Hotel Absalon (Kopenhagen)
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Einmal Kopenhagen und zurück!
Hotel Absalon (Kopenhagen)

Herr_S

Name des Mitglieds: Herr_S

Produkt:

Hotel Absalon (Kopenhagen)

Datum: 28.05.10

Bewertung:

Vorteile: sehr gute Lage,vergleichsweise günstig

Nachteile: wir konnten nicht sofort auf unser Zimmer, nicht unbedingt das sauberste Hotel

Ich komm gerade frisch von meinem Kurzurlaub aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und will euch sogleich von meinem Hotel berichten. Das Absalon Annex, ein Teil des Absalon Hotels.
Die genaue Anschrift lautet:

Absalon City Hotel Copenhagen
Helgolandsgade 15
DK-1653 Copenhagen V
CVR 32781829

Aber erst einmal ein paar Worte zur Fahrt hin nach Kopenhagen. Gefahren sind wir nämlich mit "Berlin Linien Bus", ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG und wie zu erwarten war, kam der Bus zu spät. Um 20.45 ging es dann los - komischerweise - nach Hamburg wo man uns um Punkt Mitternacht aus dem Bus warf und einfach am Hamburger ZOB stehen ließ mit unseren Koffern.

Ohne irgendwelche brauchbaren Informationen nur mit dem wagen Hinweise dass um 2 Uhr vielleicht der Busse kommt, der uns mitnimmt nach Kopenhagen. Jener Bus soll aus Paris kommen, wir werden also einfach schnell aufgeschnappt. Gegen halb Drei kam der besagte Bus dann auch. Allerdings hieß es dann, dass vielleicht unsere Reisegruppe auf zwei Busse aufgeteilt werden muss, weil wir zu viele seien für einen. Ein paar wenige mussten dann auch mit dem zweiten Bus fahren, kamen aber glücklicherweise heil in Kopenhagen an.

Im arg dreckigen Bus aus Paris fuhren wir dann mit der Fähre gen Dänemark und von dort aus im Nebel nach Kopenhagen. Eine angenehme Fahrt vor allen die Aussicht war bemerkenswert. Felder im Nebel und eine nebelige Ostsee. Herrlich.

Um 8 Uhr kamen wir dann in Kopenhagen an und fanden recht schnell von dort aus auch unser Hotel, wo wir von einem netten Mitarbeiter an der Rezeption begrüßt wurden. Leider hat man in meiner Email wohl überlesen, das wir um 6 Uhr ankommen wollten. Man wies uns nämlich darauf hin das unser Zimmer noch nicht fertig sei und wir unser Zimmer erst am (sehr genaue Zeitdefinition) Nachmittag beziehen können.

Das war der erste Tiefschlag, da wir nach einer gut 12 stündigen Odyssee durch Deutschland und Dänemark eigentlich nur noch duschen wollten und unsere Zähne putzen. Leider mussten wir dann arg improvisieren und unsere Zähne auf dem Gästeklo der Hotelobby putzen. Wenigstens kam ich so in den Genuss, ein wenig Small-Talk mit einem Kanadier zu halten.

Unseren Koffer konnten wir glücklicherweise in einem der beiden Abstellräume platzieren, was uns wenigstens eine Last abnahm. In der Lobby gab es außerdem neben zwei Toiletten, zwei Koffer-Abstellräume, der Rezeption, zwei sehr großen Sitzecken, einem PC zur freien (Internet-)Nutzung und zwei Fahrstühlen noch den Zugang zum Frühstückssaal.

Alles im allen recht übersichtlich, sauber aber auch sehr einladend. Der erste Eindruck ist zwar gut, aber es hat einen faden Beigeschmack, da wir unsere Zimmer noch nicht benutzen können. Erst gegen 15 Uhr kamen wir zurück und gingen dann auch flott aufs Zimmer und unter die Dusche.

In unserem Zimmer gab es nur zwei Klappbetten, einen sehr alten Schrank, einen kleinen Farbfernseher, ein Waschbecken, zwei Spiegel, eine große Fensterfront, ein Telefon, ein Schreibtisch samt Stuhl und eine Lampe. Wie die Lobby, übersichtlich. Aber wir wollen hier ja eh nur schlafen und nicht einziehen, von daher reicht das vollkommen aus.

Vermisst ihr das Bad? Wir anfangs auch, denn bei der Reservierung ging leider etwas unter, das die Dusche und das WC auf dem Flur ist und damit für die restlichen Annex-Besucher zugänglich ist. Ein wenig wie bei einer Jugendherberge. Die Dusche selbst und das Klo waren recht sauber, nur leider merkt man das viele verschiedene Gäste die Örtlichkeiten nutzen, drum sollte man nicht zu hohe Ansprüche an Hygiene habe, was das betrifft oder Ekel vor Haaren anderer.
Außerdem waren die Tagesdecken auf unseren Betten selbst auch schon ein wenig fleckig, weswegen sie sofort in die Ecke geworfen und von dort nicht mehr bewegt wurden.

Dusche und Klo waren eigentlich mehr ein Wandschrank, den die Ausmaße betrugen gerade mal jeweils ein Meter mal ein Meter. Hinter je einer Tür versteckten sich zwei Duschen und vier Toiletten (natürlich jeweils getrennt). Mit nur einem Schritt konnte man dann das gesamte "Bad" durchqueren und alles mitnehmen was man will.

Damit ist der Raumbedarf zwar ein wenig beschränkt, aber er reicht vollkommen aus. Natürlich musste man ein wenig Glück haben, damit man nicht im Handtuch vor verschlossener Tür steht da gerade die beiden Duschen belegt sind. Aber das Problem hatten wir zum Glück nur einmal, da wir ja am Samstag erst um 16 Uhr duschen gingen und am Montag schon um 5 Uhr. Da schliefen die meisten noch. Problematisch wurde es nur Sonntagmorgen, aber die 5 Minuten kann man auch mal warten.

Man kann sich an der Rezeption übrigens noch ein Fahrrad für den ganzen Tag ausleihen. Kostenpunkt 100 Kronen. Wenn man zuviel Geld hat, gerne. Denn es gibt in der Stadt gut 120 Citybikes, die man sich für 20 Kronen ausleihen kann für unbegrenzte Zeit. Das läuft ab wie bei den hiesigen Einkaufswagen. Geld rein, abketten, losfahren. Wenn man genug hat, einfach eine Citybike-Station suchen, Fahrrad anketten und das Geld, das als Pfand fungiert, wird wieder ausgespuckt.

Das Frühstückbüffet passte zum Glück nicht in die Duschzelle, denn es war ansprechend groß. Es gab verschiedene Müslis mit wahlweise Milch (verdünnt) oder Joghurt, dazu Ananas-Stückchen oder Pfirsiche aus der Dose. Verschiedene Brotsorten und Brötchen (auch dunkle!), Wurst und Käse und Honig, Marmelade sowie Nutella aus den kleinen bekannten Plastik-Bechern. Alles in allem sehr ansprechend und vor allem wohl schmeckend und dabei sättigend. Überall wuselte dann auch noch das Hotelpersonal rum und räumte die Tische ab. Vielleicht ein wenig hektisch, dafür waren die Tische aber immer schnell sauber.

Das auschecken um halb 6 morgens ging dann auch relativ problemlos. Wir hatten bereits bei der Anreise bezahlt, damit wenigstens diese Last von unseren Schultern ist. Gut 150 Euro für zwei Nächte im Doppelzimmer. Nicht ganz billig, aber bereut habe ich es nicht. Immerhin liegt das Hotel recht nah am Stadtzentrum. Nach einem kleinen Fußmarsch von 10Minuten steht man schon mitten drin im Herzen von Kopenhagen und ist umgeben vom Bahnhof, dem Tivoli-Park und vielen McDonalds-Restaurants.

Insgesamt ein solides Hotel, das noch ein wenig Aufholbedarf hat. Aber für einen Kurztrip reicht es vollkommen aus, nur länger wohnen wollte ich da nicht. 3 von 5 Sternen.

Fazit: Solides Hotel.