
Produkttyp: Metabo Heckenscheren
Neuester Testbericht: ... zwei Beete mit einer Lavendelhecke eingefasst. Diese Hecke wird nach der Blüte, also im Juli kräftig beschnitten, Auch das erledigt die Me... mehr
Da kugelt sich der Buchs und die Eibe nimmt Haltung an
Metabo HS 8355 S

Name des Mitglieds: elfenblume56
Produkt:
Metabo HS 8355 S
Datum: 18.04.10
Bewertung:
Vorteile: leicht, zuverlässig
Nachteile: ich kenne keine
Endlich ist es Frühling und wir passionierten Hobbygärtner sind in unserem Element. Schneiden, pflanzen, lockern sind die Haupttätigkeiten zur Zeit. Da freut sich der Gärtner über jeden Helfer, der die anstrengende Arbeit erträglich macht. Da ich viele Rosen, Gräser und Heckenpflanzen habe, wird bei mir im Moment hauptsächlich geschnitten. Einige Pflanzen muss man mit der Gartenschere schneiden, andere können gut mit einer elektrischen Heckenschere beschnitten werden. In diesem Bericht möchte ich über meine Heckenschere berichten.
Metabo HS 8355 s
------------------------
hier kurz die Daten
Gewicht:.................................3,5 kg
Nennaufnahmeleistung:............500 W
Schnittzahl bei Leerlauf:...........3.200/min.
Nutzbare Messerlänge:.............55 cm
Schittstärke:...........................20 mm
Schalldruckpegel:....................85 dB (A)
Schalleistungspegel:................98 dB (A)
Hand-Arm-Schwingung:...........< 2,5 m/S²
+++ Kaufgrund+++
Die Entscheidung wurde mir abgenommen, denn ich habe sie gewonnen. Eine Gartenzeitschrift hatte zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Da ich ein gutes Auge für dekorative Gartenszenen habe, schickte ich einige Fotos ein und gewann diese Heckenschere.
Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich immer alles mit der Hand geschnitten und ehrlich gesagt: ich habe einen Heidenrespekt vor solchen Geräten.
Nun, eine Woche nach der Gewinnbenachrichtigung klingelte ein Auslieferer von UPS und stellte mir ein Paket vor die Tür. " Merkwürdige Form", meinte er," haben sie das Laserschwert von Darth Vader bestellt? witzelte er. Die Vermutung lag nahe, ragte doch aus einem fast quadratischen Karton eine 1,2 Meter lange "Nase", die aber ebenfalls mit Pappe verkleidet war. Ich sah keine Veranlassung den Herrn über den Inhalt aufzuklären, sollte er doch auf seiner weiteren Fahrt noch ein bisschen weiterrätseln.
+++ Auspacken+++
Nachdem ich das Packpapier entfernt hatte, kam ein Umkarton zum Vorschein. Darauf waren Fotos der Heckenschere und einige Infos. Nach einigem Ziehen und Zerren beförderte ich mein neues Helferlein für die Gartenarbeit ans Licht.
+++ Aussehen+++
Das Gehäuse ist dunkelgrün, auf einer Seite ist der Metabo-Schriftzug in rot zu sehen. Ebenfalls rot ist der hintere Teil des Bügels, der vor dem Gehäuse sitzt. Dieser ist etwas wellenförmig und ist zur Hälfte in einen zweiten Bügelteil eingelassen, er ist schwarz. Davor sitzt eine transparente Plastikabdeckung, die als Schutz dient. Sicher um die Hände vor den abgeschnittenen Aststücken zu schützen, denn die werden mit hoher Geschwindigkeit geschleudert. Vor der Abdeckung befindet sich das eigentliche Schneidgerät. Es ist aus Metall und sieht aus wie eine Säge, nur eben mit riesengroßen Zähnen. Am anderen Ende des Gehäuses ist der Steck angebracht, an einem nur 10 Zentimeter langen Kabel. Den Griff würde ich als bügelförmig beschreiben, unter dem oberen Stück liegt ein roter umlaufender Schalter, den ich noch näher erklären werde.
+++ In Betrieb+++
Nachdem ich die Gebrauchsanleitung aufmerksam studiert hatte, wollte ich mein neues Stück ausprobieren. Ich zog die Kabeltrommel vom Haus vor die Eibenhecke und legte mir die Maschine bereit. So konnte es nicht funktionieren, denn das Kabel der Schere war zu kurz. Ich konnte ja schlecht immer die Kabeltrommel hochheben. Ich kramte also nach einer Verlängerungsschnur, die mir etwas Bewegungsfreiheit verschaffen sollte. Als alle Kabel eingestöpselt waren, legte ich die linke Hand auf den Bügel und drückte den roten Bügelteil. Mit der rechten Hand griff ich an das Gehäuse und drückte dann den beschriebenen roten Schalter nach oben ins Gehäuse.
Nichts passierte ! ob das Gerät kaputt war. Ich holte mir den Karton aus dem Haus und schaute mir die Handgriffe nochmals an. Ich hatte alles richtig gemacht. Nun schwante mir etwas. Hatten nicht kürzlich die männlichen Familienmitglieder beim rasenmähen laut geflucht über ein Kabel, das im Weg lag? Ich inspizierte das Kabel der Trommel Meter für Meter, bis ich bei einem Schnitt angelangt war. Dann konnte die Schere auch nicht laufen, sie bekam keinen Strom.
Nachdem ich eine andere Kabeltrommel angeschlossen hatte, ratterte die Maschine los. Ein ungewohntes Gefühl, wenn man noch nie mit einer elektrischen Heckenschere gearbeitet hat. Natürlich hatte ich Handschuhe angezogen und hielt die Schere weit vor mir.
Wie ich schon sagte : ich habe vor diesen Geräten Respekt. Ich setzte das Schneidblatt unten an der Hecke an und bewegte es nach oben. Zunächst nahm ich nur die Spitzen der Pflanze, dann, schon mutiger geworden, schnitt ich weiter hinein. Es funktionierte prima, die Schere schnitt alles spielend ab. Die abgeschnittenen Teile fielen zu Boden, es machte richtig Spaß.
Mit einem Auge schaute ich immer auf das Verlängerungskabel, denn das wollte ich natürlich nicht auch durchschneiden. Und ich arbeitete mich vorwärts mit der Maschine, damit ich nicht irgendwo stolperte. Das kann ich nur jedem empfehlen: niemals rückwärts laufen beim schneiden. Falls irgendetwas im Weg liegt, eine abgelegte Harke oder so, könnte man mitsamt der Schere fallen.
+++ Sicherheitsstopp+++
Glücklicherweise verfügt das Gerät über einen Sicherheitsstopp. Sollte man einen der Schalter nicht mehr gedrückt halten, dann bleibt es automatisch stehen. Das geht wirklich in Sekundenbruchteilen. Das passiert natürlich auch mal, wenn man sich nicht richtig konzentriert und den Griff lockert. Doch so ist es mir lieber. Lieber die Maschine wieder in Gang setzten als verletzt zu werden.
+++ Immergrüne Hecken+++
Ich habe eine Eiben- und eine Lebnsbaumhecke. Beide Pflanzen lassen sich hervorragend mit dieser Heckenschere schneiden. Sollte ich einmal zu spät mit dem Schnitt dran sein, dann ragen schon mal sehr dicke Äste aus der Hecke. Die schneide ich dann lieber mit einer Astschere vorher ab. Da die Hecken 1,8 Meter hoch sind, komme ich natürlich nicht oben an. Ich habe kein Gerüst, sodass ich dann auf einer Leiter stehen muss. Oben schneide ich lieber mit der Handschere, denn da ist die Verletzungsgefahr nicht so groß. Ich habe lieber festen Boden unter den Füßen wenn ich mit einem elektrischen Gerät arbeite.
+++ Buchs+++
Richtig prima kann man auch niedrige Buchshecken mit dem Gerät schneiden. Schnell hatte ich den Bogen raus, wo ich die Schere ansetzen musste, um auch die Rundungen der Hecke auszuarbeiten. Richtig gezielt kann ich dann mit der Spitze arbeiten.
Eine Arbeitserleichterung ist auch der Formschnitt. Ich kann mühelos die Buchspflanzen zu einer Kugel schneiden. Die Blätter werden sauber abgeschnitten, sodass keine hässlichen braunen Blätter zu sehen sind.
+++ Gräser+++
Ich habe riesengroße Gräserhorste im Garten, die jetzt im Frühling bodentief abgeschnitten werden. Die Schere gleitet hindurch wie durch die sprichwörtliche Butter, das ist kein Vergleich zur früheren Handarbeit. Dabei ist es auch egal, ob die Gräser fein oder kräftig sind. Auch die dünnen Gräser werden exakt geschnitten und nichts bleibt in dem Schneidblatt hängen.
+++ Lavendel+++
Ich habe zwei Beete mit einer Lavendelhecke eingefasst. Diese Hecke wird nach der Blüte, also im Juli kräftig beschnitten, Auch das erledigt die Metabo mit Bravour.
+++ Staudenschnitt+++
Mittlerweise ist es in das Bewusstsein vieler Hobbygärtner gedrungen : die Stauden und Gräser sollten erst im Frühjahr geschnitten werden !
Die Samen in den Pflanzen dienen den Vögeln im Winter als Nahrung und des Kleinstlebewesen als Schutz. Außerdem schützt es die Pflanzen vor Kahlfrösten, wenn man nicht alles akribisch im Herbst abräumt. Das hat übrigens auch Vorteile für den Gärtner, denn im Frühjahr sind die Pflanzen zusammen gefallen und bilden nicht mehr soviel Masse. Alles lässt sich einfacher schneiden, denn es ist trocken.
Dabei kommt natürlich auch die Metabo zum Einsatz. Beet für Beet wird geschnitten und so von den alten Stengeln befreit. Das geht mit dieser elektrischen Schere wunderbar und erspart viele Arbeitsschritte im Herbst. Anschließend wird das Gestrüpp mit dem alten Laub einfach abgefegt vom Gartenbeet.
+++ Lärmpegel+++
Ich finde, das die Heckenschere nicht übermäßig laut ist. Da machen die so beliebten Kantenmäher mehr Krach.
+++ Fazit+++
Meine Metabo möchte ich nicht mehr missen, denn sie erleichtert mir erheblich die Gartenarbeit. Mit ihren 3,5 Kilo ist sie nicht allzu schwer und erledigt die Schnittarbeit um einiges schneller und leichter.
Nun habe ich sie schon 7 Jahre und bin vollends zufrieden. In der Pflege ist sie genügsam. Sie bekommt ein Ölspray, nachdem sie brav ihre Arbeit gemacht hat, damit ist sie zufrieden.
Da kann ich hier nur noch eine Empfehlung aussprechen für alle, die sich auch diese Arbeit etwas erleichtern wollen.
Fazit: steht im letzten Absatz
Weitere Testberichte: im Bereich Heckenschere

