


Erhältlich in: 7 Shops
Produkttyp: Honeywell Heizgeräte
Neuester Testbericht: ... auch nicht völlig lautlos. Dafür ist bei dieser Technik aber eine zeitbezogene Steuerung möglich. Vor zwei Wochen habe ich die Honeywell ... mehr
Warten auf die Heizkostenabrechnung.. .
Honeywell HR 20E

Name des Mitglieds: lemmel
Produkt:
Honeywell HR 20E
Datum: 25.01.12
Bewertung:
Vorteile: Komfortable Bedienung; Einsparmöglichkeit
Nachteile: Benötigt Batterien: leises Betriebsgeräusch vorhanden
*************
Heizen wird immer teurer. Egal ob mit Öl, Gas oder seltener in Deutschland mit Strom geheizt wird. AUch das Heizen mit Holz und Pellets kann sich diesem Trend nicht entziehen.
Es ist daher die Frage interessant, wie man Heizkosten sparen kann, indem man weniger heizt. Allerdings sollte man dabei auch nicht auf Komfort verzichten. Frieren will man schließlich auch nicht. Die Antwort sind "intelligente" Heizkörperthermostate, die nur heizen, wenn der Bewohner auch da ist.
Der grundlegende Unterschied zwischen "normalen" Heizkörperthermostaten und den Energiekostenheizkörperthermostaten ist also, dass die ersteren immer dieselbe Temperatur sicherstellen (es sei denn man verändert manuell die Einstellung am Regler), während letztere das Verhalten bzw. die tatsächliche Anwesenheit des Bewohners "automatisch" berücksichtigen, indem man sie entsprechend programmiert.
Daraus leitet sich ab, wie die Temperaturregelung erfolgt. Heizkörper haben ein Ventil, das über einen Stift gesteuert wird. Je mehr der Stift in das Ventil gedrückt wird, umso weniger kann heißes Wasser nachlaufen.
Beim normalen Heizkörperthermostaten wird per Drehregler eine bestimmte Temperatur eingestellt. Die Regulierung des Stifts erfolgt über ein Bimetall, dass je nach Temperatur, den Stift mehr oder weniger in das Ventil drückt. Der Vorteil ist, dass diese Technik keine externe Stromversorgung benötigt und lautlos ist.
Bei sogenannten Energiespar-Heizkörperthermostaten erfolgt die Regulierung des Stifts über einen Elektromotor. Diese Technik benötigt eine elektrische Stromversorgung, die über Batterien realisiert wird. Und diese Motoren sind auch nicht völlig lautlos. Dafür ist bei dieser Technik aber eine zeitbezogene Steuerung möglich.
Vor zwei Wochen habe ich die Honeywell HR 20E-Thermostate installiert. Im folgenden werden also die kurzfristigen Erfahrungen dargestellt.
Batteriebetrieb:
************
Als Energiequelle werden zwei AA-Batterien benötigt. Batterien sind im Lieferumfang leider nicht enthalten. Diese sollen rund zwei Jahre halten. Die Installation der Batterien ist problemlos. Und auch die Notwendigkeit des Ersatzes wird im Display des Hr20E angezeigt.
Lautstärke:
*********
Der Elektromotor ist hörbar, aber grundsätzlich nicht störend. Ein Spezialfall ist das Schlafzimmer. Personen mit leichtem Schlaf können das Motorgeräusch des HR20E durchaus wahrnehmen. Ich habe tagsüber eine geringere Temperatur als nachts eingestellt. Tagsüber halte ich mich normalerweise im Schlafzimmer nicht auf. Wenn also morgens der Elektromotor die Heizung herunter regelt, nehme ich das schon wahr. Ich könnte aber auch sagen, dass es mein sanfter Wecker ist.
Notwendigkeit:
************
In der Küche heize ich nie. Die Heizung ist dort so eingestellt, dass nicht einfrieren kann. Dies geht sowohl mit einem traditionellen Heizkörperthermostat wie auch mit einem Gerät zur Einsparung von Energiekosten. Ein Austausch ist hier also nicht sinnvoll.
Temperaturkontrolle:
*****************
Bei einem traditionellen Heizkörperthermostat ist auch eine Temperatur zeitunabhängig einstellbar. Bei dem HR20E kann die Temperatur aber auch zeitabhängig festgelegt werden. Ein Muss ist das aber nicht. Mit der linken Taste kann zwischen "Auto" und "Manu" gewählt werden. "Manu" bedeutet dabei, dass man die Temperatur zeitunabhängig wählt. Der genaue Wert lässt sich per Drehregler einstellen. Grundsätzlich besteht dann kein Unterschied zwischen "normalem" Heizkörperthermostat und dem HR20E. Praktisch habe ich aber den Eindruck, dass sich die Raumtemperatur über den HR20E wesentlich einfacher und genauer steuern lässt. Zuvor hatte ich Heizkörper-Thermostate der Firma Heimeier installiert.
Grundsätzlich können mit der mittleren Taste zwei Temperaturen eingestellt werden: Die sogenannte Komfortemperatur und Spartemperatur. Wer also morgens 20 Grad, mittags 22 Grad und abends 18 Grad wünscht, hat ein Problem. Mehr als zwei Temperaturen gehen also nicht. Normalerweise braucht man aber diese weiterreichende Differenzierung auch nicht.
Sehr wohl kann aber mehrmals pro Tag die eine oder andere Temperatur angestrebt werden. Die Zeitintervalle werden mit der rechten Taste programmiert. Man kann zwischen den Wochentagen differenzieren oder aber auch nicht. Pro Tag können, ein zwei oder mehr Zeitintervallen festgelegt werden. Legt man die Komfortemperatur beispielsweise bei 20 Grad Celsius und die Spartemperatur bei 18 Grad fest, kann man mehrmals pro Tag zwischen diesen Temperaturen wechseln. Die Steuerung hierzu erfolgt über die rechte Taste.
Installation:
**********
Die Installation geht recht einfach, vorausgesetzt man hat die nicht mitgelieferten AA-Batterien vorrätig. Den alten Heizkörperthermostat abgeschraubt und den neuen aufgesetzt. Fertig. Je nach Hersteller des alten Thermostats benötigt man evtl. einen Adapter. Diese werden im Gegensatz zu den Batterien mitgeliefert.
Anschließend muss der neue Regler programmiert werden. Auch das geht recht schnell und einfach, wenn man die Systematik begriffen hat.
Es liegt auch eine Bedienungsanleitung bei. Diese muss bei der Installation unbedingt beachtet werden. Die einzelnen Schritte müssen genau eingehalten werden. Die Bedienungsanleitung ist korrekt, könnte aber etwas verständlicher geschrieben sein. Manchmal kommt man schon kurz ins Grübeln, welches Teil jetzt gemeint ist oder wie die Programmierung funktionieren soll.
Betrieb:
******
Der laufende Betrieb ist absolut problemlos. Will man es einmal etwas wärmer, drückt man einfach auf die Manu/Auto-Taste und dreht den Regler hoch. Zur Rückkehr in den automatischen Modus muss die Manu/Auto-Taste einfach nochmals gedrückt werden. Das selbe gilt für längere Abwesenheiten, beispielsweise wegen Urlaub. Wieder auf manuell gestellt und die Temperatur einfach herunter geregelt. Man kann auch die Heizung komplett abschalten oder voll aufdrehen.
Langzeiterfahrung:
***************
Langfristige Erfahrung mit dem Gerät habe ich noch nicht. Hier werde ich später den Bericht ergänzen. Zur Vorsicht erwähne ich aber, dass es Berichte gibt, dass nach einem halben bis einem Jahr Probleme auftreten. Das kann ich mir aber bei der Vielzahl dieser verkauften Geräte nicht so richtig vorstellen.
Einsparung:
*********
Bei der nächsten Heizkostenabrechnung werde ich diesen Punkt objektiv bewerten können. Bisher geht das natürlich nur gefühlsmäßig. Und da erwarte ich schon einiges. Selbst im normalen Tagbetrieb habe ich den Eindruck, dass die Heizung effizienter arbeitet - und zwar ohne Komfortverlust.
Fazit: Bisher bin ich absolut begeistert.

