
Neuester Testbericht: ... und dann etwa 50m nach der Brücke links einbiegen - da sieht man dann schon das Museum. Als flotter Tourist auf Besichtigungstour ziehe... mehr
Lerne Strasbourg kennen
Hotel Europa (Straßburg)

Name des Mitglieds: Klingkling
Produkt:
Hotel Europa (Straßburg)
Datum: 24.10.00, geändert am 05.11.00 (559 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Viel zu Sehen und zu Besichtigen
Nachteile: Viele Hh und andere Gefahren
Es ist so weit! Der Strasbourg-Besuch steht vor der Tür; jetzt gibt es nur noch ein paar kleine Details zu klären, die für einen angenehmen Aufenthalt unerläßlich sind.
Anzahl der Spieler: 1
Start*: Hôtel de l'Europe (38, rue du fossé des tanneurs - 0049.(0)3.88.32.17.88)
Ziel: Sehenswürdigkeiten in Strasbourg besuchen und dann zurück zum Start
Zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel: Schusters Rappen, Tram, Auto, Fahrrad, Skates
Gewählte Sehenswürdigkeiten: Musée d'Art Moderne et Contemporain (1, place Hans-Jean Arp - 0049.(0)3.88.23.31.31)
START
Das Hôtel de l'Europe liegt mitten im Stadtzentrum, allerdings noch nicht in der Fußgängerzone, und ist somit mit dem Auto erreichbar. Erquickend kann man die Nacht dort nicht unbedingt nennen - ich nehme mal an, daß das Hotel zwar mit „double vitrage" ausgestattet ist, aber laut ist es womöglich doch. Vor allem natürlich am Wochenende, wenn die jüngere (aber auch die ältere) Bevölkerung auf den Putz haut und dann besoffen und laut gröhlend in den Straßen herumwankt oder total coole Jugendliche (so fünf) in Miniautos gequetscht durch die Straßen rasen. Der Vorteil, daß das Hotel mit dem Auto erreichbar ist verwandelt sich dadurch in einen Nachteil, denn es liegt genau an einer Kurve und die Fahrer müssen an der Stelle natürlich eine Vollbremsung hinlegen um nicht mit etwa 100 aus der Kurve zu fliegen. Außerdem hat denen anscheinend keiner beigebracht, daß das Auto mehr als einen Gang besitzt oder aber daß man mit 100 nicht im 1ten Gang fahren sollte. Des weiteren ist zu erwähnen, daß die Soundanlage meist teurer ist als das Auto selbst und anscheinend die Autoinsassen mit Taubheit geschlagen sind, denn wenn ich im Bett senkrecht sitze wg der Lautstärke, dann muß denen ja das Trommelfell schon zehnmal geplatzt sein. Manchmal gibts auch kleine Pöbeleien, aber die zähle ich jetzt einfach mal zu den gröhlenden Besoffenen. Die engen Straßen die von relati
v hohen Häusern gesäumt sind führen natürlich dazu, daß jedes Geräusch sehr gut auch in die oberste Stockwerke gelangt - man kann also dann den Gesprächen der Vorbeilaufenden vom Bett aus wunderbar, und in bester Qualität lauschen (zumindest ohne „double vitrage".
Nun, nachdem die Nacht nun vorbei ist und hoffentlich die Sonne vom Himmel lacht, packen wir doch einfach mal unseren kleinen Rucksack*² und holen unseren Stadtplan heraus.
OK - ganz einfach! Aus dem Hotel nach rechts raus und dann nach 10 Metern, also an der „Grand Rue" gleich wieder rechts. Dann einfach gerade aus, immer auf der „Grande Rue" bleiben und dann nach links und ein kurzes Stück am Rhein entlang und dann über die Brücke und dann etwa 50m nach der Brücke links einbiegen - da sieht man dann schon das Museum. Als flotter Tourist auf Besichtigungstour ziehen wir natürlich unsere sportlichen Sneaker an und nicht etwa Hochhackige - stellt sich dann auch als äußerst gute Wahl heraus... . Also dann los!
Wir gehen aus dem Hotel raus und dann schon die erste Überraschung: wir sind nur knapp neben einen Hundehaufen getreten! Also sowas, mitten vor dem Hotel - wie kann das nur sein?!? Nun, wie üblich stehen neben dem Hotel (der Eingang liegt schon in einer Art Fußgängerzone, die durch ein Absperrsystem nur Lieferanten, Anwohnern, Polizisten, Taxen und ähnlichem (auch Hotelgästen) die Zufahrt erlaubt) ein Haufen PKWs, also müssen wir uns an der Hauswand entlang des Hotels vorbeibatsen - natürlich immer auf der Hut vor neuen Hundehaufen (im Folgenden nur noch Hh). Völlig vertieft ins Sightseeing hören wir gar nicht das sich nähernde Autogeräusch.... ? Nun ja, gerade noch rechtzeitig heben wir den Kopf und sehen einen Kleinlaster auf uns zurauschen (fahren zG auch im 1ten Gang, dadurch sind sie recht laut) - instinktiv erfolgt ein Hüpfer zur Seite, und da! schon wieder ein Hh! Hoffentlich haben wir ihn auch diesmal verpaßt. Vom Schreck erholt setzen wir unser
en Weg fort und schlendern in der „Grande Rue" entlang. Sie besteht aus Kopfsteinplaster; mit Absätzen wäre das halsbrecherisch, mit Blades würde man wie ein Clown aussehen bei dem Versuch elegant darüberzugleiten... . Es gibt natürlich auch Gehsteige (sind in gleicher Höhe wie der Rest der Straße), aber wenn wir davon ausgehen, daß es schönes Wetter ist, stehen da die Tische von den Imbiß-Lädchen und Cafés - es ist also von vornherein besser auf der „Straße" zu gehen. ABER Achtung! Man sollte sich nicht allzusehr ablenken lassen, denn auch weiterhin besteht die Gefahr, daß Autos aus kleinen Seitengassen oder von welcher Seite auch immer heranrauschen. Wir schlendern und schlendern... da, plötzlich aus dem Nichts taucht ein Fahrradfahrer aus der „Rue des Aveugles" hervor und schneidet uns haarscharf. Ein kleiner Hops und wir sind gerettet... hatten wir auch diesmal Glück bei den Hh?!? Nun erblicken wir auch schon die „Église Prot. St.Pierre le Vieux" und somit das Ende der Fußgängerzone. Was tun wir also?!? Nun, wir gehen so schnell wie möglich auf den Gehsteig und bleiben auch dort. Die „Rue Adolphe Seyboth" ist eine der wenigen Straßen die ins Zentrum führen und ist dementsprechend befahren. Wir sollten uns auch nicht von den wagemutigen Franzosen dazu verleiten lassen, die Straße ohne zu Schauen zu überqueren oder auch sonst irgendwie gefährliche Manöver durchzuführen, die uns noch näher an die Autos bringen könnten. Es fordert einige Wochen Übung diese Manöver kontrolliert durchzuführen. Die Gehsteige sind nicht sehr breit, auch das sollte man nicht vergessen - kommt also zB eine Frau mit Kinderwagen entgegen, dann müssen wir wohl oder übel auf die Straße ausweichen; man sollte also vorrausschauend gehen und die Straße ständig im Auge behalten. Natürlich auch den Gehsteig, denn da liegen die meisten Hh. Auch beim Überqueren der Straße sollte man sich vorsichtshalber an die dt. Verkehrsregeln halten, denn dan
n kann einem gar nichts passieren - nur nicht ungeduldig werden, irgendwann sind schon alle Autos vorbei. Die Brücke die wir vor uns sehen heißt "Pont National", die nehmen wir aber nicht, sondern wir biegen nach links ab und laufen ein Stück am romantischen Rhein entlang (etwa 100m oder so) bis zur nächsten Brücke. Wir überqueren nun mit großer Vorsicht die Straße - achtung, die Autos rasen von links heran - und überqueren die Brücke die im Übrigen „Pont de l'Abattoir" heißt, und deren Gehsteig etwa 20cm hoch ist, man sollte also nicht unbedingt runterstolpern, da da ein mehrfacher Bänderriß nicht unbedingt auszuschließen ist. Unbedingte Vorsicht gilt auch wieder den Autos (kommen einem entgegen) da die Brücke einspurig und wirklich eng ist und die Franzosen wirklich schnell unterwegs sind. Das Ausweichen auf die Straße sollte also nur im Notfall und dann nur unter extremer Vorsicht erfolgen!!
So, nun noch vorbei an der E.N.A. (École Nationale d'Administration) und gleich danach links. Vor uns liegt ein Schotterweg und wir erblicken auch schon das Museum. Wenn wir auch weiterhin darauf achten, alle Hh auszulassen, auf herrannahende Radfahrer und Mofafahrer zu horchen und nicht in irgendeinem Schlagloch unsere Bänder durchzureißen kommen wir heil bis vor das Museum. Dort besteht die einzige Gefahr darin von jugendlichen Skatern, Skatboardern oder BMXlern umgefahren oder von einem Fußball getroffen zu werden - also alles in Ordnung. Nun rein in den Museumsvorhof der außerhalb der Öffnungszeiten von einem Megaeisentor abgeriegelt ist, dann ab durch die Drehtür und schon sind wir da. Auf das Museum gehe ich jetzt nicht näher ein, außer daß es eine Enttäuschung ist - vielleicht kommt ja irgendwann ein Bericht darüber.
Der „Heimweg" zum Hotel besteht natürlich aus den selben Gefahren wie beim Weg zum Museum, wir sollten jedoch vor der Dunkelheit den Weg antreten, da sich die Gefahren Nachts natürlich durch schlechte Sicht (
vor allem bei Hh wichtig) vergrößern.
*Die Auswahl des Hotels sollte wirklich gut durchdacht sein. Nimmt man ein Hotel im Stadtzentrum, dann ist es entweder nicht mit dem Auto erreichbar wenn es in der Fußgängerzone liegt, oder aber es hat vielleicht keinen Parkplatz, was dann zu enormen Parkgebühren führen würde. Der „Parking des Tanneurs" zB kostet 9FF die Stunde, ohne Mengenrabatt. Alle Parkplätze auf der Straße kosten ebenfalls soviel, allerdings nur wenn man tagsüber parkt. Man kann aber auch einfach vor neun Uhr das Auto umparken (wohin, ist eine andere Frage...), dann zahlt man nichts, ebenso den gesamten Sonntag (zahlen muß man also während der Ladenöffnungszeiten - bis etwa 20h00, je nach Laden). Allerdings wohnen auch viele Einheimische im Stadtzentrum, und die wollen natürlich auch alle da parken...
Die Anreise zum Hotel (zB H.d.l'Europe) ist auch nicht gerade sehr angenehm, denn das Zentrum ist aus Einbahnstraßen aufgebaut, die dann alle auf die „Rue du Fossé des Tanneurs" führen, die dann wiederrum den gesamten Verkehr aus dem „Ring" herausleitet (das Stadtzentrum liegt praktisch in einem Ring, der durch den Rhein umflossen wird). Man sollte also niemals - NIEMALS - an einem SamstagNachmittag anreisen, da da der Berufsverkehr aus der Stadt heraus beginnt. Der Verkehr steht. Dämliches Gehupe überall macht das Vorrankommen auch nicht schneller, aber das weiß anscheinend nicht jeder. Außerdem sollte man nicht die Tram vergessen - vor allem die neue Tramlinie, die seit Anfang September fährt, und die dann plötzlich von rechts und links auf einen zukommt. Wie genau und wo genau die Trams die Straßen treffen ist einfach zu kompliziert zu erklären, wenn man mal hier in dem Verkehr steht, dann sieht man schon wovon ich spreche. Ich würde dem ungeduldigen Touristen empfehlen einfach in den „Parking Kléber" reinzufahren, dann einfach durchzufahren, die eine Stunde zu bezahlen und dann wieder bei der Aus
fahrt rauszufahren, denn die liegt nur noch 5-10m vom Hotel entfernt...
Nimmt man ein Hotel das außerhalb liegt, dann muß man halt mehr laufen.
*² Man sollte immer gut auf den Rucksack achten, denn Diebe wittern Touristen auf 500m Entfernung, und auch die Kamera sollte man nicht unachtsam in der Hand tragen sondern zumindest immer um den Hals hängen. Im Auto sollte man nie irgendwelche Taschen oder sonstwas liegenlassen, um das Risiko eines Autoaufbruchs so gering wie möglich zu halten - da kann man auch jeden Strasbourger fragen, die raten einem alle das Selbe.
So, ich denke, ich habe alle „Gefahren" erwähnt die einem in Strasbourg begegnen könnten. Falls ich einer neuen begegne werde ich diese natürlich sofort hier anhängen.
Ach ja, wenn man im „Hôtel de l'Europe" wohnt, dann sollte man beim Umziehen die Vorhänge zuziehen, dann die Straßen sind nicht sehr breit und wenn man auch noch das Licht an hat, dann hat man von den Wohnungen gegenüber eine hervorragende Sicht ins Hotel und die Zimmer....
Fazit:
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