Hotel Great Eastern (London)
Dream, a little dream of me - Hotel Great Eastern (London) Hotels international

Neuester Testbericht: ... mit Fax, Internet und Hightech-Telefonanlagen, außerdem stehen im Great Eastern Hotel Esszimmer für ein ganzprivates Dinner zur Verfügung.... mehr

Dream, a little dream of me
Hotel Great Eastern (London)

billie.parker

Name des Mitglieds: billie.parker

Produkt:

Hotel Great Eastern (London)

Datum: 22.06.01, geändert am 18.08.04 (206 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Das Great Eastern in der Liverpool Street in London, ein Gebäude voller Gegensätze und Kontraste

Nachteile: Mir gefällt es, wegen seiner Inneneinrichtung und Architektur, außerdem lädt das Gebäude zum Träumen ein

Der rote Backsteinbau in der Liverpool Street mit seinen zwei Türmen hat auf den ersten Blick mit einem Hotel nicht viel zu tun. Eher wie eine perfekte Filmkulisse steht das 1884 erbaute, 1997 für £70 Millionen renovierte und im Februar 2000 wiedereröffnete Great Eastern Hotel an der Liverpool Station im Herzen von London da. Eins der viktorianischen Railway-Hotels war das Haus einmal, gedacht für besonders gutbetuchte Gäste der Luxusklasse, die auf ihrem Weg durch Großbritannien, auf ihrer Reise in Richtung Kontinent oder nach Übersee eine Nacht in London verbringen wollten.
In einem Hotel, indem sich wohl auch die Geschichten aus den Filmen abgespielt haben könnten, während von einem geheimnisvollen Mann ein dunkelgrüner Wagen vorgefahren wurde.

Jetzt ist das Great Eastern mit seinen sechs Stockwerken eine Mixtur aus längst vergangenen Epochen und moderner Innenarchitektur - die aus der Partnerschaft zwischen den Unternehmen Conran Holdings und Wyndham International hervorgegangen ist. Ziel der beiden Konzerne war es auf der einen Seite, den Glanz des viktorianischen Englands zu erhalten, aber auf der anderen Seite sollte dem Gebäude, der Geist der Zukunft eingehaucht werden. So treffen britische Lebensart und amerikanisches Selbstverständnis mit einem Bisschen von jedem, im Great Eastern Hotel aufeinander.
Hier gibt es die ledernen und überdimensionalen englischen Herrenclubsessel und die mit grauen Flanell oder Prince-of-Wales-Karo überzogenen Kanapees, die zum Sitzen bleiben anregen, während sich im Hintergrund der geheimnisvolle junge Mann eine Zigarette anzündet. Hier gibt es aber auch moderne Konferenz- bzw. Arbeitsräume mit Fax, Internet und Hightech-Telefonanlagen, außerdem stehen im Great Eastern Hotel Esszimmer für ein ganzprivates Dinner zur Verfügung.

Aber vor allem dominiert die Moderne das Gebäude, z.B. ragt in der Lobby eine spiralenförmige Lichtanlage, die wie das New Yorker Guggenheim-Museum aussieht, bis in den letzten S
tock.

Trotzdem wirken die beiden verschiedenen Einrichtungen und Epochen des Great Eastern Hotel nicht aufgedrückt, nebeneinadergerückt oder zusammengewürfelt. - Nein, das „Alte“ und das „Neue“ gehen Hand in Hand in die Zukunft. Das Haus versteht sich als ein Projekt voller Kontraste und Überraschungen, indem sogar eine einfache Stehlampe etwas besonderes sein darf. Das Besondere fängt schon beim Layout der banalen Serviceformulare an, geht über die Lampen, hinüber zur viktorianischen Glaskuppel, in die Bibliothek und schließlich auf die Zimmer und Suiten.

Jedes der 246 Zimmer und jede der 21 Suiten wurde von den Möbeldesignern Conran & Partners, Jacobsen, Eames und Mies van der Rohe anders gestaltet. Mal sind sie mit Wänden aus Stahl oder mal mit Holz verkleidet, bei denen böse Menschen meinen, die haben Laminat verarbeitet. In manchen Räumen scheinen die Fenster, riesige Bullaugen aus Schiffen zu haben oder sie erscheinen wie Industrie-Abluftrohre, an diesem Gedanken sind die runden Jalousien an den Fensterinnenseiten und der runde Übergang in die Wand schuldig. Einige Räume sind mit einem Schreibtisch von Eames, in dem ein Fön, ein Spiegel, Modem und ISDN-Anschlüsse integriert sind, andere sind mal mit futuristischen, ledergepolsterten Rohrstühlen oder mal mit schwarzen Stoffsesseln ausgestattet.

Der geheimnisvolle junge Mann, der vorhin aus dem dunkelgrünen Wagen stieg und sich später eine Zigarette anzündete, hat auch eines der Zimmer bezogen. Einen Raum in den oberen Etagen, die mit den Bullaugen. Darin steht ein Doppelbett, darüber hängen an den Enden zwei kleine Lampen. Auf dem Nachttisch steht ein graues schlichtes Telefon, neben dem kleinen Tisch, gleich an der Wand in der Ecke, ist ein kleiner schwarzer Stoffsessel. In dem Schrank gegenüber vom Bett, ist ein Fernseher untergebracht, der Mann hätte aber auch noch einen DVD-Player oder einen Videorecorder bestellen können. Aber er hat sich doch schon für mo
rgenfrüh einen Stapel Tageszeitung reserviert. Die Zeitungen ließt er sicher, bevor er sich in die Stadt aufmacht, dazu trinkt er vielleicht eine Tasse Kaffee.

Aber seine Anwesenheit gibt Anlass zu Spekulationen und zum Träumen. Wer ist er nur? Woher kommt er? Was macht er? Was hat er noch vor? Wo möchte er hin?

Vielleicht hat er Morgen einen Termin in der Nachbarschaft, schließlich ist das Great Eastern in den Fängen des Business District. Vielleicht ist er aber auch ein Künstler und möchte in das angrenzende Hoxton gehen. Vielleicht macht sich auch nach Shoreditch, Spitalfields oder Clerkenwell auf, um eine der vielen Multimedia-Firmen aufzusuchen oder er geht zu einem, der in den Vierteln lebenden und arbeitenden Mode-Designern, Photographen und Architekten.
Vielleicht ist er aber auch nur ein Tourist. Da fährt er sicher erst einmal zum Tower Hill, besucht den Tower of London, läuft auf die Tower Bridge, bevor er sich in Richtung Tate Gallery aufmacht. Zum Mittag wir man ihm bei Cheng Ku sehen. Obwohl da immer Hochbetrieb herrscht, muss er unbedingt dorthin hingehen. Er wird sicher die Dim Sum probieren, das sind gedünstete oder gebratene Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen und Saucen. Und am Abend wird man ihn vielleicht im Great Eastern wiedertreffen, wenn er in einem der vier Restaurants die Menüs probiert.

Wie das in den Filmen so üblich ist, wird für ihn die große viktorianische Glaskuppel im „Aurora“ besonders prunkvoll schimmern, während er die besten Gerichte aus Europas Küchen probiert und einen guten Wein nach dem anderen aufmachen lässt.
Wenn er Fischgerichte mögen sollte, hätte er schon längst die warmen Räume des „Aurora“ verlassen und die Hellen des „Fishmarket“ aufgesucht oder er wäre zu dem Japaner „Miyabi“ gegangen, um fernöstliche Gerichte, abseits der Take-Away-Sushis auszuprobieren.
Vielleicht möchte er aber auch Britisch-Essen gehen, schließlich befinde
t er sich ja im Vereinigten Königreich. Da hätte er sich aber einen Tisch im „George“ reservieren sollen. Vielleicht wird er einfach nur, um nach dem hektischen Tag zur Ruhe zukommen, die „Terminus Brasserie“ aufsuchen und einen kleinen Schluck trinken.

Aber ich glaube, er möchte sich erst einmal richtig austoben können, bevor er zur Ruhe kommen kann: „Wie wäre es mit einem Schnupperkurs in den Trainingsräumen des Great Eastern Hotel, natürlich unter individueller Betreuung?“

Nein, er möchte doch lieber die fünf Minuten in Richtung Barbican Centre laufen, er möchte das Theater, das die Royal Shakespeare Company beherbergt, besuchen. Danach möchte er noch einen Schluck in der Lobby Late Bar des Great Eastern trinken und vielleicht noch etwas essen, schließlich hat die hoteleigene Bar bis in die frühen Morgenstunden geöffnet.




www.great-eastern-hotel.co.uk

Fazit: