit Fischer Reisen (Österreich) eine Baltikumrundreise. Der letzte Stopp war Sankt Petersburg. Nachdem wir stundenlang an der Grenze bei rund 50 Grad im Bus festhingen, sollte unserer Tortur nun weitergehen.
Nun kam halt ein 3 Tage dauernder Aufenthalt im Azimut ex Hotel Sowjetunion.
Das Erreichen des Hotels Azimut wirkte wie eine Erlösung nach dem Schwitzen an der russischen Grenze. Uns wurde von der Reiseleitung ein Hotel gehobener Klasse zugesagt. Leider zerstreute sich unsere Freude nach der Ankunft, da wird in einem Nebentrakt untergebracht wurden und nicht im Hauptturm.
Check-in:
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Von dem haben wir nicht viel mitbekommen, da es ein Gruppen Check-in war; es ging aber alles schnell, so sah ich das auch bei Individualreisenden.
Lobby:
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Täuschenderweise ist die Lobby hell und groß. Man kann dort am besten verweilen, da sie auch klimatisiert ist. Viele Sitzgelegenheiten und Steh- sowie Bezahlterminals fürs Internet. Das Internet am Kiosk kostet 360 Rubel die Stunde.
Weg zum Zimmer:
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Manche hatten das Glück, im Hotelturm wohnen zu dürfen. Dort sehen die Gänge zwar auch nicht einladend aus, aber noch ganz gut. Wir waren im Nebentrakt. Da muss man 10 !!! Minuten über Teppichboden Marke naja, eh schon wissen, und Holzvertäfelung aus gleicher Fertigung durch und im Sommer ist das alles über 35 Grad heiß.
Unser Zimmer 3080:
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Zu fast allen Zimmern musste man rund 500m um drei Ecken laufen, wie zu unserem Zimmer 3080. Die Gänge erschienen einem noch wie unter dem alten Namen des Hotels, Sowjetunion. Der Filzfußboden war mäßig rein und gepflegt. Der ganze Weg war jeden Tag eine Qual. Keinerlei Klimatisierung, auch nicht auf den Gängen.
Die Leute hatten überall die Fenster und die Türen zum Gang offen, damit etwas Luft durchzog. Die Holztüre des Zimmers war mit Chipkarte zu öffnen. Das Zimmerthermometer zeigte gleich 32 Grad. Beim Öffnen der veralteten Fenster kam ein Höllengeräusch aus dem Innenhof.
Auch russische Livemusik in der Nacht war nicht selten also war an Schlaf kaum zu denken. Beides gemeinsam war ein Teufelsgemisch.
Das Bad war klein mit Wanne, die sehr schmal ist. Der Handtuchtrockner läuft auch im Hochsommer auf vollen Touren und lässt sich nicht abschalten.
TV zeigt nur englische und russische Sender, wie Russia today. Jedes Gerät machte das Zimmer noch heißer. Man hatte auch ZDF in mieser Qualität.
Sonst gab es im Zimmer noch einen Haartrockner, ein Radio, einen Schreibtisch und Telefon.
Restaurant neben der Lobby:
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Der einzige Lichtblick war das Restaurant mit sehr gutem Essen. Alles Self-Service und Softdrinks alle inclusive aus dem Zapfhahn. Begrüßung am Eingang karg oder gar nicht. Schnell die Karte durchgezogen und kommentarlos zurückgeworfen.
Außer beim Frühstück, freie Sitzwahl. Am besten waren die landestypischen heißen Gerichte und der superköstliche Kirschkuchen. Es gab ECHT alles, was wir sonst in einem Hotel der Klasse 3 in D, Ö auch bekommen würden und noch mehr. Alles hygienisch, sauber und neue Tische und Stühle. Insgesamt rund 15 warme Gerichte und viele Salate sowie 5 Nachspeisen / Tag. Das kann man dem Hotel nur zugute halten...einsame Spitze.
Umgebung:
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Der beste Ausgang war der gleich zum Kanal, wo man gut flanieren konnte. Ein Mc Donalds ist 500 m entfernt, die Metro gleich fast 1km. Der beste Supermarkt ist beim Mc Donalds, die anderen sind miefige Buden mit erschreckendem Sortiment.
Ohne Gruppe kann man am Hotel versauern. Es gibt eine Tram und sehr eigenwillige Busse, aber wie man zu Fahrscheinen und Planen kommt, ist eine eigene Sache. U-Bahn ist endlos weit entfernt, rund 30 Minuten zu Fuß.
Fazit: Zimmer im Sommer unmöglich, aber Essen spitze
Danke fürs Lesen
Celles
Fazit: Ich würde es nicht nehmen
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