Hotel Amboseli Serena Safari Lodge (Amboseli)
Luxus am Fuße des Kilimandscharos - Hotel Amboseli Serena Safari Lodge (Amboseli) Hotels international

Luxus am Fuße des Kilimandscharos
Hotel Amboseli Serena Safari Lodge (Amboseli)

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Name des Mitglieds: *Marnie

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Hotel Amboseli Serena Safari Lodge (Amboseli)

Datum: 05.08.02, geändert am 19.11.09 (171 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: besser geht es wirklich nicht

Nachteile: keine

Es gibt einige Möglichkeiten mitten in einem afrikanischen Nationalpark zu übernachten. Eine Variante ist der Bezug von Zelten, die man dann in einem der Camps aufschlägt. Wir jedoch mochten es in unserem diesjährigen Kenia-Urlaub etwas dekadenter ;-) Wir buchten die Amboseli Serena Lodge.
Nach einer langen, arg staubigen Safari wurden wir direkt vor dem Hotel von sehr netten Hotelangestellten lächelnd begrüßt, die uns warme, in Zitronenwasser getränkte, weiße Handtücher in die Hände drückten. Nachdem wir Gesicht, Hände und Unterarme gereinigt hatten, war es nicht mehr weiß. ;-)

Man führte uns direkt zur Rezeption, um einzuchecken. Während der Formalitäten durften wir einen alkoholfreien Fruchtcocktail geniessen-auf Kosten des Hauses wohlgemerkt! Diese ersten Minuten reichten schon, um sich einen Überblick zu verschaffen und festzustellen: Hier sind wir richtig!

~~~ Die Anlage ~~~

Die Hotelanlage aus der Serena-Hotelkette liegt am südlichsten Ende des Amboseli Nationalparks, direkt am Fuße des Kilimandscharos. Leider kann man diesen nicht vom Zimmer aus sehen. Alle Tiere hat man direkt vor der Haustür und die Safari kann sofort nach der Hotelausfahrt beginnen.
Die im Massai-Stil gehaltenen kleinen 45 Bungalows beherbergen immer zwei Zimmer und sind im "Reihenhausstil" im ganzen Hotelgarten aneinander gereiht. Auf den Gehwegen kreuzen Affen und Echsen den Weg. Tropische Pflanzen lassen ihre Blütenblätter direkt vor die Tür fallen. Man ist eben mitten in der Wildnis.

Im großen Haupthaus findet man neben der Rezeption noch einen Andenken-Shop, der sogar annehmbare Preise vorweisen kann. Eine große Bar mit Aussenterrasse, sowie Speisesaal ist ebenfalls vorhanden. Die gesamte Innenausstattung gleicht einer riesigen Holzhütte und ist nach fast allen Seiten hin offen. Damit meine ich nicht, mit großen Fenstern versehen, sondern tatsächlich offen. Ein kleiner Bach fließt ebenfalls mitten durch die Hotellobby.
Der Swimmingpool liegt direkt hinter dem Haupthaus und ist wunderschön in den Garten eingebettet. Holzliegen, gestellte Handtücher und dicke Auflagen laden geradezu ein, hier ein paar Stunden zu verbringen. Doch Achtung-niemals die Schuhe unbeaufsichtigt lassen, hier sind wieder listige Affen unterwegs.

Weiterhin gibt es eine Möglichkeit Geld zu wechseln. Wer mit Reiseschecks unterwegs ist, sollte nur eine kleine Stückelung eintauschen, da die Bargeldbestände der Lodges generell nicht so hoch sind.

~~~ Die Zimmer ~~~

Die Zimmer sind tatsächlich "afrikanisch". Mit Dekostücken und Bambusverkleidung vermitteln sie das richtige Feeling. Bettüberzüge sind in typischen Massai-Mustern und Farben gehalten. Das dunkle Holz des kleinen Schreibtisches, mit Telefon, und die dunklen Fliesen stehen in Kontrast zu den weiß getünchten Wänden.
Das Bad ist originell aufgeteilt und bietet sowohl das obligatorische Seifenstückchen, wie auch Duschgel, sowie je Gast ein Tütchen Autan gegen die Mückenabwehr.

Viehzeug hatte generell in dieser Lodge keine Chance, neben dem Autan, welches wir jeden Abend auftrugen, gab es noch eine elektrische Abwehrvorrichtung sowie ein völlig intaktes Fliegengitter vor dem großen Fenster. Auf Wunsch hätten wir sogar ein Moskitonetz bekommen können.
Die Steckdosen haben 110V für den Rasierer und die normalen 240V. Adapter sind aber an der Rezeption erhältlich und zur Not tut es ja immer noch ein Kugelschreiber.

~~~ Das Essen ~~~

Zu jeder Mahlzeit begrüßten uns direkt nachdem wir in der Halle die kleine Brücke überquert hatte, zwei Massai-Krieger mit einem temperamentvollem "Jambo!", was soviel wie "Hallo, wie geht's" bedeutet. Danach floss einem schon das Wasser im Munde zusammen, weil man direkt das Nachspeisenbuffet vor Augen hatte.

Zum Frühstück wurde Buffet organisiert. Jeder konnte zwischen american Breakfast, mit Würstchen, Pfannkuchen, Kartoffeln, etc wählen. Ein Koch zelebrierte jeden Morgen die Herstellung von Rühreiern mit Zutaten aus allen Herren Ländern. Aufschnitt und Käse waren ebenfalls zu bekommen. Wobei vor dem Käse gewarnt sein, der schmeckt nicht wirklich lecker.
Mittag- sowie Abendessen bestand jeweils aus bis zu sechs Gängen, Vorspeise meistens Nudeln oder/und Salat, dann das Hauptgericht, z.B. Zebrafilet (übrigens sehr lecker) oder Fisch. Nachtischbuffet wie schon erwähnt einfach köstlich. Die kenianischen Kuchen sollte man probiert haben!

Unübertroffen war hingegen das Früchtebuffet zu jeder Mahlzeit. Mango, Papaya, Maracuja, Melone - alles gereift direkt von der Pflanze. Ein unvergleichlicher Genuß.

~~~ Der Service ~~~

Die Angestellten in der Amboseli Serena Lodge waren einsame Spitze! Immer zu einem Plausch aufgelegt, jedoch niemals aufdringlich. Man wollte immer genau wissen, welche Tiere wir wo gesehen haben, wie wir es finden, ob sie etwas für uns tun können. Alles zuvorkommend, jedoch niemals aufgesetzt.
Schnell und gründlich wurde gesäubert, serviert, geholfen. Zimmermädchen, Barkeeper, Ober - alle einwandfrei.

~~~ Das Entertainment ~~~

Safaris können direkt in der Lodge gebucht werden, sind aber ein wenig teurer, als wenn man schon von hier aus pauschal bucht.

Abends wird auf der Terrasse ein Lagerfeuer entfacht, zu dem irgendjemand Gitarre spielt. Auch ein Buschdinner, direkt an dem hinter der Lodge gelegenen Wasserloch, ist zu empfehlen. Elefanten kommen bis auf armeslänge heran.
Eine Massai-Tanzdarbietung kann man sich jedoch schenken. Wir hatten das Gefühl, dass die Tänzer sind unentwegt über die blöden Touris amüsieren. Laßt es einfach.

Jedoch ist jegliche abendliche Unterhaltung gegen 23.00 Uhr beendet, weil man am nächsten Tag ja um fünf zur nächsten Frühpirsch aufstehen will/muß. Halligalli ist also nicht.

~~~ Fazit ~~

Die Amboseli Serena Lodge war wie der siebte Himmel. Das ist so richtig Urlaub. Service wie der verwöhnte Europäer ihn sich wünscht, jedoch niemals "europäisch", sondern immer landesgetreu. Eine Gradwanderung, die dieser Lodge absolut gelungen ist. Über die Preise kann ich leider keine Aussage machen, da ich pauschal gebucht habe. Die Getränke jedoch waren nicht teuer, aber gehoben. Ein riesiger Cocktail für umgerechnet EUR 6,00, eine Cola oder Wasser für EUR 1,50. Wer aber mehr wissen möchte, oder gar sofort eine Reservierungsanfrage starten möchte, der kann dies online unter http://www.serenahotels.com/main.html direkt tun. Auch Bilder sind dort zu sehen, die vielleicht meinen Beschreibungen noch eindringlicher machen.
Drei Tage in der Amboseli Lodge waren nicht zu toppen und das absolute Highlight auf unserer Rundreise-zumindest was die Hotels angeht. ;-)

Fazit: herrlich