Hotel Aladdin Resort & Casino (Las Vegas)
1001 Nacht - Hotel Aladdin Resort & Casino (Las Vegas) Hotels international

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1001 Nacht
Hotel Aladdin Resort & Casino (Las Vegas)

RoFi

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Hotel Aladdin Resort & Casino (Las Vegas)

Datum: 29.08.02, geändert am 29.08.02 (196 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: gute Lage

Nachteile: Spielhölle ;-)

Ein Hotel am "Strip" sollte es schon sein in Las Vegas. Normale Motels gibt es ja auch anderswo...
Aber welches der zahlreichen Casino-Hotels soll man nun wählen ?
Wir haben uns dieses Jahr für 1001 Nacht entschieden und ein Zimmer im "Aladdin-Hotel&Resort" gebucht. Das Hotel mit seinen etwa 2600 Zimmern liegt am südlichen Teil des Strips neben dem "Paris Las Vegas" mit seinem Mini-Eiffelturm und schräg gegenüber dem "Bellagio" mit seinen grandiosen Wasserspielen.

In dieser Lage muss man schon etwas bieten, um bestehen zu können.

Über www.travelweb.com habe ich ein Zimmer für zwei Nächte (Sonntag bis Dienstag) gebucht, 79 US-$ sollte die erste, 69 US-$ die zweite Nacht in einem "de luxe Room" kosten. Natürlich "plus tax".

Der Wohnteil des Hotels besteht aus zwei miteinander verbundenen Türmen (North Tower und South Tower), die leicht V-förmig angeordnet sind, die Spitze zum Strip zeigend.
Im unteren Bereich ist eine etwa 1 Meile lange Einkaufspassage rings um ein Theater angeordnet, im vorderen Bereich liegt das Casino.

Lobend sei erwähnt, dass man die Einkaufspassage betreten kann, ohne durch das Casino zu müssen. Das ist nicht bei allen Hotels so...

Die Swimming-Pools des Hotels befinden sich im sechsten Stock und sind von den Zimmern aus direkt zugänglich.

So, jetzt reisen wir mal an.

Wir kommen über die Tropicana-Avenue von Osten in die Stadt, vorbei an Flughafen und MGM Grand. An der Kreuzung rechts ab in den Strip und nach ein paar Metern finden wir die Zufahrt zum Parkdeck des Aladdin. Als Gast des Hotels kann man wählen zwischen kostenlosem "Valet-Parking" und "Self-Parking". Wir entscheiden uns für "Self-Parking" und finden in der Tat einen Parkplatz in der Nähe des Übergangs zum Hotel.

Das Gepäck bleibt zunächst im Auto, wir wollen erst mal einchecken und das Zimmer besichtigen.
D
er Übergang zum Hotel führt direkt in die Einkaufspassage und gottseidank zu einem Info-Desk. Dort lassen wir uns erklären, wie wir zur Hotel-Lobby kommen und machen uns dann auf den etwa 1 km langen Weg durch die Verlockungen des Konsums hin zum Casino, von dem aus eine Treppe zu den Check-In-Schaltern führt.

Die Warteschlange hält sich in Grenzen (ich habe schon viel längere gesehen...), die Abfertigung erfolgt auch zügig an hinreichend vielen geöffneten Schaltern.
Wir erwischen eine nette Dame, die uns unser Zimmer zuteilt. Es liegt im 10. Stock des South Tower, leider nach hinten raus. Aber was macht das in Las Vegas schon aus...?

Der Aufzug ist nicht weit, das Zimmer ist auch ganz in der Nähe des Aufzugs. Gespannt öffnen wir die Tür zu unserem "de luxe Room" - und sind zunächst einmal baff, als wir ins Zimmer sehen. Ganz so groß hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Vom "Flur" aus führt eine doppelte Flügeltüre in den Bad-Bereich, geradeaus gelangen wir in den Schlafbereich mit einem Kingsize-Bett (da können locker drei Personen drauf schlafen), einem Schreibtisch, einer Sitzecke und einem riesigen Fernseher, der etwas ungeschickt in einem Schrank versteckt ist.

Auf dem Schreibtisch befindet sich ein Flat-Screen mit einer Tastatur. Gegen Bezahlung von 9,95 US-$ pro Tag hat man einen High-Speed-Internet-Zugang zur Verfügung.
Wir entdecken noch eine Kaffeemaschine sowie den obligatorischen Eiswürfelbehälter. (Die Eismaschine auf dem Gang ist gar nicht weit von der Zimmertüre entfernt.)

Jetzt aber schnell den Bad-Bereich inspiziert.

Durch die Flügeltür gelangen wir in einen etwa 15 Quadratmeter großen Raum mit zwei gegenüber angeordneten Waschbecken. Offenbar eines für die Dame, das andere für den Herrn. Das für die Dame erkennt man am in der Nähe untergebrachten Bügelbrett mit Bügeleisen ;-), das für den Herrn erscheint etwas spärlicher ausgestattet. Trotzdem: alles sieht nach Marm
or aus und ist glänzend in Schuss gehalten.

Neben der Damenabteilung führt eine Glastür zu einer Badewanne (jawohl, eine echte Wanne!), eine weitere führt zu einer Dusche. Und da ist noch eine Tür, eine aus Holz. Ach ja, der "Restroom" muss ja auch irgendwo untergebracht sein.

Für 79 bzw. 69 US-$ (plus tax) kein schlechter Deal. Wie ich mittlerweile festgestellt habe, haben wir ein kostenloses "Room-Upgrade" erhalten, anstelle des etwas einfacher ausgestatteten "de luxe Rooms" durften wir einen "Resort Room" beziehen. Da lässt sich dann eine zusätzliche, nicht geplante Ausgabe leicht verschmerzen: das Hotel erhebt pro Nacht einen Energie-Zuschlag von knapp 4 US-$. Na ja, bei dem Aufwand...

Jetzt brauchen wir noch unser Gepäck. Als wir daran denken, bereuen wir es heftigst, uns nicht für das "Valet-Parking" entschieden zu haben. Da hätten wir nahe bei der Lobby halten, das Gepäck ausladen und das Auto parken lassen können. Jetzt müssen wir uns auf den Weg zurück durch die Einkaufspassage machen und dann mal sehen, wie wir unsere Koffer den guten km zum Zimmer transportieren können.

Zur Abwechslung wählen wir jetzt den anderen Teil der Einkaufspassagenrunde - und stehen plötzlich mitten in einem Gewitter. Mit Blitz, Donner und Regen... Angesichts der Attraktionen, die andere Hotels bieten, musste man sich hier auch etwas einfallen lassen. Und so gibt es jede Stunde (am Wochenende jede halbe Stunde) mitten in der Einkaufszone einen "Thunderstorm" - etwas, das man außerhalb des Hotels nicht ganz so häufig zu sehen bekommt.

Wir finden sogar unser Auto wieder, entladen den Kofferraum und machen uns auf den Weg zurück zum Zimmer. Nein, wir müssen nicht den ganzen Weg laufen. Das Hotel spendiert seinen Gästen eine Fahrt mit einem Fahrrad-Taxi vom Parkhaus zum Casino. Von dort sind es dann nur wenige m zu den Aufzügen und zum Zimmer.

Das Casino entspricht dem übl
ichen Las-Vegas-Standard: einarmige Banditen, die man entweder mit Quarters, Nickels oder Dollars füttern kann, Spieltische für Roulett und ähnliche Glücksspiele. Alles begleitet von den monotonen Geräuschen der Spielmaschinen, gelegentlich unterbrochen von einem ins Ohr gehenden Geklingele - da hat mal wieder einer mehr als 10 $ gewonnen...

Na ja, ein paar Dollar opfern wir auch...

Ein besonderes Thema ist das Essen in Las Vegas. Nahezu jedes Casino-Hotel bietet ein Büfett-Restaurant an, viele versuchen durch einen niedrigen Preis Gäste anzulocken. Wir haben schon etliche ausprobiert und dabei auch Reinfälle (Circus Circus, Excalibur) erlebt, aber auch ordentlich gegessen (Treasure Island, MGM).

Das Aladdin bietet auch ein Büfett an. das "Spice Market Buffet". Als wir den Preis lesen, zucken wir zunächst zusammen: 19,99 US-$ - das ist das teuerste Buffet, das es in Vegas gibt. Andererseits wird es allenthalben gelobt. Und sooo teuer ist es dann auch wieder nicht, wenn man unsere Restaurantpreise anschaut.

Also hurtig den Betrag entrichtet (es ist noch früh am Tag, vor 18.00 Uhr, aber da wir kein Mittagessen hatten....) - Warteschlange gibt es (noch) keine - und sich den Platz zuweisen lassen. Ein erstes Umherschauen zeigt uns, dass wir höchst unterschiedliche Abteilungen besuchen müssen.

Beginnen wir mit den "Jewels of the Sea". Dort beladen wir unseren Teller mit frischen Austern und "Alaskan Kings Crab Legs". Natürlich darf auch etwas "Shrimp Cocktail" und ein paar Muscheln nicht fehlen.
Ein zweiter Besuch dieser Abteilung erscheint zwingend erforderlich...

Wenn da nur nicht noch die anderen Abteilungen wären. Wir beschließen, unsere Aktivitäten zu trennen. Ich begebe mich in die Abteilung ?Middle Eastern? und hole mir etwas erstklassigen Hummus, eine sehr gute Auberginen-Paste und ein paar Stücke vom gerade frisch zubereiteten Lammspiess. Wirklich sehr zart und gen
au richtig gebraten (nix für Schuhsohlenliebhaber).
Mein geschätztes Weib hat neben der Salat-Station noch die italienische Abteilung besucht und kommt mit einer weiteren Muschelvariante, einem Krabbencocktail sowie verschiedenen gegrillten Gemüsen zurück - delikat.

Tja, wir waren noch nicht bei der Asien-Abteilung, der Mexico-Abteilung und der amerikanischen...
Von der letzteren hole ich mir ein schönes Stück New York Strip und ein Stück Prime Rib - beides ausgesprochen zart und saftig. Meine Frau hat sich jetzt zum mittleren Osten begeben und gefüllte Tomaten (mit Lammhack), Hühnchen und auch Hummus etc. zurück gebracht.

Eigentlich sind wir satt. Aber wir waren ja noch gar nicht in Mexico und Asien. Und gar nicht zu reden vom Nachspeisebufett...

Tja, schauen wir uns diese Abteilungen wenigstens an. Sieht alles echt lecker aus, schade eigentlich, dass man darauf verzichten muss. Aber wenn man schon kurz vor dem Platzen steht...

Ein klein bisschen Seafood noch, eine Andeutung eines Desserts, ein Stücken frische Melone und Ananas, dann geht absolut nichts mehr.

Beim Verlassen des Buffets sehen wir, dass sich mittlerweile eine riesige Schlange gebildet hat - alles Leute, die sich vom Preis nicht abschrecken lassen.

Als Belohnung gönnen wir uns jetzt noch einen langen Marsch über den Strip, bis hin zum Circus Circus und zurück bis zum New York New York und wieder ins Aladdin, wo wir ermattet ins komfortable Bett sinken und dem nächsten Tag entgegenträumen.

Fazit: