Hotel Ermioni
ruhiges Hotel - Hotel Ermioni Hotels international

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ruhiges Hotel
Hotel Ermioni

annimoon

Name des Mitglieds: annimoon

Produkt:

Hotel Ermioni

Datum: 29.07.08, geändert am 30.09.08 (194 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gutes Preis-Leistungsverhältnis , gute Anbindung an Infrastruktur, Personal, Gäste jeden Alters

Nachteile: kein eigener Strand, Kühlschrank - und Safekosten, nur ca. 3 Meerblick-Zimmer

Für meine Begleitung und mich stand für den Urlaub Folgendes fest: Ein stimmendes Preis-Leistungs-Verhältnis, ein ruhiges, aber strand- sowie stadtnahes sowie am Mittelmeer gelegenes Hotel soll es für 14 Tage sein. Unterschiedliche Reisebüros waren am suchen und es kam unter anderem sogar 2 mal das Hotel "Ermioni" heraus. Bei holidaycheck.de kam eine Weiterempfehlungsrate von 92 % zum Vorschein, so dass wir uns damit genauer befassten und den Flug schließlich dingfest machten. Im Juli 2008 ging es los, pro Person 750 Euro inklusive Reiserücktrittsversicherung.

Wir kamen in Chania auf Kreta an. Von dort aus umfasste der Transfer knapp 50 min, von der Hauptstadt Heraklion aus wären es fast 3 Std geworden.
Aber kommen wir zum Hotel!

Das Hotel ist in einer ruhigen Lage gebaut, links und rechts die nächsten 300m etwa nur abgezäunte Felder mit ab und an grasenden Schafen. Dazwischen befindet sich ein Weg, den man zum Strand nehmen kann, dann allerdings nur auf steinigen Strand vorerst trifft. Bewegt man sich ca. 500 m nach links kommen die ersten Liegen und Strandbars zum Vorschein am schönen Sandstrand und felsenlosem Meer. (Liegen 4 - 5 Euro pro Tag)
Hinter dem Eingang des Hotels befindet sich die Liegefläche mit angenehm erfrischenden, sauberen Pool mit Sprungbrett, Rutsche und abgegrenzten Kinderbadebereich. Empfehlenswert ist es allerdings dem Kind vorher das Schwimmen beizubringen, da der Pool überwiegend über 2m tief ist.
Direkt daneben befindet sich eine überdachte Poolbar mit ständiger Bewirtung, die mittags zum Snack zwischendurch und abends für das ein oder andere Getränke gut und bequem ist.

Dahinter befindet sich der Gebäudekomplex. Es gibt Zimmer im Souterrain (also zur Hälfte im Keller) und zwei Stockwerke darüber, die mit hilfreicher Klimaanlage ausgestattet sind. Unser Zimmer bestand aus einem angenehm strukturiertem Bad mit Dusche. Wegen zu kurzem Duschvorhang war jedoch nach jedem Duschen eine größere Pfütze vorzufinden. Das Schlafzimmer bestand aus drei Betten, einem Tisch mit Spiegel und Hocker, einem hängenden Fernseher + kleinem Kühlschrank (kosten extra), sowie einem Eichenschrank mit vielen Kleiderbügeln. Den Balkon nutzten wir nur zum Wäsche aufhängen, mit Sicherheit kann man darauf auch gut zu zweit zum Spieleabend oder Ähnlichem sitzen. Die Aussage "seitlicher Meerblick" war jedoch in keiner Weise vorzufinden.

Kurz um die Ecke von unserem Zimmer aus ging es in die Haupthalle, in der sich eine kleine Rezeption, ein Souvenirladen (worin am Abflugtag die Koffer gestellt werden konnten), eine Fernsehecke, sowie der Essbereich. Von 7.30 - 10 Uhr und von 19.30 - 21 Uhr gab es dort das Halbpension-Essen.
Das Frühstück bestand stets aus 2 verschiedene Weißbrotarten, verschiedene Marmeladen, Honig, Nutella, hart gekochte Eier, Quark, unterschiedliches Müsli, Pfirsiche (aus der Dose?), Margarine und Butter, 2 Wurstsorten (wechselnd zwischen 2 anderen Sorten) und eine Käsesorte. Manchmal gab es als Highlight Kekse, Croissants, anderes Gebäck, Feta-Käse, Oliven, Tomaten, Salami. Zum Trinken gab es jeden Morgen Kaffee, Tee (verschiedene Beutel aussuchbar), Wasser, Milch und 2 Saftarten zur Auswahl.
Am Abend waren die Getränke zu zahlen. Es konnte zwischen Softdrinks, Wein, Wasser und Bier ausgesucht werden. Das Menü wurde immer schon am Tage anhand eines Zettels ausgestellt. Es gab immer wieder eine Auswahl an Fleisch, unterschiedlichstem Gemüse und Beilage wie Kartoffeln oder Nudeln. An manchen Tagen wurde auch Fisch angeboten. Wechselnde Suppen standen zur Auswahl, sowie eine immer wechselnde Palette Salat. An ca. 7 verschiedenen Salatplatten konnten wir uns jeden Abend bedienen. Wobei manchmal auch das warme Gemüse vom Vorabend in solch einen Salat mit eingebracht wurde - clevere Idee und wohlschmeckend. Wegen des kleinen Raums mussten 4köpfige Familien manchmal warten um ebenfalls essen zu können. Dass wir uns zu zweit den Tisch mit anderen teilen mussten, stand an der Tagesordnung.

Die Gäste sind jeden Alters und kommen hauptsächlich aus Deutschland. Der Barkeeper ist Bayer und für Fragen stets offen, das überwiegend freundliche Personal hingegen spricht hauptsächlich Englisch.

Über Neckermann wäre es nicht zu empfehlen Reisen durchzuführen, da auch ab und an Unterschiede von 20 Euro und mehr liegen, wenn sie mit den ebenfalls seriösen Stadtangeboten verglichen werden.

In der nächstliegenden Stadt Kavros (1,5 km entfernt), die extra für Touristen erbaut wurde, liegt ein Souvenirladen neben dem anderen, durchmixt von Autovermietungen, Tavernen, Kleidungsgeschäften und dem ein oder anderen Supermarkt, der manchmal schwer von einem Souvenirladen zu unterscheiden ist. Von dort aus kann man mit dem Bus oder der Talos-Bahn (eine kleine Bimmelbahn) Ausflüge in die Umgebung und größeren Städte machen. Nach Rethymnon zahlten wir zu zweit für die Hin- und Rückfahrt ca. 10 Euro, nach Chania (die zweitgrößte Stadt Kretas) ca. 16 Euro.
Bei Allianthos hatten wir uns einen Wagen für 3 Tage gemietet (100 Euro), Ausflugstipps stehen weiter unten. Beim selben Laden haben wir auch die Durchwanderung der Samaria-Schlucht gebucht (die längste Schlucht Europas - 16km lang und mindestens 5 Stunden sowie gute Kondition nötig; 43 Euro pro Person, aber auch absolut wert!). Alles war seriös und hatte viel Freude bereitet.
In Kavros gibt es außerdem auch zwei Mini-Golf-Bahnen mit großem Spielplatz anbei für die Kinder. Der verstecktere "Fun-Park" lädt abends zu deutschen Kinofilmen ein (wer das im Urlaub unbedingt benötigt?!), die vor einem Jahr in Deutschland liefen. Außerdem gibt es kleine Streichelgehege mit Hunden, Katzen, Hasen und sogar einem Känguruh.

An Ausflugstipps ohne Auto wäre Folgendes zu empfehlen:
mit der Bimmelbahn: zum Kournas See, der größte Süßwassersee auf Kreta, auf dem man gut mit Tretboot fahren (7Euro pro Stunde) oder auch baden kann; nach Georgioupolis ein etwas größeres Städtchen als Kavros, nett zum Schlendern besonders auf der Strandpromenade;
mit dem Bus: nach Rethymnon, sowie nach Chania, wunderbare Städte mit venezianischen Häfen, erholsamen Stadtparks, Altstadtgassen, die klein und verwinkelt mit interessanten Lädchen ausgestattet sind -allerdings nicht während der Mittagshitze - es weht dort kaum ein Lüftchen!
Mit Auto hatten wir den Westen ausgekundschaftet:
Kulturelles wäre das Arkadi-Kloster; das von dort aus ca. 20 Minuten entfernte, bekannte Töpferdorf Margarites, sowie die Tropfsteinhöhle in Melidoni.
Zum Entspannen und Entdecken ist Preveli, der Strand im Süden, wo sich Süß- und Salzwasser treffen, besonders beeidruckend ist der "Palmforest", dieser sollte ruhig soweit durchlaufen werden bis die großen Steinfelsen im Wasser auftauchen - dort ist ein kühles, einsames, erfrischendes Plätzchen nach dem anderen zu finden inmitten von Bachläufen, allerdings muss zu diesem Ort ca. 15 Minuten lang eine Treppe herunter und am Ende auch wieder hinauf gelaufen werden.
Zum Elafonissos-Strand, der Karibikstrand Kretas, dauert die Strecke 2 ½ Stunden wird aber mit dem kühlen, azurblauen, durchwatbaren Lybischen Meer zu einem Traumtag.

Fazit: zu empfehlen für Strand- & Poolgänger, sowie Ausflügler die es schlicht & ruhig mögen