Hotel ClubHotel Turan Prince (Manavgat)
Club Hotel Turan Prince bei Side/Manavgat - Hotel ClubHotel Turan Prince (Manavgat) Hotels international

Neuester Testbericht: ... Pool und sechs grossen Wasserrutschen im Norden, im Süden eine weitere Poolanlage sowie den hoteleigenen Strand. Die Kids sind logischer... mehr

Club Hotel Turan Prince bei Side/Manavgat
Hotel ClubHotel Turan Prince (Manavgat)

RHickmann

Name des Mitglieds: RHickmann

Produkt:

Hotel ClubHotel Turan Prince (Manavgat)

Datum: 23.10.03, geändert am 23.10.03 (662 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: All inclusive, Tollen Sport- u. Freizeitangebot, sehr gepflegte, gut ausgestattete, riesige Anlage

Nachteile: großer Ansturm am Abendbuffet, Nächtliche Rufe des Muezzin

Über alltours buchten wir last minute einen 8-tägigen Urlaub an der türkischen Riviera im Club Hotel Turan Prince * * * * vom 02.10.2003-09.10.2003 für rund 500 Euro pro Person. Für diese Anlage offenbar ein Schnäppchen. Normale Preise zwischen 600-800 Euro. Wir waren gespannt, ob es tatsächlich ein Schnäppchen war oder die Katze im Sack.

Anreise
Praktisch von allen deutschen Flughäfen wird Antalya angeflogen. Unser Hinflug erfolgte mit Sun Express, einer türkischen Lufthansa-Tochter. Die Stewardessen waren mässig freundlich und sprechen deutsch, englisch und türkisch. Bei dem Flugzeug handelte es sich um ziemlich neue Boeing 737-800 mit 186 Plätzen.
Die Einreise in die Türkei ist inzwischen nicht nur mit Reisepass sondern auch mit Personalausweis möglich. Der Nachteil bei letzterer Möglichkeit ist, dass der Einreisestempel auf einem unbedeutenden weissen Zettel angebracht wird, der unbedingt wieder zur Ausreise benötigt wird. Wird der Zettel verloren, enstehen bei der Ausreise Probleme und es kann unter Umständen sehr teuer werden.
Nach Passieren der Kofferausgabe kommt man ausserhalb des Flughafengebäudes an eine rieseige Schlaterreihe aller Reiseveranstalter. Am alltours-Schalter hielten wir einen Bus zugeteilt, der uns innerhalb 80 Minuten zur Anlage chauffierte. Also eine absolut reibungslose und entspannende Anreise.
Sein Handy sollte man übrigens - wenn möglich - im Telsim GSM - Netz einbuchen. Der billigste Anbieter für Gespräche nach Deutschland.


Die Anlage: Club-Hotel Turan Prince * * * *
Nach lesen früherer Bewertungen hatten wir teilweise die Befürchtung von Russen überrannt zu werden und in einem versifften Zimmer zu vegetieren. Aber gleich vorweg: nichts davon traf zu. Die Anlage war zu unserer Zeit deutschsprachige Kolonie. Rund 90% aus D, AUT oder SUI, der Rest aus Polen und Russland. Da die Anlage sehr kinderfreundlich ist, befinden sich viele Familien dort und an spielenden Kindern sollte man sich nicht stören.
Die Rezeption im Eingangsbereich bietet kostenlos die Möglichkeit einen Safe zu mieten. Dies ist sehr empfehlenswert. Die Damen überschlagen sich zwar nicht vor Freundlichkeit, sprechen oder zumindest verstehen aber deutsch und sind hilfsbereit. Gleich bei Ankunft erhält man sein All-inclusive-Armband. Der Verlust kostet 50 €. Im Rezeptionsbereich hängen alle Angaben zu den Reiseleitern und die Termine zu den Begrüssungstreffen sowie die Ordner mit den Abfluginformationen. Die alltours-Reiseleiterin war an 6 Tagen die Woche in der Anlage, man hätte bei Bedarf somit praktisch jederzeit einen Ansprechpartner.
Die riesige, gepflegte All Inclusive - Anlage hat einen Aquapark mit Pool und sechs grossen Wasserrutschen im Norden, im Süden eine weitere Poolanlage sowie den hoteleigenen Strand. Die Kids sind logischerweise um die Rutschen konzentriert, so dass an den anderen Orten relativ ruhiges Sonnenbaden möglich ist. Liegen, Auflagen und Schirme gibt es jederzeit und überall ausreichend und kostenlos. An allen Pools und dem Strand werden praktisch durchgehend Snacks und Getränke gereicht, Selbstbedienung versteht sich.
Abendunterhaltung beginnt mit Eröffnung des hauseignen Vergnügungsparks mit Riesenrad, und Karussells von 17.30-18.30. Nach dem Abendessen von 19-21.30 Uhr beginnt täglich eine einstündige Show im hauseigenen Amphitheater. Ab 23 Uhr eröffnet die Disco.
Das Abendessen wird zum fürchterlichen Ameisenhaufen, wenn man um 19 Uhr zu Tisch geht. Die meisten der 1800 Gäste der Anlage konzentrieren sich dann im Bereich des Hauptrestaurants, das sich in Form eines geschlossenen und halboffenen Teils erstreckt. Auch wenn viele Köche die meisten Speisen frisch vor den Augen der Gäste zubereiten schafft man es auf Grund der endlosen Schlangen am Buffet nicht, das Essen warm an den Tisch zu bringen. Erfahrungsgemäss ebbt der Ansturm nach 20 Uhr ab, so dass etwas zivilisierteres Essen möglich ist. Der Tischwein ist meines Erachtens ungeniessbar. Die Vielfalt der Speisen ist überwältigend, jedoch werden viele lokale Speisen paniert, diese sind dann sehr fettig. Die Grillspezialitäten sind jedoch ein Genuss (wenn man sie warm an den Tisch bringt). Das Meer von Desserts ist überwältigend.
Der Ansturm scheint auch das Personal zu stressen, so dass es durchaus mal vorkommt, dass einem der Teller unter der Gabel weggezogen wird.
Mittags verteilt sich der Ansturm auf die Aqua-Bar, die Strandbar und das Hauptrestaurant, so dass die Atmosphäre wesentlich entspannter ist.
Auch das Frühstück ist relativ gut besucht, lange jedoch nicht so schlimm wie das Abendessen. Zum Trost: im nebengelegenen Silence Beach ist es auch nicht anders, nur dass hier 3500 Gäste wohnen.
Die Anlage ist sehr gut ausgestattet mit zwei Shops, einen Juwelier sowie eine medizinische Station mit Arzt.
Umfangreiche Sportmöglichkeiten bestehen in Form von 4 Tennisplätzen (Achtung: es gab hoteleigene Schläger, aber keine Bälle), Tischtennis und verschiedene Aktivitäten mit den Animateuren sowie gegen Gebühr Flutlicht-Tennis, Billard, Tischfussball, Parasailing (25 Euro, auch Tandem bis 110 Kilo Gesamtgewicht), Wasserski, Bananarides (6 Euro p.P.), Jet-Ski (Einzel 25 Euro, zu zweit 30 Euro). Für die Wellness gibt es ein türkisches Bad mit Massage (20-45 Euro). Achtung Ladies: man ist splitternackt und es kann bei grossem Ansturm durchaus vorkommen, dass eine Frau von einem Mann gewaschen und massiert wird - wirklich überall! Wer's nicht mag, sollte sich eine ruhigere Zeit aussuchen und auf Behandlung durch eine der beiden Frauen bestehen.
Die Zimmer befinden sich entweder im Hauptgebäude oder über die Anlage verteilt in zweistöckigen Reihenbungalows (Clubzimmer). Nichts für frisch verliebte: die Betten in den Bungalows sind durch einen Nachttisch getrennt. Die Clubzimmer in den Bungalows sind sauber, allerdings teilweise nicht mehr ganz modern, aber durchaus akzeptabel. Neben den Betten befindet sich im Zimmer ein großer Schrank, ein Schminktisch mit Spiegel sowie ein Sofa und ein kleiner Tisch Die Anlage ist nachts relativ ruhig - bis um 5 Uhr morgens. Dann fängt nämlich der Muezzin der hinter der Anlage liegenden Moschee an nach Allah zu schreien, 5 Minuten lang, tagtäglich. Dies weckt alle in der Umgebung und der Anlage noch friedlich schlummernde freilaufende Hähne und Hühner. Ein fürchterliches Gegackere und Gekrähe beginnt. Es empfiehlt sich Ohrenstöpsel im Gepäck zu haben. Die weiteren Einsätze des Muezzin im Laufe des Tages sind nicht störend.


Die Umgebung:
Die Anlage befindet sich im kleinen Ort Kizilagac, 12 km südöstlich von Manavgat und 16 km von Side. Ca. 500 m vom Eingang der Anlage befindet sich eine Bus-Haltestelle. Einige Meter weiter befindet sich eine kleine Bazaar-Strasse mit Internet-Cafe, Apotheke und verschiedenen Geschäften die jede Menge nützliches und unnützes feil bieten.
Von der Bushaltestelle aus können die Orte Manavgat und Side erreicht werden. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um Busse im mitteleuropäischen Sinn, sondern um Kleinbusse, sogenannte Dolmus. Dies sind Sammeltaxis mit festgelegten Routen, mit denen für 1,50 € pro Fahrt in Form eines öffentlichen Verkehrsnetzes praktisch alle Orte problemlos erreicht werden können. Am Busbahnhof (Otogar) sowie verschiedenen Haltestellen bestehen Umsteigemöglichkeiten zu verschiedenen Orten. Die Dolmusfahrer sprechen einige Brocken Deutsch, so dass auch Nachfragen nach der Fahrtroute möglich ist.
Neben den Dolmus gibt es auch jede Menge knallgelber Taxis, praktisch an jedem Hoteleingang. Diese sind wesentlich teuerer als die Dolmus. Eine einfache Fahrt nach Manavgat kostet 13 Euro, nach Side 20 Euro. Es ist jedoch möglich mit einem Taxifahrer die Hin- und Rückfahrt zu vereinbaren. Der Preis ist dann etwas günstiger. Hin- und Rückfahrt nach Manavgat kosten 20 Euro. Dies funktioniert so, dass eine Uhrzeit mit dem Taxifahrer vereinbart wird, zu der dieser dann am gleichen Ort seine Fahrgäste wieder abholt.

Montags ist großer Markt in Manavgat, Donnerstags ein etwas kleinerer. Der Montagsmarkt ist absolut sehenswert und ein muss für jeden Touristen. Wie überall in den Touristengebieten kann auch auf dem Markt ausschliesslich in Euro bezahlt werden. Es wird von Lebensmitteln über Gewürze bis Kleidung und Schmuck alles angeboten.Oftmals handelt es sich um gefälschte Markenprodukte. Beim Kauf solcher ist die deutsche Rechtslage zu beachten, die die Einfuhr von bis zu drei gefälschten Stücken einer Sorte erlaubt, sofern der Gesamtwert 125 Euro nicht überschreitet und ausschliesslich den Eigengebrauch dient. Die Stücke dürfen in Deutschland nicht in den Warenkreislauf gelangen, dies ist strafbar. Wird dies beachtet kann durchaus eine Rolex für 55 Euro gekauft werden.Die angebotenen Markentextilien (5 Diesel-TShirts für 10 Euro) haben ebenfalls gute Qualität.
Zu beachten ist, dass egal was gekauft wird, mit dem Verkäufer kräftig gehandelt werden muss. Der Verkäufer geht nicht davon aus, dass der Kunde den erstgenannten Preis bezahlt. Ein Drücken den Preises um 20-30% ist mit etwas Hartnäckigkeit meist problemlos möglich.
Euro-Bargeld kann in Manavgat einzig und allein bei der Dis-Bank über einen Automaten per ec- oder Kreditkarte (Visa, Mastercard, Amexco) abgehoben werden. Bei allen anderen Banken können nur türlische Lira abgehoben werden, was nicht zu empfehlen ist. Bei allen Banken und Wechselstuben können jedoch Reiseschecks eingelöst werden.
Auch Side ist mit seinen antiken Stätten sehr sehenswert.


Rückflug
Beim Einchecken in Antalya wird man sehr oft Sicherheitskontrollen unterzogen, also nicht wundern. Bereits am Eingang werden Koffer, Handgepäck und Personen überprüft, bei Betreten des Duty-Free-Bereichs werden die Boardingkarten überprüft, wenig später die Pässe durch den türkischen Zoll, vor Betreten des Flugzeugs folgt nochmals eine Personenkontrolle mit Überprüfung des Handgepäcks.
Für Duty Free-Jäger sei erwähnt, dass die Preise wesentlich teurer als in Deutschlands Duty Free Shops sind. Es sollte deshalb bereits vor Abflug aus Deutschland eingekauft werden, wenn man ein wirkliches Schnäppchen machen will. Natürlich sind auch die Preise in Antalyas Duty-Free noch wesentlich günstiger als deutsche Ladenpreise.
Es sei noch angemerkt, dass sich im Duty-Free-Bereich von Antalya ein Burger-King befindet, der anscheinend goldene Burger verkauft. Ein Big King kostet 8,8 Millionen Lire = 5,40 Euro (Deutschland 2,60 Euro).
Der Rückflug erfolgte mit der TUI-Tochter Hapag-Lloyd in einer Boeing 737-800, die erst vor wenigen Wochen die Flugzeugwerft verlassen hatte. Eine Stewardess erzählte stolz, dass nahezu die gesamte Hapag-Lloyd Flotte erneuert wurde. Das Personal war sehr freundlich. Der Rückflug war angenehm. Somit ging ein gelungener Urlaub zu Ende.

Fazit: