Bosch AHS 400-24T
Heckenschütze - Bosch AHS 400-24T Heckenschere

Erhältlich in: 7 Shops

Produkttyp: Bosch Heckenscheren

Neuester Testbericht: ... Vorschlaghämmern zu wiederholen, einigte man sich zumindest auf Marke und Modell. Gekauft wurde eine Bosch AHS 400-24ST dann ohne w... mehr

Heckenschütze
Bosch AHS 400-24T

Tut_Ench_Amun

Name des Mitglieds: Tut_Ench_Amun

Produkt:

Bosch AHS 400-24T

Datum: 20.08.08

Bewertung:

Vorteile: Verarbeitung | Leistung | Handling

Nachteile: Hat seinen Preis | Kabelgebunden

"Es reicht!" donnert der Groll der Göttergattin durch die heiligen Hallen. Und Recht hat sie ja auch, blockiert doch ein frecher Vertreter der Gattung Buxus sempervirens den freien Blick auf den Tempelbezirk. Mehr noch: Der Wildwuchs der pharaonischen Hecke sorgt für mehr oder weniger offen zur Schau getragenen Spott der ehrenwerten (und alle 5 Minuten locker aus der Hüfte die Heckenschere schwingende) Nachbarschaft. Bevor der Zorn der Holden denn ins Unermessliche steigt, verweist Merkwürden vordergründig kleinlaut - aber nicht ohne eine gewisse Häme- auf den akkubetriebenen Trümmer von Heckenschere, den sie seinerzeit günstig im nahen PLUS-Markt erwarb. Das Teil der Marke "Lautstark & Leistungsarm" gehört zur Sparte Theaterwerkzeug, es taugte nämlich nur für einen Auftritt.

Um diese Schmach zu überspielen beeilte sich die beste Ehefrau von allen dann wohl auch relativ spontan das Budget für eine ordentliche Maschine frei zu geben. Dem obligatorischen Gang zum Baumarkt folgte die exzellente Darbietung eines Darth-Vader-Röchelns gepaart mit dem Summen eines Lichtschwerts beim Hantieren mit den Ausstellungsstücken vor dem betreffenden Regal. Das brachte jedoch nur das Blut der Familienvorsitzenden in Wallung und dem Aushilfs-Sith einen zärtlichen Schlag in den Nacken. Trotz der düsteren Drohung die Prozedur weniger liebevoll und mit einem der in Baumärkten quasi omnipräsenten Vorschlaghämmern zu wiederholen, einigte man sich zumindest auf Marke und Modell.

Gekauft wurde eine Bosch AHS 400-24ST dann ohne weitere Peinlichkeiten in der Öffentlichkeit schlussendlich bei Ihbäh, wo das gute Stück Neu und OVP samt Rechnung und Garantie für knapp unter 100 Euro - noch dazu versandkostenfrei - feil geboten wurde. Normal liegt die 400er-Heckenschere bei rund 120, so lautet auch die offizielle UVP, den Bosch für das kleinste Gerät dieser Modellreihe angibt. Somit wäre wenigstens eins der Geheimnisse aus der kryptischen Typenbezeichnung gelüftet: Die Schwertlänge. Sie beträgt 400 Millimeter und ist, wie gesagt, die kürzeste Variante der Reihe. Zur Auswahl stehen noch 480, 600 und 700 Millimeter. Während die 400er und die 480er je von einem 550 Watt Motor befeuert werden, sind die großen Schwestern noch kräftiger ausgelegt - und dementsprechend natürlich auch teurer.

Die restlichen Features sind innerhalb der Produkt-Familie jedoch gleich. Alle haben den gleichen ergonomisch günstig geformten Griff, (Stahl-)Schwert mit Laserschliff, eine Sicherheits-Rutschkupplung, eine maximale Schnittbreite von 24 Millimetern (womit die zweite Zahl in der Bezeichnung denn nun auch endlich klar wäre) und einen Schutz am Ende des Schwertes, der die Klingen vor Beschädigungen bewahrt, sollte man beim Schneiden zum Beispiel Boden oder Mauerwerk damit zu nahe kommen. Das 400er-Modell ist zudem mit fast glatt 4 Kilo (offiziell 3,9)vergleichsweise easy zu handhaben. Der Schwerpunkt liegt sehr günstig, sodass die Heckenschere weder kopf- noch hecklastig daherkommt, was sich grade bei längeren Sessions angenehm bemerkbar macht, da sie auch mit müde werdenden Armen immer noch recht zielsicher zu bewegen ist.

Überhaupt schneidet die AHS dank ihres durchzugskräftigen, relativ leisen Motors selbst dickere Äste, als wäre es Nix. Bosch gibt 2,4 cm als maximale Aststärke an, nun misst man bei der Gartenarbeit sicher nicht jeden Ast nach, den man absäbeln möchte. Man ist allerdings geneigt dieser Herstellerangabe Glauben zu schenken, wenn man den Schlegel einmal in Aktion erlebt hat. So vehement die Klingen durchs Dickicht schneiden, so schnell kommen die Messer auch zum Stehen, sobald man auch nur einen der zwei zum Einschalten nötigen (von insgesamt deren 4 griffgünstig angebrachten) Betätigungshebel loslässt. Zwar schraddelt der Antrieb selbst noch ein Sekündchen vor sich hin, die Messer jedoch bleiben dank Rutschkupplung sogleich abrupt stehen. Sinn dahinter ist natürlich der Sicherheitsgedanke, damit man im Notfall nicht irgendwelche Körperteile auf dem Feld der Ehre lässt.

Zu den weiteren Sicherheitsfeatures gehören der umlaufende Griffbügel und der unvermeidbare Handschutz nach vorne zum Schwert hin. Eine Kabelschlaufe am kurzen Stecker dient als Zugentlastung, damit man nicht plötzlich ohne Saft dasteht, weil man den Stecker versehentlich aus dem (zusätzlich nötigen) Verlängerungskabel gerupft hat. Als Zubehör gibt es dazu noch einen höchst praktischen Aufroller für den Gürtel. Damit ist man übrigens auch vor lästigen Schnitten ins Kabel gefeit. Als weiteres Zubehör für die (neuere) AHS-Serie, gibt es noch eine Art Räumer, welcher das Schnittgut direkt beim Schneiden zu einer Seite weg befördert. "Collecto" nennt sich das Teil und ist in 2 verschiedenen Größen für die unterschiedlichen Schwertlängen (je AHS 400, 480, 600 und AHS 700) erhältlich. Kostenpunkt: etwa 12 Euro, die man sich aber eigentlich sparen kann.

Fazit
Die kleinste AHS ist ein akkurates und robustes Werkzeug, das bis zu mittelschweren Aufgaben gut gerüstet ist. Wer sehr viele Meter machen oder auch sehr hohe Hecken trimmen muss, greift besser zu den größeren Schwestern. Das Handling fällt dank geringem Gewicht und ausgewogener Gewichtsverteilung sehr spielerisch aus und ermöglicht auch eher akrobatische Schneidpositionen, etwa über Kopf oder in Schulterhöhe.Der vergleichsweise saftige Einstiegspreis gegenüber irgendwelchen Sonderangeboten relativiert sich beinahe sofort, wenn man sich die Qualitätsstufe anschaut - da kann keine Baumarkt-Hausmarke auch nur entfernt mithalten.

So Long

Der Feld-Wald-und-Wiesen-Pharao

Fazit: Mehr Heckenschere braucht man eigentlich eher selten