
Neuester Testbericht: ... einem über einhundert Jahre alten Hotel namens "El Tovar" Es befindet sich direkt in Grand Canyon Village, am Ausgangspunkt alle... mehr
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Hotel El Tovar (Grand Canyon)

Name des Mitglieds: offerendum79
Produkt:
Hotel El Tovar (Grand Canyon)
Datum: 10.10.10
Bewertung:
Vorteile: Lage
Nachteile: Bad, Zimmer
Es geht weiter, diesmal an eines der beliebtesten Touristenziele der USA: Den Grand Canyon. Besucht man den Grand Canyon hat man die Wahl: Entweder man wohnt direkt am Rand (South oder North Rim) oder man nimmt etwas Anfahrt in Kauf und wohnt in Flagstaff oder gar Sedona. Wir wollten keine Anfahrt in Kauf nehmen und entschieden uns für eine Nacht am South Rim, in Grand Canyon Village. Als Hotel wählten wir das El Tovar.
Allgemeines
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In Grand Canyon Village gibt es mehrere Hotels, die allesamt von Xanterra gemanagt werden. Das bekannteste und älteste ist das El Tovar, welches 1905 als Luxushotel der Grand Canyon Railroad eröffnet wurde. Es wurde 2005 mehr oder weniger gründlich renoviert und bietet 78 Zimmer.
Buchung
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Das Hotel hat im Grunde 3 verschiedene Zimmerkategorien, nämlich Standard, Deluxe und Suiten. Bei den Standardzimmern gibt es eine Unterteilung zwischen Queen und Double, die mir jedoch nicht einleuchtet. Die Standardzimmer kosten 174,00 bzw. 205,00 $, das Deluxe-Zimmer schlägt mit 268,00 $ zu Buche. Suiten kosten zwischen 321,00 und 426,00 $ und haben teilweise direkten Canyon-Blick. In diesen wohnten dann auch US-Präsidenten, Albert Einstein und sonstige Persönlichkeiten....
Zunächst wollte ich von den Zimmerfotos abgeschreckt eine Suite buchen, doch waren diese rund ein Jahr vor dem gewünschten Termin schon nicht mehr verfügbar. Ein genauerer Vergleich zwischen Standard und Deluxe brachte mich schließlich dazu das billigste zu buchen, da die Deluxe-Zimmer nur etwas größer sind, ansonsten aber gleich. Jedenfalls keine 100,00 $ mehr wert sind. Um es ehrlich zu sagen gingen wir schon bei Buchung davon aus, dass uns das Zimmer eh nicht gefallen wird. Aber man will halt am Canyon wohnen und da ist das El Tovar wohl unbestreitbar das beste Haus...
Die Buchung erfolgte Online, alles wie gewohnt. Wie üblich war das Hotel schon Monate vor unserer Anreise komplett ausgebucht, man muss sich also früh entscheiden. Spontangäste können sich die Frage an der Rezeption sparen....
Die Internetseite: http://www.grandcanyonlodges.com/el-tovar-409.html
Ankunft
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Das Hotel selbst verfügt nicht über einen eigenen Parkplatz, so dass man sich in der Nähe selbst einen entsprechenden suchen muss. Wir hatten Glück und parkten idealer Weise etwa 50 Meter vom Hotel entfernt auf dem nächstgelegenen Parkplatz, der wenigstens umsonst ist. In weiser Voraussicht hatten wir uns einen separaten Koffer gepackt, um nicht mehrere Gepäckstücke rumschleppen zu müssen.
Das Hotel wirkt von Außen in der Tat historisch. Es ist aus Holz und Stein gebaut und sieht durchaus wie eine edle Lodge aus. Beim Betreten des Hotels über eine Holzterrasse steht man zunächst im vorderen Teil der Lobby mit einem großen Kamin, an dessen Wänden Tierköpfe hängen. Links und rechts befindet sich jeweils ein Souvenierladen. In einem optisch leicht getrennten Bereich befinden sich die Rezeption, sowie der Zugang zum Restaurant und der Bar.
An der Rezeption werden wir freundlich begrüßt und unsere Reservierung sofort gefunden. Wir können wählen, ob wir ein Zimmer im 1. oder 3. Stock wollen, wobei uns der Rezeptionist aus Lautstärkegründen dringend zu einem Zimmer in der 3. Etage rät. Wir nehmen also ein Zimmer oben und werden an den Bellboy verwiesen.
Irgendwie bin ich auf dem Weg zu unserem Zimmer dankbar, dass der Bellboy den Koffer trägt, da das Hotel keinen Fahrstuhl besitzt. Auf dem Weg in die 3. Etage kommen wir durch die "Upper Lobby", einen größeren Raum mit Sitzgelegenheiten im 1. Stock. Zum Abschied teilte man uns die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten mit.
Zimmer
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Unser Zimmer im 3. Stock bot aus dem Fenster zum einen einen Blick auf den Parkplatz, zum anderen aber auch einen zumindest partiellen Canyonblick. Mit letzterem hatte ich nicht gerechnet, da ein solcher eigentlich nicht zur Verfügung steht. Das Zimmer selbst war dafür winzigst, unsere anderen Koffer hätten auch keinen Platz gehabt. Ein großer Teil des Zimmers wurde durch das 1,20 Meter breite "Doppelbett" eingenommen, in dem schon größenbedingt zusammenrücken angesagt ist. Daneben gab es ein Schränkchen mit TV und einen Stuhl nebst Beistelltisch. Positiv war, dass man wohl ganz neu 26 Zoll Flachbildfernseher angeschafft hatte, was dem Raum ein wenig Moderne gab. Die Minibar war leer geräumt, dafür gab es ein hässliches, weißes Klimagerät.
Insgesamt hätte ich mir das Zimmer schlimmer vorgestellt, wenn auch die Größe des Bettes und Zimmers eine Zumutung war. Bequem schlafen konnte ich jedenfalls nicht.
Bad
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Eigentlich ist das Bad keinen eigenen Abschnitt wert, denn es ist schnell beschrieben. In hässlichem Weiß gekachelt gab es einen kleinen Spülstein, die Toilette und eine halbe Badewanne (vielleicht 20 cm hoch) mit von mir gehasstem Duschvorhang, in der ich nur für eine höhere Summe Bargeld gebadet hätte. Ansehnlich sah sie jedenfalls nicht aus. Mehr gab es nicht und hätte auch nicht reingepasst. Die Pflegeartikel waren von einer Öko-Serie, so dass zum Beispiel die Mitte der Seife ausgespart wurde. Man macht auf Green-Hotel, was ich prinzipiell gut finde.
Gastronomie
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Das Hotel verfügt mit dem "Dining Room" über das einzige "Fine Dining" Restaurant am Grand Canyon, das man wie das Hotel einige Zeit im Voraus buchen sollte. Da ich einige Userfotos des Essens im Internet gesehen hatte, sah ich von einer Reservierung ab. Bei Ankunft bereute ich dies zunächst nicht, denn das Restaurant sah nicht so toll aus. Der Waiter an der Türe bestätigte zudem meinen Eindruck, dass wir uns richtig entschieden hatten.
Leider hatten wir aber dennoch Hunger und etwas auf die Hand gibt es in Grand Canyon Village nur begrenzt. Also stellten wir uns vor der Bar an (würde ich sonst nirgends auf der Welt machen), um dort eine Kleinigkeit zu essen. Hierbei muss man selbst aufpassen ob ein Tisch frei wird, zugewiesen wird ein solcher nicht.
Die Bar selbst ist ein eher ungemütlicher Raum, in dem auf einem alten Fernseher espn läuft. Wenigstens hat man durch das Fenster einen teilweisen Blick auf den Canyon. Die Karte ist dafür recht übersichtlich gestaltet, insbesondere gewohnte Barspeisen wie Club-Sandwich oder Burger sucht man vergebens. Wie wählten 2 Softdrinks, einen Salat und Chicken Wings mit Blue Cheese Sauce. Als ich sie "hot" bestellte schaute mich der Kellner ernst an und meinte "You want them hot?". Yes, ich will es so! Was dann wenig später kam war eher enüchternd. Durchschnittliche, nicht wirklich scharfe Chicken Wings mit fertiger Blue Cheese Sauce und ein mittelmäßiger Salat. Nachdem wir noch ein paar Minuten auf Besteck gewartet hatten, konnten wir wenigstens unseren Hunger stillen. Mit rund 30 $ inklusive Tipp waren wir dabei, geschenkt ist was anderes. Wenigstens gab es kostenloses refill für die Getränke.
Check-Out
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Da wir den Sonnenaufgang um 5 Uhr sehen wollten, brachen wir recht früh aus El-Tovar auf, der durch Steueranpassungen entstandene Nachzahlungsbetrag in Höhe von 87 Cent im Vergleich zum Deposit wurde unserer Kreditkarte belastet.
Fazit
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Toll am El Tovar ist die Lage, da man praktisch direkt am Canyonrand wohnt. Man verlässt das Hotel und ist mittendrin, zum kostenlosen Shuttle-Bus (Teile des Nationalparks darf man nicht mit dem Auto befahren) sind es ein paar Minuten zu Fuß. Besser geht es kaum.
Das Hotel selbst verfügt über ganz nette Gemeinschaftsräume, die Zimmer sind dafür mehr oder weniger Mist. Man muss sich halt klar sein, dass man für die Landschaft da ist und nicht fürs Hotel. Trotzdem empfehle ich es (Mangels angemessener Alternativen) mit 3 Sternen, da es unterm Strich doch besser war, als befürchtet.
Fazit: Am Grand Canyon alternativlos
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