Hotel Falez (Antalya)
Hotel Falez - der Glanz von einst verblasst... - Hotel Falez (Antalya) Hotels international

Hotel Falez - der Glanz von einst verblasst...
Hotel Falez (Antalya)

catweazlecat

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Hotel Falez (Antalya)

Datum: 20.02.01, geändert am 12.10.04 (250 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Günstig gelegen, Schöne Poolanlage

Nachteile: Innen und Aussen renovierungsbedürftig

In den letzten 7 Jahren reiste ich mehrfach nach Antalya um dort ein paar schöne Tage mit Sonnen, Shoppen und gutem Essen zu verbringen und stieg währenddessen auch mehrfach im Falez Hotel am Konyalti-Strand direkt neben dem Sheraton Hotel ab.

Diese beiden Hotels gehören noch immer zu der Kategorie Luxusklasse und liegen architektonisch schön auf dem Felsen über dem Strand.

Das Falez Hotel ist ein terassenförmig angelegter Gebäudekomplex mit der Aussicht nach 3 Seiten. Die Zimmer auf der rechten Seite liegen mit der Aussicht in Richtung Kemer, zur Meerseite sowie einem atemberaubenden Blick ins Taurusgebirge ( auch schaut man von hier aus auf das nebenliegende Sheraton Hotel). Die Zimmer auf der linken Seite bestechen mit einem tollen über die Stadt Antalya und den Strand zur Stadtmitte hin.
Die Suiten an der Rückseite des Hotels schauen voll auf die grosse Poolandschaft und das Meer.

Zum Hotelkomplex gehören neben einem grossen Aussenpool, noch ein kleinerer Innenpool, ein Hamam (türkisches Badehaus), eine Sauna, Tennisplätzen, ein Restaurant und eine dazugehörige - ausserhalb des Hotelkomplexes liegende - Diskothek, in der sich besonders am Wochenende viel junges Publikum befindet.

Das Hotel selbst war und ist als Touristenhotel konzipiert. Tagungsmöglichkeiten gibt es kaum und es lebte wie auch andere grosse Hotels noch vor einigen Jahren vom gut florierenden Kasinobetrieb. Das lockte vor allem Besucher auch aus Übersee und besonders Israel an, und das Hotel erstrahlte im Glanz.

Bei meinem letzten Besuch im Herbst 2000 merkte man nun überdeutlich das der einmal bestandene Glanz und das orientalische Flair leider nach und nach verschwanden. Das Publikum besteht nun zum grossen Teil aus russischen Touristen und das Hotel und die Zimmer könnten gut eine Renovierung vertragen. Der Lack ist ab - ist die beste Formulierung die mir dazu einfällt! Das Frühstücksbüffett ist beinhaltet nur noch einen Bruchteil der Spei
sen die es einmal gab. Das Brot ist nicht besonders frisch, die Eier verkocht oder zermatscht. Frisch gepressten Saft bekommt man nur noch gegen Zuzahlung und das Personal schaut eher mürrisch drein.

Die Krone aufgesetzt hat dann noch meine Bitte um einen Ceasar's Salad an der Poolbar, der auf der Speisekarte stand. Es wurde 3x ein verschiedener Salat geliefert der nichts auch nur annäherndes mit einem Ceasar's Salat gemein hatte. Am Ende akzeptierte ich dann einen grünen Salat mit Ei und Sardellen für den mir undefinierbare Salatsaucen in pink, durchsichtig und weiss sowie Essig und Öl auf den Tisch gestellt wurden.
Nicht unerwähnt sollte bleiben das die meisten angestellten Kellner ausschliesslich türkisch sprechen, was in einem Hotel mit internationalem Publikum nicht sehr sinnvoll ist.

Meiner Meinung nach hat das Hotel maximal noch Mittelklasse-Standard und ich muss sagen das ich mich mitten unter der russischen Gästen (es waren überwiegend bodybuildingtrainierte stiernackige Männer mit ausgebeulten Jackentaschen und blonden Schönheiten im Schlepptau) und ihrem teilweise unmöglichen Benehmens (u.a. lautstarkes telefonieren am Frühstückstisch und am Pool) so nicht wohl fühlte und das Hotel zukünftig meiden werde.

Übrigens war das nicht der erste Besuch dieses Hotels in dem mir dieses Verhalten auffiel. Die Tendenz ist lediglich steigend.

Positiv an diesem Hotel ist jedoch die stadtnahe Lage und man kann gemütlich an der Strasse entlang (nicht sonderlich sehenswert) oder per Strassenbahn in die ca. 1km entfernte Altstadt gelangen.
Es gibt auch einen Strand-Shuttlebus mit dem man sich zum vorgelagerten hoteleigenen Kieselstein-Strandabschnitt bringen lassen kann.

Mit einer anderen Managementpolitik und etwas Investitionsvolumen könnte aus dem Hotel wirklich wieder etwas werden. Vieleicht überlegt sich die Regierung ja auch das Spielverbot wieder rückgängig zu machen und die Spieler-Touristen kommen
zurück. Dann würden dem Hotel auf jeden Fall wieder mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Fazit: