Gorenje BC7321PX
...und jetzt könnte ich mir tatsächlich einen Storch braten - Gorenje BC7321PX Herd / Ofen

Produkttyp: Gorenje Elektroherde

...und jetzt könnte ich mir tatsächlich einen Storch braten
Gorenje BC7321PX

Hedwig_2010

Name des Mitglieds: Hedwig_2010

Produkt:

Gorenje BC7321PX

Datum: 25.07.12

Bewertung:

Vorteile: Endlich richtig gute, krosse selbstgemachte Pizza möglich und viel, viel mehr

Nachteile: Nichts

Wo wir nun schon einmal dabei waren, ein neues Kochfeld für unsere Einbauküche zu erwerben, kam der Wunsch auf, auch den Einbauherd auszuwechseln. Empfohlen wurde uns von einem Technikhaus vor Ort der Einbau-Elektrobackofen Gorenje BC7321PX, der nun auch endlich über das verfügt, was wir bei unserem alten Backofen immer vermisst hatten: die Möglichkeit, Ober- und Unterhitze getrennt zu regeln und die Funktion, dass der Backofen besser bzw. leichter zu reinigen sei.

Da unsere Küche vor ungefähr 10 Jahren das letzte Mal von uns renoviert worden war und das auch mit dem damaligen Erwerb der entsprechenden Küchengroßgeräte verbunden war, fanden wir schon, dass wir uns ein wenig moderneres Kochen und Backen einfach mal leisten sollten.
Einige Koch-und Backtests hat der vorgestellte Einbaubackofen mittlerweile auch mit Bravour überstanden, so dass ich nun von den Erfahrungen damit berichten kann.

Dazu zuerst:

***Die sachlichen Daten*

Produktdaten - Einbau-Elektrobackofen Gorenje BC7321PX

Elektrischer Anschluß:
- Anschlußwert: 10,7 kW

Leistungseigenschaften:
- 0,87 kWh Energieverbr. b. Ober-+Unterhitze
- 0,79 kWh Energieverbr. b. Heißluft/Umluft

Bedienung:
- versenkbare Schalter
- 4 Kochzonenregler
- Drehregler für Kochzonen
- Drehregler für Backofen-Funktionswahl
- Drehregler für Backofen-Temperatur
- Elektronik-Uhr
- Tageszeitanzeige

Backofen-Funktionen:
- Ober-/Unterhitze
- Heißluft/Umluft
- Unterhitze
- Unterhitze mit Ventilator
- Grill
- Umluft-Grillen
- Auftaustufe (nur Gebläse)
- Pizza-Stufe
- 3-fach variable Grilleistung

Backofen-Ausstattung:
- Aufnahmegitter für Backbleche
- Innenraum-Beleuchtung
- Leicht-Reinigungssystem
- CleanEmail-Innenraum-Beschichtung
- Innenraum-Volumen: 65 l
- Kühlgebläse zur Schrankentlüftung

Zubehör:
- 1 Backblech
- Kombi Back-/Grillrost
- Fettpfanne
- Fett-Filter

Gehäuse-Eigenschaften:
- Breite: 59,7 cm
- Höhe: 59,5 cm
- Tiefe: 56,8 cm
- Kühle Front
- Backofentür mit Sichtfenster
- abnehmbare Backofentür

Einbau-Eigenschaften:
- Nischen-Breite: 56 cm
- Nischen-Höhe: 59 cm
- Nischen-Tiefe: 55 cm

Farbe: edelstahlfarben

EU-Energielabel Backofen:

- Energieeffizienzklasse (Skala von A (besser) bis G (schlechter)) : A
- Verbrauch bei konventioneller Beheizung in kWh: 0,87
- Verbrauch bei Um-/Heißluft in kWh : 0,79
- Nettovolumen in l: 60
- Größe des Backrohres : mittel


***Hersteller***

Gorenje Vertriebs GmbH
Elisabeth Wieser
Garmischer Str. 4-6
80338 München

Die Gorenje Gruppe mit Stammsitz in Velenje, Slowenien blickt nunmehr auf eine 60-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Mittlerweile zählt das im Jahr 1950 gegründete Unternehmen zu einer der erfolgreichsten Marken der Branche - in Deutschland belegt es als Vollsortimenter Rang 5 im Markt der Haushaltsgroßgeräte. (Quelle: Hersteller-Homepage)


***Kaufpreis***

Beim Händler unseres Vertrauens vor Ort erfuhren wir, dass der Herd zwar nicht DAS TOP-Gerät sei, in Kombination mit dem Induktionskochfeld, das wir ebenfalls bei ihm erwarben allerdings vor ein, zwei Jahren mal für insgesamt 1300,- Euro verkauft worden war und da auch wohl mal Testsieger gewesen sei. Nun, uns reichen die vielen Funktionen des Herdes sowieso schon völlig aus und inklusive Entsorgung des Altgeräts, Lieferung und Anschluß haben wir für den Einbauherd etwa 450,- Euro bezahlt. Mag ja sein, dass man bei intensiverer Recherche eventuell noch wesentlich sparen hätte können, aber mir geht es auch darum, dass ich bei so etwas von Fachleuten vor Ort versorgt werde, die mir solche Geräte ordnungsgemäß anschließen und die alten Geräte umweltgerecht entsorgen. Das Vertrauen zu einem Ansprechpartner, dass ich da haben kann, ist mir wesentlich wichtiger als noch einige Euros, die ich eventuell hätte sparen können.


***Bedienung und Erfahrungen***

Geliefert wurde das Geräte mit umfangreichen Bedienungsanleitungen im mehreren Sprachen und es gab obendrauf noch ein regelrechtes Plakat, auf dem einzelne Funktionen in Bildern gezeigt waren. Eine Backtabelle, auf der die einzelnen Einstellmöglichkeiten für die unterschiedlichsten Speisen aufgelistet sind, wurde ebenfalls beigelegt. Diese ist sehr umfangreich und ich finde sie optimal zum raschen Nachschlagen und Ausprobieren. Nicht nur, dass dort steht, auf welcher Einschubebene das Koch-bzw. Bratgut platziert wird, es finden sich auch mehrere Vorschläge zum unterschiedlichen Zubereiten gleicher Speisen. So kann man ja eben je nach Gusto entweder durch Umluft-/Heißluft garen oder konventionell mithilfe der Ober- und Unterhitze, die bei diesem Backofen auch getrennt schaltbar sind. Das hat längst nicht jeder Backofen. Ich gebe gern zu, dass ich mit der Backtabelle immer noch ausprobiere und herumexperimentiere, welche Funktion wann am besten ist. Da gibt es tatsächlich ständig etwas dazu zu lernen.

Welche Garmöglichkeit man bevorzugt, kommt ja auch stark darauf an, wieviel man in dem Backofen gleichzeitig zubereiten möchte. Bei mehreren Kuchenblechen im Ofen soll die Hitze ja überall gleichmäßig herankommen, wofür man dann eher die Umluft-/Heißluftfunktion wählen wird. Hat man dagegen z.B. einen dickeren, saftig belegten Kuchen, schlägt der Hersteller sogar vor, mal nur die Unterhitze zu probieren, weil sonst der Teig unten schnell zu dunkel wird.

Für größere Braten sind dann noch zwei Ober-Grills zuschaltbar, eine kleine Heizspirale und eine großflächigere Heizspirale, die beide im Backraum oben angebracht sind und auf das Grillgut herabstrahlen. Zum besseren Reinigen des Backofeninnenraumes sind diese übrigens herunterklappbar. Den kleinen Grill nutze ich z.B. bei der kleinen Menge Pommes Frites, die wir nur essen, den großen Grillheizkörper könnte man dann theoretisch für den besagten Storch verwenden, alternativ eben für einen größeren Braten. Zugegebenermaßen habe ich bisher noch keinen Storch oder vergleichbar Großes braten müssen, aber es ist gut zu wissen, dass man es könnte!

Für das Pizzabacken gibt es eine Extra-Pizzafunktion, damit der Teig auch von unten schön kross wird. Da wir ein Lochblech für Pizzen unser eigen nennen, finden wir diese Funktion sehr angenehm. Es schmeckt tatsächlich nun fast wie aus einem Steinbackofen!

Bei der ebenfalls vorhandenen Auftaufunktion läuft nur der Ventilator. Diese Möglichkeit habe ich allerdings noch nicht genutzt. Ich taue das Meiste lieber langsam im Kühlschrank auf oder bereite ganz frisch zu. Interessant fand ich dagegen, dass es doch messbar teurer ist, wenn man Brötchen im Backofen aufbäckt anstatt dies durch die Backofenfunktion in der Mikrowelle zu tun. Aber ist ja eigentlich vollkommen logisch, da der aufzuheizende Rauminhalt eben wesentlich kleiner ist. Also bleibe ich da lieber bei der Mikrowelle.

Einen (Dreh-)Spieß besitzt der Einbaubackofen nicht. Zusätzlich bestellbare Teleskopauszüge kosten auch noch einmal ca. 40 Euro extra und da ich das für Schnick-Schnack halte, haben wir auf diese verzichtet. Will man etwas aus dem Backofen holen, muss man sich wegen des Unterbaus sowieso bücken und so sind diese Teleskopschienen für mich nur etwas, das unnütz verschmutzen kann.

Die Bedienknöpfe sind als Kinderschutz und zum besseren Reinigen des Bedienfeldes versenkbar, allerdings können sie auch versenkt werden, während sie angestellt sind. Das finde ich nicht so gut, da hätte man doch eine Sperre einbauen können. Ansonsten genügt tatsächlich ein Abwischen der Bedienungsleiste mit einem feuchten Tuch.

Sinnvoll angebracht sind die Bedienknöpfe allerdings: von links nach rechts kommen zunächst beide linke Kochflächen eines Kochfeldes, dann die Funktionseinstellungen des Backofens, dann der Timer/Uhrzeit, rechts daneben die Temperatureinstellung des Backofens, gefolgt von den beiden rechten Kochfeldern des Kochfeldes.

Noch ein paar Worte zum Reinigen des Backofens. Der Backofen kann komplett entleert werden, d.h., man kann die Backbleche sowie den Rost herausnehmen, wie auch die Seitengitter links und rechts dafür, außerdem sind die Grills abklappbar. Mit agressiven Reinigungsmitteln sowie harten Schwämmen sollte man allerdings nie zu Werke gehen, sondern der Hersteller empfiehlt, Fett immer gleich abzuwischen bzw. regelmäßig in die große Fettpfanne etwa einen halben Liter Wasser einzufüllen, die Temperatur von 70°C einzustellen und den Wahlknopf auf die Reinigungsstellung zu stellen. Nach 30 Minuten kann man auch da alles, was zuvor festgebacken war, einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Die Glasscheiben des Backofens können bei Bedarf auch ausgebaut werden, sollte das doch mal notwendig sein.


***Fazit***

Man merkt schon, dass die Technik im Bereich der Haushaltsgroßgeräte ganz schön voranschreitet. Nicht nur, dass höherer Komfort geboten wird, was sich z.B. in der beschriebenen AquaClean-Möglichkeit zeigt. Auch energiesparender und effizienter werden die Geräte, finde ich.

Der Backofen bietet Möglichkeiten, die ich vorher noch nicht hatte. Ober- und Unterhitze getrennt regeln zu können, empfinde ich z.B. für Gebäck wie Pizza erste Sahne. Die Grills bieten wieder ganz andere Zubereitungsmöglichkeiten. Backofen-Pommes Frites werden z.B. endlich tatsächlich schön knusprig und die mitgelieferte hohe Fettpfanne ist wirklich perfekt, selbst wenn man keinen Storch braten möchte. ;-)) Derzeit probiere ich gerade das Garen mit der Niedrigtemperatur-Methode aus, da es mir völlig logisch erscheint, dass diese eigentlich alte Koch- bzw. Backtechnik die bessere ist.

Die Bildung von schmackhaften, aber gesundheitsschädlichen Röststoffen, die oft jedoch nichts anderes sind als verbranntes Eiweiß, wird bei dieser Kochtechnik auf ein Minimum reduziert und der Braten dadurch viel bekömmlicher und gesünder. Man muss dazu allerdings stärker würzen und ganz kurz und scharf anbraten, wonach das Fleisch dann bei nur 80°C über mehrere Stunden im Backofen bleibt. Dazu ist es zwingend notwendig, dass diese Temperatur auch tatsächlich eingehalten wird, was man gut mit einem Fleisch- oder Bratenthermometer überprüfen kann. Auch diese Prüfung hat unsere Neuerwerbung anstandslos gemeistert!

Eine Neuerwerbung, die ich wirklich guten Gewissens weiterempfehlen kann, gerade, wenn man Kochen und Backen nicht nur als notwendiges Übel sondern als kreative Möglichkeit auffasst, sich gesünder zu ernähren.

Herzlichen Dank für das Lesen und Bewerten meines Berichts

Hedwig_2010

Fazit: ...schaut auf das Fazit im Text

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Reinigung:    
Aufheizen/Abkühlen: