
Neuester Testbericht: ... der Woche findet man eigentlich keine Autos im Park. Das ist natürlich sehr angenehm, man muss nicht ständig auf den Verkehr achte... mehr
Wer Ferien im Bunker liebt....
Hotel Gran Dorado Het Vennenbos (Hapert)

Name des Mitglieds: Wolframo
Produkt:
Hotel Gran Dorado Het Vennenbos (Hapert)
Datum: 11.03.02, geändert am 11.03.02 (366 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: autofreier Park
Nachteile: teuer, Betonbunker
Hallo liebe dooyoo-Gemeinde,
heute will ich Euch in den südlichen Teil der Niederlande entführen, genauer gesagt in den Gran Dorado Park ?Het Vennenbos?. Um dem Bericht auch ein kurzes Vorwort zu geben, will ich gleich zu Beginn gestehen, dass ich eigentlich kein Freund derartiger Anlagen bin. Nun, ein Freund von mir, der sonst in England lebt, schlug vor, dass sich unsere Familien dort einmal nach über 11 Jahren treffen sollten ? sozusagen auf ?halben Weg zwischen GB und Deutschland.
>>>>Lage<<<<
Der Park liegt in der Nähe der belgischen Grenze, etwa 3 km von dem niederländischen Städtchen Hapert entfernt. Wenn Ihr Hapert nicht kennt, ist das keine Bildungslücke, da es ein kleines unbedeutendes Städtchen ist. Eindhoven ist etwa 25 km entfernt und man kann den Park über die Autobahn A 67 über Venlo gut erreichen.
>>>> Die Anlage<<<<
Auf dem etwa 50 ha großen Gelände befinden sich etwa 500 Bungalows. Das klingt viel und ist auch viel, aber aufgrund der Tatsache, dass der Park einen starken Waldcharakter hat, fallen die vielen Bungalows zwischen den Bäumen nicht so auf. Zu den Bungalows später mehr. Etwa 1/6 der Anlage sind Wasserflächen, also künstlich angelegte Seen und Teiche. Das garantiert im Sommer eine ausreichende Mückenplage und zu allen anderen Zeiten hunderte von freilaufenden Enten im Park. Natürlich führen auch asphaltierte Straßen durch den Park, allerdings wird man die meiste Zeit der Woche dort vergeblich Autos suchen. Dies liegt daran, dass nur an den An- und Abreisetagen Freitag und Montag das Befahren des Parkes erlaubt ist. Nach dem Auspacken des Gepäckes muss man die Autos auf den bewachten Parkplätzen außerhalb abstellen. Lediglich Behinderte erhalten eine Ausnahmegenehmigung. Zentraler Ort der Anlage ist die Plaza.
>>>>Die Plaza<<<<
Sie ist im westlichen Teil des Parkes untergebracht und beherbergt folgende Einrichtungen:
- Diverse Restaura
nts (Pizzeria, Snackbar, Cafe..)
- Diverse Geschäfte (Geschenkshop, Supermarkt, Bäckerei...)
- Das Südsee-Badeparadies, auf das ich später noch weiter eingehen werde
- Eine Spielhalle mit Bowlingbahn
und einen Trimmsaal.
Die gesamte Plaza ist in einem großen Gebäude untergebracht, welches aufgrund großer Glasflächen sehr lichtdurchflutet ist. Große Palmen und riesige Pflanzen, die man sonst nur aus dem botanischen Garten kennt, geben dem Innenraum eine tropische Note. So schön auch das Innere ist, so schäbig sieht das Ganze von außen aus. Beton (grau) gepaart mit Holzpaneelen (schwarz) hier und dort und natürlich Glas. Architekturstudenten im 2. Semester hätten das bestimmt hübscher gestaltet.
>>>>Die Bungalows<<<<
Es gibt 4,5,6 und 8-Personen Bungalows. Gemein ist allen eines: die hässliche Bunkerarchitektur. Außenansicht: grauer Betonwürfel mit Flachdach, kleinen Fenstern (im Wohnzimmer einer Schießscharte ähnlich) mit Fensterrahmen in freundlichem SCHWARZ.
Innen: Ich kann hier nur den 5-Personen-Bungalow beschreiben, aber das ist auch der meistvermietetste. Man öffnet die Haustür und steht in der Küche. Diese hat einen 4-Flammengasherd, einen kleinen Kühlschrank, 2 Hängeschränke und eine Spüle. Rechts geht es direkt von der Küche ins Klo (mit Badewanne, Dusche, Waschbecken) ohne Fenster, dafür aber mit Oberlicht. Biegt man in der Küche links ab, erweitert sich der Flur und heißt dann Ess- /Wohnzimmer. Von hier geht es über die Balkontür ins Freie auf die Terrasse. Hinter dem Esstisch gehen das Elternschlafzimmer (Doppelbett, Wandschrank) und das Kinderschlafzimmer (Doppelstockbett, Einzelbett) ab. Alles in allem 67 qm Bunkerfläche.
Etwas Farbe geben die zwei Farbdrucke, die die nackte graue Betonwand im Wohnzimmer zieren. Die Decke besteht aus sogenannten ?Sauerkrautplatten?, aus der in der ehemaligen DDR ganze Kleingartenkolonien gebaut wurden. Farbe: natürlich grau.
>>>>Die Ausstattung der Bu
ngalows<<<<
Neben den Sachen, die ich oben schon erwähnt habe, findet sich auch nicht mehr viel mehr. Der Kamin entpuppt sich als kleines Loch in der Wand mit Kettenvorhang, der Fernseher empfängt drei deutsche, französische und englische Kanäle und natürlich niederländisches TV. Die Kücheneinrichtung ist ausreichend: Vom Flaschenöffner bis zur Kaffeemaschine findet sich alles, was man zum Überleben braucht. Bettwäsche sollte man allerdings mitbringen, denn die ?Leihwäsche? kostet 5? je Bett und Woche. Selbst Küchenhandtücher kosten 3,20? wenn man sie ausleiht.
>>>> Die Animation<<<<
Für Erwachsene etwas wenig, für Kinder recht gut, wenn auch fast alles nur auf niederländisch ist. Angeblich soll die Animation für Kinder bis 12 sein, meine Beiden (12 und 10) fühlten sich allerdings schon nach den ersten ?Animationsversuchen? am Eingang des Parkes an ihre Kindergartenzeit erinnert und animierten sich lieber alleine.
>>>> Das Badeparadies<<<<
Es besteht aus einem großen Becken mit Wellenbad, zwei Whirlpools, zwei Außenbecken, mehreren Kinderbecken, drei lahmen Rutschen und ist viel zu klein, als dass es auch nur annähernd allen Parkbesuchern (die meisten kommen ja deswegen) auch nur annähernd Raum geben könnte. Die Folgen: Ewige Wartezeiten beim Umkleiden, total überfüllte Becken und sehr lange Wartezeiten bei den Rutschen. Bademeister sah ich viele, allerdings hatten diese keine Chance hier eine sinnvolle Überwachung durchzuführen, da das Schwimmbad total überfüllt war. Jedes ?Erlebnis- oder Spaßbad? in der Provinz bietet das selbe, ist nur nicht so überfüllt. Sauna, Dampfbad, Solarium kosten natürlich extra. Abzockerei tollster Art sind die Schränke in den Umkleidekabinen. Anstatt diese auf den Euro umzurüsten, stellt man Automaten auf, aus dem man für 50 Cent einen Plastik-Einkaufschip (in Gulden-Größe) kaufen kann. ?Rücktausch nicht möglich? steht dann auch noch auf dem Automaten.
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>>>> Die Preise<<<<
Ich habe für einen Wochenendaufenthalt von Freitag bis Montag im 5-Personenbungalow über 300? gezahlt. Dabei sind in diesem Preis noch ein Sonderrabatt und ein Familienrabatt wegen eines Kindes unter 12 Jahren eingerechnet. Die Preise der Attraktionen und der Freizeitaktivitäten und Restaurants hier auszugsweise:
1 Kinderfahrrad mieten 7? pro Wochenende
50 min. Kettcar fahren 7?
Pizza Margharita zum Mitnehmen 6,95?
Kleiner Pfannkuchen (für Kinder) 3,95?
>>>>Mein Fazit<<<<
Wer Geld hat und dafür nichts Besonderes geboten bekommen will, ist hier richtig aufgehoben. Zugegeben der Park hat seine Reize und man kann auch mal seine Kinder unbeschwert tollen lassen, aber das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt wirklich nicht. Für mich gilt:
EINMAL UND NICHT WIEDER
Viel Spass beim Lesen
Wünscht
wolframo
Fazit:
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