
Neuester Testbericht: ... in der Stockholmer City. Zur T-Bahn-Haltestelle Telefonplan läuft man vom Hotel aus noch mal 5 Minuten, so daß man sagen ka... mehr
Attaché wird jetzt mein Stammhotel in Stockholm
Hotel Attache (Stockholm)

Name des Mitglieds: Edelgroove
Produkt:
Hotel Attache (Stockholm)
Datum: 02.01.09, geändert am 13.07.09 (249 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: preiswert, sauber, ruhig, tolles Frühstücksbüffet, nettes Personal
Nachteile: kleine Zimmer, kleines Bad
Seit anderthalb Jahren lerne ich nun in der Volkshochschule Schwedisch und da war es nur logisch, dass ich das Land auch irgendwann mal besuchen wollte.
Ein Reisezeitpunkt war schnell gefunden, nun musste ich nur noch ein günstiges Hotel finden. Für Hotelbuchungen schätze ich den Service von HRS.de (Hotel Reservation Service) und so einigte ich mich mit meiner Schwester sehr schnell auf das Hotel "Attaché", das auf den Fotos einen guten Eindruck vermittelte und auch preislich im Rahmen lag.
Mitte Dezember war es soweit und gemeinsam mit meiner Schwester flog ich für 4 Tage (3 Übernachtungen) nach Stockholm .
=== Die Anreise ===
Mit Ryanair sind wir bis zum Flughafen Skavsta geflogen und von dort aus mit dem Bus nach Stockholm gefahren. Der Bus der Gesellschaft Flygbussarna hält am Hauptbahnhof, der sich unmittelbar der zentralen U-Bahn Station "T-Centralen" anschließt.
Mit der U-Bahn kann man denn entweder bis "Telephonplan" oder "Aspudden" fahren (dauert ca. 15 Minuten) und von dort einige Meter zu Fuß zum Hotel gehen.
Steigt man in "Aspudden" aus, muss man einen kleinen Berg hoch und kann dann am Ende auf der anderen Straßenseite schon das Hotel sehen.
Die U-Bhan-Station "Telephonplan" liegt nur geringfügig weiter entfernt, man muss aber keinen Berg hoch, sondern einfach nur die Strasse hochgehen, an der Pizzeria auf der Ecke rechts rum und dann weiter geradeaus bis zum Hotel.
Beide Wege sind unkompliziert, wenn man einmal weiß, wo man lang muss. Leider findet man weder auf der Homepage des Hotels noch bei HRS.de eine genaue Wegbeschreibung.
Für diejenigen, die mit dem Auto anreisen, bietet das Hotel kostenlose Parkplätze an.
=== Das Hotel ===
Hotel "Attaché"
Cedergrensvagen 16 - Hagersten
Http://www.hotelattache.se/en
Das Hotel liegt mitten in einem Wohngebiet und unterscheidet sich von außen nur unwesentlich von den angrenzenden Wohnblocks. Lediglich ein Leuchtschild und natürlich der warm beleuchtete Eingangsbereich deuten darauf hin, dass hier ein Hotel ist.
Das Hotel "Attaché" verfügt über 60 Zimmer verschiedenster Ausstattung - vom Einzelzimmer bis zur Luxussuite.
Ein geräumiger Fahrstuhl bringt die Gäste bequem in die oberen Stockwerke.
Außerdem hat das Hotel eine Sauna für seine Gäste und die Möglichkeit das Internet zu nutzen.
=== Die Preise ===
Ich gebe die Zimmerpreise mal in SEK an, weil durch den schwankenden Euro-Kurs Preisdifferenzen entstehen können.
Einzelzimmer:
Wochentags: 1015 SEK / Wochenende: 675 SEK
Doppelzimmer:
Wochentags: 1195 SEK / Wochenende: 925 SEK
Deluxzimmer:
Wochentags: 1295 SEK / Wochenende: 995 SEK
Suite:
Wochentags: 2295 SEK / Wochenende: 1695 SEK
Die Preise verstehen sich pro Nacht inkl. Frühstück.
Wir haben im "Attaché" von Donnerstags bis Sonntags übernachtet, hatten so den Wochenendtarif (war noch ein Spezialangebot) plus einen Wochentag und haben insgesamt 2725 SEK bezahlt, was umgerechnet 253,94 EUR waren.
Pro Person 126 Euro für 3 Übernachtungen mit Frühstück finde ich mehr als in Ordnung.
=== Einchecken ===
Am kleinen Tresen, auf den man nach Eintritt ins Hotel direkt zuläuft, saß eine nette blonde junge Dame (wie man sich Schwedinnen so vorstellt), die uns freundlich begrüßte.
Vermutlich hätte ich mein Anliegen auch auf Schwedisch vortragen können, aber ich entschied mich dafür, der Dame auf Englisch zu erklären, dass ich via HRS.de ein Zimmer reserviert hatte. Ich reichte ihr meinen Buchungsbeleg rüber und meine Kreditkarte, die zur Identifizierung der Buchung gebraucht wird, und schon wurde mir gesagt, dass alles in Ordnung sei.
Die Dame reichte mir zwei Plastikkarten für unser Zimmer und erklärte uns, wo unser Zimmer liegt und wie wir mit unseren Koffern dort hin kommen.
Das Einchecken verlief herrlich unproblematisch und wir hatten sofort einen sehr netten Eindruck vom Hotel "Attaché".
Der nette Eindruck wurde noch verstärkt als wir vor dem Aufzug auf einem Tisch eine Kanne Glögg und einen Teller mit Pfefferkuchen für die Gäste entdeckten. Diese kleine Geste kostet ein Hotel ja nicht viel, sorgt aber sofort dafür, dass man sich wohl fühlt und das Gefühl hat, dass das Hotel sich wirklich um seine Gäste bemüht.
Mit dem Aufzug fuhren wir dann ins dritte Stockwerk und folgten den Schildern zu unserer Zimmernummer. Plastikkarte in den Schlitz gesteckt und schon ging die Türe auf und wir standen in unserem Domizil für die nächsten drei Nächte.
=== Unser Zimmer ===
So richtig viel erwarte ich von einem Hotel in der Preisklasse ja nicht. Es soll nur sauber, ruhig und warm sein und das war unser Zimmer definitiv.
Für ein Doppelzimmer war es schon etwas klein, aber wenigstens wurde meinem Wunsch nach getrennten Betten Folge geleistet.
Eingerichtet war das Zimmer im absoluten Standard mit dunklen Holzmöbeln, einem Polstersessel und einem Bild an der Wand - lediglich die Bibel im Nachttisch habe ich vermisst.
In dem kleinen, etwa 12 Quadratmeter großen, Raum befanden sich zwei Betten, ein Nachttisch, ein Wandschrank (mit Mini-Bar und Fön), ein Sessel, ein Schreibtisch, ein Flachbildfernseher an der Wand und ein Kofferablagehocker.
Besonders toll fand ich auch, dass wir außerdem ein Bügelbrett mit Bügeleisen im Zimmer hatten, so dass wir leicht zerknitterte Sachen mal schnell aufbügeln konnten.
Das Einzige, was mir nicht so gut gefiel, war die Beleuchtung. Die große Deckenlampe war etwas sehr schwach und wir mussten immer sämtliche andere Lampen im Zimmer anmachen, um genügend Licht zum Lesen zu haben.
Ansonsten gab es aber auch für mich Meckerliese nichts zu beanstanden. Die Betten waren ausreichend groß und gemütlich (also nicht durchgelegen oder bretthart). Das Zimmer war immer warm, da wir die Heizung selbst regeln konnten. Unser Zimmer lag nach hinten raus und war sehr ruhig, aber ich schätze mal auch die Zimmer zur Strasse waren da nicht anders, da ich in den ganzen vier Tagen nur zwei Leute auf der Strasse gesehen habe und Autos fuhren dort auch nicht viele.
Das Zimmer war zwar auf den ersten Blick nicht sehr groß, aber für zwei Leute doch ausreichend wie wir festgestellt haben, denn wir sind uns in den vier Tagen nicht auf den Nerv gegangen und haben nicht gestritten, was bei Geschwistern auf engem Raum ja echt was heißen mag, aber im Hotelzimmer ist man ja eh nur zum Schlafen und hält sich nicht permanent darin auf.
=== Das Bad ===
Das Bad war ebenfalls nicht besonders groß, hatte aber alles, was man braucht: Waschbecken, Dusche, Handtuchtrockner, WC.
Die Dusche war ebenerdig und nicht richtig vom Rest des Raumes abgetrennt. Es gab lediglich eine geschwungene, an der Wand montierte Glastür, die man um die Dusche rumschließen kann. Schließt man die Tür bis zur Wand, hat man leider nicht genug Platz zum Duschen, lässt man die Trennwand nur halb zu, verspritzt man sehr viel Wasser in den Rest des Raumes.
Das Duschen fand ich etwas umständlich, zumal es auch leider keine Ablagemöglichkeit für mein eigenes Duschgel und Shampoo an der Wand gab und ich meine Flaschen auf dem Boden abstellen musste. An der Wand befand sich nur ein Dispenser mit Fa Duschgel & Shampoo.
Das Waschbecken war auch etwas klein und lediglich fürs Händewaschen geeignet. Sich richtig das Gesicht zu waschen gestaltete sich auch etwas schwierig.
Das Bad war aber neu renoviert, sehr sauber und wurde jeden Tag gereinigt. Die vom Hotel zur Verfügung gestellte Seife und Duschgel waren von guter Qualität (Fa & Dove) und auch die Cleanex-Box zum Abschminken habe ich gerne benutzt.
=== Das Frühstück ===
Ich bin kein großer Frühstücker, aber für meinen Geschmack hat das Frühstücksbüffet im "Attaché" keine Wünsche offen gelassen.
Zu trinken gab es Kaffee, diverse Tees, Kakao, Cappuchino und Obstsäfte (meist Apfel und Orange).
Das Essensangebot war eine Mischung aus regionalem und internationalem Standard, d.h. es gab eingelegte Fischspezialitäten und Knäckebrot sowie Brötchen, Wurst und gekochte Eier (hart und weich). Natürlich bekam man auch diverse Brotsorten und Käse. Zum Standard gehören für mich auch Müsli / Cornflakes und frisches Obst, was ebenfalls angeboten wurde.
Ich habe mich morgens immer an Kräckern mit Frischkäse sattgegessen - es war also wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und man konnte sich nehmen, so viel man wollte, es wurde stets nachgefüllt.
Der Frühstücksraum war auf der einen Seite liebevoll mit weißen Bänken und Regalen eingerichtet und auf der anderen Seite mit modernsten Ikea-Möbeln. An den Fenstern hing schwedische Weihnachtsdeko und irgendwie fühlte ich mich in dem Raum (eine Art Wintergarten) sehr heimisch.
=== Der Service ===
Wir sind sehr unkomplizierte Gäste und so hatten wir mit dem Personal recht wenig zu tun - eigentlich gar nicht. Ich kann nur sagen, dass die Herrschaften an der Rezeption sehr nett waren, dass uns sofort nach Einchecken ein zweiter Bademantel und große Handtücher aufs Zimmer gebracht wurden und dass unser Zimmer immer gründlich gereinigt wurde.
Ich habe nur einmal am Frühstück mitbekommen, dass ein Herr eine Frage an die Kellnerin gestellt hat, die diese nicht beantworten konnte und die dann ihren Chef geholt hat, um dem Gast seine Frage zu beantworten.
=== Mein Fazit ===
Das Hotel "Attaché" in Stockholm ist nichts Besonderes, aber es hat unsere Erwartungen vollstens erfüllt. Es ist ruhig gelegen, sauber, hat nettes Personal und Check-In und Check-Out verliefen völlig unproblematisch.
Im Sommer wollen wir nochmal nach Stockholm und haben jetzt schon beschlossen, wieder im "Attaché" einzuchecken.
Fazit: Jederzeit wieder.
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