Hotel H10 Bahia Blanca Rock (Playa Blanca)
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zehn Tage im Paradies
Hotel H10 Bahia Blanca Rock (Playa Blanca)

Eierkuchen70

Name des Mitglieds: Eierkuchen70

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Hotel H10 Bahia Blanca Rock (Playa Blanca)

Datum: 08.11.11

Bewertung:

Vorteile: Preis, Leistung, Freundlichkeit, Sauberkeit

Nachteile: die etwas caotische Besetzumg im Restaurant

Es ist wieder mal Sommer, auch wenn man es nicht merkt. In den paar freien Tagen im Sommer will ich aber Sonne pur haben und baden gehen. So hat es mich auch diesen Sommer wieder mal auf die Kanaren verschlagen und das nun schon zum elften Mal. Glaubt aber nicht, dass ich jedes Mal im selben Hotel hocke, nein da finde ich auch nach so vielen Jahren immer wieder mal ein Eckchen, an dem ich noch nicht war. Dieses Jahr sollte es wieder mal Lanzarote sein. Vor 5 Jahren war ich schon einmal in Porto de Carmen, aber dies Mal sollte es ganz in den Süden nach Playa Blanka gehen. Von dort aus hatte ich doch jeden Tag einen Blick auf meine Lieblingsinsel Fuerte und hier gab es die schönsten Strände.

Mit der Hotelauswahl tat ich mich diesmal aber ganz schön schwer. Meine Tochter hat nun mit 13 ein echt kritisches Alter er. Alle drei in meinem Hotelzimmer das geht gar nicht mehr und die meisten Hotels geben nun auch keinen Kinderrabatt mehr, das heißt also voller Buchungsbeitrag. Da ich eigentlich auch vor hatte ein paar Tage die Insel auf dem Drahtesel zu erkunden und auch dieser im Hotelzimmer parken sollte war ich ehr auf einen Bungalow mit extra Schlafraum aus.

Also war erst einmal Kataloge wälzen und Internetsuche angesagt. Bei Neckermann wurde ich fündig. 10 Tage ab Nürnberg in einem H10 Hotel, da klang nicht schlecht. Der Name war Bahia Blanca Rock. Der Preis mit Halbpension lag knapp unter 2500Euro, das lag echt noch in meiner Preisvorstellung. Also ab ins Reisebüro. Schnell hatte meine Beraterin die Daten im Rechner eingetippt und bestätigte mir den Preis. Dann sagte sie nur, wir schauen aber noch mal ob es irgendwo günstiger geht. Ich war gespannt, im Internet hatte ich keinen günstigeren Preis erspäht. Siehe da sie wurde fündig: "Ich hab hier noch was bei Schau ins Land, für 2300Euro sagte sie und wenn ihr All Inklusive buchen wollt kostet es hier nur 2589Euro mit Versicherung und rund um Sorglos Paket. Na das war doch der Hammer. Da wartete ich nicht lang und machte die ganze Sache gleich klar.

ANKUNFT IM BAHIA BLANCA ROCK

Ab Nürnberg ging es ab mit Air Berlin auf die Insel. Dort stand schon die Schau ins Land Empfängerin und wies uns den Weg zum Bus. Ach was war denn das, ein Kleinbus mit Anhänger für die Koffer. Na ja ging schon. Ratz Fatz waren wir in Playa Blanca. Nach einer knappen halben Stunde Rundfahrt waren wir die letzen Insassen im Bus. Endlich im Hotel angekommen wollen wir nur eins, Beine lang machen. Es war 15 Uhr und die Sonne gab ihr bestes. An der Rezeption wurden wir sehr freundlich empfangen. Ein deutschsprachiger Mitarbeiter musste uns aber erst einmal vertrösten, das Zimmer war noch nicht fertig. Machte aber nichts, dafür gab es einen Cocktail Gutschein für die Pool Bar, an der wir mit frucht und Schwipps den Urlaub einläuteten. Nach 30 Minuten ging es dann auf zum Bungalow 247.

DER BADEORT PLAYA BLANCA

Wenn man in den meisten Prospekten von Playa Blanca liest wird fast immer mit den wohl schönsten Stränden der Insel, den Papagayo Stränden geworben, die sich nicht weit vom Hotel befinden würden. Wer sich aber nicht weiter im Vorab über sein Reiseziel informiert wird wohl sein blaues Wunder erleben. Playa Blanca und schöne Strände, das kann man vergessen, hier ist zu wohl 90 Prozent unzugängliche Steinküste angesagt. Die meisten Hotels bieten als Ausgleich künstlich angelegte Sandflächen am Pool an uns so was muss ich mir nicht geben.

Strandanlagen gibt es in Playa Blanca nur 3 und das sind eigentlich recht wenige auf einer Uferlänge von geschätzten 8 Kilometern, das war immer meine morgendliche Frühsportstrecke mit dem Radel. Der größte, schönste und etwa 500m lange Strand befindet sich direkt am Promenadenweg zwischen den zwei Hafenanlagen des Ortes. Da er so wie so schon in einer Bucht liegt und noch von zwei künstlich angelegten Steinhaufen, die weit ins Meer hineinreichen, umschlossen, ist von der Kraft des Ozeans nichts mehr zu spüren, Wellen am Ufer sind hier nicht zu erwarten. In morgendlichen Stunden macht das Baden hier noch richtig Spaß, aber gegen 11 Uhr ist der Strand dann so voll, das man kaum noch zwischen Handtücher, Liegestühlen oder Strandmuscheln durchlaufen kann.

Die sogenannten wunderschönen Papagayo Strände befinden sich aber knapp 10 km Wegstrecke durch eine kaum erschlossene Steinwüste, die auch noch Naturschutzgebiet ist. Ein befahren des Gebietes kostet dann auch noch 3Euro was zuvor an einem Schlagbaum abkassiert wird. Man wundert sich schon bei der Anfahrt was für eine Blechkarawane hier unterwegs ist. Sollen die Strände doch ein Geheimtipp sein. Schön sind sie, das ist echt keine Frage, fragt sich aber nur, wie lange noch. Der erste von ihnen ist einzeln zu erreichen und hat einen Parkplatz von etwa 200 Autos. Er ist nicht so überlaufen, wird aber den ganzen Tag von privaten und kommerziellen Booten umlagert, Ruhe ist hier Fehlanzeige. Weiter geht es zu den anderen 4 Stränden. Schon die zwei Parkplätze zeigen was hier los ist auf dem ersten finden hunderte von Wohnwagen platz. Der zweite ist nur für die Touris mit ihren Leihwagen bestimmt. Hier sorgt ein Einweiser für Ordnung auf dem wohl mehr als 500 Autos platz finden würden oder sagen wir mal müssen.

Schon im Marco Polo Reiseführer kann man Lesen Blanca Playa und Nachtleben, das kannste Knicken, spätestens 22 Uhr werden hier die Bürgersteige hochgeklappt und es kehr Ruhe in den Ort. Wer ein stilles ruhiges Urlaubsleben mag der ist hier genau richtig, alle anderen sollten entweder nach Porto del Carmen ausweichen oder besser noch eine andere Insel wählen. Zu empfehlen wäre Gran Canaria Playa de Ingles oder der Süden von Teneriffa. Playa del Amerikas.

DIE LAGE

Das Bahia Rock liegt in zweiter Reihe an einer nicht übermäßig befahrenen Nebenstraße genau zwischen dem Fähren und dem Jachthafen, etwa 500m vom großem Strand. Der Einganz zum Hotel wirkt fast schon unscheinbar. Gut 500m hinter der Hotelanlage führt die Schnellstraße entlang. Kurzum die Anbindung ist perfekt, zum Strand ist es ein Katzensprung, die Lage ist sehr ruhig und Parkplatz für den Leihwagen findet man immer.

Es gibt aber nicht nur Sonne auf der Insel, sondern auch Schattenseiten. Die große Krise hat auch hier ihre Kreise gezogen, leerstehende Hotels, abgebrochene Bauvorhaben mit stehenden Ruinen sind genauso an der Tagesordnung, wie Straßen ins Nirgendwo aus dessen Fuß- und Radwegen sogar schon wieder Büsche und Bäume wachsen. Schöne schmucke kleine Villen werden zum kauf angeboten, denkt man das die Preise wegen fehlender Nachfrage in den Keller gehen würden, ist man auf dem Holzweg. Kitze kleine Mansardenwohnungen hinter dem Hotel um die 30qm standen für satte 103000Euro zum Verkauf. Bei den größeren Objekten tränten mir gar die Augen.

DAS HOTEL

Schon im Katalog war zu ersehen, Sterne hatte das Hotel keine, sonder Schlüssel und diese 3 an der Zahl. Das bedeutet, hier gibt es kein großes Haus sondern ehr eine Bungalowanlage. So war es dann auch. Das ist aber für Lanzerote typisch, denn wer schon mal auf der Insel war der kennt auch den Namen Manrice´, ein einheimischer Architekt der eigentlich den ganzen Baustil der Insel beeinflusst hat und dadurch ein zupflastern der Strände mit Hochhäusern oder gar Palästen wie auf den Nachbarinseln verhindert hat. Von der Straße sah man nur ein kleines Haupthaus, hier fanden nur Rezeption und eine kleine gemütliche Empfangshalle, ein paar Büros sowie der Speiseraum Platz. Direkt hinter dem Gebäude befand sich die Poolanlage mit 2 Becken umringt von viel Grün und natürlich die Pool Bar. Kreisförmig um die Anlage reihte sich eine Vielzahl von zweistöckigen Bungalows, natürlich wie überall auf die Insel ganz in weiß mit dunklem Dach und grünen Fenstern. Ein etwas mittig gelegener Bungalow in Poolnähe war als Clubhaus für die Kinder umgebaut. Alles in allem machte einen sehr gepflegten Eindruck wenn man bedenkt, dass die Anlage auch All Inklusive anbot. Grün wo hin das Auge auch reichte, schon von der ersten Minute war ich voll auf Urlaub eingestellt.

DIE UNTERKUNFT

Untergebracht wird man im Bahia Rock ganz lanzerotisch. Hübsche kleine Bungalows reihen sich aneinander durchzogen von schmalen Wegen an denen alles grün bepflanzt ist. Die Häuschen sind alle samt weis und haben wie überall auf Lanzerote natürlich grüne Fenster. Zwei Wohneinheiten finden in jedem Bungalow platz. Ein Zimmer im Erdgeschoss mit einer kleinen Terrasse und über eine Außentreppe erreicht man die Wohnung darüber, hier kann man sich über einen großen Balkon freuen.

Bei der Ankunft im Hotel fragte uns der junge Mann an der Rezeption ganz freundlich, wollen sie unten oder oben. Was für eine Frage oben natürlich und so wurde das Zimmer 247 unser Reich für die nächsten 10 Tage. Der erste Eindruck von außen war top. Der Bungalow lag etwas abseits vom Pool und hier war es dadurch recht Ruhig, einfach ideal. Die Treppe war schnell erklommen, gleich nach dem Tür öffnen kam aber die Ernüchterung, das war hier ja schon recht abgewohnt. Durch einen schmalen Gang kam man in den Wohnbereich, Stube, Küche und Esszimmer in meinem. Als Aufbettung für die Tochter gab es aber leider kein Schlafsofa sondern vor dem Sofa war eine Klappliege platziert. So wurde es hier richtig eng. Der Esstisch klebte förmlich vor der Küchenzeile und ein Gang zum Kühlschrank war fast schon ein Hürdenlauf. Die Schiebetür zum Balkon war auch aus ganz alten Tagen. Hier war das Schloss schon ganz ausgebaut und ein kleiner Hacken zum Verriegeln angeschraubt. Das Schlafzimmer befand ich gleich neben der Eingangstür. Es war zwar klein aber Fein. Klagen konnte man nur etwas über die schon etwas abgelegenen Matzatzen, nicht grade das erwünschenswerteste für meinen Rücken, die paar Tage würde es aber schon gehen. Gleich daneben war das Bad, WC Waschbecken und eine klitze kleine Badewanne fanden hier platz. Klein aber fein. An was man hier aber nicht meckern konnte, war die Sauberkeit, die war TOP. Der Balkon war aber ein Gedicht mit Blich auf halb Playa Blanka und davor ein sehr schön eingerichteter Garten sowie absolute Ruhe, denn der Platz hinter dem Hotelzaun war nicht bebaut. Mit dem geringen Platz im Wohnzimmer war aber halb so schlimm, denn den Esstisch haben wir nie benutzt, hatten ja All Inklusive. Von der Küche haben wir nur mal den Kühlschrank benutzt, für ein kaltes Bierchen zur Nacht und eine Tafel Schokolade lag ab und an mal darin. Also war das Zimmer ganz in Ordnung.


DIE VERPFLEGUNG

In Sachen Verpflegung ist im Bahia Rock eigentlich alles möglich. Da sich in jedem Bungalow eine Kochecke nebst Kühlschrank befindet wäre eine Unterkunft ohne Verpflegung denkbar, ich glaube aber die meisten Urlauber wären für so etwas zu bequem. Ein paar der Gäste nutzten wohl nur mit Frühstück oder Halbpension. Die meisten aber haben das Bändchen "All Inklusive".

Halbpension

Nur wenig genutzt wurde das Halbpensionsangebot, das war an den fehlenden Bändchen zu erkennen. Dieses umfasste ein Frühstücksbüffet und natürlich das Abendessen, auch wieder in Büffet Form. Zu Abend mussten aber hier die Getränke selbst bezahlt werden. Alles andere im Hotel war kostenpflichtig. Die Preise hier waren der übliche Kanaren Standard, das Bier 2,60Euro und die Cola 2,00Euro das ist echt kein Wucher im Hotel. Mixgetränke waren dann aber mit ü.5Euro schon etwas teurer.

All Inklusive

Essen nach Lust und Laune, einen ganzen Urlaub lang, leben wie im Scharaffenland, wer wünscht sich das nicht. Mit All Inklusive ist man dem Traum schon ein Stückchen näher. Frühstück, Mittagessen und Abendbrot das versteht ja von selbst, aber was hat das Hotel nebenbei noch im Angebot. Zusätzlich gab es für Spät Aufsteher noch ein verspätetes Imbiss an der Pool Bar so wie auch einen Nachmittagimbiss. Für reichliche Getränke war auch gesorgt. Alles Alkoholfreie war von früh morgens im Restaurant bis Mitternacht an der Pool Bar gratis für alle Bändchenträger. Kaffee und Co. Waren natürlich auch kostenlos zu bekommen. Bei den alkoholischen Getränken war das aber ein bissel anders. Hier sollte man schon vorher einen Blick in die Getränkekarte machen. Unter All Inklusive verstand man im Hotel nur Bier und Wein vom Fass, ein paar vereinzelte Schnapssorten aus der Region und 2 Mixgetränke, diese kamen aber direkt aus einem Automaten. Alles andere kosstete extra.



All Inklusive Premium

Wem das All Inklusive Angebot noch nicht genug ist kann direkt im Hotel noch aufbuchen zum Premium Paket. Für ein paar Euro mehr, ich glaub es waren so um die 5 am Tag wird nun auch noch der Zimmerkühlschrank mit kostenlosen Getränken gefüllt. An der bar und auch im Restaurant sind nun alle Getränke auf der Karte kostenlos. Der Internetzugang in der Hotellobby ist dann ebenfalls kostenlos. Wenn ich von dem ausgehe, was im normalen All Inklusive enthalten ist, kann ich nur sagen das Premium Paket braucht man nicht, das ist nur echte Geldschneiderei. Mir ist es eigentlich egal, ob ich nun den kostenlosen Wein und das einheimische Bier oder den Exportwein und Bier aus Deutschland auf den Tisch bekomme. Schmeckt doch alles gleich. Die teuren Mixgetränke an der Bar, die mir der Aufbuchung kostenlos werden sind eh nicht mein Fall.


DIE POOLANLAGE

Wie im Garten Eden sollte es doch im Urlaub sein und ich muss zugeben das Bahia Rock kommt ganz schön nah daran. Die Poolanlage ist sehr gepflegt, was man bei einem All Inklusive Hotel eigentlich nicht gewohnt ist. Alles wirkt zu jeder Zeit sauber und auch aufgeräumt. Na ja wie fast in allen Hotels sind Liegen am Pool immer heiß begehrt und bei solchen Strandgängern wie unser Eins, die erst zu später Nachmittagsstunde ein Plätzchen am Pool suchen, kann das ab und an zum Problem werden, noch eine freie Liege zu ergattern.

Die Pool Anlage liegt zentral in mitten der kreisförmig angeordneten Bungalowanlage. Sie besteht aus 2 von einander getrennten Becken. Das Kleinere, ein ovaler Pool ist nur für Schwimmer und etwa 170 cm tief, das Wasser ist stets sauber und um 25 Grad warm. Etwa ein drittel des Beckens liegen in einer künstlich aus Stein angelegten Grotte, hier hat man sogar beim schwimmen ein wenig Schatten. Das große Becken, in einer Schlauchartigen Form ist durch große Rohre in drei Bereiche abgeteilt. Hier ist für jede Altersgruppe das richtige dabei, vom Planschbecken über den Nichtschwimmer Bereich bis hin zu einem zweiten Schwimmerbecken.

Die Benutzung des Pools ist zu jeder Zeit erlaubt. Badeverbote wie in anderen Hotels gibt es hier nicht. Ein Hinweis zur Sicherheit ist aber dann doch angeschlagen. Ein Rettungsschwimmer hat von den frühen Morgenstunden bis kurz vor dem Abendessen immer ein waches Auge am Pool. So können sich die Eltern immer sicher sein, dass die Kinder hier gut behütet spielen und planschen können. Außerhalb dieser Zeit ist das Baden auf eigene Gefahr möglich. So ein Service ist für die wenigsten Hotels selbstverständlich. Am Morgen und auch am Nachmittag ist Animation am Pool angesagt. Die Lautstärke hält sich aber in Grenzen und führt zu keinem störenden Lärm für träumende oder lesende Badegäste.

DIE REZEPTION

Man kommt in die Hotellobby und wird mit einem strahlenden Lächeln empfangen. So wünscht man sich den Beginn jedes Urlaubs und ich muss eingestehen hier im Bahia Rock kann man sich auf ein freundlich besetze Rezeption verlassen. Zum Glück der recht wenigen deutschen Urlauber in der Hotelanlage, konnte man sich an der Rezeption immer sicher sein, einen deutschen Ansprechpartner zu finden, denn hier war echt alles in deutscher Hand. Rundum freundlich las man einem schon förmlich die Wünsche von den Lippen ab. Alles klappte perfekt, ob es um den Safe oder die Fahrradvermietung oder gar ein Umkleidezimmer für den Abreisetag ging, hier war man zu jeder Zeit zu allem bereit und immer sehr freundlich.

DIE ANIMATION

Ich muss wahrlich gestehen, in Sachen Animationsteam ist das Bahia Rock echt super besetzt. Ganze 8 Animateure versuchen das Hotel in Stimmung zu halten. Um 10.30 Uhr geht es los an der Pool Bar. Nun sammeln sich einzelne Grüppchen. Hier ist für alt und Jung was dabei. Die Kinderanimation wird hier aber sehr groß geschrieben. So gibt es einen MINI Club für die kleinen, einen MAXI Club für die etwas größeren und einen Junior Club für die Teenies. Wenn sich die Grüppchen sortiert haben, geht's auf den Spielplatz, ins Clubhaus auf den Volleyballplatz oder se wird am Pool gespielt. Für die ganz großen gibt's aber auch Wasserball oder Aqua Gymnastik um die angefutterten Funde wieder zu verlieren. Kurz vor der Mittagsruhe treffen sich alle noch einmal zu einem Spiel am Pool und Leuten damit die Pause ein. Jetzt wird es für einige Stunden Still am Pool. Wenn die Sonne ein Stückchen weiter westwärts gezogen ist geht es auf zu Runde Zwei bis in die Abendstunden.

Nun ist wieder Pause bis etwa 20.30 Uhr. Nun ist erst Minidisco angesagt für die ganz kleinen und am Abend gibt es eine einstudierte Show der Animateure. Kann man ansehen, muss man aber nicht. Da Playa Blanka aber abends nicht so viel zu bieten hat, kann man die zeit aber dann öfters doch mal an der Pool Bar genießen. Gegen 23 Uhr kehrt dann aber ganz schnell Ruhe im Hotel ein.

Meine Tochter hatte mit ihren 13 Jahre richtig viel Spaß im Hotel und war so rund um die Uhr immer beschäftigt. Für die war es eich echt kurzweiliger urlaub und unser eins wusste das sie von den Animateuren zu jeder zeit gut betreut wurde.

DAS INTERNET

Heut zu Tage müsste so etwas doch schon inklusive sein, Die meisten Hotels sehen aber hier eine enorme Einnamequelle. Das war beim Bahia Rock nicht anders. In einem Seitenraum der Hotellobby standen 2 Rechner, die glaube ich Tag und Nacht besetzt waren. Für 1Euro konnte man hier 10 Minuten mit dem Rest der Welt in Kontakt treten. Wer es billiger haben wollte, konnte sich, denn er die Strapazen auf sich genommen hatte und sein Net oder Notebook mit geschleppt hatte für 5Euro am Tag ins WLAN Netzwerk der Rezeption mit einwählen.

MECKERECKE

Ich sag immer nicht ist perfekt, das trifft auf das Bahia Rock zu. Der Hotelzustand und das Essen ist hier der Knackpunkt. Die Unterbringung ist nicht mehr ganz auf dem neusten Stand, man kann aber sehen hier wird dran gearbeitet. Die Bungalows werden alle nacheinander neu ausgestattet, neue Küchengeräte und Möbel kommen zum Einsatz. Bei der Bewirtung kann man zwar nicht am essen mäkeln, das war TOP doch bis man zu diesem kam war schon etwas schwierig. Wer die Spanier kennt, weis hier wird zwar schnell rumgerannt, aber das leider teilweise sehr unkoordiniert, so dauerte es ewig bis die Tische wieder in dem Zustand waren, dass sich neue Gäste dort platzieren konnten.

WILLST DU STRESS; DANN MACH DIR WELCHEN!!!

Ich will nicht in den Urlaub fahren um Stress zu machen oder zu haben. Es gibt Gäste im Hotel, zu 99,9 % deutschsprachig, ist ja verständlich, die regen sich über Tot und Teufel auf. Das Zimmer ist nicht perfekt, die Lage schon gar nicht, warum hab ich noch die alte Einrichtung im Zimmer und mein Nachbar bekommt eine renovierten Bungalow, das Essen schmeckt nicht, die Pommes sind alle, warum ist der Tisch nicht sauber, warum sind halb 9 schon alle Liegen am Pool mit deutschen Handtüchern belegt und und und. Das war im Hotel immer wieder schon belustigend über was sich deutsche Urlauber so alles aufregen und die Hotelangestellten in Trapp halten. Ich sehe die Sache nun nach dem zehnten Kanaren Besuch nicht mehr so eng. Die Inselbewohner bringt so schnell keiner aus der Fassung und umso mehr sich die Leute aufregen, des so länger läst man sie zappeln.

Ich versteh die Deutschen nur oft nicht, über alles regt man sich auf. Da wäre die Ordnung, die oft bei den Spaniern bemängelt wird, wenn man dann aber einen Blick auf die deutsche Ordnung der Gäste wirft, stehen einen oft die Haare zu berge. Hier sollte jeder erst mal vor seiner Tür kehren. Hingegen spanische Gäste sind rund um zufrieden und sehen alles gelassener. Woran das wohl liegt. Grübel, grübel grübel, lach.

FAZIT

Es war ein gelungener Urlaub, ich hab mich erholt, ich hab mich wohl gefühlt und es hat echt zu gut geschmeckt, was ich zu Hause auf der Waage mit Schrecken feststellen musste. Es war nicht alles perfekt, aber für den Preis auf jeden Fall empfehlenswert. Wenn man was zum meckern gesucht hätte so wäre man bestimmt bei der einen oder anderen Sache fündig geworden. Zu empfehlen ist es auf jeden Fall für Familien mit Kindern zwischen 0 und 14 Jahren, denn hier wird Kinder Animation ganz groß geschrieben. An jeder Ecke war man freundlich und sah über die kleinen Fehler der Kinder hinweg. Im Speisesaal hatten die kleinen sogar eine extra Speisetheke mit extra Kinderkost. Und wenn es mal laut wurde, was machte das schon. Ich kann jeden falls mit gutem Gewissen, die Hotelanlage weiter empfehlen.

BEWERTUNG

Hier war ich echt unschlüssig, wie viele Punkte soll ich vergeben so entschloss ich mich zu einer Milchmädchenrechnung:

Unterkunft 3 Punkte, Verpflegung 3 Punkte, Hotelanlage 5 Punkte, Animation 5 Punkte, Lage 5 Punkte, Rezeption 5 Punkte, Sauberkeit 4 Punkte macht zusammen 30 geteilt durch 7 ist 4,3 also gibt es 4 gute Sternchen.

Ich bedanke mich für eure Lesungen und freue mich über jede Bewertung, genauso wie über eure Kommentare dazu. Ich hoffe dass ich mit meinem Bericht dem einen oder anderen bei der Entscheidung des nächsten Urlaubsziels etwas helfen konnte.

In diesem Sinne wie schon all zu oft, kann ich nun nur noch sagen Friede Freude Eierkuchen70.

Fazit: siehe Bericht