Teufel Decoderstation 5
Die perfekte Erweiterung für die heimische Surroundanlage - Teufel Decoderstation 5 Home Cinema System

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Teufel Home-Cinema-Systeme

Neuester Testbericht: ... werden sollten. == Benutzung == Ich nutze mein Teufel Concept E300 Digital - und damit auch die Decoderstation 5 - wie bereits erwähnt... mehr

Die perfekte Erweiterung für die heimische Surroundanlage
Teufel Decoderstation 5

Bananenholz

Name des Mitglieds: Bananenholz

Produkt:

Teufel Decoderstation 5

Datum: 13.06.12

Bewertung:

Vorteile: Gute Anschlussausstattung, breite Formatunterstütung, erstklassige Verarbeitung

Nachteile: Kein Kopfhörerausgang

Ich bin inzwischen seit mehreren Jahren Kunde des Lautsprecherherstellers Teufel. Die Hauptanlage in meinem Haus, die sowohl für Kinofilme als auch zum Musik hören nutze, ist das Teufel Concept E300 Digital. Im Gegensatz zum Concept E300 wird hierbei noch die Decoderstation 5 mitgeliefert, auf die sich dieser Testbericht auch beziehen wird. Da die Decoderstation 5 auch separat angeboten wird, möchte ich an dieser Stelle einige Worte zu ihr verlieren, um Menschen, die vor einem möglichen Einzelkauf stehen in ihrer Entscheidung zu unterstützen.

Ich habe mich seinerzeit für das Concept E300 Digital inklusive Decoderstation 5 entschieden weil dies dem Nutzer einige wichtige Vorteile bringt, die er bei der Nicht-Digital-Version nicht hat:
- Decoder-Funktion und somit Unterstützung von DTS und DolbyDigital aus kodierten Quellen (z.B. Toslink)
- Individuelles Einpegeln der einzelnen Lautsprecher
- Lautstärkeeinstellung per Fernbedienung
- Anschluss von bis zu acht Geräten an ein Lautsprechersystem

Für ca. 180Euro kann man sein Soundsystem also deutlich erweitern, mehrere Quellen hinzufügen und es auch als Kinosystem nutzen. Für mich war dies absolut kaufentscheidend und auch der Grund, weshalb nur die Digital-Version des Concept E für mich in Frage kam.

== Technische Daten ==

Die Decoderstation 5 verfügt wie bereits erwähnt über acht Audioeingänge, vier davon sind digital, vier weitere analog, wovon drei allerdings nur Stereo zulassen. Genauer gesagt findet sich auf der Rückseite folgende Ausstattung:

- 2x Toslink (optisch)
- 2x Coaxial
- 3x Cinch Stereo
- 1x Cinch 5.1

Hierdurch lassen sich eigentlich alle Geräte an die Decoderstation anschließen, egal ob DVD-, Bluray-Player, Spielekonsolen, Fernseher, Computer, MP3-Player, Docks ... alles ist möglich.
Ich persönlich hätte mir noch einen dritten Toslink-Eingang gewünscht. Aktuell muss ich mich entscheiden ob ich entweder meine Musik oder meinen Bluray-Player angeschlossen haben möchte. Will ich dazwischen wechseln bleibt mir ein manuelles Umstöpseln nicht erspart.

An Ausgängen findet sich an der Decoderstation nur ein 5.1 Cinch-System, das an die entsprechenden Lautsprecher angeschlossen wird. Eine Ausgabe auf die deutlich weniger verbreiteten 7.1-Systeme ist somit nicht möglich! Was mir persönlich aber viel mehr fehlt ist die Möglichkeit einen Kopfhörer anzuschließen. Auf der Vorderseite hätte sich ein entsprechender Ausgang sicherlich sehr gut gemacht und den Funktionsumfang noch einmal deutlich erweitert. Ein kleiner Wermutstropfen.

Auf der Vorderseite der Decoderstation 5 sticht einem sofort das zweizeilige Display ins Auge. Es ist mit einer hellen blauen LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, sodass sowohl bei sehr hellen als auch dunklen Lichtverhältnissen die Anzeige sehr gut lesbar bleibt. Durch die klug gewählte Schriftgröße und den guten Kontrast lässt sich das Display auch aus einer Entfernung von mehr als drei Metern noch lesen. Standardmäßig wird auf der Anzeige die gewählte Signalquelle, die Lautstärke und der aktuelle Wiedergabemodus (z.B. 5.1. Stereo, DTS, oder ähnliches) dargestellt. Will man etwas in den Einstellungen verändern, so werden die entsprechenden Menupunkte angezeigt.

Die Bedienung erfolgt entweder über die mitgelieferter Fernbedienung oder über einen der drei am Gerät montierten Knöpfe. Der rechte Knopf ist hierbei auch mit einer Wheel-Funktion ausgestattet, mit dem die Lautstärke durch Drehen angepasst werden kann oder zwischen den einzelnen Menupunkten gewechselt werden kann. Die Einstellungen sind absolut kinderleicht vorzunehmen. Das Menü ist selbsterklärend und übersichtlich gestaltet, sodass selbst Neueinsteiger vor keine größeren Probleme gestellt werden sollten.


== Benutzung ==

Ich nutze mein Teufel Concept E300 Digital - und damit auch die Decoderstation 5 - wie bereits erwähnt als Wiedergabegerät für Filme und Musik. Als Zuspieler nutze ich für Filme entweder einen Bluray-Player oder einen Mac Mini mit einer Mediacentersoftware, für Musik eine Airport Express mit AirPlay-Funktion. Alle Signalquellen sind über den optischen Toslink-Eingang an die Decoderstation 5 angeschlossen. Dies funktioniert bei den beiden Apple-Produkten über ein "Mini-Toslink auf Toslink"-Kabel, sodass auch von Computern aus ein digitales Signal auf die Lautsprecher verteilt werden kann. Dies ist auch der große Vorteil, den die Decoderstation 5 seinen Nutzen bietet. Die wenigsten Geräte verfügen heutzutage noch über eine 5.1-Ausgabe über Cinch. Der Grund dafür ist simpel: das analoge Cinch-System kann jeweils nur einen Lautsprecherkanal pro Kabel weiterleiten. Dies führt zwangsläufig dazu, dass für eine Wiedergabe von 5.1 auch 6 Ausgänge (5 Lautsprecher + 1 Subwoofer) vorhanden sein müssen. Dies nimmt nicht nur Platz am Ausgabegerät ein, es führt auch zu einem schier nicht kontrollierbaren Kabelwust. Aus diesem Grund haben die meisten Hersteller von Zuspielgeräten (egal ob Bluray-, DVD-Player, Computer oder Fernseher) den 5.1-Ausgang über Clinch wegrationalisiert und durch das praktischere Toslink-Format ersetzt.

Die Decoderstation 5 kann neben den üblichen Stereo-Formaten mit folgenden codierten Formaten umgehen: DTS, DolbyDigital, ProLogic I und ProLogic II. Das heißt man ist wirklich für alle Situationen gerüstet und muss nicht fürchten bei einer Bluray auf einmal mit einem minderwertigen Ton dazustehen, da der Receiver kein DTS unterstützt. Besitzt man ein 5.1-System aber nur eine Stereoquelle (z.B. Musik), dann übernimmt die Decoderstation auf Wunsch die Verteilung des Signals auf alle 6 Lautsprecher des 5.1-Systems. Erfolgt die Zuspielung des Stereosignals hierbei über einen optisch-digitalen Eingang, so lässt sich auch die Dolby ProLogic-Funktion nutzen. Diese verspricht durch einen speziellen Algorithmus die bessere Hochrechnung und Verteilung des Stereosignals die Surround-Lautsprecher. Ich persönlich nutze diese Funktion nicht, da hierbei in meinen Augen das ganze etwas zu sehr auf dem Center-Lautsprecher lastet. Bei manchen Musikstücken (vorzugsweise Pop- und Rockmusik) hört sich dies sehr gut an, aber z.B. gerade Orchestermusik verliert in diesem Modus sehr viel von ihrer Power.

Die Wiedergabequalität der Decoderstation 5 ist einwandfrei. Es kommt zu keinerlei Verfälschungen der Musik und der Ausgabepegel ist auch sehr hoch. Ich könnte jetzt noch so viel positives schreiben, aber dadurch würde mein Bericht nur unnötige unübersichtlich werden. Aus diesem Grund möchte ich mich nun lieber auf den einzigen Kritikpunkt stürzen, der mich wirklich stört. Möchte man die einzelnen Lautsprecher auspegeln, so ist dies nur in einem extra Rauschmodus möglich. Das heißt die aktuelle Tonwiedergabe wird auf Stumm gestellt, die restlichen Lautsprecher ausgeschaltet und ein Rauschen auf dem ausgewählten Lautsprecher ausgegeben. Natürlich lässt sich hierdurch eine dedizierter Auspegelung vornehmen. Aber wenn ich beispielsweise während eines Films einfach die Stimmen (Center-Lautsprecher) um zwei bis drei dB lauter haben möchte, dann nervt es ungemein, wenn das gesamte Kinovergnügen durch eine Tonunterbrechung gestört wird. Bei der Decoderstation 3 war dies noch möglich ohne dass das gesamte System in den Rauschmodus gewechselt hat. Ich persönlich würde mir diese alte Funktion zurückwünschen, der Rauschmodus könnte beispielsweise in einem extra Menupunkt manuell anwählbar gemacht werden.


== Verarbeitung & Design ==

Die Decoderstation 5 ist komplett in schwarz gehalten und passt damit wohl fast zu jeder Wohnzimmereinrichtung. Denn im Gegensatz zur Vorgängerverson (der Decoderstation 3) wird die aktuelle Revision nicht mehr aufrecht hingestellt. Mit ca. 13 cm Tiefe, ca. 23 cm Breite und einer Höhe von gerade einmal 5 cm findet sich wohl überall ein Platz für das Gerät. Wer die Decoderstation zu einem Concept E System nutzen möchte, der kann sie ohne Probleme auf dem Subwoofer abstellen, da beide Elemente die selbe Breite haben. Praktischer Nebeneffekt hiervon: man erspart sich längere Kabelwege.
Auch die Verarbeitung der Decoderstation 5 ist makellos. Sie besteht im Wesentlichen aus stabilem schwarzen Metall, nur die Vorderseite mit den Bedienelementen und dem Display ist mit einer in Klavierlackoptik gehaltenen Plastikfront verkleidet. Durch die kleinen Lüftungsschlitze an der Oberseite des Geräts lässt sich bei genauerem Hinsehen auch ein Blick das Innenleben mit seinen blutroten Platinen erhaschen. Ein nettes Detail für Technikbegeisterte.
Die Beschriftung der Bedienelemente und Eingänge ist vollständig und groß genug um ohne Probleme gelesen werden zu können. In meinen Augen hätte man sich aus Designtechnischer Sicht die Symbole für DTS und Dolby ProLogic auf der Vorderseite sparen können, aber es gibt schlimmeres.


== Fazit ==

Wer mit dem Gedanken spielt sich die Decoderstation 5 anzuschaffen kann sich vermutlich in einer der beiden folgenden Situation befinden: entweder er besitzt bereits ein 5.1-System oder er weiß nicht genau, ob er ein Concept E oder ein Concept E Digital kaufen soll. Daher möchte ich mein Fazit und die entsprechende Kaufempfehlung für diese beiden Gruppen separat formulieren:

a) Sie befinden sich bereits im Besitz eines 5.1-Systems
Der Einzelpreis für die Decoderstation 5 liegt derzeit bei ca. 180Euro. Dadurch dass Teufel nur den Direktkauft anbietet wird sich dieser Preis wohl auch noch eine Weile halten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Decoderstation 5 ist in meinen Augen gut, da sowohl die Verarbeitung, die Anschluss-Ausstattung als auch die Formatunterstützung (DTS-Support!) kaum Wünsche offen lässt. Wer sich sicher ist, dass er die Funktionen in vollem Umfang nutzen wird, der sollte zuschlagen. Wer hier und dort Abstriche machen kann, der kann bei anderen Anbietern ein paar Euro einsparen.

b) Sie versuchen sich zu entscheiden ob Sie sich ein Concept E oder ein Concept E Digital anschaffen sollen
In diesem Fall ist mein Fazit eindeutig: wählen Sie das Concept E Digital inklusive Decoderstation 5. Der Aufpreis bei Teufel beträgt aktuell ca. 150Euro und beinhaltet noch ein komplettes Kabelsystem im Wert von ca. 20Euro. Damit liegen deutlich unter dem Anschaffungspreis für eine Decoderstation alleine. Die Vorteile, die sich durch die Nutzung der Decoderstation ergeben sind weitreichend. Selbst wenn sie ihr System nicht oder nur wenig für Kinofilme nutzen, selbst bei Musik haben sie deutlich reineres und vor allem Brummschleifen-freies Signal wenn Sie den optisch-digitalen Eingang nutzen können. Ich würde jedem dazu raten lieber noch ein bisschen zu sparen und dann die 150Euro draufzulegen. Wenn man eines dann doch eine Decoderstation separat kauft, dann ärgert man sich nur.

Fazit: Die perfekte Erweiterung für die heimische Surroundanlage

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Installation:    
Klangqualität:    
Ausstattung: