
Der vierte Stern ist eine Schnuppe
Hotel Austria Trend Favorita (Wien)

Name des Mitglieds: elfenblume56
Produkt:
Hotel Austria Trend Favorita (Wien)
Datum: 06.06.09
Bewertung:
Vorteile: reichhaltiges Frühstücksbuffet
Nachteile: Zimmer schmucklos, ziemlich altes Mobiliar
Nun habe ich schon so viele Sehenswürdigkeiten in Wien beschrieben, das es auch Zeit für den Bericht über das Hotel wird. Wie berichtet hatten wir die Reise als Komplettangebot mit Flug bei Binoli gebucht. Die Auswahl viel schwer weil dort viele Hotels zu finden waren, den Ausschlag gab dann die zentrale Lage in der Nähe der U-Bahnhaltestelle.
Erster Eindruck
Bei unserer Ankunft hatten wir noch nicht den richtigen Überblick über die Verkehrsmittel und mussten so von der Haltestelle der Tram noch ein Stück laufen. Die Laxenburger Straße ist ziemlich lang, links und rechts standen viele Wohnblocks, deren Bau ich auf die 20er Jahren datieren würde. Diese Gegend machte nicht so einen tollen Eindruck. Nach 10 minuten hatten wir dann unsere Koffer vor den Eingang gerollt. Die Fassade ist rot, weiß, also genau wie auf dem Foto. Durch eine Schwingtür gelangten wir in die Halle, die eigentlich mehr ein Flur ist. Von hier gelangt man durch eine Glastür in das Atrium des Hotels, in dem laut Beschreibung der Außenbereich der Cafèbar liegt.
Check in
Links konnten wir die Rezeption sehen, die gerade von anderen Touristen belagert wurde. Ein Angestellter stand hinter dem Tresen, er versuchte gegen den Anstrum zu arbeiten. Nachdem andere Gäste den unvermeidlichen Meldezettel ausfüllten, konnten wir endlich unsere ausgedruckte Reisebestätigung abgeben. Unsere Buchung wurde im Computer gefunden, wir bekamen auch einen Zettel. Dann ging er wieder zu den anderen Gästen, um dort die Schlüssel auszuhändigen und Hinweise zu Fahrstuhl, Frühstück und Bar zu geben.
Zwischendurch wollten andere Gäste ihre Schlüssel vom Brett haben, ein Mann ging vor Ungeduld schon hinter den Tresen , um seinen Schlüssel selbst vom Brett zu nehmen. Der Rezepzionist reagierte böse, mit Recht, das geht ja nicht. Andererseits hat niemand Lust 10 Minuten auf seinen Zimmerschlüssel zu warten.
Wir beschlossen, das wir unseren Schlüssel nicht abgeben werden!
Endlich hielten wir unseren Schlüssel in den Händen und rollten zum Fahrstuhl, der in einem kleinen Nebenflur neben der Rezeption zu finden ist. In dem kleinen Fahrstuhl ging es in den dritten Stock.
Zimmer
Oben angekommen brauchten wir nur den Schildern folgen, doch es war ein weiter Weg zum Zimmer. Das Haus ist rund um das Atrium gebaut, sodass man um eineige Ecken laufen muss, außerdem ist der Flur zweigeteilt. Auf der einen Seite liegen die Zimmer zur Straßenseite, auf der anderen Seite liegen die Zimmer zum Innenhof.
Der erste Eindruck nach dem aufschließen war "spartanisch". Links stand ein Schreibtisch mit Lampe, daneben auf einem kleinen Tisch und ganz an die Wand gequetscht, ein kleiner Fernseher. Auf der rechten Seite ein Schrank mit Schiebetüren, zwischen Wand und Schrank passte genau das Bett. Nun sind Einzelzimmer selten besonders toll, doch dies war wirklich sehr einfach und hat den vierten Stern nicht verdient. Beim Blick aus dem Fenster sah ich auf die gegenüberliegenden Zimmer, unten sah ich den Innenhof, der offensichtlich gerade vom Unkraut befreit wurde.
Der Blick ins Bad bestätigte meinen Eindruck, zwar sauber, aber mit älteren Sanitäreinrichtungen und nicht sehr gemütlich.
Nun gut, sagten wir uns, ist ja nur für einige Nächte, denn tagsüber wollten wir ja Wien entdecken.
Bar
Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, steuerten wir die nächste U-Bahn Station an, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Nachdem wir auch nett zu Abend gegessen hatten , kamen wir um 22.00 wieder im Hotel an. Einen Schlummertrunk sollte es noch in der Bar geben, dann wollten wir ins Bett gehen.
Die Bar liegt im Erdgeschoss gegenüber der Rezeption. Moderne rote Sessel und dunkle niedrige Tische machen einen gemütlichen Eindruck, doch es war kein Mensch zu sehen. Kein Gast saß in der Bar, auch ein Barkeeper war nirgends zu sehen. Ich fragte an der Rezeption, dort rief man den Kellner per Telefon in die Bar.
Unsere Frage nach einem trockenen Wein aus Italien oder Frankreich wurde mit einem Kopfschütteln beantwortet--nur österreichische Weine.
Wir probierten den vom Kellner empfohlenen Wein, der aber nicht nach unserem Geschmack war. Zwischenseitlich belebte sich die Bar mit weiteren 6 Gästen, die Mitglieder einer italienischen Reisegruppe gönnten sich auch noch einen Absacker.
Am nächsten Abend war übrigens ein anderer Kellner hinter dem Tresen, der auf unsere erneute Nachfrage eine Flasche Pinot Grigio hervorzauberte, allerdings nicht gekühlt. Ich orderte pro Glas zwei Eiswürfel dazu, dann war er trinkbar.
Frühstück
Beim Frühstück gab es wirklich nichts zu meckern. Das Buffet war reichhaltig und die Kellnerin brachte gleich eine große Kanne Kaffee an den Tisch. Neben vielen Brot- und Brötchensorten gab es auch eingelegtes Gemüse, Quark, Joghurt und Früchte. Natürlich fehlte auch Rührei mit Schinken nicht, ich glaube Würstchen lagen auch in einer Warmhaltebox.
Fazit: verdient den vierten Stern nicht
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