
Neuester Testbericht: ... der eigentlichen Rezeption eine Gästebetreuung an der man neben Problemlösungen, insofern es welche gab, auch die drei Spezialitätenre... mehr
Der schönste Urlaub unseres Lebens.
Allegro Resort Bavaro (Punta Cana)

Name des Mitglieds: Huwoe
Produkt:
Allegro Resort Bavaro (Punta Cana)
Datum: 14.01.02, geändert am 14.01.02 (134 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Interessanter preiswerter Urlaub.
Nachteile: Sozialgefälle in der Bevölkerung.
Heute saß ich mit meiner Frau bei schlechtem Winterwetter gemütlich bei Stollen und Tee mit Rum.
Das Getränk schmeckte vorzüglich(Rumanteil bei 35%).
Auf der Rum Flasche stand „Ron Macorix“ und auf dem Etikett war eine Abbildung.
Diese zeigte einen dunkelhäutigen Seepiraten, der rechts und links Piraten umarmte.
Piraten mit Totenkopfmützen und langen Dolchen, deren Griffe mit Rum gefüllt waren.
Diese Seeräuber waren meine Frau und ich.
Wir waren auf See fotografiert worden und bei der Ankunft erhielten wir als Überraschung diese schöne Flasche, die fast 3 Jahre überdauerte.
Plötzlich waren sie wieder da, die Erinnerungen an den schönsten Urlaub unseres Lebens in der Karibik.
Daraufhin haben wir uns den 90 Minuten Videofilm über unseren Urlaub in der Dominikanischen Republik nochmals angesehen.
Spät, hoffentlich nicht zu spät, möchte ich nun einen Bericht dazu schreiben.
Nach einem Flug von 12 Stunden und einem Zwischenstopp auf den Azoren landetet wir sicher auf dem Flughafen von Punta Cana in der Dominikanischen Republik.
Auf der Fahrt auf unbefestigten Straßen zum Urlaubshotel durchfuhren wir ca. 2 Stunden in einem Jeep Zuckerrohrplantagen.
Nur ab und zu kamen wir zu ärmlichsten Behausungen, wo Gastarbeiter aus Haiti wohnten.
Der Fahrer berichtete uns, dass kaum ein Dominikaner im Zuckerrohr arbeitet.
Diese Arbeit sei sehr hart und würde sehr schlecht bezahlt.
Zuckerrohrkarren mit hölzernen Rädern wurden noch mit Muskelkraft betrieben.
Der erste Eindruck für uns war trostlos und enttäuschend, besonders die offensichtliche Armut der dort wohnenden Menschen aus dem Nachbarstaat Haiti, einem der ärmsten Länder und noch vor Jahrzehnten reichstem Land der Erde.
Einen Zwischenstopp gab es dann in einem Touristenstützpunkt mit Gaststätten, Einkaufsläden und
Freizeiteinrichtungen.
Diese Einrichtung durfte nur von Touristen be
treten werden, worüber mit Gewehren bewaffnete Posten wachten.
Auch diese Tatsache verbesserte unseren ersten Eindruck nicht besonders.
Freundlicher wurde es schon als wir durch Gegenden mit riesigen Büffel -und Rinderherden fuhren,
die durch einheimische Farmer betrieben werden.
Schließlich und endlich kamen wir aber in unserem Ferienhotel an.
Der große Hotelkomplex heißt „ Decamerone“ im Urlaubsgebiet Juan Dolio.
Dieses 3 – Sterne Hotel ließ keine Wünsche offen.
Ich möchte hier nur einige der Annehmlichkeiten aufzählen:
- es gab eine große komfortable Gaststätte mit freundlichster Bedienung und bester Verpflegung.
- ein mexikanisches Restaurant
- ein brasilianisches Restaurant
- ein italienisches Restaurant
- eine Nachtbar und eine Diskothek
- eine Mondscheinbar direkt unter Palmen am Strand
- verschiedene kleine Bars im Gelände mit unterschiedlichsten Angeboten, wie Grillbar, Pizzabar, Fruchtbar und Saftbar
- ein eigenes Spielkasino
- ein eigener Reitplatz, wo sich meine Frau zur wilden Reiterin entwickelte
- ausgedehnte Sportanlagen (Tennis, Golf, Volleyball u.a.)
- ein tolles Kinderzentrum
- eine große Freilichtbühne auf der jeden Abend Programme geboten wurden.
- Fahrrad und Bootsverleih
Die Gesamte Hotelanlage war ein großer mit Palmen bewachsener Park und einer tropischen Blütenpracht, die wir in dieser Schönheit noch nicht gesehen hatten.
Das Schönste war jedoch der lange weiße Sandstrand, wo zahlreiche Palmen Schatten spendeten.
Wir hatten „allinklussive“ gebucht und konnten alles ohne zusätzliche Kosten nutzen.
In keinem anderen Hotel wurde das allinklussiv so großzügig gehandhabt wie hier.
An jeder Bar gab es ungefähr 25 verschiedene wohlschmeckende Cocktails.
Es war aber unmöglich in den 14 Tagen alle zu kosten, was ich sehr bedauere.
Es würde mich brennend interessieren
, ob es diese Großzügigkeit auch heute noch gibt.
Geradezu fasziniert war ich von der Mondscheinbar. Man saß bei Mondenschein am Strand unter Palmen bei karibischer Musik und Meeresrauschen sowie lauen Sommernachtstemperaturen.
Auf dem karibischen Meer fuhren hell erleuchtete Schiffe vorbei und die freundlichen Kellner boten ohne Pause Getränke und Snaks an.
Man fühlte sich wie in einer Filmkulisse, und ich ließ mich zu dem Ausruf hinreisen: „Hier könnte man sich in die eigene Frau verlieben.“
Auch unsere Hotelanlage wurde von bewaffneten, uniformierten Wächtern bewacht(Gewehr, Pistole, Gummiknüppel, Handschellen).
Immer wieder wurden wir gewarnt, nicht allein die Gegend zu durchstreifen.
Aber genau das haben wir sehr gern getan. Wir sind dabei auf Menschen gestoßen, die außerordentlich gastfreundlich waren.
Sie suchten das Gespräch mit uns, boten ihre Hilfe an, zeigten uns Wege- uns Sehenswürdigkeiten.
Auf alle Fälle begegnete uns nichts, vor dem man sich fürchten musste.
Über Deutschland hörten wir oft eine sehr verklärte Meinungen wie:
„In Deutschland gibt es fast nur Millionäre, jeder hat ein großes Haus aus Stein und mehrere schöne Mercedes Autos.“
Es gab aber auch nicht wenige, die gar nicht wussten, dass es Deutschland überhaupt gibt.
Eine Besonderheit muss ich noch erwähnen.
An den Straßenrändern wurden Spanferkel am Spieß gebraten. Links und rechts lagen brennende Baumstämme, und in der Mitte wurde der Spieß gedreht.
Gewürzt wurde mit einheimischen Kräutern.
Es sah nicht gerade hygienisch aus, aber der Duft war sehr verführerisch.
Hier sollte man unbedingt kosten, denn der Geschmack ist unübertroffen gut.
Auch im Hotel gab es Spanferkel am Spieß, aber bei weitem nicht mit diesem guten Geschmack.
Trotz der armen Lebensverhältnisse gibt es in der Dominikanischen Republik keine Hungersnot, da die Natur einen üppigen Speisepla
n bereitet.
Sehr beliebt ist das Kochen und Braten am Straßenrand mit Hilfe von Fässern, Blechbüchsen und
anderen Hilfsmitteln.
Gern wird dem vorbeikommenden Gast eine Kostprobe gereicht.
Es gibt auch kein betteln, da es streng verboten ist.
Betteln dürfen nur schwer körperbehinderte mit staatlichen Ausweis. Die dürfen dann auch in den Bereich der Touristenhotels.
Eine etwas makabere Meinung eines Einwohners: „Ein Krüppel in der Familie ist das Beste was es gibt. Er kann die gesamte Sippe gut ernähren.“
Kinder müssen irgendeine Dienstleistung erbringen, um Gegenleistungen zu erhalten.
So sah man immer wieder kleine Schuhputzer oder Muschelverkäufer.
Jeder Mann( so sagte man uns und es wird auch glaubhaft demonstriert) trinkt täglich eine Flasche Rum, der selbst gebrannt oder gekauft wird.
Wie schon gesagt, er schmeckt hervorragend.
Sehr reichhaltig war das Ausflugsprogramm, das gegen Bezahlung gebucht werden konnte.
Man kann aber auch auf eigene Faust über Land fahren, was abenteuerlich ist. Dazu verkehren Busse, die zum Teil keine Türen mehr haben, keine Beleuchtung mehr besitzen, wo zum Teil sogar das Dach fehlt.
Sie verkehren in Minuten Anständen und halten überall dort, wo es Mitfahrer gibt.
Wir haben noch nie soviel fahrenden rostigen Schrott gesehen.
Aber sie fahren billig und preiswert.
Es gibt aber auch Busse, die die modernsten ihrer Art waren, und die wir in noch keinem unserer Urlaubsländer gesehen hatten.
Wir unternahmen auf diese Weise einen Abstecher in die Hauptstadt Santo Domingo.
Sie ist die älteste Kolonialstadt des amerikanischen Kontinents.
Noch nie hatten wir einen so krassen Unterschied zwischen arm und reich gesehen, und es gibt eine strenge Trennung zwischen den Bezirken.
Es gibt sogar ein Viertel deutscher Millionäre, welches nur mit Sonderausweis zu betreten ist und natürlich für uns nicht zugängig war.
In den Vier
teln der Reichen gibt es Luxus pur. Prachtvolle Hotels, Luxusvillen mit Park und Pool, Luxuslimousinen sowie der eigene Jachten.
Hier verschanzt man sich hinter hohen Zäunen und Mauern.
In den Armenvierteln stehen nur kleine Häuschen und Wellblechhütten. In den Straßen ist ein unüberschaubares Verkehrsgewühl von Schrottautos.
Wenn man einmal ein neues Auto sieht ist es zumeist ein Skoda.
Händler bieten Fleisch an, das nur mit Zeitungspapier geschützt auf den Straßen gelagert wird, bei Temperaturen um die 30° Celsius.
Überall finden Müllverbrennungen statt, auch am 2. Weihnachtsfeiertag.
Die Energieversorgung ist chaotisch. Hunderte Kabel führen an den Häusern entlang.
Die Stadt beschäftigt allein ein Dutzend Detektive, die nur kontrollieren, wer sich ohne Bezahlung an eine Stromleitung angeklemmt hat.
Der Staat ist jedoch bemüht, das Erbe der Kolonialzeit zu verändern.
Es wurde eine 6-jährige Schulpflicht eingeführt und Reisebüros sind verpflichtet, Dominikaner als Betreuer der Reisegruppen einzusetzen. Damit wird ein indirekter Zwang zur Bildung ausgeübt.
Trotzdem gibt es ca. 20% Analphabeten.
Aber die Menschen hier machen einen fröhlichen Eindruck. Sie sind gastfreundlich und hilfsbereit und man hat den hlaubt, dass sie auch das Letzte mit dem Gast teilen würden.
Sehr gern stellen sie sich für die Kamera in Positur.
Gesehen haben muss man das historische Santo Domingo.
Mit dem Haus der Familie Kolumbus, einem sehenswerten Museum.
Hier gibt es prachtvolle Klöster, Kirchen und Festungen, die zum Besuch einladen.
Der Hafen der Stadt ist modern und alle Luxusliner machen hier halt, bei unserem Besuch gerade die
„AIDA“.
Mit einem Reiseveranstalter besuchten wir eine Fahrt auf die traumhafte Insel Saona, die man mit sehr schnellen Katamaranen erreicht.
Hier erlebt man Karibik pur. Tiefblauer Himmel, weiße Sandstrände, tropische undurchdri
ngliche
Urwälder, unglaubliches meeresblau, Rum und Grillpartys bis zum Umfallen.
Allein dazu könnte ein Bericht geschrieben werden.
Einen weiteren Ausflug unternahmen wir in die Gebirgsregionen der Insel.
Auch hier fanden wir eine unbeschreiblich schöne Landschaft und eine völlig neue Infrastruktur.
Wir kamen hier sozusagen in dem modernen Teil des Landes.
Es wurde auch eine neue Autobahn ausgehend von der Hauptstadt in Richtung Norden angelegt.
Hier konnte man die beginnende Industrialisierung erkennen.
In dieser Gegend besichtigten wir auch die sehr schöne Kirche in der Michael Jackson getraut wurde.
Eine sich entwickelnde Landwirtschaft mit Tausenden von Rindern, mit Reisfeldern, mit Kartoffelfeldern, mit Tomatenplantagen mit Obstplantagen ist im Entstehen.
Es wird deutlich, dass die Dominikanische Republik den Weg zum Agrar- und Industriestaat eingeschlagen hat.
Besonders zu bemerken ist die konsequente Haltung des Staates zum Naturschutz, um die Fehler Haitis nicht zu wiederholen.
Jetzt komme ich einfach zum Schluss, damit der Bericht nicht noch länger wird.
Ich habe mit Unterstützung meiner Frau nur aus dem Gedächtnis heraus geschrieben.
Hinweise zur Verbesserung nehme ich gern entgegen.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich Hotels international
- Schöne Art des Kurzurlaubs
- Guter Stützpunkt
- Eines der schönsten Hotels vor Ort (Urlaub Sommer 2001)
- "Center Parcs, die riesengroßen kleinen Ferien"
- George, ich glaube, wir sind in Fort KNOX !!!
- Super-tolles Wellnesshotel, leider teuer.
- Stellenbosch stellen Sie sich nicht entstellt vor, aber es ist stellenweise sehr ...
- Ein Traumhotel zwischen Weinstöcken.

